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Bezirksamt Zusmarshausen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Basisdaten<ref name="gemeinde">Regierungsbezirk Schwaben im Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 17. Oktober 2022; abgerufen am 12. Februar 2026.</ref>
Regierungsbezirk Schwaben
Verwaltungssitz Zusmarshausen
Fläche 321 km² (1910)
Einwohner 16.872 (1910)
Bevölkerungsdichte 53 Einw./km² (1910)

Das Bezirksamt Zusmarshausen war von 1862 bis 1929 ein Verwaltungsbezirk im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben. Die bayerischen Bezirksämter waren als untere staatliche Verwaltungsbehörden hinsichtlich ihrer Funktion und Größe vergleichbar mit einem Landkreis.

Das Gebiet des Bezirksamtes entsprach ungefähr dem Gebiet der heutigen Gemeinden Adelsried, Altenmünster, Bonstetten, Dinkelscherben, Horgau, Kutzenhausen, Ustersbach, Welden, Zusmarshausen und dem nördlichen Teil der Gemeinde Fischach (alle: Landkreis Augsburg) sowie dem nordöstlichen Teil der Gemeinde Ziemetshausen (Landkreis Günzburg).<ref name="geodaten.bayern.de">Bayernatlas</ref>

Datei:Landgerichtsbezirk Zusmarshausen 1838.jpg
Der Landgerichtsbezirk Zusmarshausen im Jahr 1838 aus dem das Bezirksamt 1862 gebildet wurde

Im Norden grenzte das Bezirksamt Zusmarshausen an das Bezirksamt Dillingen, im Nordosten an das Bezirksamt Wertingen, im Osten an das Bezirksamt Augsburg, im Süden an das Bezirksamt Schwabmünchen, im Südwesten an das Bezirksamt Krumbach und im Westen an das Bezirksamt Günzburg.<ref>Karte, auf der die Verwaltungsgliederung des Deutschen Reichs im Jahr 1900 dargestellt ist. In: gemeindeverzeichnis.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 17. Mai 2016; abgerufen am 15. Februar 2026.</ref>

Geschichte

Das Bezirksamt Zusmarshausen wurde im Rahmen der bayerischen Verwaltungsreform von 1862 gebildet. Der Sitz des Bezirksamts war in Zusmarshausen, das heute zum Landkreis Augsburg gehört.

Am 1. Oktober 1865 wechselten Gemeinden des Bezirksamtes Zusmarshausen in das Bezirksamt Dillingen an der Donau.

Am 1. Oktober 1929 wurde das Bezirksamt aufgelöst. Seine Gemeinden wurden anschließend den Bezirksämtern Augsburg und Wertingen zugeordnet. Heute gehört fast das ganze Gebiet des ehemaligen Bezirksamtes zum Landkreis Augsburg. Nur die beiden Orte Schönebach und Uttenhofen kamen durch die Gebietsreform im Jahr 1972 zum Landkreis Günzburg.<ref name="geodaten.bayern.de"/>

Einwohnerentwicklung

Datei:Bezirksamt Zusmarshausen Gemeindegrenzenkarte 1892.jpg
Bezirksamt Zusmarshausen im Jahr 1892, Gemeindegrenzenkarte
Jahr 1880 1890 1900 1910 1925
Einwohner<ref name="gemeinde" /> 15.768 15.787 15.806 16.872 16.976

Gemeinden

Gemeinden des Bezirksamts Zusmarshausen mit mehr als 700 Einwohnern (Stand 1910):<ref name="gemeinde" />

Gemeinde Einwohner
Dinkelscherben 1.043
Fischach 743
Welden 830
Zusmarshausen 1.152

Folgende Gemeinden des Bezirksamtes Zusmarshausen wurden nach dessen Auflösung dem Bezirksamt Augsburg zugeordnet<ref name="gemeindeverzeichnis.de">Das Bezirksamt Zusmarshausen im Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 17. Oktober 2022; abgerufen am 15. Februar 2026.</ref><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>:
Adelsried, Agawang, Anried, Aretsried, Auerbach, Bonstetten, Breitenbronn, Buch, Dinkelscherben, Ettelried, Fischach, Fleinhausen, Gabelbach, Gabelbachergreut, Grünenbaindt, Häder, Horgau, Horgauergreut, Kutzenhausen, Lindach, Oberschöneberg, Reitenbuch, Reutern, Ried, Rommelsried, Schönebach, Steinekirch, Streitheim, Ustersbach, Uttenhofen, Vallried, Welden, Willmatshofen, Wollbach, Wollmetshofen und Zusmarshausen;

Folgende Gemeinden des Bezirksamtes Zusmarshausen wurden nach dessen Auflösung dem Bezirksamt Wertingen zugeordnet<ref name="gemeindeverzeichnis.de"/><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>:
Altenmünster, Baiershofen, Eppishofen, Hennhofen, Neumünster, Unterschöneberg und Wörleschwang;

Literatur

  • Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte. 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7.

Einzelnachweise

<references/>

Vorlage:Hinweisbaustein