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Kenzaburō Ōe

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Kenzaburō Ōe (2012)

Kenzaburō Ōe ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), Ōe Kenzaburō; * 31. Januar 1935 in Ōse, heute Ortsteil von Uchiko, Präfektur Ehime; † 3. März 2023 in Tokio<ref>Japan's Nobel Prize-Winner Kenzaburo Oe Dies at 88. usnews.com, 13. März 2023, abgerufen am 13. März 2023.</ref>) war ein japanischer Schriftsteller. In seinem Heimatland zählt er zu den wichtigsten Schriftstellern seiner Generation. Er erhielt 1994 den Nobelpreis für Literatur.

Leben

Ausbildung

Kenzaburō Ōe wurde 1935 als fünftes von sieben Kindern in dem heute zu Uchiko gehörenden Dorf Ōse auf Shikoku geboren. Die Umgebung von Ōse, besonders der nahe Wald und die Gassen des Dorfes fanden Eingang in sein späteres literarisches Schaffen. Von 1941 an besuchte er die dortige Grundschule, während zeitgleich der Krieg im Pazifik wütete. Im Jahr 1947, dem Jahr, in dem die Japanische Verfassung in Kraft trat, setzte Ōe seine schulische Laufbahn auf der Ōse-Mittelschule und drei Jahre später an der Uchiko-Oberschule der Präfektur Ehime fort. Bereits im darauffolgenden Jahr 1951 wechselte er wegen Mobbings zur Matsuyama-Oberschule. Die Erlebnisse, die zum Schulwechsel geführt hatten, verarbeitete Ōe in der Erzählung Reißt die Knospen ab … Während seiner Oberschulzeit las er japanische Schriftsteller wie Ishikawa Jun, Kobayashi Hideo u. a.; er veröffentlichte erste Gedichte und Aufsätze in der Schulzeitung Shōjō ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), an der er redaktionell mitarbeitete.

1953 zog Ōe nach Tokio um. Er besuchte ein Jahr lang eine Vorbereitungsschule und schrieb sich 1954 an der Universität Tokio für ein Studium generale ein. Für das Studententheater schrieb er die Stücke Ama no nageki ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) und Natsu no kyūka ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Für Kazan ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), das er in der Fakultätszeitschrift veröffentlichte, erhielt er den Ichō-Namiki-Preis ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)).<ref>Übersicht über die Preisträger des Ichō-Namiki-Preises (japanisch)</ref> Während seiner Studienzeit beschäftigte sich Ōe mit Pascal, Camus, Faulkner, Norman Mailer, Abe Kōbō und besonders auch mit Sartre. Von 1956 an studierte er französische Literatur u. a. bei Watanabe Kazuo. Mit der Aufnahme des Studiums begann er auch Sartre im französischen Original zu lesen. Im selben Jahr schrieb Ōe das Theaterstück Shi’nin ni kuchi nashi ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) und das Bühnenstück Kemonotachi no koe ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Zudem nahm er an der Protestdemonstration gegen die Erweiterung des militärisch genutzten Tachikawa-Flugplatzes ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) teil.

1957 veröffentlichte Ōe in der Tokio Daigaku Shimbun den Roman Kimyō na shigoto ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), der in der Mainichi Shimbun vom Literaturkritiker Ken Hirano sehr gelobt wurde. Daraufhin gab Ōe im gleichen Jahr in der Literaturzeitschrift Bungakukai als studentischer Schriftsteller mit Shisha no ogori ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) sein Debüt. Mit diesem Werk wurde Ōe zugleich Anwärter auf den renommierten Akutagawa-Preis, doch obgleich sich Kawabata Yasunari, Inoue Yasushi und Funabashi Seiichi für ihn aussprachen, wurde 1957 Takeshi Kaikō ausgezeichnet.

Akutagawa-Preisträger

Kaum ein Jahr später, 1958, nachdem Ōe zunächst seinen Chōhen Shōsetsu (Roman) Reißt die Knospen ab ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Me mushiri ko uchi) veröffentlicht hatte, erhielt er mit 23 Jahren für Der Fang ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Shiiku) den Akutagawa-Preis. Zu diesem Zeitpunkt war Ōe gemeinsam mit Shintarō Ishihara, der ebenfalls im Alter von 23 Jahren 1956 ausgezeichnet worden war, der jüngste Akutagawa-Preisträger.

