Adolph Thiem
Adolph Thiem (* 26. Juli 1832 in Merseburg als Gustav Adolph Thiem; † 30. September 1923 in Stresa) war ein deutscher Börsenmakler und Kunstsammler. Ab 1871 war er an den Planungen des Berliner Kaiser-Friedrich-Museums beteiligt und stattete mit seiner umfangreichen Sammlung von Gemälden Alter Meister das Museum zur Eröffnung 1904 aus. Außerdem war er Stifter des Wagner-Denkmals in Venedig und einer der wichtigsten Förderer Adolph von Menzels. Thiem zählt zu den bedeutendsten Kunstsammlern des 19. Jahrhunderts und gilt als Prototyp des bürgerlichen Mäzens, der auf die Eliten seiner Zeit wirkte und diese zum Sammeln anregte.
Leben
Von der Kerzenhandlung zur Fabrik für Gasbeleuchtung
Adolph Thiem wurde 1832 als zweiter Sohn des halleschen Gendarmerie-Brigadiers Friedrich Thiem und Johanne Marie Merseburger in Merseburg geboren und in der Stiftskirche evangelisch getauft.<ref>Verwandtschaftsverhältnisse Thiems Genealogienetz.de In: Familiendatenbank Magdeburg. Verein für Computergenealogie e. V.</ref> Nachdem er seine Kindheit in Halle an der Saale verbracht hatte, besuchte er ab 1844 die Lateinschule in den Franckeschen Stiftungen, dann schrieb er sich für Wirtschaftskunde an der Universität Halle ein. Er heiratete am 18. Januar 1856 Anna Thieme, die 1834 in Halle als Tochter von Samuel Lebrecht Thieme, eines Organisten an der Marktkirche Unser Lieben Frauen in Halle/Saale geboren worden war. Adolph Thiem verdiente sein Geld vorwiegend als Börsenmakler an der Halleschen Börse, die zu jener Zeit ausschließlich Kommunalpapiere handelte und fest in der Hand der Stadt war. Er kam früh zu beachtlichem Wohlstand.
Adolph Thiem hatte einen neun Jahre älteren Bruder Bruno Thiem, der in Halle zunächst in einer Passstelle arbeitete, dann Bürgermeister von Magdeburg-Buckau wurde. Über die weiteren fünf Geschwister ist nichts bekannt. Seine Mutter betrieb zur Aufbesserung der Rente um 1839 eine Seifen- und Kerzenhandlung in der Leipziger Straße,<ref>Thiems Mutter, Licht und Seifenhandlung. Familysearch. In: Adreßbuch der Stadt Halle (Saale). 1839.</ref> eine Information, die insoweit von Bedeutung ist, als Thiem Jahrzehnte später in seiner Heimatstadt beim Aufbau einer Gasgerätefabrik beteiligt war, die Geräte für Beleuchtungszwecke entwickelte. Diese in den Gründungsjahren um 1900 finanzierte Maschinenfabrik Thiem & Töwe war als wirtschaftliches Standbein für seinen Sohn Walther Thiem gedacht. Halle an der Saale war im Kaiserreich wegen der Braunkohlereviere ein industrielles Ballungszentrum. Bis 1914 stattete die Firma Thiem & Töwe 3000 Gebäude, darunter vor allem ministeriale Einrichtungen im Deutschen Reich, mit einer autarken Licht-, Gas- und Wasserversorgung aus.<ref>Werbeprospekt vor 1914: Benoid Gasanlagen. Hrsg. Thiem & Töwe. Deutsches Historisches Museum. Online Datensammlung.</ref> Diese Aktivitäten führten auch zu einem Geschenk an das von Thiems Schulkameraden Franz Otto 1885 gegründete Städtische Museum für Kunst und Kunstgewerbe, wie einem Museumsführer von 1913 zu entnehmen ist.<ref>Kurt Freyer: Führer durch die Sammlung neuerer Gemälde und Bildwerke. Städtisches Museum für Kunst und Kunstgewerbe, Halle an der Saale. Verlag Gebauer-Schwetschke, 1913, S. 51, S. 80, „Geschenk eines Bildes Adolph Thiem San Remo“</ref> Seit 2008 befindet sich auf dem ehemaligen Fabrikgelände von Thiem & Töwe das gemeinnützige Kulturzentrum Hühnermanhattan.
Berliner Jahre
In den 1860er Jahren wechselte Adolph Thiem zur Berliner Börse, weil diese sich in der Zeit nach dem Deutschen Krieg zu einem der wichtigsten europäischen Umschlagplätze entwickelte. Berlin war hinter Paris und London als drittgrößter Banken- und Börsenplatz aufgerückt.<ref>Hubert Laitko: Wissenschaft in Berlin: von den Anfängen bis zum Neubeginn nach 1945. Dietz, 1987, ISBN 3-320-00821-8, S. 237.</ref> In Berlin kamen seine vier Kinder Paul, Walter, Martha und Margarete Thiem zur Welt. Thiems Wohnhaus in der Rosenthaler Straße 40 lag in dem überwiegend von jüdischer Bevölkerung geprägten Scheunenviertel, obgleich Thiem keine jüdischen Wurzeln hatte.<ref>Vorlage:Berliner Adressbuch</ref> Ab 1865 stand er als Betreiber eines Bankgeschäfts noch als Companion an der Seite von Carl Benda.<ref>Vorlage:Berliner Adressbuch</ref> Die Bendas waren eine alte jüdische Familie,<ref>Carl F. Benda. In: Ernst Benda: Genealogy of the Benda family. September 1901, {{#if:bendafamilyf001
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Thiem zog in eine Villa nach Niederschöneweide und begann als einer der ersten bürgerlichen Privatleute im großen Stil Kunst zu sammeln und sie in seinen Räumen zu präsentieren. Damit war er nicht allein. Max J. Friedländer, ein Berliner Kunsthistoriker, Bekannter Thiems und später Gast in der Villa in Sanremo<ref name="Nützmann, Hannelore">Hannelore Nützmann: Die Sammlung Thiem im Kaiser Friedrich Museum. In: Jahrbuch der Stiftung preussischer Kulturbesitz. Band 30, Gebrüder Mann Verlag, Berlin 1993, ISBN 3-7861-1196-0, S. 119–132.</ref> fasste die Anreize auf viele Sammler dieser Zeit bezogen wie folgt zusammen: {{
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Für die Jahre 1883 und 1890 gibt es Belege für eine bedeutende Ausstellung in der Königlichen Akademie der Künste Berlin mit Bildern holländischer Meister des 17. Jahrhunderts. Diese Ausstellung wurde mit Exponaten der Kaiserin Victoria, Witwe Friedrichs III., und zahlreichen von Adolph Thiem gesammelten Werken bestückt. Im Jahr 1890 verlagerte Thiem sein Bankhaus in das Prinzessinnenpalais mit der Adresse Unter den Linden 5,<ref>Vorlage:Berliner Adressbuch Allgemeiner Wohnungs-Anzeiger nebst Adreß- und Geschäftshandbuch für Berlin, dessen Umgebungen und Charlottenburg: auf das Jahr 1890.</ref> einem Ort, der nur gelegentlich von der Witwe Friedrichs bewohnt wurde und sonst in der besten Lage ungenutzt leer stand. Aber auch zu Lebzeiten Friedrichs III. ist eine Nachbarschaft zum Kaiser nachweisbar, denn Thiems Villa in San Remo lag in der Nähe der Villa Zirio, die vom Kronprinzen und späteren Kaiser der 99 Tage bewohnt wurde. Das Bankgeschäft in Berlin musste schon zwei Jahre später 1892 nach Unter den Linden 12 umziehen, weil Kaiser Wilhelm II. das Gebäude zum Stadtpalast umgestalten ließ.
Kinder
- Paul Thiem (* 1858 Berlin; † 1922 Starnberg), Maler
- Wolf Gustav Adolph Thiem * 1862 Berlin-Dorotheenstadt; † 1889 Berlin
- Margarete Thiem (* 1863 Berlin; † 1939 Berlin), war verheiratet mit Georg Theodor Carl Saenger (* 1858 Nadborowo; † 1934 Baden-Baden).
- Martha Thiem (* 1865 Berlin; † 1941 Sanremo), war in erster Ehe mit Bogislaw Friedrich Hermann von Schmeling (1855–1906) verheiratet, beide sind auf dem Dresdener Johannisfriedhof begraben. In zweiter Ehe heiratete sie 1908 in Venedig Francesco Marchese Spinola (* 1856 in Taggia; † 1912 in Frankfurt am Main).
