Pruppach (Roth)
Pruppach Kreisstadt Roth
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(474)&title=Pruppach 49° 17′ N, 11° 6′ O
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| Höhe: | 338 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 474 (31. Dez. 2021)<ref>Nahverkehrsplan Landkreis Roth. (PDF; 9,8 MB) Verkehrsverbund Großraum Nürnberg GmbH, S. 67, abgerufen am 26. September 2024.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 91154 | |||||
| Vorwahl: | 09171 | |||||
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Pruppach (fränkisch: Bruboch<ref>E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 57. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „brúbǫx“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Kreisstadt Roth im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Pruppach liegt in der Gemarkung Pfaffenhofen.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 10. Oktober 2024.</ref>
Geografische Lage
Das Dorf befindet sich etwa drei Kilometer nördlich von Roth auf leicht erhöhter Lage und ist allseitig von Wäldern umgeben (Süden: „Pfaffenholz“, Norden: „Bierholz“, Nordosten: „Bindelehen“, Osten: „Lehlein“). Unmittelbar südlich des Dorfs verläuft in einem kleinen Tal der Finsterbach. Weiter südlich schließt sich rund 500 Meter entfernt Pfaffenhofen an; nördlich circa 2 Kilometer entfernt Rednitzhembach. Unmittelbar westlich des Ortes verläuft seit den 1980er Jahren die autobahnähnlich ausgebaute Bundesstraße 2. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zur Staatsstraße 2409 (1,1 km westlich) bzw. über den Ort Treffersäge nach Meckenlohe (2,5 km östlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 3. August 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Aus einer auf ca. 1190 zu datierenden Lehenurkunde des Bamberger Domkapitels, die das Amt Roth beschreibt, geht hervor, dass dieser Ort im Gebiet dieses Amtes gelegen haben muss.<ref>F. Eigler: Schwabach, S. 151.</ref> Möglicherweise wurde der Ort 1321 als „Pruhpach“ erstmals urkundlich erwähnt, mit Sicherheit 1340 als „Prvchbach“.<ref>F. Eigler: Schwabach, S. 167.</ref> Der Ortsname leitet sich von einem gleichlautenden Flurnamen ab, dessen Bestimmungswort das althochdeutsche Wort „Bruch“ (= Sumpf) ist. Demnach bezeichnet der Flurname einen sumpfigen Bach.<ref name="U429">W. Ulsamer (Hrsg.): 100 Jahre Landkreis Schwabach, S. 429.</ref><ref>E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 57.</ref> Gemäß dieser Urkunde verkaufte die Truchsessin Adelheid von Aurach, genannt Adelheid zu Engeltal, dem Kloster Engeltal bei Hersbruck zwei Bauernhöfe.
Im Urbar für das burggräfliche Amt Roth, das ca. 1360 aufgestellt wurde, hatte das Amt einen Anspruch auf 4 Lehen und einen weiteren Untertan. Im Urbar von 1380 wurden diese als 5 Huben bezeichnet, im Urbar des nunmehr markgräflichen Amtes Roth, das 1434 aufgestellt wurde, wurden diese als 5 Gütlein bezeichnet.<ref>F. Eigler: Schwabach, S. 167 f.</ref>
Zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges gab es sieben Höfe, die jedoch alle im Krieg abbrannten. Eine neue Besiedlung setzte ab 1648 zaghaft ein, die neuen Einwohner waren wohl Glaubensflüchtlinge aus dem heutigen Oberösterreich. 1671 wurde der Pfarrlehnhof, der heute noch steht, neu aufgebaut.<ref name="U429"/> Laut den Oberamtsbeschreibungen des Jahres 1732 von Johann Georg Vetter gab es in Pruppach 7 Anwesen, von denen 6 Anwesen das Kastenamt Roth als Grundherrn hatten und 1 Anwesen das Richteramt Schwand.<ref>F. Eigler: Schwabach, S. 168.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Pruppach 7 Anwesen und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Richteramt Schwand aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Kastenamt Roth. Grundherren waren das Kastenamt Roth (5 Ganzhöfe, 1 Leerhaus) und das Richteramt Schwand mit der Kirche Pfaffenhofen und der Pfarrei Schwand (1 Ganzhof).<ref name="E414">F. Eigler: Schwabach, S. 414.</ref> 1801 gab es im Ort 6 Anwesen.<ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 4, Sp. 402.</ref>
Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Roth. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Pruppach dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Pfaffenhofen und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Pfaffenhofen zugeordnet. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Pruppach am 1. Juli 1971 nach Roth eingemeindet.<ref>F. Eigler: Schwabach, S. 479.</ref><ref>Roth > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 5. Juli 2025.</ref>
Ursprünglich gingen die Kinder in die Grundschule nach Schwand, ab 1906 nach Pfaffenhofen. Bereits 1923 gab es elektrische Strom, 1963 wurde eine moderne Zufahrtsstraße zur Staatsstraße 2409 gebaut. In der Nachkriegszeit ist eine Neubausiedlung entstanden, die rasch größer wurde als der Altort. Die letzte größere Änderung des Ortsbilds erfolgte in den 1990er Jahren, als im Osten des Dorfs die Neubausiedlung „Fuchsweg“ entstand.
Baudenkmäler
In Pruppach gibt es drei Baudenkmäler:<ref>Denkmalliste für Roth (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Finsterbachstr. 15: Türgewände
- Treffersäge 14a: Treffersäge, Wohnhaus der Sägemühle
- Kreuzsteinrest
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Einwohnerentwicklung
Religion
Pruppach ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Johannes der Täufer (Schwand bei Nürnberg) gepfarrt,<ref name="E414"/> seit 1963 ist die Pfarrei St. Ottilia (Pfaffenhofen) zuständig.<ref name="U429"/> Die Katholiken sind nach Herz Jesu (Büchenbach) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/><ref>Pfarrverband Roth-Büchenbach. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 4. Juni 2023.</ref>
Dorfleben
Trotz der vergleichsweise geringen Ortsgröße gibt es in Pruppach ein reges Vereinsleben. Viele der Einwohner engagieren sich bei der Freiwilligen Feuerwehr, den Eisstockschützen, dem Lederhosenstammtisch oder dem Frauentreff. Besonders die Freiwillige Feuerwehr Pruppach richtet viele Dorffeste aus. Das Dorfleben kreist um das Gasthaus „Zur Linde“, auch gibt es einen Hofladen.
Literatur
- Ch. Beyerlein: Pruppach ein fränkisches Dorf, Artikel von in der Festschrift zum 50-jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Roth-Pruppach
- Johann Kaspar Bundschuh: Pruppach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 4: Ni–R. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753101, Sp. 402 (Digitalisat).
- Friedrich Eigler: Schwabach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 28). Michael Laßleben, Kallmünz 1990, ISBN 3-7696-9941-6.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Willi Ulsamer (Hrsg.): 100 Jahre Landkreis Schwabach (1862–1962). Ein Heimatbuch. Schwabach 1964, DNB 984880232, OCLC 632541189, S. 429.
- Vorlage:Wagner Land- und Stadtkreis Schwabach
Weblinks
- Ortsteile > Pruppach. In: stadt-roth.de. Abgerufen am 3. August 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Pruppach in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Pruppach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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Barnsdorf |
Belmbrach |
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Eckersmühlen |
Eichelburg |
Eisenhammer an der Roth |
Finstermühle |
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Hasenbruck |
Heubühl |
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Leonhardsmühle |
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