Ōe war, ähnlich wie etwa Günter Grass, ein Schriftsteller, der sich gesellschaftspolitisch engagierte und Stellung bezog. So schloss er sich 1958 u. a. mit Kollegen wie Shintarō Ishihara, Etō Jun, Tanikawa Shuntarō, Shūji Terayama, Keita Asari, Ei Rokusuke, Toshirō Mayuzumi und Fukuda Yoshiyuki zur Gesellschaft junges Japan ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Wakai nihon no kai) zusammen. Im Rahmen der Studentenbewegung in den 1960er Jahren protestierte die Gruppe gegen den Sicherheitsvertrag zwischen Japan und den USA.

1959 schloss Ōe sein Studium mit einer Arbeit Über das Bild in Sartres Roman ab. Er lernte den japanischen Komponisten Tōru Takemitsu kennen und heiratete ein Jahr später, 1960, Yukari Itami, die Schwester seines Schulfreundes Jūzō Itami, mit dem er bis zu dessen Freitod eng befreundet blieb.

1961 veröffentlichte Ōe eine Sammlung von Schriften zum Thema Politik und Sexualität ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) unter dem Titel Seventeen in der Januar- und Februarausgabe der Literaturzeitschrift Bungakukai. Ōe nimmt in diesen Schriften Bezug auf den 17-jährigen rechtsradikalen Attentäter Yamaguchi Otoya, der 1960 den linken Politiker Asanuma Inejirō während einer Wahlkampfveranstaltung mit einem Kurzschwert tötete. Ōe schildert den Täter als prototypisches Modell einer rechtsgerichteten Jugend, die sich an der Politik ebenso wie an sexuellen Ausschweifungen berauscht. Ähnlich wie auch schon Ōes Schriftstellerkollege Shichirō Fukazawa handelte Ōe sich durch diese Veröffentlichung Drohungen rechter Gruppierungen ein. Ein Jahr zuvor, 1960, hatte Fukazawa im Verlag Chūōkōron sein Werk Furyū mutan ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), etwa: Geschichte eines Traums von königlicher Erlesenheit) veröffentlicht, in dem er einen Traum von der Erstürmung des Kaiserpalastes und der Enthauptung des Tennō und der kaiserlichen Familie durch die Linken schildert. Die Veröffentlichung führte nicht nur zu großer Empörung am Kaiserhof und bei den Ultranationalisten, sie führte auch dazu, dass ein wiederum 17 Jahre alter rechter Jugendlicher in das Haus des Verlagsleiters Shimanaka Hōji eindrang, eine Bedienstete tötete und Shimanakas Ehefrau schwer verletzte. Diese Umstände und die Drohungen sind auch der Grund dafür, weshalb Ōe diese Schriften nie als selbständiges Buch publizierte.

1963 wurde Ōes Sohn Hikari mit einer geistigen Behinderung geboren,<ref>Kenzaburō Ōe: Ich habe einen Traum. In: Die Zeit, Nr. 20/2006</ref> die auf der Deformation seines Schädelknochens beruht. Die eigentümliche Schilderung des Fluchs, in einer Nachkriegsgesellschaft mit der Geburt eines geistig behinderten Kindes konfrontiert zu sein, und das Schreiben über den verzweifelten Widerstand gegen eine solche Gesellschaft brachten eine Wende im schriftstellerischen Schaffen Ōes. Für den in diesem Zusammenhang entstandenen Roman Eine persönliche Erfahrung ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))<ref>Herlinde Koelbl, Ōe Kenzaburō: Ohne den Schmerz hätte ich nicht geschrieben. In: Zeitmagazin. Band 34, 19. August 2010 (online [abgerufen am 1. Juli 2012] Ein Gespräch über das Werk Eine persönliche Erfahrung).</ref> erhielt er 1964 den Shinchōsha-Literaturpreis. Im selben Jahr begann er seine Erfahrungen aus mehreren Besuchen Hiroshimas und der Teilnahme am Kongress für ein Verbot von Wasserstoffbomben als Hiroshima-Notizen ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Hiroshima nōto) zu veröffentlichen.