- Walther Thiem (* 1. Februar 1872 Berlin, Taufe St.-Matthäus-Kirche (Berlin); † 1973 Söcking), besuchte von 1880 bis 1886 das Thüringer Internat Schnepfenthal, 1886–1891 Schüler im Badischen Gymnasium Bruchsal, studierte in Berlin und Rostock<ref>Eintrag im Rostocker Matrikelportal (Seitenaufruf 16. November 2015)</ref> Maschinenbau und Elektrotechnik, wurde 1896 an der Universität Rostock promoviert. Inaugural-Dissertation: Rostock, Univ. Phil. Fak., 11. Juli 1896: Über die Magnetisierungsarbeit pulsierender Gleichströme im Vergleich mit aequivalentem Wechselstrom. Er arbeitete für die Firma Siemens & Halske in Berlin und für IG-Farben in Wolfen. An der Universität Halle (Saale) war er von 1910 bis 1938 zunächst Dozent (Lektor), später ordentlicher Professor für Farbfotografie. Er war Mitgründer der Maschinenfabrik Thiem & Töwe in Halle/Saale.
Vom Gründerboom zum Gründerkrach
Thiems wirtschaftlicher Erfolg beruhte insbesondere darauf, dass in Deutschland 1870 die Konzessionspflicht für Aktiengesellschaften aufgehoben und die Gründung von Unternehmen von strengen gesetzlichen Einschränkungen befreit wurde (vgl. Gewerbefreiheit). Die Folge war die Gründung von 928 Aktiengesellschaften im Zeitraum von 1871 bis 1873 allein im Königreich Preußen. Durch die Gewerbefreiheit wurde immer mehr privates Kapital in die Wirtschaft investiert. Es etablierten sich neben Thiems Berliner Maklerbank 60 weitere neue Banken mit Maklern, die nicht vereidet wurden. Die Wirtschaft wuchs rasant; ebenso stiegen die Kurse der Aktien. Das schuf Vertrauen in den Markt und veranlasste weitere Aktionäre zu Aktienkäufen. Adolph Thiem wurde als Direktor der Berliner Maklerbank als eine „hervorragende Capacität der hiesigen Börse“ betitelt.<ref>Direktor der Maklerbank Google Books. In: Deutsche Versicherungszeitung, 28. September 1872. A.F. Elsner (Chefred.): Handelsnachrichten Sammelband S. 623</ref> Die Berliner Maklerbank zahlte auch die allerhöchsten Dividenden von 25 %,<ref>Hans-Ulrich Wehler: Deutsche Gesellschaftsgeschichte. Band 3: Von der „Deutschen Doppelrevolution“ bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges 1849–1914. 2. Auflage. C.H. Beck, 2007, ISBN 978-3-406-32263-1, S. 99.</ref> was zu schwindelerregenden Provisionen und einer völligen Verzerrung und Überbewertung der Kurse führte.
Thiems Maklergeschäfte sind in vielen Übersichtswerken der Wirtschaft als Beispiele für den Gründerboom eingegangen. So in den Schriften und Reden über die Börse von Max Weber<ref>Max Weber: Gesamtausgabe. Band 5: Börsenwesen. Schriften und Reden 1893–1898. 1. Auflage. Mohr Siebeck, 1999, ISBN 3-16-146952-6, S. 335, 338, 861.</ref> oder im „Großen Buch der Börse“ von Robert Schittler.<ref>Martin Michalky: Das große Buch der Börse. Frankfurt 2007, ISBN 978-3-89879-378-0, S. 164.</ref> {{
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}}<ref>Carsten Priebe: Von Krisen, Crashs und Spekulanten: Die dramatische und lehrreiche Geschichte vom Auf und Ab in der Welt der Aktien bis zum großen Börsen-Crash 1929. Vito von Eichborn (Herausgeber). 2012, ISBN 978-3-8423-9118-5, S. 67.</ref> Als die erwartete Krise 1873 eintrat, schrieb das den vereideten Maklern nahestehenden Deutsche Handelsblatt über die Banken der nicht vereideten Makler in Berlin, mit denen auch Thiems Bank gemeint war: {{
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Der Ruf der durch den Aktienhandel reich gewordenen Bankiers und Aktienmakler verfiel nach dem Gründerkrach und der daraus resultierenden Deflation, der Gründerkrise. Thiem sah sich drastischen Anfeindungen ausgesetzt. Die von A. Moser herausgegebene Zeitschrift für Kapital und Rente brachte die Berliner Maklerbank mit der Schwindelperiode in Verbindung.<ref>Google Books. In: Zeitschrift für Kapital und Rente. Hrsg. A. Moser. Stuttgart 1871, S. 65.</ref> Aber ganz allgemein schien der Beruf des Bankiers zu leiden. {{
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}}.<ref>Christof Biggeleben: Das „Bollwerk des Bürgertums“: die Berliner Kaufmannschaft 1870–1920. 1. Auflage. C.H. Beck, 2006, ISBN 3-406-54993-4, S. 236.</ref> Der mittlerweile fast sechzigjährige Thiem zog sich aus den Geschäften zurück und nannte als Beruf Rentier, was bedeutete, dass er regelmäßige Zahlungen aus Obligationen erhielt. Er gab auch seine Villa in Niederschöneweide auf, nachdem sein jüngster Sohn zum Studium nach Rostock gegangen war.<ref>Matrikelnummer Matrikelportal Rostock – Datenbankedition der Immatrikulationen an der Universität Rostock seit 1419.(abgerufen am 16. Juni 2015)</ref> In der näheren Umgebung seines Berliner Wohnsitzes war es ab 1890 zu einem massenhaften Zuzug von Fabrikarbeitern gekommen, die in den Textilfabriken Arbeit fanden. Der deutlich konservativere und eher anglophobe politische Stil Wilhelm II. trug dazu bei, Berlin ganz zu verlassen, denn Wilhelm II. pflegte einen eher schroffen Umgang mit den Museumsleuten und vor allem mit seiner Mutter Victoria, die an der Seite des Kronprinzen den Großteil ihres Lebens auf den Thron warten musste und zusammen mit Friedrich III. zeitlebens Ersatz für die Machtlosigkeit in der Kunst fand und nun Berlin verlassen musste.<ref>Hannah Pakula: Victoria. Tochter Queen Victorias, Gemahlin des preußischen Kronprinzen, Mutter Wilhelm II. Marion von Schröder-Verlag, München 1999, ISBN 3-547-77360-1, S. 542.</ref> Thiem und das Kronprinzenpaar verbanden die durchgeführten gemeinsamen Ausstellungen ihrer Privatsammlungen und die Sammelleidenschaft von alten holländischen Malern, Stillleben von Willem Claeszoon Heda, Evert Collier oder von Aert van der Neer, Bilder von Künstlern, die sich sowohl bei Thiem als auch in den Privatsammlungen des Kronprinzenpaares befanden.<ref>{{#switch:
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Übersiedlung nach Sanremo
In den 1880er Jahren legte Thiem sich ein Grundstück im Kurort Sanremo zu und ließ dort vom Architekten Pio Soli eine Villa im neogotischen Stil errichten.<ref>Sanremo Onlineauftritt der Stadt (Seitenaufruf am 16. November 2015)</ref> Das Mittelmeerklima sollte der Gesundheit seiner Frau zugutekommen, die an Tuberkulose erkrankt war. Schon 1865, noch mit den drei ersten kleinen Kindern, fuhr sie gemeinsam mit Clara Benda, der Frau von Thiems Kompagnon, zur Kur nach Bad Tölz.<ref>Liste der Kurgäste Adolph Thiem, Clara Benda. In: Bayerische Badezeitung. Organ der bayerischen Kur-& Badeorte. München 1. Mai 1865, S. 75.</ref> Doch sie erlebte die Fertigstellung der Villa in Sanremo nicht mehr und starb am 26. September 1889 in Berlin. Thiem nutzte die Villa dann als Ausstellungsort. In unmittelbarer Nachbarschaft residierte in der Villa Zirio auch Friedrich III., der Kaiser der 99 Tage. Noch 1911 bezeugt der Eintrag in der Encyclopædia Britannica die Bedeutung der Gemäldesammlung Thiems in Sanremo.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}{{#ifeq: {{#if:San Remo|1}}{{#if:24|1}}
| 11 |
| Vorlage:Britannica 1911 – Pflichtparameter fehlt}}{{#if: | Vorlage:Britannica 1911 – Veralteter Parameter }} Sammlung Thiem</ref>
Ab 1896 war Thiem vollständig in sein Haus nach Sanremo übergesiedelt, das zunächst nur als Winterquartier gedient hatte. Sanremo war zu jener Zeit Zentrum der politischen Elite und Hocharistokratie Europas. Nicht ohne Grund fand 1920 die Konferenz von Sanremo der alliierten Siegermächte im Casino dieser Kleinstadt in Norditalien statt, an einem Ort, den nur ein Park von Thiems Villa trennte. 1896 erwarb Thiem für seinen erstgeborenen Sohn Paul Thiem, den Maler, ein größeres Grundstück in Starnberg. In der dortigen vom Architekt Carl Lemmes neu errichteten Thiem-Villa befindet sich heute das städtische Atelierhaus. In diesem Zusammenhang entstand auch Thiems Porträt des Starnberger Malers Franz von Lenbach.
