Zum Inhalt springen

Adolf Frank von Fürstenwerth

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Adolf Freiherr Frank von Fürstenwerth (* 16. April 1833 in Hechingen; † 6. Dezember 1893 in Sigmaringen) war ein deutscher Verwaltungsjurist.

Leben

Baron Frank entstammte einer 1806 von Fürst Hermann von Hohenzollern-Hechingen in den Freiherrnstand erhobenen Beamtenfamilie. Bis zu einer Rüge des kgl. preußischen Heroldsamts 1902 nannte sie sich von Frank (Freiherr von Frank, Baron Frank).

Adolf von Frank studierte ab 1852 an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen und der Friedrichs-Universität Halle Rechtswissenschaft. Er wurde Mitglied des Corps Suevia Tübingen (1852) und des Corps Marchia Halle (1854).<ref>Kösener Korpslisten 1910, 197/300, 99/236.</ref> Nach dem Studium diente er als Einjährig-Freiwilliger in der Württembergischen Armee. 1856 begann er seine Beamtenlaufbahn als Auskultator. Nach der Zweiten Staatsprüfung trat er 1862 in den Verwaltungsdienst der Krone Preußen. 1862/63 war er Regierungsassessor bei der Regierung in Frankfurt (Oder), danach bei der Preußischen Bundestagsgesandtschaft in Frankfurt am Main. Nach Verwendungen bei den Bezirksregierungen in Bromberg und Stettin kehrte er im Mai 1868 als Oberamtmann in das Oberamt Hechingen zurück. Damit trat er in die Nachfolge seines älteren Bruders Wilhelm.<ref name="OB"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Oberschwäbische Biographien (Memento vom 13. Januar 2016 im Internet Archive)</ref> Frank vertrat von 1869 bis 1870 den Wahlkreis Hohenzollern im Preußischen Abgeordnetenhaus.<ref name="OB"/> Von 1874 bis 1879 war er Abgeordneter im Kommunallandtag der Hohenzollernschen Lande. Anfang 1877 kam er als Regierungsrat zur Regierung in Breslau. Ein Jahr später zum Präsidialrat beim Oberpräsidium der preußischen Provinz Schleswig-Holstein in Kiel ernannt, wechselte er im Januar 1881 als Oberregierungsrat und Dirigent der Abteilung des Innern zur Regierung in Schleswig. Mit den Befugnissen eines Oberpräsidenten wurde er am 22. April 1887 zum Regierungspräsidenten der Hohenzollernschen Lande ernannt. 1893 unterlag er als konservativer Reichstagskandidat im Wahlkreis Hohenzollern dem Kandidaten der Zentrumspartei. Mit 60 Jahren starb er im Amt.<ref name="OB"/>

Sein Bruder Wilhelm Frank von Fürstenwerth († 1909) war Richter am Preußischen Oberverwaltungsgericht.<ref>Kösener Korpslisten 1910, 112/558; 197/271</ref>

Regimenter

Orden

  • Roter Adlerorden IV. Klasse mit Schwertern, für die Erstürmung der Düppeler Schanzen als Seconde-Lieutenant
  • Roter Adlerorden III. Kl. mit der Schleife und Schwertern am Ringe<ref>Handbuch über den Königlich Preußischen Hof und Staat für das Jahr 1884/85, S. 417</ref>
  • Roter Adlerorden II. Kl. mit Eichenlaub und Schwertern am Ringe<ref>Amtsblatt der Preussischen Regierung zu Sigmaringen 1889, S. 15</ref>
  • Orden der Württembergischen Krone, Ritterkreuz<ref>Hof- und Staatshandbuch des Königreichs Württemberg, Stuttgart 1886/87, S. 46</ref>
  • Christusorden (Portugal), Kommandeurskreuz mit Stern<ref>Amtsblatt der Preussischen Regierung zu Sigmaringen 1898, S. 55</ref>
  • Orden der Krone von Rumänien, Großoffizierskreuz<ref>Amtsblatt der Preußischen Regierung zu Sigmaringen für das Jahr 1893, S. 99</ref>
  • Landwehrdienstauszeichnung 2. Kl.

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Adolph von Spiegel-Borlinghausen (1850) | Anton von Sallwürk (1850–1851) | Ludwig Viktor von Villers (1851–1852) | Rudolf von Sydow (1853–1859) | Karl Theodor Seydel (1859–1862) | Hermann von Graaf (1862–1864) | Robert von Blumenthal (1864–1874) | Hermann von Graaf (1874–1887) | Adolf Frank von Fürstenwerth (1887–1893) | Franz von Schwartz (1894–1898) | Karl Friedrich von Oertzen (1898–1899) | Franz von Brühl (1899–1919) | Emil Belzer (1919–1926) | Alfons Scherer (1926–1931) | Heinrich Brand (1931–1933) | Carl Simons (1933–1940) | Hermann Darsen (1940–1941) | Hans Piesbergen (1941–1942) | Wilhelm Dreher (1942–1945)

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein