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Überschwemmungen in Victoria 2011

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Datei:Werribee River in flood over cottrell street in Werribee.jpg
Über die Ufer getretener Werribee River bei Werribee

Heftige Regenfälle vom 12. bis 14. Januar 2011 überfluteten große Teile des westlichen und zentralen Australiens. Besonders stark waren die Überschwemmungen in Queensland und in Victoria und dort vor allem die nördlichen und zentralen Gebiete.

Viele der Städte in Victoria waren bereits von Überschwemmungen im September 2010 betroffen, jedoch war die Überschwemmung von 2011 wesentlich zerstörerischer. Die überflutete Fläche war viermal größer als damals.<ref>Sue Hewitt: Thousands evacuated in Victoria as rising flood waters go north. In: Courier Mail. Herald Sun, 15. Januar 2010 (Online [abgerufen am 18. Januar 2011]).</ref> Dies führte zu tausenden von Evakuierungen durch den State Emergency Service (SES). Am 18. Januar waren mehr als 51 Städte und Ortschaften in Victoria von der Flut betroffen,<ref name="Horsham">Nervous wait for flood-affected Horsham. In: ABC News. Australian Broadcasting Corporation, 18. Januar 2011, abgerufen am 18. Januar 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> über 1.730 Gebäude wurden überflutet<ref name="TheAustralian20012011">Cameron Stewart, Milanda Rout: New Victorian flood front ruins farm sector. In: The Australian. 20. Januar 2011 (Online [abgerufen am 20. Januar 2011]).</ref> und über 17.000 Wohngebäude waren ohne Strom.<ref>Floods cause power outages in Victoria. In: Herald Sun. Australian Associated Press, 14. Januar 2011 (Online [abgerufen am 24. Januar 2011]).</ref>

Betroffene Regionen und Orte

Am stärksten betroffen waren die Städte und Ortschaften Horsham, Shepparton und Swan Hill wie auch Charlton, Rochester, Carisbrook, Beaufort, Glenorchy, Rupanyup, Echuca, Bridgewater On Loddon, Creswick, Clunes, Kerang, Warracknabeal und Skipton.

Die Überschwemmungen zerstörten zahlreiche Straßen und hunderte von Straßen- und Eisenbahnverbindungen wurden unterbrochen. Die Fluten verwüsteten 51.700 Hektar Weidefläche, 41.200 Hektar Ackerfläche und 6.106 Schafe ertranken.<ref name="2 billion">Darren Gray and David Rood: Victorian damage bill to hit $2bn The Age vom 26. Januar 2011</ref> Die Handelskammer und die Farmers Union von Victoria ging von einem Schaden in hunderten von Millionen A$s aus<ref name="TheAustralian20012011" />, und das Department of Primary Industries schätzte den volkswirtschaftlichen Schaden später auf 2 Milliarden A$.<ref name="2 billion" />

Kevin Parkyn, der Chefmeteorologe des australischen Bureau of Meteorology sprach davon, dass Victoria nach einer Woche heftiger und ergiebiger Regenfälle eine der schlimmsten Überschwemmungen in der Geschichte des Bundesstaats durchmache,<ref name="Unprecedented">Jeff Turnbull: More Victorian towns to be evacuated. In: The Age. Australian Associated Press, 15. Januar 2011 (Online [abgerufen am 15. Januar 2011]): „Victoria is experiencing one of its worst flood events in its history after a week in which rainfall totals have been smashed in parts of Victoria“</ref> und nach Terry Ryan, dem für die Vorhersage des Bureau of Meteorology zuständige Meteorologen, waren die Überschwemmungen in Bezug auf Wassertiefe und Ausdehnung die schlimmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnung in Westvictoria.<ref>Stephen Cauchi, Natalie Craig: Wettest month in history for state's north and west. In: The Age. Fairfax Media, 16. Januar 2011 (Online [abgerufen am 18. Januar 2011]): „It’s the worst flood in western Victoria in their history as far as our records go in terms of the depth of water and the number of places affected“</ref> Der Premierminister von Victoria Ted Baillieu ordnete die Überschwemmungen unter die größten der Staatsgeschichte ein.<ref>Richard Willingham: Significant financial hit to state, Baillieu warns. In: The Age. Fairfax Media, 18. Januar 2011 (Online [abgerufen am 18. Januar 2011]): „one of the biggest floods in the state’s history“</ref>

