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3. Arrondissement (Paris)

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Wappen des Pariser Arrondissements
Wappen des Pariser Arrondissements
3. Arrondissement (Temple)
Arrondissement municipal von Paris
<imagemap>

Datei:Paris 3e arr jms.gif|300x375px|center|Karte der Pariser Arrondissements

poly 377 323 397 285 402 284 407 291 496 325 472 378 444 354 1. Arrondissement poly 407 281 453 269 511 287 496 320 414 290 2. Arrondissement poly 516 286 552 298 565 327 571 371 538 360 527 346 499 332 3. Arrondissement poly 497 336 521 346 536 361 571 375 572 388 562 425 555 432 531 411 476 382 4. Arrondissement poly 475 385 521 407 559 443 544 473 502 493 441 475 5. Arrondissement poly 471 383 437 472 357 431 399 403 406 400 427 354 444 360 6. Arrondissement poly 243 356 272 327 361 321 419 350 418 357 423 361 403 397 392 399 343 434 328 420 315 424 7. Arrondissement poly 297 319 293 312 286 308 266 256 280 229 398 196 398 256 392 283 371 322 363 319 8. Arrondissement poly 403 194 412 191 453 204 493 195 494 210 488 239 486 276 453 267 396 280 402 257 400 235 9. Arrondissement poly 497 194 571 191 579 200 579 230 607 270 555 295 489 276 492 248 10. Arrondissement poly 559 298 611 273 653 329 661 358 678 370 702 423 638 407 618 404 577 389 11. Arrondissement poly 557 434 565 431 578 392 620 410 633 409 690 425 769 436 762 475 759 478 755 516 769 518 799 504 802 502 792 461 801 454 810 466 846 471 846 591 818 574 757 570 736 557 715 539 680 553 664 563 12. Arrondissement poly 464 486 502 497 549 476 560 446 661 565 619 592 556 623 521 623 509 615 495 616 482 625 472 625 474 601 461 580 461 528 13. Arrondissement poly 386 453 458 485 458 584 468 602 467 625 423 620 423 613 287 567 371 468 14. Arrondissement poly 128 509 241 358 314 430 327 424 340 438 354 434 383 452 375 462 370 465 285 566 193 520 165 549 146 550 145 528 158 516 145 507 15. Arrondissement poly 124 509 96 504 81 480 79 455 84 438 41 421 27 406 2 397 2 280 32 267 54 239 95 256 111 215 188 229 198 227 264 257 283 311 230 365 177 423 16. Arrondissement poly 202 223 205 196 223 175 267 149 314 114 371 83 411 82 392 168 399 193 276 227 265 253 17. Arrondissement poly 413 82 583 77 580 110 585 119 580 125 565 174 557 188 453 203 412 188 402 190 395 167 18. Arrondissement poly 564 187 569 177 585 127 592 118 586 106 586 77 643 76 666 84 685 98 696 126 704 166 701 186 717 208 744 221 750 229 705 245 664 245 653 251 611 267 583 230 583 198 573 189 19. Arrondissement poly 613 272 660 255 664 250 705 250 752 234 758 243 766 298 762 308 766 350 772 416 769 432 704 424 699 399 682 368 663 356 654 325 20. Arrondissement </imagemap>

Koordinaten 48° 51′ 50″ N, 2° 21′ 40″ OKoordinaten: 48° 51′ 50″ N, 2° 21′ 40″ O
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Höhe 35 m (32–41 m)
Fläche 1,17 km²
Einwohner 32.179 (1. Jan. 2023)
Bevölkerungsdichte 27.503 Einwohner/km²
INSEE-Code 75103
Postleitzahl 75003
Adresse der
Verwaltung
2 Rue Eugène Spuller
75003 Paris
Website mairiepariscentre.paris.fr
Gliederung
Quartiers
  • Arts-et-Métiers
  • Enfants-Rouges
  • Archives
  • Sainte-Avoye
Datei:Logo Arrondissement de Paris - Mairie 01-04 - Paris Centre.svg
Logo der Mairie von Paris Centre
Datei:Mairie 3e arrondo 20040914.jpg
Ehemaliges Rathaus des 3. Arrondissements und nunmehr Rathaus des übergeordneten Bezirks Centre

Das 3. Pariser Arrondissement, das Arrondissement du Temple, ist zum größten Teil eine Wohngegend im Nordosten des Stadtkerns. Die Besiedlung fand im 13. und 14. Jahrhundert unter Karl V. statt. Die ältesten erhaltenen Wohnhäuser stammen jedoch aus dem 16. Jahrhundert. Ein Großteil des Arrondissements wird von dem so genannten Marais eingenommen. Seit 2020 hat es keine eigene Verwaltung mehr, sondern bildet zusammen mit dem 1., 2. und 4. Arrondissement den Sektor Paris Centre.

Geographische Lage

Datei:Paris 3rd.png
Karte des 3. Arrondissements

Das 3. Arrondissement liegt auf dem rechten Seineufer, wird jedoch vollständig von weiteren Arrondissements umgeben. Im Norden grenzt es an das 10. Arrondissement, im Osten an das 11. Arrondissement, im Süden an das 4. Arrondissement und im Westen an das 1. und 2. Arrondissement. Seine Form lässt sich grob als rechtwinkliges, leicht nach rechts gekipptes Dreieck beschreiben – mit einer kurzen Seite (im Westen), einer langen Seite (im Süden) und einer weiteren langen Seite, welche die Form eines leicht geknickten Bogens einnimmt (im Norden und Osten). Umfasst wird es von einer Reihe Boulevards (Boulevard de Sébastopol, Boulevard Saint-Martin, Boulevard du Temple, Boulevard Beaumarchais, der Rue des Francs Bourgois sowie der Rue Rambuteau).<ref name="gm">Siehe Umriss des Arrondissements bei Google Maps; abgerufen am 11. Dezember 2024.</ref>

Die Rue de Beaubourg, die Rue du Temple und die Rue de Turenne durchqueren den Bezirk in zentraler Lage von Süd nach Nord bzw. Nord nach Süd, während die Rue Reaumur zusammen mit der Rue de Bretagne ihn von West nach Ost durchläuft. Weiterhin treffen sich an der Place de la République im äußersten Nordosten des dritten Arrondissements zahlreiche wichtige Verkehrsachsen, von denen der Boulevard du Temple (im weiteren Verlauf Boulevard des Filles du Calvaire und Boulevard Beaumarchais) die östliche und der Boulevard Saint-Martin die nördliche Grenze des Bezirks markieren. Im Westen wird er hingegen durch den Boulevard de Sébastopol begrenzt. Schließlich verbindet die Rue de Turbigo die Place de la République mit dem Jardin des Halles im ersten Arrondissement.<ref name="gm" />

Markante Punkte sind der Place de la République im Nordosten, der (bereits dem 4. Arrondissement zugehörige) Place des Vosges an seiner Südflanke sowie das nordseitig der Rue des Francs Bourgois gelegene Archive Nationale mit seinen Anlagen. An der Nordflanke liegt die Porte Saint-Martin, ein triumphbogenartiges Denkmal ähnlich wie die weiter westlich befindliche Porte Saint-Denis. Bereits im 10. Arrondissement gelegen, befindet sie sich ebenfalls außerhalb des Bezirksgebiets.<ref name="gm" />

Seinen Namen hat das Arrondissement vom „Temple“, dem Gebiet des Templerordens, dessen Bauwerke dort allerdings zerstört sind. Zusammen mit dem 3. Arrondissement deckt das 4. Arrondissement das Gebiet des historischen Viertels Marais ab. Westlich begrenzt wird dieses von der – parallel zum Boulevard de Sébastopol verlaufenden – Rue Renard. Nicht Teil des Marais ist laut Markierung bei Google Maps das Quartier des Arts et Métiers – eines der vier Quartiere, in die das Arrondissement untergliedert ist.<ref name="gm2">Siehe Umriss bei Google Maps; abgerufen am 11. Dezember 2024.</ref> Prägend für die Architektur des Bezirks sind die zahlreichen mit der Bezeichnung „Hôtel“ aufwartenden historischen Bauten. Ungeachtet ihrer historischen Rolle als bevorzugte Ansiedlungsgebiete von Adel sowie klerikalen Einrichtungen sind die beiden „Marais-Arrondissements“ heute von einer „Kleine-Leute-Viertel“-typischen Bebauung geprägt.<ref name="maraishistorie">Adrian Leeds: Das historische Marais. In: parismarais.com. Abgerufen am 11. Dezember 2024.</ref> Darüber hinaus gilt das Marais-Viertel innerhalb von Paris als einer der Tourismus-Hot-Spots.<ref name="marais">Marais in Paris. In: paris360.de. Abgerufen am 11. Dezember 2024.</ref>

Geschichte

Während der römischen Besiedlung von Lutetia, dem antiken Paris, lag das Gebiet des heutigen 3. Arrondissements außerhalb der Stadtgrenzen.<ref name="müller-2425">Ralf Nestmeyer: Paris. Michael Müller Verlag, Erlangen 2017, ISBN 978-3-95654-424-8; S. 24–25.</ref> Nutzungstechnisch war es eine ländliche Zone mit vereinzelten landwirtschaftlichen Aktivitäten, die vor allem von der fruchtbaren Seine-Ebene profitierten. Archäologische Funde deuten darauf hin, dass Handelswege durch dieses Gebiet verliefen, die Lutetia mit nördlichen Regionen verbanden. Dennoch blieb es weitgehend unbebaut und von der städtischen Entwicklung Lutetias unberührt.<ref name="rumsey">Siehe Paris 1180. Karte von A. Vuillemin (1869), David Rumsey Map Collection, aufgerufen am 4. Januar 2025</ref>

Im 12. Jahrhundert änderte sich der Charakter des Gebiets entscheidend mit der Ankunft der Tempelritter, die hier eine bedeutende Kommende errichteten. Diese umfasste eine Festung, den sogenannten Temple, sowie zahlreiche landwirtschaftliche Nutzflächen und Kapellen. Die Kommende wurde zu einem religiösen und wirtschaftlichen Zentrum, das Pilger anzog und zugleich als Bankinstitut fungierte, da die Templer ein versiertes Kredit- und Finanzsystem entwickelten. Die Macht der Tempelritter wuchs im Laufe des Mittelalters, geriet im 14. Jahrhundert allerdings unter den Druck der französischen Krone. König Philipp IV. veranlasste die Verfolgung des Ordens, die mit dessen Auflösung und der Beschlagnahmung der Besitztümer endete. Der Temple blieb jedoch bestehen und ging in den Besitz der Krone über, wodurch das Gebiet weiterhin eine wichtige Rolle in der Stadt spielte.<ref name = "templer">Die Ritter des Tempels, parismarais.com, aufgerufen am 5. Januar 2025</ref><ref name = "travelfrance">Quartier du Temple – Historic Marais, travelfranceonline.com, aufgerufen am 5. Januar 2025 (englisch)</ref>

Ab dem 16. Jahrhundert wandelte sich das 3. Arrondissement unter dem Einfluss der Renaissance. Das Marais, dessen Name auf das französische Wort für „Sumpf“ zurückgeht, war ursprünglich ein Feuchtgebiet, das im Mittelalter und der frühen Neuzeit entwässert und urbar gemacht wurde. Insbesondere die südlichen Teile des Viertels, näher an der Seine, waren von dieser landschaftlichen Eigenschaft betroffen. Mit der Trockenlegung des Landes wurde das Marais zu einem begehrten Wohn- und Baugebiet. In der Folge entwickelte sich das Marais – der südliche Teil sowie das nördlich davon gelegene Haut-Marais im heutigen 3. Arrondissement – zu einem bevorzugten Wohnort für den Adel und wohlhabende Bürger. Sie errichteten prunkvolle Hôtels particuliersStadtpaläste, die bis heute das Bild des Viertels zählen. Das Hôtel de Soubise und das Hôtel de Rohan, heute Sitz des Archiv National, sind prominente Beispiele für diese Bauweise, die Eleganz und Machtanspruch gleichermaßen zum Ausdruck brachte.<ref name="müller-4849">Nestmeyer, Paris, S. 48–49.</ref>

Die Konzentration adliger Ansiedlungen führte zur Entwicklung eines städtischen Mikrokosmos mit eigener Infrastruktur, darunter Marktplätze, Kapellen sowie Bildungseinrichtungen. Eine eigene Entwicklung nahm das Gebiet um die ehemalige Templer-Niederlassung (Lage im Wesentlichen: im heutigen Quartier Quartier des Enfants-Rouges) und das nordöstlich daran anschließende Faubourg du Temple. Dieses grob entlang der heutigen Rue du Faubourg du Temple gelegene Quartier war Teil der äußeren Vorstadtgürtel. Es entwickelte sich zum Marktviertel und war damit traditionell ein Zufluchtsort für Außenseiter, Kleinhändler, Handwerker und Menschen mit niedrigem Einkommen.<ref name = "faubourgdutemple">Rue du Faubourg du Temple – A Soundwalk, Soundlandscapes' Blog, 14. September 2013, aufgerufen am 5. Januar 2025 (englisch)</ref><ref name = "republique">Der Place de la Republique, parismarais.com, aufgerufen am 5. Januar 2025</ref>

Datei:1775 Plan de Jaillot.jpg
Karte von Paris (1757) mit eingegliedertem Gebieten nordöstlich des historischen Zentrums
Datei:Tour du Temple circa 1795 Ecole Francaise 18th century.jpg
Tour du Temple 1795

Die vollständige Einbeziehung in das Stadtgebiet wurde erst durch Bau der 1705 fertiggestellten Grands Boulevards abgeschlossen.<ref name = "histemple">3. Pariser Arrondissement: Arrondissement du Temple – Historisches Zentrum von Paris, kunstundreisen.de, aufgerufen am 5. Januar 2025</ref><ref name = "travelfrance" /> Während der Französischen Revolution wurde der Temple, der im Laufe der Jahrhunderte seine religiöse Bedeutung eingebüßt hatte, zum Gefängnis umfunktioniert. Hier wurden prominente Gefangene wie König Ludwig XVI., Marie Antoinette und ihre Kinder inhaftiert, bevor sie in die Conciergerie überführt und schließlich hingerichtet wurden. Nach der Revolution wurde der Temple größtenteils zerstört. Das Viertel erlebte eine Phase des Umbruchs, in der viele der ehemaligen aristokratischen Residenzen ihren Zweck verloren und an wohlhabende Bürger oder Handwerker verkauft wurden.

Datei:Marché du temple, 1840, et Couvent de l'adoration perpétuelle du Saint-Sacrement.jpg
Marché du temple, 1840. Lithografie von Féodor Hoffbauer

Im 19. Jahrhundert wandelte sich das 3. Arrondissement unter dem Einfluss der Industrialisierung. Viele der ehemaligen Stadtpaläste wurden in Werkstätten, Lagerhäuser und Wohnhäuser für Arbeiter umgewandelt. Besonders die Textilindustrie und das Handwerk prägten das wirtschaftliche Leben. Die aristokratischen Bauten aus der Frühneuzeit blieben jedoch großteils erhalten und wurden teilweise öffentlichen Bestimmungen sowie gewerblicher Nutzung zugeführt.

Die von Baron Haussmann initiierten städtebaulichen Projekte berührten lediglich die Peripherie des 3. Arrondissement.<ref name = "haussmann">Zweites Kaiserreich: Als Paris einfach abgerissen und neu gebaut wurde, Martin Klemrath, welt.de, 8. August 2023, aufgerufen am 5. Januar 2025</ref> Dadurch blieb der historische Charakter des Marais erhalten, was das Viertel später zu einem Zentrum für Denkmalschutz und kulturelle Wiederbelebung machte. Das Marais war seit dem Mittelalter ein bedeutendes Zentrum jüdischen Lebens in Paris. Im 14. Jahrhundert wurden die jüdischen Bewohner vertrieben, doch ab dem 19. Jahrhundert kehrten viele zurück und etablierten sich insbesondere in der Rue des Rosiers und den umliegenden, ins 3. Arrondissement hineinragenden Straßen.<ref name="marais360">Marais in Paris, paris360.de, aufgerufen am 5. Januar 2025</ref> Die Shoah führte zu einem verheerenden Einschnitt, da viele jüdische Bewohner während der deutschen Besetzung deportiert und ermordet wurden.<ref name = "paris-blog">Vor 80 Jahren: Die große Razzia des Wintervelodroms (Vel d’Hiv), die „Bartholomäusnacht der Pariser Juden“, paris-blog.org, 9. Juli 2022, aufgerufen am 5. Januar 2025</ref> Nach dem Krieg blieb das Viertel ein kulturelles Zentrum für die jüdische Gemeinschaft, obwohl sich die Bevölkerungsstruktur allmählich veränderte.<ref name="müller-50">Nestmeyer, Paris, S. 50.</ref>

In den 1960er Jahren wurden große Teile des Marais durch ein Gesetz unter Denkmalschutz gestellt. Initiator war der französische Kulturminister André Malraux. Dies leitete eine Welle von Restaurierungen und Renovierungen ein. Historische Bauten wurden restauriert, und das Viertel entwickelte sich zu einem kulturellen Hotspot.<ref name = "historicmarais">Das historische Marais, parismarais.com, aufgerufen am 5. Januar 2025</ref> Ab den 1980er Jahren wurde das 3. Arrondissement zunehmend von Künstlern, Intellektuellen und wohlhabenden Bewohnern entdeckt. Viele alte Gebäude wurden saniert und in schicke Wohnungen, Boutiquen und Galerien umgewandelt. Die beiden nördlichen Quartiere hingegen sind nach wie vor von einer Mischung aus Markteinrichtungen (wie etwa der Marché des Enfants-Rouges) sowie Handwerksbetrieben geprägt.<ref name="müller-50" />

Viertel im 3. Arrondissement

Datei:Paris 3e arrondissement - Quartiers.svg
Viertel im 3. Arrondissement

Das Arrondissement besteht aus den folgenden vier Stadtvierteln:

Nach der offiziellen Zählung der Pariser Stadtviertel handelt es sich dabei um die Quartiers 9 bis 12.

Demographische Daten

Mit 34.389 gemeldeten Einwohnern (Stand 2017) auf einer Fläche von 1,17 km² macht das 3. Arrondissement 1,6 % der Gesamtbevölkerung der Stadt aus. Das dichtbesiedelte Arrondissement weist eine Bevölkerungsdichte von rund 29.100 Einwohnern pro Quadratkilometer auf. Diese war jedoch im 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts noch weitaus höher: Im Jahr 1861 lebten hier fast 100.000, im Jahr 1954 noch 65.000 Einwohner. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts halbierte sich die Einwohnerzahl, seit den 1980er-Jahren ist sie weitgehend konstant.

Die Einwohner verteilen sich wie folgt auf die Viertel:

  • Arts et Métiers: 9580 Einwohner
  • Enfants Rouges: 8560 Einwohner
  • Archives: 8600 Einwohner
  • Saint-Avoye: 7500 Einwohner

Politik und Verwaltung

Bis 2020 hatte das 3. Arrondissement einen eigenen Bezirksbürgermeister und einen Bezirksrat (Conseil d’arrondissement). Seither wird es zusammen mit dem 1., 2. und 4. Arrondissement als Sektor Paris Centre verwaltet.

Rathaus

Das Rathaus des 3. Arrondissements befindet sich im 1862 erbauten Temple in der Rue Eugène Spuller 2. Es dient seit 2020 als Rathaus des Sektors Paris Centre.

Bürgermeister

Der letzte eigene Bürgermeister war von 1995 bis 2020 Pierre Aidenbaum (* 3. Mai 1942), Mitglied der Parti socialiste (PS).

Sehenswürdigkeiten

Datei:Musée Carnavalet in Paris DSC06487 (51600245013).jpg
Musée Carnavalet
Datei:Paris hotel liberal bruant.jpg
Hôtel Liberal Bruant

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Verkehr und Infrastruktur

Wichtige Plätze

Métrolinien

Datei:EGTemple.JPG
Eingang zur Métro-Station Temple

Die Métrolinie 11 durchquert den Bezirk von Südwesten nach Nordosten und verbindet ihn dabei mit den großen Umsteigestationen Châtelet (im ersten Arrondissement) und République. Die Station République liegt im Nordosten des Bezirks und wird außerdem von den Linien 3, 5 und 9 bedient, sowie von der Métrolinie 8, die in Richtung Süden der östlichen Grenze des Arrondissements folgt. Außerdem berührt die Métrolinie 4 die westliche Grenze des Bezirks.

Wichtige Kirchen

Grünzonen

Literarische Bedeutung

Der Nestor-Burma-Roman Fièvre au Marais (deutsch Marais Fieber) von Léo Malet spielt im 3. Arrondissement.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

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