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Ælfwine (Deira)

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Ælfwine (auch Aelfwine, Elfwine, Aelfuini, Aelfwinus, Aelwinus etc.; * um 661; † 679) war von 670 bis 679 Unterkönig des von Northumbria abhängigen angelsächsischen Königreiches Deira.<ref name="enc502">Simon Keynes: Kings of the Northumbrians. In: Lapidge et al. (Hrsg.): The Blackwell Encyclopaedia of Anglo-Saxon England. Wiley-Blackwell, Oxford u. a. 2001, ISBN 0-631-22492-0, S. 502–505.</ref>

Leben

Datei:British 7th Century.png
England zur Zeit Ælfwines

Familie

Ælfwines Vater Oswiu war der Sohn von König Æthelfrith aus der Königsdynastie von Bernicia. Seine Großmutter Acha stammte aus dem deirischen Königshaus. Seine Mutter war vermutlich Eanflæd, die dritte Frau seines Vaters, die dieser um 643 geheiratet hatte.<ref name="enc349">Philip Holdsworth: Oswiu. In: Lapidge et al. (Hrsg.): The Blackwell Encyclopaedia of Anglo-Saxon England. Wiley-Blackwell, Oxford u. a. 2001, ISBN 0-631-22492-0, S. 349.</ref> Neben den Halbgeschwistern Aldfrith<ref name="michelle">Michelle Ziegler: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />The Politics of Exile in Early Northumbria. (Memento vom 10. Januar 2011 im Internet Archive) Memorial University of Newfoundland.</ref>, Ealhfrith und Ealhflæd<ref name="nic234">Nicholas J. Higham: The convert kings: power and religious affiliation in early Anglo-Saxon England. Manchester University Press, 1997, ISBN 0-7190-4828-1, S. 234.</ref> aus früheren Ehen seines Vaters hatte er den Bruder Ecgfrith (* 645/646)<ref name="odnb-ecgfrith">Vorlage:OxfordDNB/core</ref> sowie die Schwestern Ælfflæd (* um 654, Äbtissin von Whitby)<ref name="he3-24">Beda: HE 3,24</ref> und Osthryth.<ref>Bertram Colgrave: The Earliest Life of Gregory the Great. Cambridge University Press, 1985, ISBN 0-521-31384-8, S. 42.</ref>

Herrschaft

Oswiu starb am 15. Februar 670 an einer Krankheit<ref name="he4-5">Beda: HE 4,5</ref> und wurde in der St. Peter’s Church des Klosters Whitby Abbey bestattet, in das seine Witwe Eanflæd als Nonne eintrat.<ref name="he3-24" /> Ecgfrith wurde Nachfolger als Oberkönig Northumbrias, während der etwa neunjährige<ref>Beda: HE 4-21</ref> Ælfwine als subregulus in Deira herrschte.<ref name="enc502" />

Mitte der 670er Jahre besserte sich die gespannte Beziehung zu Mercia, als Æthelred (674/675–704) von Mercia Osthryth, die Schwester von Ecgfrith und Ælfwine heiratete. Bald darauf kam es wieder zu Unstimmigkeiten zwischen beiden Reichen, vermutlich über den Besitz des Königreichs Lindsey, die erneut zum Krieg führten. Im Jahr 679 kam es am Fluss Trent zur Schlacht, die Æthelred siegreich für sich entscheiden konnte.<ref>Beda: HE 4-21; Vita Wilfredi, c. 24</ref> Ecgfrith musste Lindsey an Mercia abtreten, erhielt jedoch auf Intervention des Erzbischofs von Canterbury, Theodor von Tarsus, Wergeld für den Tod seines Bruders Ælfwine, der, gerade erst 18 Jahre alt, in der Schlacht gefallen war.<ref>N.J. Higham: The Kingdom of Northumbria. S. 139</ref> Nach Ælfwines Tod setzte Ecgfrith keinen neuen Unterkönig in Deira ein, sondern stellte die endgültige Einheit Northumbrias, dessen Südgrenze wieder der Humber bildete, her.<ref name="odnb-ecgfrith" /> Ælfwine war sehr beliebt gewesen<ref name="he4-21">Beda: HE 4,21</ref> und wurde unter großer Anteilnahme des Volkes in York beigesetzt.<ref>Eddius Stephanus: Vita Wilfridi, 24</ref>

Quellen

Literatur

  • Lapidge et al. (Hrsg.): The Blackwell Encyclopaedia of Anglo-Saxon England. Wiley-Blackwell, Oxford u. a. 2001, ISBN 0-631-22492-0.
  • Barbara Yorke: Kings and Kingdoms of early Anglo-Saxon England. Routledge, London / New York 2002, ISBN 0-415-16639-X. cultorweb.com (PDF; 6,2 MB)
  • D. P. Kirby, Alfred Smyth, Ann Williams (Hrsg.): A Biographical Dictionary of Dark Age Britain. Routledge. London / New York 1991, ISBN 1-85264-047-2.
  • D. P. Kirby: The Earliest English Kings. Routledge, London / New York 2000, ISBN 0-415-24211-8.
  • Vorlage:OxfordDNB/core

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

VorgängerAmtNachfolger
EcgfrithUnterkönig von Deira
670–679

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