Hintergrund

Der stärkste La Niña, der seit 1973 niederging,<ref>La Nina to break down later this year. In: ABC News Online. Australian Broadcasting Corporation, 1. Januar 2011, abgerufen am 1. Januar 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> führte zu Überschwemmungen in Victoria und in Queensland. Es waren die heftigsten Niederschläge eines Januars, über die je in der Geschichte Australien berichtet wurde.

Ein tiefer Trog über dem Südosten von Australien führte zu tropischen Niederschlägen über dem Norden Australiens und zu einem Rekord von über 96 % Luftfeuchtigkeit. Heftige Niederschläge und schwere Stürme bildeten sich über Victoria und auch über dem Norden von Tasmanien, westlichen New South Wales und den östlichen Gebieten von South Australia aus.<ref>Thomas Hunter: Victorians warned to prepare for more floods. In: The Age. 12. Januar 2011 (Online [abgerufen am 18. Januar 2011]).</ref><ref>Micaela Weber: Western NSW should prepare for more heavy rain. In: Weatherzone. Fairfax Media, 13. Januar 2011, abgerufen am 20. Januar 2011.</ref><ref>Wind, rain and storms batter southeast Australia. In: Weatherzone. Fairfax Media, 13. Januar 2011, abgerufen am 20. Januar 2011.</ref><ref>Record January rainfall causes flooding in the southeast. In: Weatherzone. Fairfax Media, 14. Januar 2011, abgerufen am 20. Januar 2011.</ref><ref name="SE">Scott, Edwina <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />La Nina to continue into autumn (Memento vom 4. Oktober 2012 im Internet Archive) Ninemsn. 20. Januar 2011</ref>

Während des Dauerregens über Victoria entstanden Sturzfluten, die Halls Gap und Beaufort fluteten und Geschäfts- und Wohnhäuser zerstörten. Während früher das Wasser erst anschwoll, wenn der Niederschlag verebbte, traten die Wasserläufe unverzüglich über ihre Ufer und eine schnelle Evakuierung wurde erforderlich. Trotz aufklarenden Wetters, breiteten sich die Überschwemmungen im Januar und Februar 2010 weiter aus und entwickelten sich zu dem, was als Inlandsee bezeichnet wird, der sich über die landwirtschaftlichen Flächen im Nordwesten Victorias erstreckte.<ref>Russell, Mark Frustration rising on state front line The Age. 30. Januar 2011</ref>

Frühwarnung und Evakuierung

Reißende Flüsse führten zu Evakuierungen in vielen weiteren Städten im zentralen und westlichen Victoria.<ref name="HS14012011">Amelia Harris, Flower, Wayne: Towns evacuated, major river warnings issued as floods sweep Victoria. In: Herald Sun. 14. Januar 2011 (Online [abgerufen am 14. Januar 2011]).</ref><ref name="TheAge14012011">Thomas Hunter, Millar, Paul: SES orders residents out amid flood warnings. In: The Age. 14. Januar 2011 (Online [abgerufen am 14. Januar 2011]).</ref>

Betroffene Flussläufe

Betroffene Siedlungen

Datei:Yarrowee Creek in flood2.JPG
Überfluteter Yarrowee River zwischen den Vororten von Ballarat Redan und Mount Pleasant am 13. Januar
Datei:Firebrace Street in Horsham flooded.jpg
Überflutete Firebrace Street in Horsham am 19. Januar

Infrastruktur

Straßenschließungen

<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivlink (Memento vom 6. April 2011 im Internet Archive)</ref><ref>http://www.news.com.au/breaking-news/victoria-floods-cause-road-closures/story-e6frfku0-1225987647411</ref><ref>http://www.heraldsun.com.au/news/breaking-news/victoria-floods-cause-road-closures/story-e6frf7jx-1225987647411</ref>

