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Marlesreuth

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Marlesreuth
Stadt Naila
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Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(827)&title=Marlesreuth 50° 18′ N, 11° 42′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(827) 50° 17′ 55″ N, 11° 41′ 38″ O
 {{#coordinates:50,298660828611|11,694023609167|primary
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  }}
Höhe: 614 m ü. NHN
Einwohner: 827 (Juli 2000)<ref name="Einwohner">Marlesreuth-Stadt Naila. In: marlesreuth.de. Abgerufen am 13. Februar 2021.</ref>
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 95119
Vorwahl: 09282
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Marlesreuth ist ein Gemeindeteil der Stadt Naila im oberfränkischen Landkreis Hof in Bayern.<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Marlesreuth hat eine Fläche von 6,847 km². Sie ist in 1208 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 5668,22 m² haben.<ref>Gemarkung Marlesreuth (091916). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 25. April 2025.</ref> In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Bärenhaus, Garles, Molkenbrunn und Nestelreuth.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 25. April 2025.</ref>

Geografie

Das Pfarrdorf liegt auf einem Höhenzug des Frankenwaldes und ist von Acker- und Grünland umgeben. Die Staatsstraße 2158 führt an Molkenbrunn vorbei zur Bundesstraße 173 bei Naila (2,5 km nördlich) bzw. nach Döbra zur Staatsstraße 2194 (3 km südwestlich). Die Kreisstraße HO 33 führt nach Selbitz zur Staatsstraße 2195 (4 km nordöstlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Haidengrün (1,5 km südlich). Auf dem Weg nach Selbitz ist das Naturdenkmal Kapfender Stein.<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 25. April 2025 (Die gemessenen Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>

Geschichte

Marlesreuth wurde als Rundling angelegt, was noch in der Bayerischen Uraufnahme gut erkennbar ist.<ref>Bayerische Uraufnahme. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 25. April 2025.</ref> Am 18. März 1362 wurde der Ort als „Marcksreut“ erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist mhd. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) für ‚Grenze‘, das Grundwort -reuth; d. h. der Ort war eine an einer Grenze liegende Rodungssiedlung. Marlesreuth war lange Zeit ein Allod der Herren von Wildenstein.<ref>O. Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland, Sp. 393.</ref>

Zur Realgemeinde Marlesreuth gehörten Bärenhaus, Garles, Molkenbrunn und Nestelreuth. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Marlesreuth aus 77 Anwesen, zwei Schlössern und einer Kirche. Die Hochgerichtsbarkeit nördlich der Straße von Döbra nach Selbitz hatte das bayreuthische Vogteiamt Naila, südlich dieser Straße das bayreuthische Vogteiamt Schauenstein. Das Hochgericht wurde auch von bambergischen Centamt Enchenreuth beansprucht. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Vogteiamt Naila; sie wurde aber auch vom Rittergut Marlesreuth beansprucht. Grundherren waren

  • das Rittergut Marlesreuth: Oberes Schloss: 9 Güter, 17 Tropfhäuser, 1 halbes Tropfhaus; Unteres Schloss: 14 Halbhöfe, 2 Gütlein, 4 Häuser, 1 halbes Haus, 1 Drittelhof, 1 Schenke, 10 Tropfhäuser, 1 halbes Tropfhaus, 1 Hirten- und Schulhaus;
  • das Kastenamt Hof: 1 Gütlein;
  • die bambergische Amtsverwaltung Nestelreuth: 9 Häuser, 3 Tropfhäuser, 2 halbe Tropfhäuser.<ref name="Kö294">M. Körner: Naila, S. 294f.</ref><ref>Vorlage:Guttenberg Hofmann Stadtsteinach Hier mit stark abweichenden Angaben zur Zahl der Anwesen und der Grundherren.</ref>