Nachdem Ōe sich mit Hiroshima beschäftigt hatte, erweckte Okinawa seine Aufmerksamkeit. Die Inselgruppe war bis zur Meiji-Restauration unabhängig und gehörte nicht zu Japan. Im Verlaufe des Zweiten Weltkrieges kämpfte Japan in der Schlacht um Okinawa erstmals und einzig in Okinawa auf eigenem Territorium gegen die Alliierten. Ōe befasste sich in seinen Okinawa-Notizen mit zwei gesellschaftspolitisch brisanten Themen: zum einen mit den Auswirkungen der amerikanischen Besatzung und der Errichtung einer Militärbasis auf Okinawa, zum anderen mit den Traditionen der Einwohner, insbesondere auch bevor Okinawa mit der Meiji-Restauration seine Souveränität einbüßte. Die Veröffentlichung seiner Okinawa-Notizen brachte Ōe und dem Verlag später, 2005, eine Klage und einen Gerichtsprozess ein. Ergänzt um die Betrachtung der Kultur der koreanischen Minderheit in Japan kam Ōe entgegen der Mehrheitsmeinung zu einer Wertschätzung der „Randkulturen“ in Japan.

Nobelpreisträger und weiteres Schaffen

Mit Rückbezug auf Bachtin entstand so 1967 Der stumme Schrei, in dem Ōe Mythen und Geschichte mit der Gegenwart verband. Der stumme Schrei (in Deutschland auch unter dem Titel: Die Brüder Nedokoro erschienen) ist ein komplexes und vielschichtiges Werk, in dem Ōe die Themen vorangegangener Werke um die Protagonisten Mitsusaburō und Takashi Nedokoro bündelt und als Erzählebene über historische Ereignisse um einen gescheiterten Bauernaufstand von 1860, dem ersten Jahr der Man’en-Ära, in einem Dorf in Shikoku legt. Mitsusaburō, Vater eines geistig behinderten Kindes, geprägt vom Selbstmord eines politisch aktiven Freundes, macht sich auf in sein Heimatdorf, um seine Herkunft zu ergründen. Parallel zum Bauernaufstand von 1860, der seinerzeit vom Großvater angeführt wurde, wiegelt Mitsusaburōs Bruder Takashi die Dorfbevölkerung zum Aufstand gegen einen ausbeuterischen Supermarktbesitzer auf.<ref name="hijiya-p320">Irmela Hijiya-Kirschnereit: Japanische Gegenwartsliteratur. S. 320.</ref> Der stumme Schrei erschien rund 100 Jahre nach diesen historischen Ereignissen zu einem Zeitpunkt, da sich in Japan Bürgerproteste gegen die Verlängerung des Sicherheitsvertrages zwischen Amerika und Japan (1960) formierten.<ref name="hijiya-p320" /> Für den Roman wurde Ōe als jüngster Preisträger mit dem Tanizaki-Jun’ichirō-Preis ausgezeichnet.

Nach Der stumme Schrei befasste sich Ōe in seinem Werk mit zwei Gedankengängen: Zum einen schrieb er einige Werke, die sich mit dem Leben mit seinem behinderten Sohn Hikari befassen: Auf Eine persönliche Erfahrung folgte zunächst {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (engl. Teach Us to Outgrow our Madness) (1969). Mit {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (engl. Rouse Up, O, Young Men of the New Age!) (1983), einer Beschreibung der Entwicklung seines Sohnes vom Kleinkind zum jungen Mann, fand diese Beschäftigung ihren vorläufigen Abschluss. Zum anderen beschäftigte sich Ōe mit den Mythen und der Geschichte seines ländlichen Geburtsorts. Neben Der stumme Schrei können da vor allem der Roman {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (engl. M/T and the Wonders of the Forest) (1986) und die Trilogie Grüner Baum in Flammen (1993–1995) genannt werden.<ref name="Nobel">Kenzaburo Oe: Biographical. In: The Nobel Prize, abgerufen am 31. Mai 2020.</ref>