Weitere Schäden

Die Überschwemmung betraf auch die Elektrizitätsversorgung. Die Haushalte, die von der Charlton Power Station beliefert wurden, erhielten keinen Strom mehr, weil dieses Elektrizitätswerk vom Wasser geflutet und abgeschaltet wurde.<ref>http://www.heraldsun.com.au/news/breaking-news/floods-cause-power-outages-in-victoria/story-e6frf7jx-1225987587386</ref><ref name="SE" />

Tote

Am 18. Januar fand ein Polizist den Körper eines Jungen am Goulburn River, der an einem Billabong seit dem 17. Januar in Shepparton im Nordosten Victorias vermisst wurde.<ref>Missing boy's body found. In: ABC News. Australian Broadcasting Corporation, 18. Januar 2011, abgerufen am 18. Januar 2011.</ref>

Reaktionen

Die Australian Defence Force (ADF) assistierte dem Victorian State Emergency Service (VICSES) ab dem 14. Januar 2011.

Der Premierminister von Victoria Ted Ballieu kam ab dem 17. Januar in die betroffenen Gebiete und sagte eine Hilfe von 7 Millionen A$ zu, wobei 5 Millionen A$ für die erforderlichen Reinigungen und Wiederherstellung und 1 Million A$ für öffentliche Unterstützung des Red Cross vorgesehen waren. Am 18. Januar sagte die Bundesregierung eine Hilfe von 4 Millionen A$ zur Wiederherstellung zu.<ref>Flood relief for Victorian councils. In: Government News. Intermedia Group, 17. Januar 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 6. Juli 2011; abgerufen am 18. Januar 2011.</ref>

Vier Züge der 4th Reserve Response Force (4RRF) unter dem Kommando des Hauptquartiers der 4th Brigade Australiens wurden leitend unter dem Rapid Impact Assessments (RIA) eingesetzt, um Informationen über die Folgen der Überflutungen für die Gemeinschaft und die private Infrastruktur zu gewinnen.<ref name="ADF" />

Das ADF-Personal lieferte 200.000 Sandsäcke, verschiedene Nothilfeeinrichtungen, Sprit, Sand, Wasser und Betten für zahlreiche von der Flut Betroffene. Die RAAF transportierte 76.000 ADF-Sandsäcke vom 22. bis 23. Januar von Townsville und Brisbane nach Melbourne.<ref name="ADF" />

Am 24. Januar stand die Rapid Impact Assessments den Städten Charlton, Hamilton, Glenorchy, Halls Gap, Rochester, Bridgewater, Carisbrook, Dunolly, Clunes, Creswick, Appin South, Kerang West, Skipton, Newbridge und Horsham voll zur Verfügung.<ref name="ADF" /> Am gleichen Tag stellte die ADF zwei Hubschrauber vom Typ Seahawk der Royal Australian Navy (RAN) und 40 Landfahrzeuge zur Untersuchung der Folgen der Überschwemmung zur Verfügung.<ref name="ADF">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig ADF lifts support to the Victorian flood response.] In: Ministerial Support and Public Affairs, Department of Defence. Department of Defence, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 24. Januar 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Die australische Premierministerin, Julia Gillard von der (Australian Labor Party), kam am 28. Januar 2011 erstmals in das Überflutungsgebiet von Victoria.<ref>http://www.abc.net.au/local/photos/2011/01/28/3124231.htm</ref> Ted Ballieu von der Liberal Party, der amtierende Premierminister von Victoria, kritisierte die Premierministerin öffentlich, dass sie ihren Heimatstaat vergessen habe, weil sie eine kontroverse Diskussion über die Beseitigung der Überflutungsfolgen des zerstörten Queenslands entfacht habe.<ref>http://www.theaustralian.com.au/national-affairs/ted-baillieu-expresses-fears-over-pms-plan/story-fn59niix-1225995756820</ref>

Weblinks

Commons: Überschwemmungen in Victoria 2011 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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