1906 gab er eine Steinbüste von Richard Wagner bei Fritz Schaper in Auftrag, die in Venedig, dem Sterbeort Wagners, aufgestellt und 1908 bei einer der ersten Biennalen Venedigs eingeweiht wurde.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />{{#if:20140808050428
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}} Huehnermanhattan.de.tl; abgerufen am 16. November 2015.</ref> Die Kosten übernahm Thiem in vollem Umfang.<ref>Henry Thode: Paul Thiem und seine Kunst. G. Grotesche Verlagsbuchhandlung, Berlin 1921.</ref> Er wurde für seine Verdienste mit dem Preußischen Königlichen Kronenorden 2. Klasse ausgezeichnet.<ref>Akten des Kaiser Friedrich Museums Findbuch (PDF) Staatliche Museen zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz. Onlinedatensammlung. In: Findbuch II des Kaiser Friedrich Museums. Hrsg. von Jörn Grabowski, Berlin 2008, ISBN 978-3-88609-648-0, S. 29.</ref>
Thiem war ein großzügiger Gönner des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg. Wie aus den Chroniken des Museums zu entnehmen ist, waren seine Jahresbeiträge die höchsten.<ref>Jahresbeitrag im Germanischen Nationalmuseum 1909. In: Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums, U.E. Sebald Verlag, Nürnberg 1909, Heft 4, Oktober-Dezember, S. 62, {{#if:anzeigerdesgerma1907to09germiala
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}}</ref> Thiem war Mitglied der Wagner-Gesellschaft in Bayreuth und der Pan-Genossenschaft,<ref>Pan Mitgliederliste Universitätsbibliothek Heidelberg. HEIDI digital. In: Der Pan 1895, Zeitschrift Herausgegeben von Otto Julius Bierbaum. Heft 5, Berlin 1895, S. 274.</ref> welche die Kunst- und Literaturzeitschrift Pan herausgab.
Mit der Ausrufung der Republik 1918 geriet Thiem zunehmend in Vergessenheit, da das Ende der Aristokratie und die Abdankung des Kaisers auch einen Umsturz in seinem Leben bedeuteten. Er wurde in verschiedenen Quellen auch Baron Thiem genannt, ein Titel, der vom russischen Zaren nur an den baltischen Adel vergeben wurde. Ob Thiem von der Fürstenenteignung betroffen war oder ob er durch die Hyperinflation bankrottging, ist nicht nachprüfbar. Verbürgt ist, dass seine Villa in Sanremo schon während des Kriegs vom italienischen Staat requiriert wurde, er durfte sie dann allerdings als Mieter wieder bewohnen.<ref>Wilhelm von Bode: Nachruf auf Adolph Thiem. In: Adolph Donath (Hrsg.): Der Kunstwanderer: Zeitschrift für alte und neue Kunst, für Kunstmarkt und Sammelwesen, 1923, 1. Novemberheft, S. 60.</ref> Außerdem agitierte die SPD politisch schon vor 1914 gegen die Gasversorgung durch eine Privatfirma, wie am Beispiel Geesthacht zu sehen ist.<ref>Deutsches Historisches Museum. Online Datensammlung. In: Propagandaflugblatt</ref> 1923 starb Thiem im italienischen Kurort Stresa am Lago Maggiore.
Sammlung
Thiem gehörte zur Generation der ersten Berliner Kunstsammler und erwarb bereits vor den 1870er Jahren eine Reihe von Gemälden. Neben Ludwig I. (Bayern), Adolf Friedrich von Schack und Eduard Arnhold zählte Thiem zu den wichtigsten Kunstsammlern des 19. Jahrhunderts.<ref>Thomas Hermsen: Kunstförderung zwischen Passion und Kommerz. Campus Verlag, Frankfurt/New York 1997, ISBN 3-593-35833-6, S. 45.</ref> Er knüpfte ein Netzwerk von Händlern in Paris und Venedig und reiste selbst zu den London Docks um wertvolle Gegenstände aus dem Orienthandel zu erwerben. Beim Erwerb der Gemälde wurde er von Wilhelm von Bode beraten. Die schriftliche Korrespondenz ist mit über 400 Briefen erhalten geblieben und befindet sich in Bodes Nachlass.<ref>Akten des Kaiser Friedrich Museums. (PDF) Findbuch Staatliche Museen zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz. Onlinedatensammlung. In: Nachlass Wilhelm von Bode. Hrsg. von Friedrich Künzel, Berlin 1995, S. 128.</ref> Gemessen am Umfang und an der Dauer des Austauschs wird deutlich, dass Bode mit keinem anderen Kunstsammler zwischen 1885 und 1922 häufiger Briefe wechselte. Aber selbst Bode räumte ein, dass es nur Anregungen waren und er ihn gelegentlich auf bestimmte Kunstwerke aufmerksam machte, „selbst zu finden und zu entscheiden war seine größte Freude“ und „…mit seinem lebhaft impressiven Wesen“, habe er zur Verbreitung der Sammellust in Berlin beigetragen, namentlich in dem Kreis, in dem er geschäftlich und gesellschaftlich verkehrte.<ref>Bode über Thiem. (PDF; 3,0 MB) Archiv Universitätsbibliothek Heidelberg. Onlindatensammlung. In: Wilhelm von Bode: Die älteren Privatsammlungen. In: Adolph Donath (Hrsg.): Der Kunstwanderer: Zeitschrift für alte und neue Kunst, für Kunstmarkt und Sammelwesen. 1922, 1. Septemberheft, S. 7–8.</ref>
Seit 1896 war Thiem Mitglied im Kaiser Friedrich-Museums-Verein und warb dort neue Mitglieder, die Idee für ein neues Museum war jedoch schon viel älter und um 1871 entstanden. Durch diverse Ausstellungen älterer Meister an verschiedenen Orten, zu denen Kunstsammler ihre Werke ausliehen, wurde der Kreis der potentiellen Geber immer größer, sodass die Eröffnung des neuen Museums 1904 längst überfällig war. Thiem hatte schon beim Export seiner Sammlung nach Italien eine Rückführung einräumen müssen und schließlich doch Zollprobleme mit den italienischen Behörden, die den Wert der Gemälde und die internationalen Preise im Blick hatten. Es musste für das geschenkte Memling-Bild über 5000 Lire Zoll gezahlt werden, so dass die Überführung größere bürokratische Hürden mit sich brachte. Für die Sammlung wurde in Berlin der Thiem-Saal eingerichtet, wo die Bilder vertraglich zugesichert zusammen ausgestellt bleiben sollten. Die wichtigsten Stücke der Gemäldesammlung Alter Meister und einige wertvolle Möbelstücke wurden neben einigen Schenkungen für das Museum zu einem Freundschaftspreis von 490.000 Mark (nach heutiger Kaufkraft 3.120.000 Euro) erworben, obwohl Thiem seine Sammlung auf dem internationalen Kunstmarkt, insbesondere die alten Meister in Amerika für das Vierfache hätte verkaufen können. Darüber hinaus hatte Thiem schon in seinen Berliner Jahren dem alten Museum Exponate gestiftet und Schenkungen vorgenommen, wie einige Tilman-Riemenschneider-Skulpturen und andere mittelalterliche Plastiken.
Thiem reihte sich mit dem Wunsch, zu stiften neben viele andere Sammler in Europa und Amerika ein, wobei derartige Stiftungen und Schenkungen fast immer an die vertragliche Bedingung gebunden waren, einen Raum nach den großzügigen Gebern zu benennen. So sollte ein ehrendes Andenken an die Familie für alle Ewigkeit gewahrt werden. Das war ein europaweites und transatlantisches Phänomen. Museum Mayer van den Bergh in Antwerpen, Die Pariser Bankiersfamilie Jacquemart-André schenkte ihren Stadtpalais als Musée Jacquemart-André. In Mailand war es die Familie Bagatti Valsecchi Museo Bagatti Valsecchi, die ihre Palazzi einschließlich Sammlungen der Stadt überließen; die Amerikanerin Isabella Stewart Gardner mit ihrem Isabella Stewart Gardner Museum in Boston oder Richard Wallace mit seiner Wallace Collection in London wurden zur Nachahmung inspiriert. Schon kurz nach der Eröffnung des Museums in Berlin kam es zur Umhängung und Umbenennung, der Thiem-Saal hieß nunmehr Niederländersaal, bis in den 1930er Jahren sogar die Verweise auf Thiems Schenkungen entfernt wurden. Einer der Erben, Walter Thiem, der schon zur Eröffnung in die Verträge einbezogen war, scheiterte 1938 juristisch, die Umbenennung rückgängig zu machen.<ref name="Nützmann, Hannelore" /> Festzustellen ist auch, dass Thiem beispielsweise in der Literatur über Berliner Sammler teilweise keine Beachtung mehr fand oder sogar aktiv in weiteren Auflagen gestrichen wurde, wie am Beispiel Adolph Donaths herausgegebenen Übersichtswerk „Psychologie des Kunstsammelns“ deutlich wird. 1911 wurde Thiem dort noch als einer der bedeutendsten Sammler erwähnt, in der Auflage von 1917 war der Name jedoch vollständig getilgt worden.<ref>Donath, Adolph: Psychologie des Kunstsammelns. Berlin, R.C. Schmidt, 1911. S. 90</ref>
Insgesamt lassen sich fünf Sammelgebiete erkennen, die zum Teil ineinandergreifen oder parallel verlaufen. Dies sind zeitgenössische Franzosen der Schule von Barbizon, die deutschen Zeitgenossen, die alten Meister aus Holland, wie Rembrandt und Rubens, die italienischen Maler der Hochrenaissance und die Einrichtungsgegenstände wie Möbel und alte persische Teppiche.
