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Dannemarie (Haut-Rhin)

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Dannemarie
Dammerkirch
Datei:Blason de la ville de Dannemarie (68).svg
Staat FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Haut-Rhin (68)
Arrondissement Altkirch
Kanton Masevaux-Niederbruck
Gemeindeverband Sud Alsace Largue
Koordinaten 47° 38′ N, 7° 7′ OKoordinaten: 47° 38′ N, 7° 7′ O
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Höhe 296–354 m
Fläche
Einwohner 2.248 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte – Einw./km²
Postleitzahl 68210
INSEE-Code 68068
Website www.dannemarie.fr
Datei:Dannemarie, Hôtel de ville.jpg
Rathaus (Hótel de ville)

Vorlage:Infobox Gemeinde in Frankreich/Wartung/abweichendes Wappen in Wikidata

Dannemarie, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)<ref>Charta der Stadt Dammerkirch zur Förderung der Regionalsprache auf der Grundlage der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen. Abgerufen am 29. Mai 2022.</ref>, ist eine französische Gemeinde mit 2248 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass). Sie gehört zum Kanton Masevaux-Niederbruck und ist Mitglied des Gemeindeverbandes Sud Alsace Largue.

Geografie

Die Gemeinde liegt im Bereich der Burgundischen Pforte im Sundgau, zwischen den Städten Mülhausen (etwa 27 Kilometer nordöstlich) und Belfort (etwa 23 Kilometer westlich). In Dannemarie ändert der Ill-Nebenfluss Largue (deutsch: Larg) seinen Lauf in Richtung Nordosten. Das nun breitere Tal wird vom Rhein-Rhône-Kanal genutzt.

Geschichte

In einer in einer Urkunde von 823 wird ein Dinghof des Klosters Maseveaux in Domna Maria erwähnt. 1016 hieß der Ort Danamarachiricha.=Kirche der Domina (Herrin) Maria. (Er gehört zu den in Frankreich verbreiteten dominus/domina-Heiligen-Ortsnamen, die vor den sanctus/sancta-Namen üblich waren.) Im Laufe der Geschichte wechselte der Name mehrmals und nahm teils französische, teils deutsche Formen an.

Bis 1324 gehörte der Ort zur Grafschaft Pfirt (Herrschaft Thann) und kam dann nach dem Aussterben der Pfirter in der männlichen Linie durch die Heirat der Johannna von Pfirt mit Herzog Albrecht II. von Österreich an Habsburg. Im Westfälischen Frieden 1648 ging der Ort mit dem ganzen elsässischen Besitz der Habsburger an die französische Krone. Nach der Französischen Revolution gehörte Dannemarie zum Arrondissement Belfort.

Im Spätmittelalter und im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort mehrfach verwüstet. Er besaß früh das Marktrecht; regionale Bedeutung hatte der Jahrmarkt am Sankt-Georgstag.

Der Ort nahm im 19. Jahrhundert einen wirtschaftlichen Aufschwung dank der Lage am 1833 fertiggestellten Rhein-Rhône-Kanal und an der Bahnlinie Belfort-Mühlhausen (1856–58). Die Ziegelei Gilardoni im nahen Wolfersdorf schuf ab 1864 Arbeitsplätze. Von 1871 bis 1918 gehörte der Ort zum deutschen Reichsland Elsaß-Lothringen. In der Reichslandzeit (1910) wurde die 1970 aufgegebene Bahnlinie Dannemarie-Pfetterhouse-Bonfol eröffnet.

Im Ersten Weltkrieg rückten schon im August 1914 französische Truppen in den Ort ein, der dann während der Kämpfe an der nahen Front auch militärisches Hauptquartier war. Der Ort lag in der Frontlinie und trug erhebliche Schäden davon. Der Eisenbahn-Viadukt wurde von den Franzosen vorsorglich zu Kriegsbeginn gesprengt, ebenso im Zweiten Weltkrieg. Nach dem Einmarsch der Deutschen im Zweiten Weltkrieg litten die Einwohner unter der Naziherrschaft (Deportationen, Einberufung in die Wehrmacht) von der sie nach heftigen Kämpfen am 27. November 1944 durch Truppen der französischen 1. Armee unter General de Lattre de Tassigny befreit wurden. Heute ist das kleinstädtisch wirkende Dannemarie ein Zentralort im Sundgau zwischen Altkirch, Delle und Belfort.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2019
Einwohner 1380 1702 1965 1939 1820 1988 2324 2262

