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Amtsgericht Weilburg

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Amtsgericht Weilburg (2008)
Datei:Weilburg Altstadt 2.jpg
Die Weilburger Altstadt mit Amtsgericht im Vordergrund (2009)

Das Amtsgericht Weilburg ist ein Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit im hessischen Weilburg und eines von vier Amtsgerichten im Bezirk des Landgerichtes Limburg.

Gerichtssitz und Gerichtsbezirk

Lage des Amtsgerichtsbezirks Weilburg in Hessen
Lage des Amtsgerichtsbezirkes Weilburg in Hessen

Seinen Sitz hat das Gericht in der Mauerstraße 25 in Weilburg. Der Gerichtsbezirk umfasst die Kommunen Beselich, Löhnberg, Mengerskirchen, Merenberg, Villmar, Weilburg, Weilmünster und Weinbach.

Das Amtsgericht Weilburg ist ferner zuständiges Familiengericht für die Bezirke der Amtsgerichte Limburg und Hadamar.

Geschichte

Im Zuge der nach der preußischen Annexion 1866 erfolgten Trennung von Verwaltung und Justiz in den ehemals Herzoglich Nassauischen Ämtern verfügte der preußische Justizminister mit Wirkung zum 1. September 1867 die Gründung eines Amtsgerichtes zu Weilburg.<ref>Verfügung vom 7. August 1867, betreffend die Einrichtung der nach der Allerhöchsten Verordnung vom 26. Juni d. J. in dem vormaligen Herzogthum Nassau und den vormals Großherzoglich Hessischen Gebietstheilen, mit Ausschluß des Oberamtsbezirks Meisenheim, zu bildenden neuen Gerichte (JMBl. S. 218http://vorlage_digitalisat.test/1%3D%7B%7B%7B1%7D%7D%7D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A10509837~SZ%3D234~doppelseitig%3D~LT%3DJMBl.%20S.%20218~PUR%3D)</ref> Dessen Sprengel war deckungsgleich mit dem gleichzeitig aufgehobenen Amt Weilburg und bestand demnach aus der Stadt Weilburg sowie den Dörfern Ahausen, Allendorf, Altenkirchen, Audenschmiede, Aulenhausen, Barig-Selbenhausen, Bermbach, Dietenhausen, Dillhausen, Drommershausen, Edelsberg, Elkerhausen, Ernsthausen, Essershausen, Freienfels, Gräveneck, Hasselbach, Hirschhausen, Kirschhofen, Kubach, Laimbach, Langenbach, Löhnberg, Lützendorf, Mengerskirchen, Merenberg, Möttau, Niedershausen, Obershausen, Odersbach, Philippstein, Probbach, Reichenborn, Rohnstadt, Selters, Waldhausen, Weilmünster, Weinbach und Winkels.<ref>27. Amt Weilburg.http://vorlage_digitalisat.test/1%3D%7B%7B%7B1%7D%7D%7D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A10021632~SZ%3D191~doppelseitig%3D~LT%3D%27%2727.%20Amt%20Weilburg.%27%27~PUR%3D In: Staats- und Adreß-Handbuch des Herzogthums Nassau für das Jahr 1866. Stein, Wiesbaden, S. 175–179.</ref> Gehörte dieses Gericht zunächst noch zum Bezirk des Kreisgerichtes Dillenburg, wurde es aufgrund des Gerichtsverfassungsgesetzes mit Wirkung zum 1. Oktober 1879 dem Bezirk des neu errichteten Landgerichtes Limburg zugeteilt<ref>Verordnung, betreffend die Errichtung der Amtsgerichte vom 26. Juli 1878 (PrGS 1878, S. 275)</ref>, der Amtsgerichtsbezirk selbst blieb jedoch unverändert<ref>Verordnung, betreffend die Bildung der Amtsgerichtsbezirke vom 5. Juli 1879 (PrGS 1879, S. 549)</ref>.

Mit Wirkung vom 1. Januar 1933 wurden aus dem Bezirk des Amtsgerichtes Hadamar die Gemeinde Waldernbach und aus dem Bezirk des Amtsgerichtes Rennerod die Gemeinde Rückershausen dem Weilburger Amtsgericht zugewiesen.<ref>Zweite Verordnung über Änderungen in der Abgrenzung von Amtsgerichtsbezirken vom 24. November 1932 (PrGS 1932, S. 353)</ref>

Der Ort Philippstein musste dagegen am 1. Mai 1948 an das Amtsgericht Braunfels abgegeben werden.<ref>Gerichtsorganisation; hier Änderung von Amtsgerichtsbezirken vom 9. März 1948. In: Der Hessische Minister der Justiz (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1948 Nr. 14, S. 125, Punkt 155, Abs. 1 a) (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 1,2 MB]).</ref>

Zum 1. Juli 1968 erweiterte sich der Amtsgerichtsbezirk Weilburg um den Bezirk des aufgehobenen Amtsgerichtes Runkel mit den Gemeinden Arfurt, Aumenau, Blessenbach, Ennerich, Eschenau, Falkenbach, Gaudernbach, Heckholzhausen, Hofen, Langhecke, Laubuseschbach, Münster, Niedertiefenbach, Obertiefenbach, Runkel, Schadeck, Schupbach, Seelbach, Steeden, Villmar, Weyer, Wirbelau und Wolfenhausen sowie um den 20 Jahre lang zum Amtsgericht Braunfels zählenden Ort Philippstein.<ref>Zweites Gesetz zur Änderung des Gerichtsorganisationsgesetzes (Ändert GVBl. II 210–16) vom 12. Februar 1968. In: Der Hessische Minister der Justiz (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1968 Nr. 4, S. 41–44, Artikel 2, Abs. 7 a) (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 298 kB]).</ref>

Die bislang letzten Sprengeländerungen waren die zum 1. Juli 1974 erfolgte<ref>Zweiundzwanzigste Verordnung zur Berichtigung der Anlage zum Gerichtsorganisationsgesetz (Ändert GVBl. II 210-16) vom 14. Mai 1974. In: Der Hessische Minister der Justiz (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1974 Nr. 19, S. 283–284, § 14 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 999 kB]).</ref> Abgabe der nach Braunfels eingemeindeten Teilorte Altenkirchen und Philippstein an das Amtsgericht Wetzlar und die am 1. Juni 1976 verordnete<ref>Siebentes Gesetz zur Änderung des Gerichtsorganisationsgesetzes (Ändert GVBl. II 210-16 und 212-05) vom 26. März 1976. In: Der Hessische Minister der Justiz (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1976 Nr. 8, S. 212–214, Artikel 1, Abs. 8 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 935 kB]).</ref> Zuteilung der Stadt Runkel und des nun zur Gemeinde Selters gehörenden Ortes Münster an den Bezirk des Amtsgerichtes Limburg.

Siehe auch

Weblinks

Commons: Mauerstraße 25 (Weilburg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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Vorlage:Klappleiste/Ende Koordinaten: 50° 29′ 1,5″ N, 8° 15′ 38,5″ O

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