Erste Sammlung der Schule von Barbizon
Zunächst widmete Thiem sich der Schule von Barbizon, belegt ist Narcisso Virgilio Díaz de la Peñas Bild Waldszene<ref>Thiems Gemälde von Díaz de la Peña Lost Art Internet Datenbank.</ref> Wilhelm von Bode berichtete in seinen Memoiren, dass Thiem eine Reihe von Bildern der Maler aus Fontainebleau besessen habe, die er zugunsten einer Schwärmerei für Menzel abgab. Darunter sollen auch Landschaften im Stil der Paysage intime von Théodore Rousseau und Charles-François Daubigny gewesen sein, zu finden in Bodes Nachruf auf Thiem von 1923 im Kunstwanderer. Hermann Kaufmann betonte: „Die nationalökonomische Wichtigkeit ein Reservoir der vornehmsten Erzeugnisse des Volkes anzulegen sei eine notwendige Ergänzung zur Kunstproduktion“.<ref>Herrmann Kauffmann Zitat Google Books. In: Alfred Lichtwark,Herrmann Kauffmann und die Kunst in Hamburg von 1800–1850. Der Kunstverein Hamburg seinen Mitgliedern für 1891–1892. München, Verlagsanstalt für Kunst und Wissenschaft, 1893, S. 20.</ref> Dieser Zeitgeist mag Thiem bewogen haben, seine Bilder zu verkaufen.
Sammlung von Zeitgenossen nach dem Deutsch-Französischen Krieg
In seinen mittleren Jahren um 1870 und nach dem Deutsch-Französischen Krieg gab er seine Bilder der Maler von Fontainebleau ab<ref>Der Kunstwanderer. Zeitschrift für alte und neue Kunst, für Kunstmarkt und Sammelwesen 1. Septemberheft, 1922, S. 7–8.</ref> und sammelte vor allem Arbeiten von Zeitgenossen wie des Landschaftsmalers Carl Scherres,<ref>Provenienz eines Bildes von Scherres Bavarica Digitale Sammlungen. In: Katalog der Internationalen Kunst-Ausstellung zu München 1869. Verlag des Ausstellungs-Comités S. 6</ref> und von Karl Gussow. Thiem ließ sich und seine Familie von Ludwig Knaus<ref>Verweis auf 5 Knaus Gemälde im Besitz Thiems. In: Dreiundsechzigste Ausstellung der K. Akademie der Künste zu Berlin im Landes Ausstellungsgebäude am Lehrter Bahnhof 15. Mai bis 31. Juli 1892. Illustrierter Katalog. Verlag Rudolph Schuster, Berlin 1893, S. 35, {{#if:bub_gb_adBIAQAAIAAJ
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Der Erwerb von mindestens dreizehn Bildern von Adolph Menzel trug mit dazu bei, dass es einen neuen Auftrieb und Nachfrage nach Menzels Werken gab, in einer Zeit, als die öffentlichen Aufträge an ihn ausblieben.<ref>Gisold Lammel: Menzel und seine Kreise. Verlag der Kunst, Dresden/Basel 1993, ISBN 3-364-00281-9, S. 93 und 250.</ref> Dies führte dazu, dass am Ende des Jahrhunderts neben den öffentlichen Sammlungen ein Großteil der Menzelwerke im Besitz der reichen Bankiers war. Die Preisentwicklung versprach weitere hohe Wertsteigerungen. Thiem besaß unter anderem 1878 Menzels Gemälde Das Ballsouper, Cercle am Hof Kaiser Wilhelms I., Reisepläne und Blick aus dem Zimmer. Wie die Biographen feststellten, war Thiem in den 1870er Jahren einer der wichtigsten Förderer von Menzel. So lassen sich auch die Bilder: Siesta, Brandschatzung, Ausschmückung eines Altars, Interieur der Salzburger Kirche, Kanzelpredigt, männliche Kopfstudie von 1862, Kriegsmann mit Sturmhaube. Kontribution und Dame bei der Toilette auf die thiemsche Sammlung zurückverfolgen.<ref>Menzel Bilder aus der Sammlung Thiem Online Archive. In: Friedrich von Boetticher: Malerwerke des neunzehnten Jahrhunderts. Band 2, erste Hälfte. Bogen 1–32. Mayer–Bybkowski. Beitrag zur Kunstgeschichte. Friedrich v. Boettichers Verlag, Dresden 1898, S. 16, S. 20, S. 21.</ref><ref>Provenienzen Thiems im Werk Adolph Menzels Digitale Sammlungen der Universitätsbibliothek Weimar. In: Max Jordan: Das Werk Adolph Menzels. Festgabe zum achtzigsten Geburtstag des Künstlers. Verlagsanstalt für Kunst und Wissenschaft Bruckmann, München 1895, S. 69, S. 70.</ref>
In seine Villa in Niederschöneweide lud er in den 1880er Jahren Kunstfreunde, andere Sammler und die Künstler jeden Sonnabend zu Kegelabenden ein und sie war damit ein wichtiger Treffpunkt seiner Zeit. Er war damit ein Beförderer der Kunst und regte viele andere Unternehmer und Börsianer dazu an, sich auf das Sammeln zu verlegen und sich später dem Museumsprojekt anzuschließen. Dies betonte Bode dezidiert am Beispiel von Marcus Kappel,<ref>Thiem regt Marcus Kappel zum Sammeln an (PDF; 19 MB) HEIDI Heidelberger historische Bestände. Datensammlung. In: Wilhelm von Bode: Von der Kunst des Sammelns. In: Velhagen & Klasings Monatshefte, 29, 1914/1915, S. 182</ref> den Thiem für eine Kollektion von Menzels Werken begeistern konnte und der ebenfalls begann, holländische alte Meister zu sammeln. Zu Thiems engem Freundeskreis zählte der ebenfalls in Halle aufgewachsene und in Berlin wirkende Bildhauer Fritz Schaper.
Einrichtungsgegenstände und persische Teppiche
Der Aufschwung durch die Reform der Zollunion von 1866 und die Reichsgründung veränderte auch die Gesellschaftseliten. Es trat ein Sammlertypus wie Adolph Thiem auf, den es vorher nicht gab. Diese Sammler erwarben neben Gemälden auch wertvolle Möbel und persische Teppiche, damit statteten sie ihre Landhäuser und Stadtvillen aus. Diese Gegenstände dienten vor allem Repräsentationszwecken und behielten ihren Wert als Anlage über den Zeitraum des Besitzes hinaus. {{
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Mit seinem Umzug in die nach ihm benannte Villa Thiem in Niederschöneweide<ref>Universitätsbibliothek Heidelberg HEIDI Heidelberger historische Bestände. Datensammlung. In: Rudolph Lepke’s Kunst-Auctions-Haus <Berlin> (Hrsg.): Sammlung des Herrn Adolph Thiem</ref> richtete Thiem sein Augenmerk mehr auf dekorative alte Kunst und kaufte neben Renaissance- und Rokokomöbeln aus Italien, Deutschland, Frankreich und den Niederlanden auch eine umfangreiche Sammlung antiker persischer Teppiche, die in der Fachliteratur Beachtung fand.<ref>Rudolf Neugebauer, Julius Orendi: Handbuch der Orientalischen Teppichkunde. Salzwasserverlag, Paderborn 2012, ISBN 978-3-923330-42-3, S. 245.</ref><ref>Provenienz zu Thiem und Yerkes. Teppich im Metropolitan Museum of Art. New York, {{#if:mma_carpet_with_a_compartment_design_445996
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}}.</ref> Die Tendenz zur Kultur des Orients war ein weiteres Zeichen der Zeit. Mit seinen Teppichen hatte Thiem ein passendes Pendant zu den Ausgrabungs-Artefakten der Orientgesellschaft anderer Berliner Sammler wie beispielsweise denen von James Simon. Es blieb nicht bei den Teppichen, die Aussicht auf das Besondere und Uralte veranlasste viele Bankiers, sich an den Ausgrabungen zu beteiligen. Im Jahr 1893 gehörte Thiem mit zu den Finanziers einer Ausgrabung in Sendschirli.<ref>Liste der Finanziers Google Books. In: Felix von Luschan: Ausgrabungen in Sendschirli. Ausgeführt und hrsg. in Auftrage des Orient-Comités zu Berlin. Verlag W. Speman, Berlin 1883. S.IV (röm)</ref>
Bode bedauerte sehr, dass Thiem seine umfangreiche Teppichsammlung später an einem Stück an den Amerikaner Charles Tyson Yerkes veräußerte. Zu den wenigen Teppichen, die Thiem um 1904 dem Berliner Museum verkaufte, gehörte ein Gobelin von Jean Baptiste Oudry, Raub der Europa. Dieser wurde 1939 von den Berliner Museen an Hermann Göring verliehen und gelangte auf Umwegen ins Alte Rathaus Bonn, wo er sich noch befindet.<ref>wittern.de Familienhomepage mit Hinweise auf Görings Teppich (Seitenaufruf am 16. November 2015)</ref><ref>Akten des Kaiser Friedrich Museums Findbuch (PDF) Staatliche Museen zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz. Onlinedatensammlung. In: Findbuch II des Kaiser Friedrich Museums. Hrsg. von Jörn Grabowski, Berlin 2008, ISBN 978-3-88609-648-0, S. 104.</ref> Auch andere Kunstwerke der Sammlung Göring lassen sich auf Thiem zurückverfolgen, wie die aus Lindenholz geschnitzte Figur Stehender Ritter, die mit Provenienznachweisen in der Bayerischen Objektdatenbank einzusehen ist.<ref>Stehender Ritter, Verweis auf den ehemaligen Besitzer Thiem Bayerisches Nationalmuseum, Objektdatenbank</ref>
Am Dienstag, den 13. und Mittwoch, den 14. Oktober 1896 kam es zu einer öffentlichen Versteigerung von Thiems Einrichtung in Berlin. In Lepkes Auktionskatalog hieß es: […] Darunter Möbel der italienischen Hoch-Renaissance, der deutschen und niederländischen Renaissance etc. bis zum Rokoko; deutsche Holzskulpturen des XVII. und XVIII. Jahrhunderts, worunter Statue der Madonna, lebensgrosse allegorische Figuren, Florentiner Kandelaber, Collection von Stühlen und Spiegeln; alt-persische Teppiche; ferner Bronzen, Porzellane, Delfter und italienische Fayencen, französische Terracotten und kupfergetriebene Gefässe. […]<ref>Universitätsbibliothek Heidelberg HEIDI Heidelberger historische Bestände. Datensammlung. In: Rudolph Lepke’s Kunst-Auctions-Haus <Berlin> (Hrsg.): Sammlung des Herrn Adolph Thiem</ref>
Sammlung alter Gemälde
Zu Thiems Sammelfeldern alter Gemälde gehörten zunächst die Bilder der flämischen oder holländischen Meister des 17. Jahrhunderts, später, mit seiner Übersiedlung nach Italien, legte er sein Augenmerk auf die Werke der italienische Hochrenaissance. Das Anlegen von Sammlungen alter Gemälde war kein politisches Statement, diese Sammlungen konnten auch nicht durch die wechselnden gesellschaftlichen Lagen in ihrem Wert geschmälert werden und wurden auf dem internationalen Markt beachtet und gehandelt. Viel wesentlicher als die Gemälde zu Spekulationszwecken zu erwerben, war jedoch die Vorstellung des Erwerbs als {{
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Holländische oder flämische Meister
Zum Bestand der Gemäldesammlung, die Thiem im Alter anlegte, gehörten Arbeiten von Peter Paul Rubens.<ref>Hinweis auf die Provenienz einer Skizze von Rubens Internet Archive. In: Alfred Rosenberg: P.P. Rubens, des Meisters Gemälde in 551 Abbildungen, Klassiker der Kunst in Gesamtausgaben. Band 5, Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart/Leipzig 1905, S. 480.</ref> Einmal sei die Kreidezeichnung Tod des Achill genannt, und das Gemälde: Brustbild eines Satyrs.<ref>Hinweis auf die Provenienz des Brustbilds eines Satyr, von Rubens Internet Archive. In: Bode, Wilhelm von: Rembrandt und seine Zeitgenossen; Charakterbilder der grossen Meister der holländischen und vlämischen Malerschule im siebzehnten Jahrhundert. Leipzig E.A. Seemann 1907, S. 246.</ref> Weitere alte Meister in der Sammlung waren Bilder von Jacob Adriaensz. Backer, Corneille de Lyon, Carlo Crivelli, Anthonis van Dyck, Jan Vermeer und Jan van Goyen. Die Stilllebenmaler Jan Fyt, Pieter Boel, Willem Claeszoon Heda, Jan Jansz. den Uyl<ref>Liste einiger Gemälde im Thiem-Saal nach einem historischen Foto zur Eröffnung des Kaiser Friedrich Museums 1904smb-digital.de</ref> und Cornelis Mahu<ref>Kunsthistorische Ausstellung, Düsseldorf, 1904 : Katalogarchive.org</ref> und Willem Kalf waren vertreten. Neben dem Altarbild von Hans Memling, welches Thiem den Berliner Museen 1904 schenkte, besaß Thiem drei weitere Bilder Hans Memlings, außerdem mehrere Gemälde aus der Hand von Dierick Bouts d. Ä, zudem Werke von Abraham Mignon, Bernard van Orley, Isaac van Ostade und Pieter de Hooch. Zu den vorübergehend in Thiems Besitz befindlichen Werke Rembrandt van Rijns, zählten Bildnis eines halberwachsenen Jünglings und Mann mit Stahlkragen. Beim zuerst genannten Rembrandt ist die Literatur teilweise von Alfred Thieme als Vorbesitzer ausgegangen, seit der Dissertation von Carla Schmincke und ihrer Provenienzforschung steht Adolph Thiem zweifelsfrei fest.<ref name="cschmincke">Carla Schmincke: Sammler in Hamburg. Der Kaufmann und Kunstfreund Konsul Eduard Friedrich Weber (1830–1907). (PDF) Dissertation. Universität Hamburg 2003, S. 133, S. 167, S. 192.</ref> Weitere alte Gemälde in Thiems Besitz sind jene von Jacob Isaacksz. van Ruisdael, Frans Snyders, David Teniers d. J. und Jan Cornelisz Verspronck.<ref>Gemälde Teniers, Snyders und Ruisdael. In: Beschreibendes Verzeichnis der Gemälde im Kaiser-Friedrich-Museum. Georg Reimer Verlag, Berlin 1906, S. 387 ff., {{#if:beschreibendesve00kaisiala
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In der Literatur der Zeit um 1900 war es in Ermangelung von Abbildungen auch üblich Gemälde nur genau zu beschreiben, wie in einem Katalog als Beschreibendes Verzeichnis von 1890. Darunter findet sich auch ein Stillleben von Abraham van Beijeren mit Todten Fischen und Seekrebsen auf einer Bank, welches Thiem als Besitzer zuzuordnen ist.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />{{#if:20150518091616
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}} Digitale Bibliothek. In: Katalog der Ausstellung von Werken der niederländischen Kunst des 17. Jahrhunderts. Herausgegeben von: Kunstgeschichtliche Gesellschaft Berlin, 1890, S. 7.</ref> Im selben Katalog ist auch ein Stillleben mit Foliant und Nautilusbecher von Evert Collier beschrieben, das Thiem besessen hatte.
1902 nahm Thiem mit einigen Bildern an einer großen Ausstellung niederländischer Malerei in Brügge teil, eine Schau, die noch einmal den Marktwert der Bilder steigerte und Thiem Angebote gemacht wurden, obwohl er die Bilder gern für die Berliner Museen zusammenhalten wollte.<ref name="cschmincke" />
Van Dycks Bildnis der Spinola
In zweiter Ehe heiratete Thiems Tochter Martha Thiem 1906 Francesco Marchese Spinola in Venedig; zu dieser Zeit wurde auch das van Dyck Bildnis der Marchesa Geronima Spinola aus dem Familienbesitz der Spinola in die Thiem-Sammlung übereignet. Die Spinola zählen zu den reichsten Genueser Familien. Die dargestellte Marchesa Geronima war die Tochter von Andrea Doria, einem Genueser Admiral,<ref name="tagesspiegel.2000-08-16">Van Dycks Bildnis der Marchesa Geronima Spinola als neue Attraktion im Kulturforum. In: Der Tagesspiegel. 16. August 2000.</ref> Thiem schenkte dieses Bild nicht dem Neuen Museum, sondern sendete es 1904 direkt Kaiser Wilhelm II.<ref>Bildnis der Spinola. In: Beschreibendes Verzeichnis der Gemälde im Kaiser-Friedrich-Museum. Georg Reimer Verlag, Berlin 1906, S. 110, {{#if:beschreibendesve00kaisiala
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}}.</ref> Es ist heute ein Hauptwerk der ausgestellten „Alten Meister“ im Kulturforum Berlin.<ref name="tagesspiegel.2000-08-16" /><ref>Bildnis der Spinola. (PDF; 1,9 MB) Entwurf eines Gesetzes zur Errichtung einer Stiftung „Preußischer Kulturbesitz“ und zur Übertragung von Vermögenswerten des ehemaligen Landes Preußen auf die Stiftung. Deutscher Bundestag, 2. Wahlperiode 1953, Drucksache 1670. Bonner Universitäts-Buchdruckerei, Bad Godesberg 1955, S. 18.</ref> Interessant ist, dass Martha Thiem durch die Heirat die Staatsbürgerschaft verlor und Italienerin wurde. Als ihr die Wiedereinreise verwehrt wurde, musste sie eine Aufenthaltserlaubnis beantragen.<ref>Akten des Kaiser Friedrich Museums, Findbuch. (PDF) Staatliche Museen zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz. Onlinedatensammlung. In: Jörn Grabowski (Hrsg.): Findbuch II des Kaiser Friedrich Museums. Berlin 2008, ISBN 978-3-88609-648-0, S. 29.</ref>
Rembrandts Mann mit Stahlkragen
Erwähnenswert ist auch die lange Liste an kaiserlichen Einrichtungen wie Ämtern, Gerichten und Ministerien, die mit den Gasbeleuchtungsanlagen der Firma Thiem & Töwe bis 1914 ausgerüstet wurden.<ref>Werbeprospekt Liste Thiem & Töwe um 1914 Deutsches Historisches Museum. Digitale Objektdatenbank</ref> Da Thiem seine Bankgeschäfte bereits geschlossen hatte, handelte er nur noch mit Kunst. Um die ersten Aufträge der Fabrik in Halle/Saale vorfinanzieren zu können, verkaufte er 1905 Rembrandts Bildnis Mann mit Stahlkragen an den amerikanischen Kaufhauskönig Benjamin Altmann.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />{{#if:20150711053248
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}} S. Könau: Auf Kunst gebaut. In: Mitteldeutsche Zeitung, 24. Mai 2013.</ref> Gängig in der Gründerzeit war, das eigene Geschick und die Geschäftstätigkeit mit Kategorien der Familie zu rechtfertigen, es gehörte für Thiem und viele andere reiche Bankiers oder Unternehmer zu den Selbstverständlichkeiten ihres Lebens, ihren Nachkommen das eigene Werk zu vererben, oder einen Erfolg versprechenden Weg zu bahnen wie Thiem für seinen Sohn Walther. Sie hielten es {{
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}}. Thiem kannte dutzende Sammler, die abseits gelegene Landhäuser besaßen und dort eines noch nicht hatten, den Luxus von fließendem Wasser, Gasbeleuchtung und modernen Heizanlagen. Die Abhilfe versprachen Anlagen von Thiem & Töwe.