1994 wurde Ōe für sein Werk der Literaturnobelpreis verliehen.<ref name="Nobel"/> 1995 erschien das autobiografische Werk mit dem Titel {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (Kaifuku suru kazoku, engl. A Healing Family). Ōe unternahm mehrere Auslandsreisen; von 1999 bis 2000 hatte er die Samuel-Fischer-Gastprofessur für Literatur an der Freien Universität Berlin inne.<ref>complit.fu-berlin.de</ref>

Datei:Oe kenzaburo japaninstitut koeln 041108.jpg
Kenzaburo Oe im Japanischen Kulturinstitut in Köln, 11. April 2008

In dieser Zeit war er auch Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin.

Während der Gerichtsverhandlung gegen den Verlag und ihn von August 2005 bis März 2008 schrieb Ōe nicht viel. Erst nach Beendigung der Gerichtsverhandlung wurde Ōe wieder kreativ und begann an einem Roman über eine Figur zu schreiben, die auf seinem Vater basiert.<ref>Norimitsu Onishi: Released From Rigors of a Trial, a Nobel Laureate’s Ink Flows Freely. In: The New York Times, 17. Mai 2008, abgerufen am 31. Mai 2020.</ref> Der Roman wurde 2009 unter dem Titel {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (Suishi) veröffentlicht, die deutsche Übersetzung mit dem Titel Der nasse Tod erfolgte 2018.

Ōe fuhr auch noch im hohen Alter fort, Bücher zu schreiben. 2013 erschien sein Roman {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (engl. In Late Style). 2014 erschien das autobiografische Kaifukusuru kazoku aus dem Jahr 1995 in deutscher Übersetzung unter dem Titel Licht scheint auf mein Dach: die Geschichte meiner Familie.

Privates

Der Schriftsteller lebte mit seiner Familie im Tokioter Stadtteil Seijō (Setagaya). 2006 wurde vom Verlag Kōdansha der Ōe-Kenzaburō-Preis für Nachwuchsschriftsteller eingerichtet.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Ōe-Kenzaburō-Preis auf der Webseite des Verlags (Memento vom 11. September 2007 im Internet Archive) (japanisch).</ref>

Politische Anschauungen

Ōe bekannte sich zur Nachkriegsdemokratie ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Sengo minshushugi) und nahm daher einen kritischen Standpunkt gegenüber dem Nationalismus und insbesondere auch zum japanischen Tennō-System ein. In Vorträgen und Essays nahm er ausdrücklich Bezug auf den umstrittenen Artikel 9 der Japanischen Verfassung, den er als Pazifist verstand und woraus seine Ablehnung von Kernwaffen wie auch der japanischen Selbstverteidigungsstreitkräfte resultierte. In seiner Rede 1994 anlässlich der Verleihung des Nobelpreises nahm er Bezug auf den dänischen Romanisten Kristoffer Nyrop und dessen Ausspruch, wer keinen Einspruch / Protest (gegen den Krieg) erhebe, mache sich mitschuldig. Der Einspruch, respektive der Protest, ist das Konzept, auf das Ōe sich berief.

Ōe war einer der prominenten Unterstützer der Kampagne „Tschüß Atomkraft – 10.000.000-Menschen-Aktion“ (さようなら原発1000万人アクション, Sayōnara Genpatsu Senmannin Akushon), die nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima zu Demonstrationen und einer Unterschriftensammlung für einen Atomausstieg Japans aufruft.<ref>呼びかけ さようなら原発1000万人アクション Abgerufen am 8. September 2011.</ref>

Klage und Gerichtsverhandlung

Von August 2005 bis März 2008 verhandelte das Gericht in Osaka unter der Aktennummer 2005-WA-7696<ref>Original-Aktennummer: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)</ref> eine Klage gegen Ōe Kenzaburō und den Verlag Iwanami Shoten die Schlacht um Okinawa betreffend ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Ōe Kenzaburō Iwanami Shoten Okinawasen Saiban).<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (Memento des Vorlage:IconExternal vom 21. Februar 2023 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/okinawasen.web5.jp (japanisch).</ref> Die Klage wurde von den ehemaligen Kommandanten der japanischen Truppen auf Okinawa (heute: Zamami-jima), Umezawa Yutaka und Akamatsu Yositsugu, sowie von Hinterbliebenen gefallener Soldaten wegen Verleumdung gegen den Verlag und gegen die Person Ōe geführt. Die Kläger verlangten Schadensersatz und die Einstellung verschiedener Veröffentlichungen des Verlages, darunter insbesondere auch Ōes 1970 erschienene Okinawa-Notizen ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Okinawa nōto). Die Klage wurde 2008 abgewiesen.

