Bockenfeld (Gebsattel)
Bockenfeld Gemeinde Gebsattel
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(168)&title=Bockenfeld 49° 20′ N, 10° 12′ O
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| Höhe: | 378 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 3,31 km²<ref name="Gemarkung"/> | |||||
| Einwohner: | 168 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 51 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Mai 1978 | |||||
| Postleitzahl: | 91607 | |||||
| Vorwahl: | 09861 | |||||
Bockenfeld ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Gebsattel im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Bockenfeld hat eine Fläche von 3,308 km². Sie ist in 501 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 6603,27 m² haben.<ref name="Gemarkung">Gemarkung Bockenfeld (092914). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 26. September 2024.</ref><ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 6. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Das Kirchdorf liegt an der Tauber und am Wolfsauer Graben, der dort als rechter Zufluss in die Tauber mündet. 1 km südöstlich erhebt sich der Laubersberg (517 m ü. NHN), 1 km südwestlich der Reinhardsberg (438 m ü. NHN). Die Kreisstraße AN 33 führt nach Gebsattel zur Staatsstraße 2249 (2,5 km nördlich) bzw. nach Diebach zur Staatsstraße 2247 (2,2 km südlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Wolfsau (1,6 km südöstlich) und nach Lohr zur Staatsstraße 2417 (2 km westlich).<ref>Topographische Karte 1:25.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 29. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
1168 wurde Bockenfeld in einer Schenkungsurkunde für das Ansbacher Gumbertusstift erstmals namentlich erwähnt. Der Ortsname „Bockenfeld“ enthält den germanischen Personennamen Bocco. Daraus kann geschlossen werden, dass die Siedlung bereits um 800 n. Chr. gegründet wurde.
In der Folgezeit bis 1245 erwarb das Gumbertusstift weitere Güter und Anfang des 14. Jahrhunderts die Herrschaft Schillingsfürst Ansprüche in dem Ort. Im Jahr 1312 wird ein sich nach dem Ort nennendes Ministerialengeschlecht urkundlich erwähnt, dass höchstwahrscheinlich auf der abgegangenen Burg nordnordwestlich der Kirche saß. Im Dreißigjährigen Krieg verödeten sechs von neun Höfen. Erst gegen Ende des 17. Jahrhunderts konnten die Höfe wieder aufgebaut und bewirtschaftet werden.
1799 waren das hohenlohische Amt Schillingsfürst, die Reichsstadt Rothenburg und das Stiftsamt Ansbach Grundherren in Bockenfeld. Hohenlohe-Schillingsfürst unterstanden 19 Untertansfamilien.<ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 415.</ref> 1802 wurde der Ort auch „Taubenbockenfeldt“ genannt.<ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 507.</ref>
Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Bockenfeld dem Steuerdistrikt Diebach zugewiesen.<ref name="OV 1818"/> Wenig später entstand die Ruralgemeinde Bockenfeld. In Verwaltung und Gerichtsbarkeit war sie dem Herrschaftsgericht Schillingsfürst zugeordnet (1840 in das Landgericht Schillingsfürst umgewandelt)<ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 82 (Digitalisat).</ref> und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Colmberg. Ab 1824 gehörte Bockenfeld zum Rentamt Rothenburg ob der Tauber (1919 in Finanzamt Rothenburg ob der Tauber umbenannt). Ab 1862 übernahm das neu gebildete Bezirksamt Rothenburg ob der Tauber die Verwaltung (1939 in Landkreis Rothenburg ob der Tauber umbenannt). In der Gerichtsbarkeit blieb das Landgericht Schillingsfürst zuständig (1879 in Amtsgericht Schillingsfürst umbenannt), von 1928 bis 1973 war es das Amtsgericht Rothenburg ob der Tauber. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 3,328 km².<ref name="OV 1961"/> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Mai 1978 nach Gebsattel eingemeindet.<ref> </ref><ref>Gebsattel > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 23. April 2025.</ref>
Bis in die 1970er Jahre hatte der Ort einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Steinach bei Rothenburg–Dombühl.
Baudenkmäler
In Bockenfeld gibt es vier Baudenkmäler:<ref>Denkmalliste für Gebsattel (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Nikolaus: neugotische Saalkirche mit Westturm, 1861/68; mit Ausstattung; ummauerter Friedhof mit Grabsteinen
- Haus Nr. 21: Bauernhof; Wohnstallhaus, eingeschossiger Massivbau mit Steilsatteldach, Wohnteil verputzt, Stallteil aus Natursteinquadern, mit Kellern des Vorgängerbaus, bezeichnet 1855; Schweinestall, an Wohnstallhaus angefügter eingeschossiger Satteldachbau, 1905; Scheune mit hakenförmig angesetztem Göpel, Fachwerkbau mit Steilsatteldach bezeichnet 1814, Göpel 1894; Austragshaus, verputzter Massivbau mit Steilsatteldach, 1913
- Haus Nr. 18: ehemaliger Bauernhof, eingeschossiges, massives Wohnstallhaus, Quaderbau, bezeichnet 1866
- Haus Nr. 30: zugehörig ehemalige Zehntscheune, Krüppelwalmbau in Fachwerk, 1762
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Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Ulrich und Sebastian (Insingen) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Laurentius (Gebsattel) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Bockefeld. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 415–416 (Digitalisat).
- Johann Kaspar Bundschuh: Taubenbockenfeldt. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 507 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Anton Müller: Bockenfeld. Chronik eines fränkischen Dorfes, 1984.
- Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Rothenburg ob der Tauber (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 25). Deutscher Kunstverlag, München 1967, DNB 457879254, S. 20.
Weblinks
- Bockenfeld. In: gebsattel.de. Abgerufen am 27. Juni 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Bockenfeld in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Bockenfeld im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
Bockenfeld | Eckartshof | Gebsattel | Kirnberg | Pleikartshof | Rödersdorf | Speierhof | Wasenmühle | Wildenhof