Von 1797 bis 1810 unterstand Marlesreuth dem Justiz- und Kammeramt Naila. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Marlesreuth dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Culmitz zugewiesen.<ref name="OV 1820" /> Zugleich entstand die Ruralgemeinde Marlesreuth mit den Orten Bärenhaus, Garles, Molkenbrunn und Nestelreuth. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Naila zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Lichtenberg (1919 in Finanzamt Lichtenberg umbenannt, seit 1955 Finanzamt Naila). Ab 1862 gehörte Marlesreuth zum Bezirksamt Naila (1939 in Landkreis Naila umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Naila (1879 in Amtsgericht Naila umgewandelt). 1964 hatte die Gemeinde eine Gebietsfläche von 6,859 km².<ref name="OV 1961" /> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde am 1. Mai 1978 nach Naila eingemeindet.<ref> </ref><ref>Naila > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 25. April 2025.</ref>

Baudenkmäler

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ehemalige Baudenkmäler
  • Haus Nr. 20/21: Zwei aneinandergebaute Satteldachhäuser („zwei halbe Trüpfhäuslein“), eingeschossig, verputzt massiv; Anfang des 19. Jahrhunderts, mit älterem Kern.<ref name="L46">K.-L. Lippert: Landkreis Naila, S. 46. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. Ursprüngliche Hausnummerierung.</ref>
  • Haus Nr. 39: Zweigeschossiges Wohnstallhaus des späten 18. oder frühes 19. Jahrhundert, zwei zu sieben Achsen, mit Satteldach; Erdgeschoss verputzt massiv, Obergeschosses verputztes Fachwerk.<ref name="L46"/>
  • Haus Nr. 44: Frackdachhaus, vermutlich der zweiten Hölfte des 18. Jahrhunderts, zwei zu drei Achsen; Erdgeschoss verputzt massiv, Obergeschoss verbrettertes Ständerwerk, Giebel mit geteilter Schalung.<ref name="L46"/>

Einwohnerentwicklung

Gemeinde Marlesreuth

Jahr 1819 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970
Einwohner 501 798 795 807 851 858 880 878 866 881 800 769 760 763 780 706 744 799 862 1007 1094 1082 950 883
Häuser<ref name="Häuser">Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1799 werden diese als Häuser bezeichnet, von 1871 bis 1987 als Wohngebäude.</ref> 119 121 119 124 133 158 183
Quelle <ref name="OV 1820">Vorlage:Ober-Mainkreis 1820 Für die Gemeinde Marlesreuth inklusive Garles (S. 31), Molkenbrunn (S. 78) und Nestelreuth (S. 81).</ref> <ref name="HGV">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 153, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> <ref name="HGV" /> <ref name="HGV" /> <ref name="OV 1861">Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 919, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> <ref>

Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 143 (Digitalisat). </ref> || <ref name="OV 1875">Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1092, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1879</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1882</ref> || <ref name="OV 1885">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1040 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1892</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1900">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1090 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1911</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1925">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1126 (Digitalisat). </ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="HGV" /> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1950">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 973 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 715–716 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1970">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 156 (Digitalisat).</ref>

Ort Marlesreuth

Jahr 001799 001819 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987 002000
Einwohner 268 <templatestyles src="FN/styles.css" /> *461 777 800 772 674 672 1010 880 838 731 827
Häuser<ref name="Häuser" /> 55 111 110 121 145 169 224
Quelle <ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 3, Sp. 454.</ref> <ref name="OV 1820" /> <ref name="OV 1861" /> <ref name="OV 1875" /> <ref name="OV 1885" /> <ref name="OV 1900" /> <ref name="OV 1925" /> <ref name="OV 1950" /> <ref name="OV 1961" /> <ref name="OV 1970" /> <ref>Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 307 (Digitalisat).</ref> <ref name="Einwohner"/>
<templatestyles src="FN/styles.css" />
* 
inklusive Bärenhaus

Religion

Marlesreuth ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und Sitz der Kirchengemeinde St. Simon und Judas, die ursprünglich eine Filiale von Selbitz war.<ref name="Kö294"/><ref name="OV 1961" />

Verkehr

Von 1910 bis 1973 war Marlesreuth über die Strecke Naila–Schwarzenbach an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Die Verbindung wurde 1994 stillgelegt und danach abgebaut, abschnittsweise wurde dort ein Bahntrassenradweg errichtet.

Persönlichkeiten

Literatur

Weblinks

Fußnoten

<references responsive />

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