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Schwand bei Nürnberg

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Schwand bei Nürnberg
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(3146)&title=Schwand+bei+N%C3%BCrnberg 49° 18′ N, 11° 7′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(3146) 49° 18′ 12″ N, 11° 7′ 21″ O
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Höhe: 338–370 m ü. NHN
Fläche: 12,91 km²<ref name="Gemarkung"/>
Einwohner: 3146 (31. Dez. 2021)<ref>Nahverkehrsplan Landkreis Roth. (PDF; 9,8 MB) Verkehrsverbund Großraum Nürnberg GmbH, S. 67, abgerufen am 26. September 2024.</ref>
Bevölkerungsdichte: 244 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 90596
Vorwahl: 09170
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Schwand bei Nürnberg (fränkisch: Schwond<ref>E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 71. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: šwånd.</ref>) ist ein Gemeindeteil des Marktes Schwanstetten im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Schwand bei Nürnberg hat eine Fläche von 12,906 km². Sie ist in 2614 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 4937,27 m² haben.<ref name="Gemarkung">Gemarkung Schwand b.Nürnberg (093899). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 10. Oktober 2024.</ref><ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 10. Oktober 2024.</ref>

Lage

Schwand liegt südlich von Leerstetten und ist größtenteils von Waldgebieten umgeben. Der Hembach durchfließt den Ort im Süden und mündet im benachbarten Rednitzhembach in die Rednitz. Im Osten gibt es ein Gewerbegebiet. Die Kreisstraße RH 1 führt zu einer Anschlussstelle der Bundesstraße 2 bei Rednitzhembach (2,3 km westlich) bzw. nach Leerstetten (2,9 km nördlich). Die Kreisstraße RH 35 verläuft nach Harrlach (5 km südöstlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Furth (2,2 km östlich) und nach Harm (1,6 km nordwestlich).<ref>Topographische Karte 1:25.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 10. Oktober 2024.</ref>

Geschichte

Der Entstehungszeitpunkt der Rodungssiedlung ist unbekannt. Erstmals erwähnt wurde der Ort im Jahr 1186 als „Swande“, als die damalige Kirche von Bischof Otto von Eichstätt geweiht wurde. Dem Ortsnamen liegt mhd. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) für ‚Ausroden des Waldes‘ zugrunde.<ref>E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 71f.</ref>

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Schwand 54 Anwesen (8 Ganzhöfe, 1 Halbhof, 3 Köblergüter, 25 Gütlein, 3 Güter jeweils mit Tafernwirtschaft, 1 Zapfenwirtschaft, 9 Leerhäuser, 1 Badhaus, 1 Schmiedgütlein, 2 Mahl- und Sägmühlen). Das Hochgericht sowie die Dorf- und Gemeindeherrschaft und Grundherrschaft über alle Anwesen übte das brandenburg-ansbachische Richteramt Schwand aus. Außerdem gab es noch ein Wildmeistereihaus, ein Amtsknechtshaus, eine Pfarrkirche, ein Pfarrhaus, eine Schule und ein Hirtenhaus.<ref name="E422">F. Eigler: Schwabach, S. 422f.</ref> Es gab 56 Untertansfamilien.<ref>Johann Bernhard Fischer: Schwand bei Nürnberg. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 310 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 231.</ref>

Von 1797 bis 1808 unterstand Schwand dem Justiz- und Kammeramt Schwabach. 1806 kam der Ort an das Königreich Bayern. Mit dem Gemeindeedikt wurde 1808 der Steuerdistrikt Schwand gebildet. 1818 entstand die Ruralgemeinde Schwand. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Schwabach zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Schwabach (1919 in Finanzamt Schwabach umbenannt). Ab 1862 gehörte Schwand zum Bezirksamt Schwabach (1939 in Landkreis Schwabach umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Schwabach (1879 in Amtsgericht Schwabach umbenannt).<ref>F. Eigler: Schwabach, S. 485.</ref> Die Gemeinde hatte eine Gebietsfläche von 12,925 km².<ref name="OV 1961"/>

Am 1. Juli 1972 kam Schwand an den Landkreis Roth. Am 1. Mai 1978 schlossen sich Schwand und die Nachbargemeinde Leerstetten im Zuge der Gebietsreform in Bayern zur neuen Gemeinde Schwanstetten zusammen.<ref> </ref><ref>Schwanstetten > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 16. Juli 2025.</ref>

Baudenkmäler

In Schwand gibt es 26 Baudenkmäler, darunter<ref>Denkmalliste für Schwanstetten (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>

  • Nürnberger Straße 17: ehemaliges Richterwohnhaus
  • Nürnberger Straße 19: ehemaliges Schulhaus
  • Nürnberger Straße 21: evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Johannes der Täufer
  • diverse Wohnstallhäuser, Scheunen und Kleinhäuser
  • zwei Steinkreuze
  • Kriegerdenkmal

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Einwohnerentwicklung

Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970 1987 2013
Einwohner 481 599 588 593 600 586 563 543 552 547 527 557 619 687 679 601 651 661 691 1037 1034 1000 1009 1339 2676 3210
Häuser<ref name="Häuser">Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1871 bis 1987 als Wohngebäude.</ref> 87 86 99 96 98 97 109 141 177 717
Quelle <ref name="OV 1818">Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, OCLC 1071656043, S. 84 (Digitalisat).</ref> <ref>Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, OCLC 635011891, S. 239 (Digitalisat).</ref> <ref name="HGV">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 184, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> <ref name="HGV" /> <ref>Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 1088, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> <ref>

Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 174 (Digitalisat). </ref> || <ref>Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1254, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1879</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1882</ref> || <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1189 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1892</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1262 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1911</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1299 (Digitalisat). </ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="HGV" /> || <ref name="HGV" /> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1128 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 826 (Digitalisat).</ref> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 180 (Digitalisat). </ref> || <ref>Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 349 (Digitalisat).</ref> || <ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento des Vorlage:IconExternal vom 24. September 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.schwanstetten.de</ref>

Religion

Schwand bei Nürnberg ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und Sitz der Pfarrei St. Johannes der Täufer.<ref name="E422"/><ref name="OV 1961"/> Die Katholiken sind nach Heilig Kreuz (Plöckendorf) gepfarrt.<ref>Pfarrverband Rednitzhembach-Schwanstetten-Wendelstein. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 16. Juli 2025.</ref>

Vereine

Neben vielen anderen Vereinen gibt es einen Sportverein, den 1. FC Schwand.

Persönlichkeiten

Literatur

Weblinks

Fußnoten

<references responsive />

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