Sammlung italienischer Renaissance, Barockmaler und Zeitgenossen
Die wertvollsten Gemälde behielt Adolph Thiem bis zu seinem Tod in San Remo. Darunter war auch das Gemälde Anbetung der Maria von Giovanni Battista Tiepolo, das heute im kanadischen Nationalmuseum in Ottawa hängt. In der Literatur ist aber auch noch von weiteren vier Arbeiten Giovanni Battista Tiepolos die Rede.<ref>Thiems Tiepolos. In: Pompeo Molmenti: Tiepolo, Giovanni Battista. U. Hoepli Verlag, Mailand 1909, S. 133, S. 236, S. 463, {{#if:gbtiepololasuavi00molm
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}}.</ref><ref name="Giuseppe Fiocco 1929">Giuseppe Fiocco: Die venezianische Malerei des siebzehnten und des achtzehnten Jahrhunderts. Schmidt & Günther, Leipzig 1929, S. 117. Verweis auf den Entwurf zu Tiepolos Altarbild in Padua aus der Sammlung Thiem(e) in San Remo</ref><ref>Robert B. Harshe: Paintings, Drawings and Prints by the two [Tiepolos. Art Institute of Chicago, 1938, S. 18 (Verweis auf eine Tiepolo Studie zum Rosenkranzgebet der Maria “The Institution of the Rosary by St. Dominic” in Venedig)</ref> Erwähnenswert ist in dem Zusammenhang, dass sein Sohn Paul Thiem, der Maler, über Tiepolo eine akademische Abschlussarbeit verfasste. Zu den Malern der Renaissance, die Thiem besaß, zählten Zeitgenossen Leonardo da Vincis, wie mindestens zwei der stilprägenden Seitenprofil-Porträts von Bernardino de Conti. Es ist auch von einem „Bacchus“ von Giovanni Battista Cima die Rede, das wahrscheinlich ein Möbelstück zierte.<ref name="Paul Schubring">Cassoni. Truhen und Truhenbilder der italienischen Frührenaissance Ein Beitrag zur Profanmalerei im Quattrocento. 2 Bände. Anton Hiersemann Verlag, 2007, ISBN 978-3-7772-0724-7, S. 168. (Nachdruck der Ausgabe 1923)</ref> Es existiert auch ein Verweis auf einen Tintoretto in Budapest, der aus der Thiemschen Sammlung stammte.<ref>Collection Margzell de Nemes de Budapest. Catalogue des Tableaux Anciens des Ecoles des XIVe, XVe, XVIe, XVIIe, XVIIIe, et XIXe Siècles. Galerie Manzi, Paris 1913, S. 11. (Verweis auf einen Tintoretto: Trois Donateurs)</ref>
Zu den von ihm durch Ankäufe unterstützten italienischen Künstlern seiner Zeit zählt auch Pompeo Mariani.
Kunstwerke im Besitz Thiems
In diesem bebilderten Verzeichnis finden sich die Gemälde und Skulpturen, die Thiem zweifelsfrei zuzuordnen sind und zum Teil Angaben darüber, wo sie heute zu finden sind. Es gibt allerdings eine Vielzahl an Verweisen auf Künstler und Kunstwerke in ausschließlich beschreibenden Verzeichnissen der Zeit um 1900, die nicht bebildert werden können und daher hier keine Aufnahme finden konnten.
| Galerieansicht | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Datei:Adolph Thiem by Franz von Lenbach.jpg | Franz von Lenbach: Porträt Adolph Thiem um 1900 | Datei:Thiem knaus.jpg | Ludwig Knaus: Porträt Adolph Thiem, 1881 | Datei:1847 Menzel Schlafzimmer Kuenstler Ritterstraße anagoria.JPG | Adolph Menzel: Blick aus einem Schlafzimmer,<ref name="Verweis auf den Besitzer Adolph Thiem (Online Archive)">In: Friedrich von Boetticher: Malerwerke des neunzehnten Jahrhunderts. Band 2, erste Hälfte. Bogen 1–32. Mayer–Bybkowski. Beitrag zur Kunstgeschichte. Dresden, Friedrich v. Boettichers Verlag 1898. Bild 86, S. 20–21.</ref> seit 1904 Teil der Sammlungen Berliner Museen | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Datei:Thiems Inneres einer Kirche zu Salzburg von Adolph Menzel.jpg | Adolph Menzel: Inneres einer Kirche zu Salzburg, 1852<ref name="Verweis auf den Besitzer Adolph Thiem (Online Archive)" /> | Datei:Adolph von Menzel -Nach durchfahrener Nacht-.jpg | Adolph Menzel: Nach durchfahrener Nacht. im November 1878 von Thiem erworben – nach mehreren Besitzerwechseln wurde das Bild zuletzt am 9. Juni 2021 für 206250 Euro in eine Privatsammlung verkauft.<ref>Provinienzangabe im Katalog Grisbach Auktionen: Kunst des Neunzehnten Jahrhunderts, Berlin 9. Juni 2021. Los Nummer 164. [1]</ref> | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Datei:Adolph Menzel - Das Ballsouper - Google Art Project.jpg | Adolph Menzel: Das Ballsouper,<ref name="Verweis auf den Besitzer Adolph Thiem (Online Archive)" /> 1878 | Datei:Thiems menzel Feuersbrunst.jpg | Adolph Menzel: Brandschatzung<ref name="Verweis auf den Besitzer Adolph Thiem (Online Archive)" /> | Datei:Kanzelpredigt in der Pfarrkirche zu Innsbruck (1881) - Adolf Friedrich Erdmann von Menzel.jpg | Adolph Menzel: Kanzelpredigt in der Pfarrkirche zu Innsbruck,<ref name="Verweis auf den Besitzer Adolph Thiem (Online Archive)" /> 1878 – heute in der Sammlung Hugo Fischer | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Datei:MenzelCerde beiKaiserWilhelmI1879.jpg | Adolph Menzel: Cercle am Hof Kaiser Wilhelms I. 1879 von Thiem erworben – Heute in der Sammlung Museum Georg Schäfer<ref>Claude Keisch u. a. (Hrsg.): Adolph Menzel Briefe 1881 bis 1905. Band 3, Deutscher Kunstverlag, Berlin/München 2009, ISBN 978-3-422-06740-0, S. 898.