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4-Brom-2,5-dimethoxyamphetamin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Strukturformel
Strukturformel von 2,5-Dimethoxy-4-bromamphetamin
Vereinfachte Strukturformel ohne Stereochemie
Allgemeines
Name 4-Brom-2,5-dimethoxyamphetamin
Andere Namen
  • 1-(4-Brom-2,5-dimethoxyphenyl)-2-propanamin (IUPAC)
  • (RS)-2,5-Dimethoxy-4-bromamphetamin
  • Brolamfetamin (INN)<ref name="inn-list">INN Recommended List 26, World Health Organisation (WHO), 9. Juni 1986.</ref>
  • DOB
Summenformel C11H16BrNO2
Kurzbeschreibung
  • weiße Kristalle (Hydrochlorid)<ref name="pihkal">PiHKAL #62 DOB</ref>
  • weißer Feststoff (Hydrobromid)<ref name=Sigma/>
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN (Base, unspez.) Fehler im Ausdruck: Unerwarteter Operator <
PubChem 62065
ChemSpider 55902
DrugBank DB01484
Wikidata [[:d:Skriptfehler: Ein solches Modul „Wikidata“ ist nicht vorhanden.|Skriptfehler: Ein solches Modul „Wikidata“ ist nicht vorhanden.]]
Eigenschaften
Molare Masse
  • 274,15 g·mol−1 (Base)
  • 310,62 g·mol−1 (Hydrochlorid)
  • 355,07 g·mol−1 (Hydrobromid)
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt
  • 207–208 °C (Hydrochlorid)<ref name="pihkal" />
  • 172–174 °C (Hydrobromid)<ref name=Sigma/>
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>
Datei:GHS-pictogram-skull.svg

Gefahr

H- und P-Sätze H: 302​‐​310​‐​330
P: 260​‐​280​‐​284​‐​302+350​‐​310<ref name=Sigma/>
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

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2,5-Dimethoxy-4-bromamphetamin (Abk. DOB) ist ein wirkungsstarkes psychedelisches Halluzinogen. Chemisch gehört es zur Strukturklasse der Amphetamine.

Isomerie

2,5-Dimethoxy-4-bromamphetamin ist chiral, folglich gibt es zwei enantiomere Formen:

  • (R)-2,5-Dimethoxy-4-bromamphetamin und
  • (S)-2,5-Dimethoxy-4-bromamphetamin.
Isomere von 2,5-Dimethoxy-4-bromamphetamin
Name (R)-2,5-Dimethoxy-4-bromamphetamin (S)-2,5-Dimethoxy-4-bromamphetamin
Andere Namen (−)-2,5-Dimethoxy-4-bromamphetamin (+)-2,5-Dimethoxy-4-bromamphetamin
Strukturformel Datei:Structural formula of (R)-2,5-Dimethoxy-4-bromoamphetamine.svg Datei:Structural formula of (S)-2,5-Dimethoxy-4-bromoamphetamine.svg
CAS-Nummer Vorlage:CASRN (Base)
Vorlage:CASRN (Hydrochlorid)
Vorlage:CASRN (Hydrobromid)
Vorlage:CASRN (Base)
Vorlage:CASRN (Hydrochlorid)
Vorlage:CASRN (Hydrobromid)
Vorlage:CASRN (Base, unspez.)
Vorlage:CASRN (Hydrochlorid, unspez.)
Vorlage:CASRN (Hydrobromid, unspez.)
PubChem 12626561Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden. (Base) 23983765Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden. (Base)
62065Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden. (Base, unspez.)
DrugBank - -
DB01484
Wikidata Q27275334 (Base) Q27285094 (Base)
Q209241 (Base, unspez.)

Geschichte

DOB wurde erstmals 1967 durch Alexander Shulgin synthetisiert. Erste Berichte über die Wirkung und die unerwartet hohe Potenz von DOB erschienen 1971.

