Unterheckenhofen
Unterheckenhofen Kreisstadt Roth
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(274)&title=Unterheckenhofen 49° 13′ N, 11° 4′ O
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| Höhe: | 339–374 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 274 (31. Dez. 2021)<ref>Nahverkehrsplan Landkreis Roth. (PDF; 9,8 MB) Verkehrsverbund Großraum Nürnberg GmbH, S. 67, abgerufen am 26. September 2024.</ref> | |||||
| Eingemeindung: | 1. Mai 1978 | |||||
| Postleitzahl: | 91154 | |||||
| Vorwahl: | 09171 | |||||
| Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
Unterheckenhofen (fränkisch: (Unda)hegnhufm<ref>E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 29. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „(undɒ)hęgŋhūfm“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Kreisstadt Roth im mittelfränkischen Landkreis Roth in Bayern.<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Unterheckenhofen liegt in der Gemarkung Rittersbach.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 10. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Das Dorf liegt 4,5 km südwestlich von Roth an der Rednitz und dem Rittersbach, der dort als linker Nebenfluss in die Rednitz mündet. Es besteht aus dem Altort südöstlich der Bahnstrecke Treuchtlingen–Nürnberg und einem ab den 1970ern entstandenen Siedlungsgebiet namens „Unterheckenhofen-Siedlung“ nordwestlich davon. Beide Teile sind lediglich durch einen Fußgängertunnel verbunden. Im Westen grenzt das Waldgebiet „Im Oppel“ an. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Rittersbach zur Staatsstraße 2224 (2,7 km westlich) bzw. nach Barnsdorf zur Kreisstraße RH 6 (0,3 km östlich). Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße führt nach Oberheckenhofen zur Kreisstraße RH 6 (1,8 km südwestlich). Die Bahnstrecke Treuchtlingen–Nürnberg durchquert den Ort und hat dort einen Haltepunkt.<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 3. August 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde 1289 als „Hegenhoven“ erstmals urkundlich erwähnt. Bis ins 18. Jahrhundert hinein waren damit sowohl Ober- und Unterheckenhofen gemeint. 1395 erfolgte erstmals eine Unterscheidung zwischen „Nydern“ und „Obern Heckenhofen“. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist Hecko, der Personenname des Siedlungsgründers.<ref>E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 29.
Gemäß Unterheckenhofen auf der Website stadt-roth.de bedeutet der Ortsname „umhegter Hof“ (von „hegga“, Althochdeutsch für Hecke).</ref>
Ursprünglich war das Domkapitel zu Eichstätt Grundherr des Ortes, später die Nürnberger Patrizierfamilien Coler und Oelhafen und darauf die Welser, das Klarakloster in Nürnberg, das Heilig-Geist-Spital von Nürnberg und das Kloster Seligenporten. Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort niedergebrannt und war lange Zeit unbewohnt. Erst elf Jahre nach Kriegsende begann der Wiederaufbau.<ref>W. Ulsamer (Hrsg.): 100 Jahre Landkreis Schwabach, S. 455.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Unterheckenhofen vier Anwesen und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Oberamt Roth aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte die Reichsstadt Nürnberg. Grundherren waren das kurpfalz-bayerische Klosteramt Seligenporten (1 Ganzhof), die Reichsstadt Nürnberg (St. Klara-Klosteramt: 1 Ganzhof; St. Katharina-Klosteramt: 1 Ganzhof) und der Nürnberger Eigenherr von Welser (1 Ganzhof).<ref name="E427">F. Eigler: Schwabach, S. 427.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Unterheckenhofen dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Rittersbach und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Rittersbach zugeordnet.<ref>F. Eigler: Schwabach, S. 482.</ref>
Am 1. Mai 1978 wurde Unterheckenhofen im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Roth eingegliedert.<ref>Roth > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 5. Juli 2025.</ref>
Baudenkmäler
In Unterheckenhofen gibt es drei Baudenkmäler:<ref>Denkmalliste für Roth (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Venetianerstr. 20: erdgeschossiges Austragshaus
- Venetianerstr. 22: Bauernhaus
- Viadukt
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Einwohnerentwicklung
Religion
Unterheckenhofen ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach Zu unserer lieben Frau (Roth) gepfarrt.<ref name="E427"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Wunibald (Georgensgmünd) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/><ref>Pfarrverband Georgensgmünd-Röttenbach. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 29. Mai 2023.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Heckenhofen. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 540 (Digitalisat).
- Johann Kaspar Bundschuh: Unterheckenhofen. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 629 (Digitalisat).
- Friedrich Eigler: Schwabach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 28). Michael Laßleben, Kallmünz 1990, ISBN 3-7696-9941-6.
- Willi Ulsamer (Hrsg.): 100 Jahre Landkreis Schwabach (1862–1962). Ein Heimatbuch. Schwabach 1964, DNB 984880232, OCLC 632541189, S. 455.
- Vorlage:Wagner Land- und Stadtkreis Schwabach
Weblinks
- Ortsteile > Unterheckenhofen. In: stadt-roth.de. Abgerufen am 3. August 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Unterheckenhofen in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Unterheckenhofen im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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Barnsdorf |
Belmbrach |
Bernlohe |
Birkach |
Brückleinsmühle |
Eckersmühlen |
Eichelburg |
Eisenhammer an der Roth |
Finstermühle |
Haimpfarrich |
Harrlach |
Hasenbruck |
Heubühl |
Hofstetten |
Kiliansdorf |
Kupferhammer an der Roth |
Leonhardsmühle |
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Roth |
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