</ref> | Datei:Thiems Inneres einer Kirche zu Salzburg von Adolph Menzel.jpg | Adolph Menzel: Inneres einer Kirche zu Salzburg, 1852<ref name="Verweis auf den Besitzer Adolph Thiem (Online Archive)" /> | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Datei:Thiems Menzel Siesta .jpg | Adolph Menzel: Siesta, 1876<ref name="Verweis auf den Besitzer Adolph Thiem (Online Archive)" /> | Datei:Adolf Friedrich Erdmann von Menzel 044.jpg | Adolph Menzel: Reisepläne,<ref name="Verweis auf den Besitzer Adolph Thiem (Online Archive)" /> 1875 – Heute Museum Folkwang, Essen | Datei:Thronende-Jungfrau-mit-dem-Kind-und-Engel-von-Hans-Memling-12696.jpg | Hans Memlings Thronende Jungfrau mit dem Kind, das Tafelbild ist seit der Eröffnung des Bodemuseums 1904 in staatlichem Besitz, eines der wenigen wirklichen Schenkungen Thiems | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Datei:Thiems Rembrandt Jüngling.jpg | Rembrandt: Bildnis eines halb erwachsenen Jünglings, Thiem erwarb das Bild aus der Sammlung des Earl of Poulett Hinton House und verkaufte das Bild 1897 an die Sammlung Weber | Datei:ThiemsRembrandt.jpg | Rembrandt: Mann mit Stahlkragen. Thiem kaufte das Gemälde um 1900 in Paris für 23.000 Franc | Datei:Thiems Gentiluomo Ritratto.jpg | Bernardino de Conti: Gentiluomo Ritratto (Porträt eines vornehmen Herrn)<ref>Porträt eines vornehmen Herrn. Google E-Books. In: Marco Rossi, Alessandro Rovetta (Hrsg.): Studi di storia dell’arte in onore di Maria Luisa Gatti Perer. Mailand 1999, ISBN 88-343-0136-6, S. 156.</ref> | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Datei:Thiems Catellano Trivulzio.jpg | Bernardino de Conti: Catellano Trivulzio (Porträt); Heute im Brooklyn Museum, New York<ref>Sammlung Thiem Porträt Catellano Trivulzio. Google E-Books. In: D. A. Brown: The Legacy of Leonardo: Painters in Lombardy 1490–1530. Verlag Skira, Mailand 1999, ISBN 88-8118-463-X, S. 222.</ref> | Datei:Riemenschneider (Werkstatt) Musizierende Engel.jpg | Tilman Riemenschneider: musizierende Engel 1889 Schenkung Thiems an die Berliner Museen<ref>Verweis auf Thiems Tilman Riemenschneider DigiZeitschriften. In: Jahrbuch der Preußischen Kunstsammlungen. Zeitschriftenband (1889) 10. Jg. 4. Quartal S.LI(röm)</ref> | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Datei:School of Luca della Robbia.jpg | Schule des Andrea Della Robbia: Jungfrau Maria mit dem Kind vor 1482, heute im Harvard Art Museum, Cambridge<ref>Jungfrau Maria mit dem Kind. Harvard Art Museum, Cambridge. Datenbank</ref> | Datei:Richard Wagner bust in Venice.jpg | Fritz Schaper: Wagner-Büste in Venedig, 1906 von Thiem gestiftet<ref>Wagnerbüste. In: Die Kunst; Monatshefte für freie und angewandte Kunst. 19. Band. F. Buckmann, München 1909, S. 103, {{#if:diekunstmonatshe19mnuoft | [https://archive.org/{{#switch: | DL=download | DS=stream | diekunstmonatshe19mnuoft}}{{#if: | /{{{Fragment}}} | {{#if: 104 | /page/104/mode/{{#if:{{#if:|{{#invoke:TemplUtl|faculty|{{{doppelseitig}}}}}}}|2|1}}up{{#if:|/search/%7B%7B%7BHervorhebung%7D%7D%7D}} | {{#ifeq: {{#if: | {{{Ausgabe}}} | ST}}@{{#if: | {{{Typ}}} | T}} | ST@T | /mode/1up }} }} }} {{#if:|{{#if:trim|{{{2}}}}}|{{#if:104| {{#if:|{{{Fundstelle}}}|Textarchiv – Internet Archive}} | archive.org}}}}]{{#if:| ({{#if: | {{#switch: {{{FORMAT}}} | PDF=PDF | DJVU=DjVu | MP3=MP3 | MP4=MP4 | OGG=Ogg | im {{#switch:- | A=Audioarchiv – Internet Archive | B | I=Bildarchiv – Internet Archive | F | M=Videoarchiv – Internet Archive | S=Softwarearchiv – Internet Archive | T=Textarchiv – Internet Archive | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Datei:The Crucifixion with Saints and a Donor MET DT1467.jpg | Joos van Cleve: Kreuzigung, um 1520, heute im Metropolitan Museum of Art in New York<ref>Kreuzigung. In: Alfred von Wurzbach: Niederländisches Künstlerlexikon. 3. Band, Verlag Halm und Goldmann, 1911, S. 59, {{#if:niederlndische03wurz | [https://archive.org/{{#switch: | DL=download | DS=stream | niederlndische03wurz}}{{#if: | /{{{Fragment}}} | {{#if: 58 | /page/58/mode/{{#if:{{#if:|{{#invoke:TemplUtl|faculty|{{{doppelseitig}}}}}}}|2|1}}up{{#if:|/search/%7B%7B%7BHervorhebung%7D%7D%7D}} | {{#ifeq: {{#if: | {{{Ausgabe}}} | ST}}@{{#if: | {{{Typ}}} | T}} | ST@T | /mode/1up }} }} }} {{#if:|{{#if:trim|{{{2}}}}}|{{#if:58| {{#if:|{{{Fundstelle}}}|Textarchiv – Internet Archive}} | archive.org}}}}]{{#if:| ({{#if: | {{#switch: {{{FORMAT}}} | PDF=PDF | DJVU=DjVu | MP3=MP3 | MP4=MP4 | OGG=Ogg | im {{#switch:- | A=Audioarchiv – Internet Archive | B | I=Bildarchiv – Internet Archive | F | M=Videoarchiv – Internet Archive | S=Softwarearchiv – Internet Archive | T=Textarchiv – Internet Archive | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Datei:Anthonis-van-dyck-portraet-der-marchesa-geronima-spinola-02738.jpg | Anthonis van Dyck: Bildnis der Marchesa Geronima Spinola. heute im Kulturforum Berlin | Datei:Giovanni Cariani 008.jpg | Giovanni Cariani: Bildnis des Giovan Antonio Caravaggi. heute in Ottava National Gallery of Canada | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Datei:Thiems corneille lyon.jpg | Corneille de Lyon: Bildnis einer Dame. heute im Kulturforum Berlin<ref>Bildnis einer Dame Internet Archive. In: Beschreibendes Verzeichnis der Gemälde im Kaiser-Friedrich-Museum. Georg Reimer Verlag, Berlin 1906, S. 75.</ref> | Datei:Thiems corneille.jpg | Corneille de Lyon: Bildnis einer Dame.<ref>Versteigerung bei Christies, Dezember 2008, Los Nummer 21 (Seitenaufruf 16. November 2015)</ref> | Datei:1643 van Ostade Geschlachtetes Schwein in einer Scheune anagoria.JPG | Adriaen van Ostade: Geschlachtetes Schwein in einer Scheune.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />{{#if:20151211142728 | * | {{#if: Thiems Gemälde von Adriaen Ostade | {{#invoke:WLink|getEscapedTitle|Thiems Gemälde von Adriaen Ostade}} | {{#invoke:Webarchiv|getdomain|http://galeriehans.de/documents/Katalog_Rembrandt_gesamt.pdf}} }} (Archivversionen) | 20151211142728}} | {{#if: | }}Der Wert des Parameters {{#if: wayback | wayback | Datum }} muss ein gültiger Zeitstempel der Form YYYYMMDDHHMMSS sein!
