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Laimbach (Weilmünster)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Laimbach
Gemeinde Weilmünster
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(258)&title=Laimbach 50° 28′ N, 8° 21′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(258) 50° 27′ 56″ N, 8° 21′ 18″ O
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Höhe: 235 m ü. NHN
Fläche: 2,65 km²<ref name="lagis" />
Einwohner: 258 (30. Juni 2025)<ref name="DF">Einwohner und Alterstruktur. Entwicklung der Einwohnerzahl im Marktflecken Weilmünster. In: www.weilmuenster.de. Marktflecken Weilmünster, 30. Juni 2025, abgerufen am 8. März 2026.</ref>
Bevölkerungsdichte: 97 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1970
Postleitzahl: 35789
Vorwahl: 06472
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Laimbach ist ein Ortsteil des Marktfleckens Weilmünster im mittelhessischen Landkreis Limburg-Weilburg.

Geografie

Der Ort liegt in einem Seitental der Weil im östlichen Hintertaunus, umgeben von Wald. Er ist der nördlichste Ortsteil der Gemeinde und befindet sich zwischen den Ortschaften Bermbach im Norden und Ernsthausen im Süden. Höchster Punkt bei Laimbach ist der Hollandskopf mit 339 Metern (über NN).

Geschichte

Ortsgeschichte

Die schriftliche Ersterwähnung erfolgte, soweit bekannt, im Jahr 1299. Ein Dietrich von Leynbach bezeugte damals eine Schenkungsurkunde. Der Lehnsherr von Laimbach wechselte mehrmals, im 14. und 15. Jahrhundert war beispielsweise das Hochstift Worms Besitzer des Dorfes. Im Ort und der Umgebung wurde von den Bewohnern Eisenerz gefördert und zu Eisen verhüttet; so bestanden im Spätmittelalter mehrere Eisenerzbergwerke. Urkundlich wird dies im Jahr 1565 durch Graf Albrecht von Nassau-Weilburg und Saarbrücken bestätigt. Spätestens ab 1771 hatte Laimbach einen eigenen Schultheiß und ab 1852 einen Bürgermeister.

Nach der Machtergreifung Hitlers am 30. Januar 1933 fanden in Laimbach am 12. März die letzten freien Bürgermeisterwahlen im Ort statt. Es gewann Julius Stroh (SPD), dessen Wahl für gültig erklärt wurde. Anfang April 1933 wurde er von SA-Truppen gewaltsam abgesetzt und August Löw als neuer Bürgermeister eingesetzt.

Hessische Gebietsreform (1970–1977)

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen unterzeichneten am 7. Dezember 1970 der Bürgermeister Erwin Rosenauer und der 1. Beigeordnete Kurt Heil von Laimbach den Grenzänderungsvertrag, dem zufolge fusionierten zum 31. Dezember 1970 der bisherige Marktflecken Weilmünster im Oberlahnkreis mit den bis dahin selbstständigen Gemeinden Aulenhausen, Dietenhausen, Ernsthausen, Laimbach, Langenbach, Laubuseschbach, Lützendorf, Möttau, Rohnstadt und Wolfenhausen freiwillig zur neuen Großgemeinde Weilmünster.<ref>Zusammenschluss von Gemeinden zur Gemeinde „Weilmünster“, Oberlahnkreis vom 6. Januar 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 4, S. 141, Punkt 170 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 6,3 MB]).</ref> Essershausen kam am 31. Dezember 1971 hinzu.<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982"></ref> Für alle zwölf ehemals eigenständigen Gemeinden wurden Ortsbezirke gebildet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 51 kB) § 6. In: Webauftritt. Gemeinde Weilmünster, abgerufen im März 2020.</ref>

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Laimbach angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Laimbach 255 Einwohner. Darunter waren 9 (3,5 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 51 Einwohner unter 18 Jahren, 96 zwischen 18 und 49, 69 zwischen 50 und 64 und 36 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 114 Haushalten. Davon waren 30 Singlehaushalte, 27 Paare ohne Kinder und 42 Paare mit Kindern, sowie 9 Alleinerziehende und 6 Wohngemeinschaften. In 21 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 75 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />

Einwohnerentwicklung

• 1630: 8 Haushaltungen<ref name="OS" />
Laimbach: Einwohnerzahlen von 1825 bis 2020
Jahr  Einwohner
1825
  
98
1834
  
112
1840
  
132
1846
  
136
1852
  
143
1858
  
156
1864
  
176
1871
  
185
1875
  
162
1885
  
166
1895
  
181
1905
  
187
1910
  
153
1925
  
180
1939
  
194
1946
  
293
1950
  
277
1956
  
238
1967
  
243
1970
  
230
1987
  
227
1993
  
307
1996
  
323
2001
  
316
2005
  
289
2010
  
254
2011
  
255
2015
  
236
2020
  
233
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: <ref name="lagis" /><ref name="OS" /><ref name="DF" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" />

Historische Religionszugehörigkeit

• 1885: 166 evangelische (= 100,00 %) Einwohner<ref name="lagis" />
• 1961: 187 evangelische (= 82,02 %), 33 katholische (= 14,47 %) Einwohner<ref name="lagis" />

Politik

Für Laimbach besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Laimbach) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung.<ref name="HS" /> Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 60,43 %. Dabei wurden gewählt: drei Mitglieder der SPD und zwei Mitglieder der CDU.<ref>Ortsbeiratswahl Laimbach. In: Votemanager. Gemeinde Weilmünster, abgerufen im Oktober 2023.</ref> Der Ortsbeirat wählte Klaus Gelbert (SPD) zum Ortsvorsteher.<ref>Ortsbeirat Laimbach. In: Rathausinformationssystem. Gemeinde Weilmünster, abgerufen im Oktober 2023.</ref>

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Für die Kulturdenkmäler des Ortes siehe die Liste der Kulturdenkmäler in Laimbach.

Vereine

  • Freiwillige Feuerwehr Laimbach e. V., gegründet 1934 (seit 1. Juli 1988 mit Jugendfeuerwehr)
  • Fußballclub Laimbach
  • Gesangverein „Liederglocke“ e. V. Laimbach

Infrastruktur

Einrichtungen:

  • Die Freiwillige Feuerwehr Laimbach, gegründet 1934 (seit 1. Juli 1988 mit Jugendfeuerwehr) sorgt für den abwehrenden Brandschutz. Die Jugendfeuerwehr wurde 2017 abgeschafft. Wegen zu wenigen Mitgliedern wurde die Wiedereröffnung einer Jugendfeuerwehr im Jahr 2020 verweigert.

Freizeitmöglichkeiten:

  • Dorfgemeinschaftshaus mit Jugendraum in der Grauensteinstraße
  • Sportplatz
  • Kinderspielplatz
  • Wanderwege

Literatur

Weblinks

Commons: Laimbach (Weilmünster) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen und Einzelnachweise

Anmerkungen <references group="Anm." />

Einzelnachweise <references> <ref name="lagis">Laimbach, Landkreis Limburg-Weilburg. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 8. Mai 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="OS">Ortsteil Laimbach. Einwohnerzahlen. In: Webauftritt. Gemeinde Weilmünster, abgerufen im August 2020. </ref> <ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,1 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 24 und 62, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020;. </ref> </references>

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