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Hans-Otto Scholl

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Datei:Bundesarchiv B 145 Bild-F049588-0029, Frankfurt, FDP-Bundesparteitag, Scholl, Bangemann.jpg
Hans-Otto Scholl, Martin Bangemann und Helmut Schäfer beim Bundesparteitag der FDP 1976

Hans-Otto Scholl (* 13. März 1933 in Mannheim) ist ein Jurist und ehemaliger deutscher Politiker (FDP).

Leben

Scholl besuchte die Volksschule und eine Internatsoberschule in Schlesien. Nach dem Abitur am naturwissenschaftlichen Gymnasium in Ludwigshafen studierte er bis 1956 Rechtswissenschaften und erwarb nach der Großen Staatsprüfung die Zulassung als Rechtsanwalt. 1962 promovierte er mit einer patentrechtlichen Dissertation zum Dr. jur. Von 1967 bis 1980 fungierte er als Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie. Scholl schloss sich der FDP an und war von 1974 bis 1981 Landesvorsitzender der Liberalen in Rheinland-Pfalz. Kurz nach seiner Verurteilung wegen schweren Raubes (s. unten) trat er aus der FDP aus.

Scholl gehörte von 1967 bis 1983 dem Rheinland-Pfälzischen Landtag an, war dort von 1969 bis 1982 zunächst stellvertretender Vorsitzender und 1982/83 Vorsitzender der FDP-Fraktion. Für die Landtagswahlen 1979 und 1983 wurde er jeweils als Spitzenkandidat seiner Partei aufgestellt.

Scholl lebte jahrelang in der Nachbarschaft von Helmut Kohl in Ludwigshafen-Oggersheim.<ref>Wolfgang Krach, Georg Mascolo: „Ich mache jetzt reinen Tisch“. In: Der Spiegel. 14. Februar 2000 (spiegel.de [abgerufen am 27. April 2019]).</ref>

Raubüberfall und Verurteilung

Nachdem die FDP 1983 aus dem rheinland-pfälzischen Landtag ausgeschieden war, geriet Scholl in wirtschaftliche Schwierigkeiten, da er nur noch Ehrenämter innehatte. Im Mai 1984 eröffnete die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen ihn wegen angeblicher Veruntreuung von Verbandsgeldern des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie, das aber kurz darauf eingestellt wurde. Am 28. Dezember 1984 überfiel Scholl ein Juweliergeschäft in Baden-Baden, wobei er Gegenstände im Wert von 2,3 Millionen D-Mark erbeutete. Am 5. Januar 1985 wurde Scholl als Tatverdächtiger festgenommen. Ein Teil der Beute fand sich in einem Zürcher Bankfach, das von ihm angemietet worden war. Aussagen von Tatzeugen belasteten ihn, und die Tatwaffe wurde ihm zugeordnet. Am 27. Dezember 1985 wurde Scholl durch das Landgericht Baden-Baden wegen schweren Raubes in Tateinheit mit schwerer Körperverletzung zu acht Jahren Haft verurteilt. Der Revisionsantrag der Verteidigung wurde 1986 verworfen.

Ehrungen

Weblinks

Einzelnachweise

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