Auszeichnungen (Auswahl)

1974 wurde Ōe erstmals für den Nobelpreis für Literatur vorgeschlagen, und zwar vom damaligen Vorsitzenden des japanischen PEN-Clubs Kōjirō Serizawa.<ref>Liste der Kandidaten für den Nobelpreis für Literatur 1974 der Schwedischen Akademie, Zugriff am 14. Januar 2025 (schwedisch, PDF).</ref>

Werk

Prosa (Auswahl)

  • 1957 Shisha no ogori ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), „Stolz der Toten“
    • Kurzprosa. Übersetzt von Margarete Donath und Itsuko Gelbrich, Fischer Verlag, Frankfurt a. M. 1994, ISBN 3-596-12866-8. (FiTa 12866)
  • 1958 Shiiku ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), „Der Fang“
    • Kurzprosa. Übersetzt von Tatsuji Iwabuchi. Suhrkamp Verlag, Frankfurt a. M. 1994, ISBN 3-518-22178-7. (BS 1178)
  • 1958 Fui no oshi ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), „Und plötzlich stumm“
    • Erzählung. Übersetzt von Jürgen Berndt und Eiko Saitō-Berndt. In: Jürgen Berndt (Hrsg.): Träume aus zehn Nächten. Moderne japanischeö Erzählungen. Theseus-Verlag, München 1992, S. 563–579, ISBN 3-85936-057-4.
  • 1958 Me mushiri ko uchi ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), „Reißt die Knospen ab“
    • Roman. Übersetzt von Otto Putz. Frankfurt am Main, Fischer, 1997, ISBN 3-10-055209-1.
  • 1961 Seventeen ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), sebuntīn)
  • 1961 Seiji shōnen shisu. Seventeen dainibu (政治少年死す セヴンティーン第二部), „Tod eines politischen Jungen“ („Seventeen, Teil II“)
    • Übersetzt von Anton Wolf, überarbeitet von Irmela Hijiya-Kirschnereit. Mit erstmaligem Abdruck des Originaltextes auf Japanisch in seiner historischen Schreibung, der weltweit erste Abdruck dieses Textes, nach seiner Ersterscheinung 1961, mit freundlicher Genehmigung des Autors. In: Drahtseilakte. Der junge Kenzaburō Ōe. München: Iudicium 2015, S. 155–238, ISBN 978-3-86205-254-7.
  • 1963 Keirō shūkan ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), „Greisenwoche“
    • Übersetzt von Irmela Hijiya-Kirschnereit. In: Insel Verlag, Insel Almanach auf das Jahr 1995. Frankfurt a. M., Leipzig: Insel Verlag 1995, S. 9–27
  • 1964 Sora no kaibutsu Aguī ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), „Agui, das Himmelsungeheuer“
    • aus dem Englischen übersetzt von Ingrid Rönsch. In: Der kluge Regenbaum. Vier Erzählungen. Berlin: Volk und Welt 1994, S. 151–200.
  • 1964 Kojinteki na taiken ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), „Eine persönliche Erfahrung“. Roman
    • Übersetzt von Siegfried Schaarschmidt. Frankfurt a. M.: Suhrkamp Verlag 1994, ISBN 3-518-03771-4
      Ōe, dessen Sohn Hikari Ōe ein autistischer Savant im Bereich Musik ist, verfasst oft sehr persönliche, halbautobiographische Werke; Eine persönliche Erfahrung (1964) handelt zum Beispiel von der Geschichte eines Mannes, der nach der Geburt eines Sohnes mit geistiger Behinderung zunächst in Eskapaden flüchtet.
  • 1964 Hiroshima nōto ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), „Hiroshima Notes“
    • ins Englische übersetzt von David Swain und Toshi Yonezawa, Marion Boyars Publishers Ltd, 1997, ISBN 0-7145-3025-5 Textausgabe bei google books
  • 1967 Man'en gannen no Futtobōru ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), „Der stumme Schrei“, auch: Die Brüder Nedokoro
    • Der stumme Schrei. Aus dem Englischen übersetzt von Ingrid und Rainer Rönsch. Frankfurt a. M.: Fischer TaB Verlag 1994 (Fischer TB 5418), ISBN 3-353-01017-3.
    • Der stumme Schrei. Abbildungen von Leiko Ikemura, Coron Verlag (CH)
    • „Die Brüder Nedokoro“. Aus dem Englischen übersetzt von Ingrid und Rainer Rönsch. Frankfurt a. M.: Fischer Taschenbuch Verlag 1983, ISBN 3-596-25418-3.