Bauwerke

Datei:Eisenbahn-Viadukt von Dannemarie.jpg
Eisenbahn-Viadukt über die Largue
  • Kirche Saint-Léonard: Das Gotteshaus war einst Mutterkirche von Gommersdorf, Elbach, Wolfersdorf und Retzwiller. Der Turm wurde 1725 errichtet, Schiff und Chor wurden 1845 im spätklassizistischen Stil der Louis-Philippe-Zeit erbaut. Callinet-Orgel. Barocke Ausstattungsstücke.
  • Rathaus (Hôtel de ville) am gleichnamigen Platz: 1790 als Kornhalle erbaut. Zeitweise als Mädchenschule genutzt. In der Reichslandzeit und nach dem Ersten Weltkrieg Gerichtsgebäude. 1914 bis 1918 Sitz der französischen Militärverwaltung. Ab 1962 Rathaus (Hôtel de ville). Frühklassizistischer Zopf-Dekor über dem Eingang.
  • Das ehemalige Gemeindehaus (Rathaus) Rue de Cernay Nr. 2 ist ein Bauwerk der Reichslandzeit von 1890. Ein Backsteinbau mit dekorativ eingesetzten mehrfarbigen Backsteinen. Bis 1962 Mairie und Primarschulhaus.
  • Eisenbahn-Viadukte auf der Strecke Belfort – Mülhausen. Das Dammerkircher Viadukt über dem Largtal ist 381 m lang, 18 m hoch und hat 29 Brückenbogen. Es wurde viermal zerstört (1870, 1914, 1915 und 1944).<ref>Serge Montens: Les plus beaux ponts de France. Bonneton, Paris 2001, ISBN 2-86253-275-4, S. 69.</ref> Das Viadukt von Ballersdorf über den Barrenwog ist 18 m hoch und hat 24 Brückenbogen. Beide von dem Ingenieur Aigremont 1855–58 erbaut.
  • Gut erhaltene Fachwerkhäuser des 18. und 19. Jahrhunderts. Die Häuser Nr. 13 und 23 in der Rue de Cernay sind noch in der altertümlichen Ständerbauweise errichtet (wohl um 1600). Ebenso die Auberge Saint-Léonard in der gleichnamigen Straße. Altertümlich auch das dekorative Fachwerk des Hauses Nr. 14 in der Rue du Marché.   

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Verkehr

In Dannemarie kreuzen sich die Départementsstraßen D 103 (ThannDelle) und D 419 (BelfortAltkirchBasel). Dannemarie besitzt einen Bahnhof an der Bahnstrecke Paris–Mulhouse, an diesem zweigte die Bahnstrecke Dannemarie–Pfetterhouse ab. Letztere wurde 1910 in Betrieb genommen und 1970 stillgelegt. Heute halten am Bahnhof Züge des TER Grand Est und TER Franche-Comté. Dannemarie hat eine Marina am Rhein-Rhône-Kanal.

Literatur

  • Le Patrimoine des Communes du Haut-Rhin. Flohic Editions, Band 1, Paris 1998, ISBN 2-84234-036-1, S. 298–302.

Persönlichkeiten

  • Theobald Hening, (1576–1651), geboren in Dammerkirch. Staatsrat von Ludwig XIII. Abt von Saint-Martin-de Nevers, Gründer einer Lateinschule in Dammerkirch. Stiftete das Himmelfahrtsgemälde in der Pfarrkirche.
  • Peter von Hagenbach, (um 1420–1474) burgundischer Landvogt
  • Eugen Ricklin (1862–1935), elsässischer Politiker, in Dannemarie geboren
  • Leo Justinus Kauffmann (1901–1944), elsässischer Komponist, in Dannemarie geboren
  • Monique Wittig (1935–2003), französische Schriftstellerin und feministische Theoretikerin

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Dannemarie – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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