Alfred Tacke
Alfred Tacke (* 13. Juli 1951 in Celle) ist ein deutscher Politiker (SPD) und Manager. Er war von 1990 bis 2004 ein enger Berater von Gerhard Schröder und war von Ende 2004 bis Ende 2006 Vorstandsvorsitzender des Stromversorgungsunternehmens STEAG. Von Anfang 2007 bis Ende 2008 war er Vorsitzender der Geschäftsführung der Evonik Steag GmbH. Von September 2006 bis Ende 2008 war Tacke darüber hinaus Mitglied des Vorstands der RAG Beteiligungs-AG, die am 12. September 2007 in Evonik Industries AG umbenannt wurde.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Biographie Alfred Tacke (vgl. Munzinger) ( vom 4. März 2016 im Internet Archive), Wirtschaftswoche, abgerufen am 22. Juni 2014</ref>
Leben
Tacke studierte nach seinem Abitur von 1971 bis 1975 Wirtschaftswissenschaften in Freiburg und Berlin. Danach war er Assistent an der Universität Oldenburg, wo er 1982 über die Entwicklung in der deutschen Werftindustrie promovierte. Bis 1990 war er Referent für Wirtschafts- und Umweltpolitik beim Landesverband des DGB in Hannover.
1990 holte Gerhard Schröder nach seiner Wahl zum niedersächsischen Ministerpräsidenten Tacke als Referatsleiter für Wirtschafts- und Strukturpolitik in die niedersächsische Staatskanzlei.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Schröders "Sherpa" wird Vorstandschef.] Manager-Magazin, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 14. März 2025.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> 1991 löste Tacke Gunter Kappert als beamteter Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Technologie und Verkehr ab.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Die Hilfsminister.] Hannoversche Allgemeine Zeitung, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 14. März 2025.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> 1998 wurde er unter Bundeskanzler Schröder beamteter Staatssekretär von Werner Müller im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.
Ab 2000 war er zusätzlich als „Sherpa (Chefunterhändler)“ des Bundeskanzlers für die Vorbereitung der G8-Weltwirtschaftsgipfel zuständig. Der Staatssekretär galt als Pragmatiker und guter Kenner der Energiebranche. Im Jahr 2002 erteilte er in Vertretung von Wirtschaftsminister Müller die Ministererlaubnis bei der Übernahme der Ruhrgas AG durch E.ON.<ref>Reinhard K. Sprenger: Der dressierte Bürger. 1. Auflage. Campus Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-593-37759-4, S. 58.</ref>
Im April 2004 wurde Tacke als möglicher Nachfolger von Ernst Welteke als Präsident der Deutschen Bundesbank gehandelt.
Ende 2004 gab Tacke seinen Posten als Staatssekretär auf und wurde Vorstandsvorsitzender beim Stromversorgungsunternehmen STEAG,<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Meine Kumpels aus dem Parlament.] Merkur, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 14. März 2025.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> einer 100%igen Tochter der RAG Aktiengesellschaft, an der wiederum E.ON beteiligt ist. Von Juni 2003 bis zum 31. Dezember 2008 wurde die RAG von seinem ehemaligen Chef Werner Müller geleitet.<ref>Umstrittener Jobwechsel – Staatssekretär auf Abwegen, Süddeutsche Zeitung vom 5. Dezember 2008</ref> Als Grund wurden Differenzen Tackes mit dem zweiten Staatssekretär im Ministerium Georg-Wilhelm Adamowitsch genannt, einem engen Vertrauten des damaligen Bundesministers für Wirtschaft und Arbeit, Wolfgang Clement.
2009 wurde er Mitglied des „Lenkungsrats Unternehmensfinanzierung“ im Wirtschaftsfonds Deutschland.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig 100 Milliarden für Unternehmen in Not.] taz, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 14. März 2025.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Er ist Vater der Fernsehmoderatorin Sarah Tacke.<ref name="home">Homepage von Sarah Tacke, abgerufen am 27. Februar 2014.</ref>
Schriften
- Stagnation der Industrie – Krise der Region? Am Beispiel von Branchen- und Betriebsstudien im Raum Ostfriesland-Oldenburg-Emsland. Dissertation Universität Oldenburg, Campus, Frankfurt/Main, New York 1982, ISBN 3-593-33125-X.
Literatur/Presse
- Alfred Tacke: Libero der unorthodoxen Wirtschaftspolitik, Financial Times Deutschland 2. Juni 2002
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Tacke, Alfred |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (SPD) und Manager |
| GEBURTSDATUM | 13. Juli 1951 |
| GEBURTSORT | Celle |