  • 1970 Okinawa nōto ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))
  • 1971 Mizukara waga namida o nugui tamau hi ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), „Der Tag, an dem Er selbst mir die Tränen abgewischt“
    • Roman, Übersetzt von Siegfried Schaarschmidt. Frankfurt a. M.: Suhrkamp Verlag 1995, ISBN 3-518-01396-3.
  • 1980 Atama no ii „Ame no ki“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), „Der kluge Regenbaum“
    • Kurzprosa. Übersetzt von Buki Kim. In: Der kluge Regenbaum. Der Sündenbock. Berlin: Volk und Welt 1989, S. 7–34, ISBN 3-353-00502-1.
  • 1980 Migawari yagi no hangeki ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), „Der Sündenbock“
    • Kurzprosa. Übersetzt von Buki Kim. In: Der kluge Regenbaum. Der Sündenbock. Berlin: Volk und Welt 1989, S. 35–142, ISBN 3-353-00502-1.
  • 1983 Kaba ni kamareru ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), „Vom Flusspferd gebissen“
    • Kurzprosa. Übersetzt von Siegfried Schaarschmidt. In: Der kluge Regenbaum. Vier Erzählungen. Berlin: Volk und Welt 1994, S. 201–230.
  • 1989 Jinsei no shinseki ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), „Verwandte des Lebens“
    • Übersetzt von Jacqueline Berndt und Hiroshi Yamane. Berlin: edition q 1994, ISBN 3-596-12857-9.
  • 1990 Chiryō tō ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), „Therapiestation“
    • Übersetzt von Verena Werner. Berlin: edition q 1995 (Fischer TB 18418, 2011), ISBN 978-3-596-18418-7.
  • 1990 Shizuka na seikatsu ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), „Stille Tage“
    • Roman. Übersetzt von Wolfgang Schlecht und Ursula Gräfe. Frankfurt a. M.: Insel Verlag 1994, ISBN 3-458-16686-6.
  • 1994 Aimai na (ambigyuasu na) Nihon no watakushi ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), „Ich habe überlebt, indem ich meine Leiden in Romanen darstellte“
    • aus dem Englischen übersetzt von Uli Aumüller. In: Frankfurter Rundschau vom 10. Dezember 1994, S. 10. (Nobelpreisrede)
  • 1995 Moeagaru midori no ki ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), „Grüner Baum in Flammen“ – Trilogie
    1. „Sukuinushi“ ga nagurareru made ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), Roman, aus dem Japanischen von Annelie Ortmanns als „Grüner Baum in Flammen“, ISBN 3-10-055206-7.
    2. Yureugoku ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), Roman; aus dem Japanischen von Nora Bierich als „Der schwarze Ast“, ISBN 3-10-055207-5.
    3. Oinaru hi ni ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), Roman, dt. „Der atemlose Stern“. Übersetzt von Nora Bierich. Fischer Verlag, ISBN 978-3-10-055208-2.
  • 2000 Torikaeko (Chenjiringu) ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))), „Tagame. Berlin – Tokyo“
    • Roman. Übersetzt von Nora Bierich, Frankfurt a. M.: Fischer Taschenbuch Verlag, 2007, ISBN 3-596-15627-0
      Der Roman erzählt von der Verstörung, die der Suizid eines Regisseurs im Leben seiner Freunde und Familie hinterlässt, und ist damit zugleich eine Verarbeitung des Freitodes des Regisseurs Jūzō Itami, Ōes Schwager.
  • 2005 Sayōnara, watashi no hon yo! ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), „Sayonara, meine Bücher“
    • Roman. Übersetzt von Nora Bierich. Frankfurt a. M.: Fischer Taschenbuch Verlag, 2005. ISBN 3-10-055213-X
  • 2009 Suishi ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), „Der nasse Tod“
    • Roman über meinen Vater. Übersetzt von Nora Bierich. Frankfurt a. M.; S. Fischer, 2018, ISBN 978-3-10-397218-4
  • 2013 Bannen Yōshikishū ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) (6. Band mit Ôes literarischem Ego Kogito Chōkō als Protagonist.)