Synthese

Ein möglicher Syntheseweg ist in PiHKAL durch Bromierung von 2,5-Dimethoxyamphetamin beschrieben.<ref>PIHKAL: #62</ref>

Pharmakologische Eigenschaften

Pharmakokinetik

Dimethoxybromamphetamin ist bereits in Dosen von 1–3 mg wirksam und hat eine sehr lange Wirkdauer von 18–30 Stunden. Die Wirkung setzt erst recht spät ein.<ref name="pihkal" />

Die Verteilung und Verstoffwechselung im Körper wurde mit radioaktiv markiertem DOB als Radioligand untersucht. Die Substanz sammelt sich über mehrere Stunden in der Lunge an und erreicht erst später das Gehirn. Dies legt die Vermutung nah, dass DOB in der Lunge metabolisiert wird und erst der Metabolit hauptsächlich psychoaktiv ist. Dies würde sowohl das späte Einsetzen der Wirkung als auch die hohe Wirkdauer erklären.

Wirkung

DOB scheint u. a. eine entaktogene Wirkung zu haben und vor allem das Farbempfinden und den Tastsinn zu verstärken. Wie viele andere psychoaktive Substanzen birgt auch DOB die Gefahr der Auslösung einer latenten Psychose (Siehe auch HPPD), bei ungünstigen Veranlagungen kann schon eine „normale“ Dosis zu einer kaum mehr kontrollierbaren Wirkung führen. Hohe Überdosierungen können zu schweren Vergiftungen und Lähmungserscheinungen führen, auch Todesfälle wurden schon dokumentiert. Bereits bei der oben angegebenen Wirkungsdosis wurden von Konsumenten physische Nebenwirkungen wie Tremor und Krämpfe berichtet.<ref>Daniel Trachsel, Nicolas Richard: Psychedelische Chemie Nachtschatten, 2000, S. 112 und 114.</ref> Wie andere 2,5-Dimethoxy-4-substituierte Amphetamine wirkt DOB unter anderem als Agonist der Serotonin-Rezeptoren 5-HT2A/2C.<ref>Pablo R. Moya, Kelly A. Berg, Manuel A. Gutiérrez-Hernandez, Patricio Sáez-Briones, Miguel Reyes-Parada, Bruce K. Cassels, William P. Clarke: „Functional Selectivity of Hallucinogenic Phenethylamine and Phenylisopropylamine Derivatives at Human 5-Hydroxytryptamine (5-HT)2A and 5-HT2C Receptors“, in: Journal of Pharmacology and Experimental Therapeutics, 2007, 321 (3), 1054–1061; Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Handle“ ist nicht vorhanden..</ref>

Betäubungsmittelrechtliche Regelungen

DOB wurde durch den Suchtstoffkontrollrat der UNO im Schedule I der Konvention über Psychotrope Substanzen eingeführt und ist damit praktisch weltweit illegal.

In der Bundesrepublik Deutschland wurde DOB 1984<ref> Erste Betäubungsmittelrechts-Änderungsverordnung (1. BtMÄndV) vom 6. August 1984 (BGBl. 1984 I S. 1081); bei Eve & Rave einsehbar: (PDF).</ref> als nicht verkehrsfähiges Betäubungsmittel in die Anlage I des Betäubungsmittelgesetz aufgenommen. Zum Februar 1998 wurde die amtliche Bezeichnung von Dimethoxybromamphetamin im deutschen Betäubungsmittelgesetz in den internationalen Freinamen (INN) Brolamfetamin geändert.<ref>Zehnte Verordnung zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher Vorschriften (10. BtMÄndV) vom 20. Januar 1998 (BGBl. I S. 74); bei Eve & Rave einsehbar: (PDF).</ref> Der Umgang ohne Erlaubnis ist grundsätzlich strafbar.

Literatur

  • Alexander Shulgin, Ann Shulgin: PIHKAL – A Chemical Love Story Transform Press, ISBN 0-9630096-0-5.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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