Zum Inhalt springen

Agawang

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 30. April 2026 um 14:15 Uhr durch imported>Stuhler.
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Agawang
Gemeinde Kutzenhausen
Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben!
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(581)&title=Agawang 48° 22′ N, 10° 41′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(581) 48° 21′ 40″ N, 10° 41′ 9″ O
 {{#coordinates:48,361111111111|10,685833333333|primary
dim=10000 globe= name=Agawang region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Höhe: 485 m
Fläche: 7,84 km²
Einwohner: 581 (30. Juni 2024)<ref>Sekretariat: Aktuelle Einwohnerzahlen zum 30.06.2024 – Gemeinde Kutzenhausen. Abgerufen am 28. November 2024.</ref>
Bevölkerungsdichte: 74 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 86500
Vorwahl: 08294
Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben!

Agawang ist ein Pfarrdorf im schwäbischen Landkreis Augsburg. Mit Wirkung vom 1. Mai 1978 wurde der Ort bei der Gebietsreform in Bayern in die Gemeinde Kutzenhausen eingegliedert.<ref>Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. Mai 1970 bis 31. Dezember 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 768.</ref>

Lage

Datei:Agawang1.JPG
Blick auf Agawang

Agawang liegt auf einer Höhe von 485 m ü. NN am östlichen Rand der Reischenau.
Zur Gemarkung gehört das Dorf Unternefsried.

Geschichte

Datei:Blik auf Unternefsried (Agawang).jpg
Blick auf das zur Gemarkung gehörende Dorf Unternefsried

Die Geschichte von Agawang begann vermutlich zwischen dem 9. und 12. Jahrhundert. In dieser Zeit wurden die drei Einzelsiedlungen des Ortes gegründet, nämlich Agawang, Obernefsried und Unternefsried. Während Unternefsried heute noch ein separater Ort ist, verschmolzen Agawang und Obernefsried zu einem Ort. Das altdeutsche Toponym Wang bedeutet Wiesenhang.

Das von 1202 bis 1389 beurkundete Rittergeschlecht der Ministerialen von Agenwanch verkaufte gegen Ende des 14. Jahrhunderts ihre Güter in Agawang. Ihr Sitz soll sich auf dem Gelände des sogenannten Schlossbauergutes befunden haben. Der Kirchensatz von Agawang gehörte Ende des 13. Jahrhunderts Ulrich von Zusameck, der ihn 1291 mit anderen Gütern und Rechten an die Brüder Hermann und Heinrich Langenmantel und Markart Lauginger veräußerte. 1404 besaß der Augsburger Bürger Andreas Rehm zwei Höfe, die Taferne und zwölf Sölden zu Agawang, die zuvor der St. Jakobspfründe gehörten. 1478 verkaufte der Augsburger Patrizier Hans Hofmaier das ganze Dorf einschließlich Kirchensatz und Gericht an das Augsburger Domkapitel, der bis zur Säkularisation Grund- und Patronatsherr blieb. Für die Blutgerichtsbarkeit war die Landvogtei der Markgrafschaft Burgau zuständig.<ref>Digitale Bibliothek – Münchener Digitalisierungszentrum. Abgerufen am 15. Februar 2022.</ref> Im Dreißigjährigen Krieg dokumentierte der Pfarrgeistliche Michael Lebhardt von Kutzenhausen am 3. Februar 1635 den Verzehr von Menschenfleisch in Agawang. Er berichtete darüber seinem Vorgesetzten Kaspar Zeiller, der den Pfarrgeistlichen anhielt, angesichts der extremen Hungersnot Milde walten zu lassen.<ref>Hans Medick: Der Dreißigjährige Krieg – Zeugnisse vom Leben mit Gewalt. Wallstein Verlag. Göttingen. 2018</ref>

Nach der Säkularisation fiel Agawang 1803 an das Kurfürstentum Bayern. Seit 1806 gehörte der Ort zum Königreich Bayern. 1804 wurde Agawang mit Obernerfsried und Unternerfsried durch die Verwaltungsneugliederung Bayerns in das Landgericht Zusmarshausen eingegliedert. Von 1862 bis 1929 gehörte Agawang zum Bezirksamt Zusmarshausen und ab 1929 zum Bezirksamt Augsburg, das ab 1939 als Landkreis Augsburg bezeichnet wurde. Agawang mit seinem Ortsteil Unternefsried war eine selbstständige Gemeinde im Landkreis Augsburg und wurde im Zuge der Gebietsreform in Bayern am 1. Mai 1978 in die Gemeinde Kutzenhausen eingemeindet.<ref>Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 767.</ref>

Religion

Datei:Fotopreller-20210513-01.jpg
St. Laurentius

Die katholische Pfarrei St. Laurentius in Agawang mit der Pfarrkirche St. Laurentius gehört zur Pfarreiengemeinschaft Dietkirch im Dekanat Augsburg-Land im Bistum Augsburg.

Sehenswürdigkeiten

St. Laurentius (Agawang)
Marienkapelle (Agawang)
Kapelle St. Jakobus (Unternefsried)

Wappen

Das Wappen zeigt gespalten in Rot ein goldener Pfahl; vorne ein silberner Sparren, hinten eine aus dem Schildfuß wachsende silberne Gleve. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft und Gewerbe

Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe hat in den letzten Jahren stetig abgenommen. Weiterhin gibt es unter anderem eine Schreinerei, eine Kosmetikproduktionsfirma und eine Karosseriebaufirma.

Verkehr

Durch Agawang geht die Kreisstraße A 1 Augsburg-Dinkelscherben.
Die nächstgelegenen Bahnhöfe befinden sich in Gessertshausen und Kutzenhausen.
Der Augsburger Verkehrsverbund (AVV) hält an Werktagen den nicht-vertakteten Busfahrplan der Linie 507 nach Augsburg aufrecht.

Vereine

  • Bogenschützenclub Agawang (BSC Agawang)
  • Edelweiß Schützen Agawang
  • Freiwillige Feuerwehr Agawang
  • Gymnastikverein Agawang e. V.
  • Heimatgeschichtlicher Verein Agawang
  • Soldaten- und Kameradschaftsverein Agawang
  • SSV Agawang-Dinkelscherben e. V.

Weblinks

Commons: Agawang – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references/>

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Agawang mit Unternefsried | Buch mit Boschhorn | Kutzenhausen mit Brunnenmühle und Katzenlohe | Maingründel | Rommelsried

Vorlage:Klappleiste/Ende