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}} (PDF) In: Mathias F. Hans (Hrsg.): Kataloge: Meister um Rembrandt. Vorläufer, Schüler, Zeitgenossen. Galerie Hans, Hamburg 2011, S. 118. Abgerufen am 7. April 2024.</ref>
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| Datei:Thiems Frans Snyders Stilleben mit Katze.jpg | Frans Snyders: Stillleben mit Katze | Datei:Frans Snyders - A game shop - NG.M.01356 - National Museum of Art, Architecture and Design.jpg | Frans Snyders: Wildbrethändler, heute im Nationalmuseum Oslo<ref>Wildbrethändler rkd.nl RKD Niederländisches Institut für Kunst und Geschichte, Datensammlung</ref> |
Datei:Thiems Fyt.jpg | Jan Fyt: Stillleben mit Fischen und Affe | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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}} Digitale Bibliothek. In: Katalog der Ausstellung von Werken der niederländischen Kunst des 17. Jahrhunderts. Herausgegeben von: Kunstgeschichtliche Gesellschaft Berlin, 1890, S. 44.</ref>
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Datei:Thiems Melchior Hondecoeter.jpg | Melchior de Hondecoeter: Hühner, Küken und Hähne | Datei:Thiems Pieter de Hooch.jpg | Pieter de Hooch: Blick in holländisches Haus 1945 in Berlin verbrannt |
| Datei:Thiems Willem Heda.jpg | Willem Claeszoon Heda: Stillleben 1945 in Berlin verbrannt | Datei:Thiems Willem Kalfs Nautilusbecher.jpg | Willem Kalf: Nautilusbecher 1945 in Berlin verbrannt | Datei:Thiems cranach.jpg | Lucas Cranach der Jüngere: Porträt einer Frau, vor 1585 – heute im Museum of Fine Arts, Boston<ref>Portrait of a Woman Museum of Fine Arts, Boston. Datensammlung</ref> | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Datei:Thiems Verspronck Bildnis einer jungen Frau.jpg | Jan Cornelisz Verspronck: Bildnis einer jungen Frau | Datei:Thiems Gerard David.jpg | Gerard David: Maria mit Kind | Datei:Thiems patinier.jpg | Joachim Patinier: Flucht nach Ägypten, 1520<ref>Flucht nach Ägypten. In: Kurt Gerstenberg: Die Ideale Landschaftsmalerei. Max Niemeyer Verlag, Halle 1923, S. 155, {{#if:dieidealelandsch00gersuoft | [https://archive.org/{{#switch: | DL=download | DS=stream | dieidealelandsch00gersuoft}}{{#if: | /{{{Fragment}}} | {{#if: 154 | /page/154/mode/{{#if:{{#if:|{{#invoke:TemplUtl|faculty|{{{doppelseitig}}}}}}}|2|1}}up{{#if:|/search/%7B%7B%7BHervorhebung%7D%7D%7D}} | {{#ifeq: {{#if: | {{{Ausgabe}}} | ST}}@{{#if: | {{{Typ}}} | T}} | ST@T | /mode/1up }} }} }} {{#if:|{{#if:trim|{{{2}}}}}|{{#if:154| {{#if:|{{{Fundstelle}}}|Textarchiv – Internet Archive}} | archive.org}}}}]{{#if:| ({{#if: | {{#switch: {{{FORMAT}}} | PDF=PDF | DJVU=DjVu | MP3=MP3 | MP4=MP4 | OGG=Ogg | im {{#switch:- | A=Audioarchiv – Internet Archive | B | I=Bildarchiv – Internet Archive | F | M=Videoarchiv – Internet Archive | S=Softwarearchiv – Internet Archive | T=Textarchiv – Internet Archive | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Datei:Thiems Bouts.jpg | Dierick Bouts: Abendmahl vor 1475<ref>Arnold Goffin: Thiéry Bouts par Collection des Grand Artistes des Pays-Bas Bruxelles Librairie Nationale d’Art & d’Historie. G. van Oest, 1907, S. 108.</ref> | Datei:Thiems Bouts 2.jpg | Dierick Bouts: Kreuzigung vor 1475 | Datei:Pieter Boel - Still life with dead hare.jpg | Pieter Boel: Stillleben mit totem Hasen und Katze | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Datei:Thiems Crivelli.jpg | Carlo Crivelli: Der heilige Bonaventura heute im Kulturforum Berlin<ref>Der heilige Bonaventura Internet Archive. In: Beschreibendes Verzeichnis der Gemälde im Kaiser-Friedrich-Museum. Georg Reimer Verlag, Berlin 1906, S. 92.</ref> | Datei:Crivelli, san piero in muralto, San bernardo, dett.jpg | Carlo Crivelli: San Bernardo<ref>San Bernardo Figur 16 Google Books. In: Raimond Van Marle: The Development of the Italian Schools of Painting. Band 18, Nijhoff, Den Haag 1936. (Reprint: Springer, ISBN 978-94-015-1674-7)</ref> | Datei:Ercole de roberti 1450.jpg | Ercole de’ Roberti Hieronymus mit Kirche wird auch dem Maler Vicino da Ferrara zugeschrieben<ref>Hieronymus mit Kirche Digitale Sammlungen der Universitätsbibliothek Weimar. In: Franz von Weber, Adolf Bayersdorfer (Hrsg.): Klassischer Bilderschatz. Bruckmann Verlag, München 1899, S. 83.</ref> | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Datei:Thiems Giovanni Battista Cima.jpg | Giovanni Battista Cima: Silen und drei Satyrn um 1507<ref name="Paul Schubring" /> | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Datei:Tintoretto, Portrait eine Jungen.jpg | Jacopo Tintoretto (1518–1594): Porträt eines Knaben in schwarzem Wams mit weißem Kragen | Datei:Thiems Tiepolo2.jpg | Giovanni Battista Tiepolo: Studie zum Martyrium des Johannes Altar in der Kathedrale von Bergamon, vor 1770<ref name="Giuseppe Fiocco 1929" /> | Datei:Anbetung tiepolo.jpg | Giovanni Battista Tiepolo: Anbetung der Marie, vor 1770 – heute in Ottawa National Gallery of Canada | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Datei:Rubens thiem.jpg | Peter Paul Rubens: Tod des Achill, vor 1640 – heute im Kulturforum Berlin<ref>Tod des Achill Internet Archive. In: Klassiker der Kunst. P. P. Rubens, Deutsche Verlags Anstalt, Leipzig 1905, S. 480.</ref> | Datei:Waldlandschaft mit See Jacob Isaackszoon van Ruisdael.jpg | Jacob van Ruisdael: Waldlandschaft mit See, vor 1680 – heute in der Gemäldegalerie Berlin<ref>Provenienz Adolph Thiem Google Books. In: Seymour Slive: Jacob van Ruisdael. A complete Catalogue of his Paintings, Drawings and Etchings. Yale University Press, New Haven/London 2001, ISBN 0-300-08972-4, S. 362.</ref> | Datei:Thiems Jacob van Ruisdael.jpg | Jacob van Ruisdael: Landschaft mit Windmühle, vor 1680 – heute in der Gemäldegalerie Berlin | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Datei:Thiems Borch.jpg | Gerard ter Borch: Porträt eines jungen Mädchens, um 1670 – heute in der Frick Collection<ref>Porträt of a Young Lady Frick Collection. New York. Datensammlung</ref> | Datei:Thiems Jan Steen.jpg | Jan Steen: Schlafendes Mädchen mit Raucher, vor 1679<ref>Schlafendes Mädchen mit Raucher. Cornelis Hofstede de Groot: Beschreibendes und kritisches Verzeichnis der hervorragendsten Werke holländischer Maler des XVII. Jahrhunderts. Band 1. Paul Neff Verlag (Max Schreiber), Esslingen 1907, S. 192, {{#if:beschreibendesu00groogoog | [https://archive.org/{{#switch: | DL=download | DS=stream | beschreibendesu00groogoog}}{{#if: | /{{{Fragment}}} | {{#if: n221 | /page/n221/mode/{{#if:{{#if:|{{#invoke:TemplUtl|faculty|{{{doppelseitig}}}}}}}|2|1}}up{{#if:|/search/%7B%7B%7BHervorhebung%7D%7D%7D}} | {{#ifeq: {{#if: | {{{Ausgabe}}} | ST}}@{{#if: | {{{Typ}}} | T}} | ST@T | /mode/1up }} }} }} {{#if:|{{#if:trim|{{{2}}}}}|{{#if:n221| {{#if:|{{{Fundstelle}}}|Textarchiv – Internet Archive}} | archive.org}}}}]{{#if:| ({{#if: | {{#switch: {{{FORMAT}}} | PDF=PDF | DJVU=DjVu | MP3=MP3 | MP4=MP4 | OGG=Ogg | im {{#switch:- | A=Audioarchiv – Internet Archive | B | I=Bildarchiv – Internet Archive | F | M=Videoarchiv – Internet Archive | S=Softwarearchiv – Internet Archive | T=Textarchiv – Internet Archive | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Literatur
- Hannelore Nützmann: Die Sammlung Thiem im Kaiser Friedrich Museum. In: Jahrbuch der Stiftung preussischer Kulturbesitz. Band 30, Gebrüder Mann Verlag, Berlin 1993, ISBN 3-7861-1196-0, S. 119–132.
- Wilhelm von Bode: Die älteren Privatsammlungen in Berlin und die Bildung neuerer Sammlungen nach dem Kriege 1870/71. In: Der Kunstwanderer. 4. Jg. (1922), 1. Septemberheft, S. 7–8.
- Wilhelm von Bode: Der Kunstsammler Adolph Thiem. Nachruf. In: Der Kunstwanderer. 5. Jg., 4. Quartal, 1. Novemberheft (1923), S. 59–60.
- Henry Thode: Paul Thiem und seine Kunst. G. Grotesche Verlagsbuchhandlung, Berlin 1921. (enthält viele Informationen über den Vater Adolph Thiem).
- Sven Kuhrau: Der Kunstsammler im Kaiserreich. Kunst und Repräsentation in der Berliner Privatsammlerkultur. Ludwig, Kiel 2005, ISBN 3-937719-20-2.
- Gisold Lammel: Menzel und seine Kreise. Verlag der Kunst, Dresden/Basel 1993, ISBN 3-364-00281-9, S. 93 und 250.
- Thomas W. Gaehtgens: Der Bürger als Mäzen. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Opladen 1998, ISBN 3-531-11969-9.
- Thomas Hermsen: Kunstförderung zwischen Passion und Kommerz. Campus Verlag, Frankfurt/New York 1997, ISBN 3-593-35833-6.
- John W. Barker: Wagner and Venice. University Rochester Press, 2008, ISBN 978-1-58046-288-4, S. 254 ff. (Beschreibung der Umstände die zu Thiems Errichtung des Denkmals in Venedig führten).
Weblinks
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Einzelnachweise
<references />
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