Sonstiges

  • 1995 Günter Grass, Ōe Kenzaburō: Gestern vor 50 Jahren. Ein deutsch-japanischer Briefwechsel. 1. Auflage. Steidl Verlag, Göttingen 1995, ISBN 3-88243-386-8, S. 108.

Verfilmungen

  • 1959 Warera no jidai ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), Regie: Kurahara Koreyoshi
  • 1960 Nise Daigakusei ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), Regie: Masumura Yasuzō
  • 1961 Shiiku ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), Regie: Nagisa Ōshima
  • 1991 Quem Faz Correr Quim, Regie: Mariano Bartolomeu (Angola)
  • 1995 Shizuka na seikatsu ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), Regie: Jūzō Itami, Musik: Ōe Hikari (Kenzaburōs Sohn)

Hörspiele

Fernsehauftritte

Literatur über Ōe

  • Lisette Gebhardt (Hrsg.): Ōe lesen. EB-Verlag, Berlin 2024, ISBN 978-3-86893-204-1, S. 346.
  • Lisette Gebhardt: Japans Gewissen. Ōe Kenzaburō. In: Yomitai! Neue Literatur aus Japan. EB-Verlag Dr. Brandt, Berlin 2012, ISBN 978-3-86893-057-3, S. 281–286.
  • Irmela Hijiya-Kirschnereit, Christoph Held: Drahtseilakte. Der junge Kenzaburō Ōe. München: Iudicium, 2015, ISBN 978-3-86205-254-7.
  • Irmela Hijiya-Kirschnereit: Helldunkle Horizonte: Narrative Ausgriffe auf Berlin in der japanischen Belletristik, in: dies.: Was vom Japaner übrig blieb: Transkultur – Übersetzung – Selbstbehauptung. München: Iudicium 2013, S. 113–127, ISBN 978-3-86205-250-9
  • Irmela Hijiya-Kirschnereit: Ōe Kenzaburō. In: Japanische Gegenwartsliteratur. Ein Handbuch. edition text + kritik. Richard Boorberg Verlag, München 2000, ISBN 3-88377-639-4, S. 313–344.
  • Kenzaburo Oe. perlentaucher.de Das Kulturmagazin, abgerufen am 1. Juli 2012 (Mit Rezensionen zu vielen ins Deutsche übersetzten Werken Ōes).
  • Herlinde Koelbl, Ōe Kenzaburō: Ohne den Schmerz hätte ich nicht geschrieben. In: Zeitmagazin. Band 34, 19. August 2010 (online [abgerufen am 1. Juli 2012] Ein Gespräch über das Werk Eine persönliche Erfahrung).
  • Ōe Kenzaburō. Encyclopaedia Britannica, abgerufen am 1. Juli 2012.
  • Jürgen Berndt, Fukuzawa Hiroomi (Hrsg.): ôe Kenzaburô. In: Momentaufnahmen moderner japanischer Literatur. Silver & Goldstein, Berlin 1990, ISBN 3-927463-10-8, S. 112–117.
  • S. Noma: Ōe Kensaburō. In: Alan Campbell, David S. Noble (Hrsg.): Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, Tokio 1993, ISBN 4-06-205938-X, S. 1127.

Weblinks

Commons: Kenzaburō Ōe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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