Orleshausen
Orleshausen Stadt Büdingen
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(736)&title=Orleshausen 50° 17′ N, 9° 4′ O
{{#coordinates:50,286388888889|9,0675|primary
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dim=10000 | globe= | name=Orleshausen | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 135 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 3,19 km²<ref>Familienstadt Büdingen: Orleshausen. Abgerufen am 11. September 2023.</ref> | |||||
| Einwohner: | 736 (2022)<ref>Wetteraukreis: Bevölkerung: Einwohner/-innen nach Ortschaften. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 10. August 2023; abgerufen am 11. September 2023.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 231 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 31. Dezember 1971 | |||||
| Postleitzahl: | 63654 | |||||
| Vorwahl: | 06042 | |||||
Übersichtskarte von Orleshausen
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Orleshausen ist ein Stadtteil von Büdingen im hessischen Wetteraukreis. Es liegt drei Kilometer westlich der Kernstadt von Büdingen an der Seemenbachaue.
Geschichte
Ortsgeschichte
Die älteste bekannte urkundliche Erwähnung Orleshausens stammt aus einem Wunderprotokoll für die Heiligsprechung der thüringischen Landgräfin Elisabeth aus dem Herbst 1232. Dort ist der Ortsname als Orleibeshusen belegt.<ref>Huyskens, Quellen zur heiligen Elisabeth, S. 207, Becker, Krankheit und Wunderheilung, S. 231.</ref> Der Ortsname leitet sich vermutlich aus der frühmittelalterlichen fränkischen Besiedlung ab, auf die der Namensbestandteil „-hausen“ hindeutet. Der Personenname „Ortlip“ wird hier mit dem Suffix „hausen“ verbunden. Ortlip überträgt zwischen 750 und 802 Besitz in Düdelsheim<ref>Werner Wagner, Die Dörfer und Städte des 1972 aufgelösten Landkreises Büdingen und die Ersterwähnung jedes einzelnen Ortes. in: Büdinger Geschichtsblätter XXII, 2011, S. 225 ff, S. 238.</ref> an das Kloster Fulda.<ref>Edmund Ernst Stengel, Urkundenbuch Fulda, S. 443, Nr. 355, Vorbemerkung.</ref>
- Hessische Gebietsreform (1970–1977)
Zum 31. Dezember 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Orleshausen im Zuge der Gebietsreform in Hessen auf freiwilliger Basis als Stadtteil in die Stadt Büdingen eingegliedert.<ref name="DEZ71">Gemeindegebietsreform in Hessen; Zusammenschlüssen und Eingliederungen von Gemeinden vom 21. Dezember 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1972 Nr. 3, S. 84, Punkt 93 Abs. 38 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 6,0 MB]).</ref><ref></ref> Für Orleshausen wurde ein Ortsbezirk errichtet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 150 kB) § 3. In: Webauftritt. Stadt Büdingen, abgerufen im Juni 2024.</ref>
Verwaltungsgeschichte im Überblick
Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Orleshausen angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref><ref>Vorlage:BibOCLC</ref>
- vor 1806: Heiliges Römisches Reich, Grafschaft Isenburg-Büdingen, Amt Büdingen
- ab 1806: Fürstentum Isenburg (Rheinbund),<ref group="Anm.">Infolge der Rheinbundakte.</ref> Amt Büdingen
- ab 1813: Generalgouvernement Frankfurt,<ref group="Anm.">Infolge der Befreiungskriege.</ref> Amt Büdingen
- ab 1815: Kaisertum Österreich,<ref group="Anm.">Mediatisierung infolge der Beschlüsse des Wiener Kongresses.</ref> Amt Büdingen
- ab 1816: Großherzogtum Hessen (Souveränitätslande),<ref group="Anm.">Durch Staatsvertrag mit Österreich und dem Königreich Preußen sowie Einigung zwischen Großherzogtum Hessen und Kurhessen.</ref> Provinz Oberhessen, Amt Büdingen<ref name="NLVK" /> (zur Standesherrschaft Isenburg gehörig)
- ab 1822: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Büdingen<ref name="STH-Oberhessen" /><ref group="Anm.">Trennung zwischen Justiz (Landgericht Büdingen) und Verwaltung.</ref>
- ab 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Nidda
- ab 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Büdingen
- ab 1867: Norddeutscher Bund, Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Büdingen
- ab 1871: Deutsches Reich, Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Büdingen
- ab 1918: Deutsches Reich, Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Büdingen
- ab 1938: Deutsches Reich, Volksstaat Hessen, Landkreis Büdingen<ref name=RB1937 /><ref group="Anm.">Im Zuge der Gebietsreform 1938 wurde die Provinz Oberhessen aufgelöst.</ref>
- ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Groß-Hessen,<ref group="Anm.">Infolge des Zweiten Weltkriegs.</ref> Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Büdingen
- ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Büdingen
- ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Büdingen
- ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Wetteraukreis, Stadt Büdingen
Bevölkerung
- Einwohnerstruktur 2011
Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Orleshausen 735 Einwohner. Darunter waren 66 (9,0 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 114 Einwohner unter 18 Jahren, 330 zwischen 18 und 49, 165 zwischen 50 und 64 und 123 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 294 Haushalten. Davon waren 69 Singlehaushalte, 96 Paare ohne Kinder und 102 Paare mit Kindern, sowie 21 Alleinerziehende und 9 Wohngemeinschaften. In 36 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 210 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />
- Einwohnerentwicklung
| Orleshausen: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2022 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1834 | 238 | |||
| 1840 | 282 | |||
| 1846 | 273 | |||
| 1852 | 298 | |||
| 1858 | 297 | |||
| 1864 | 252 | |||
| 1871 | 262 | |||
| 1875 | 254 | |||
| 1885 | 253 | |||
| 1895 | 298 | |||
| 1905 | 316 | |||
| 1910 | 297 | |||
| 1925 | 294 | |||
| 1939 | 298 | |||
| 1946 | 395 | |||
| 1950 | 422 | |||
| 1956 | 389 | |||
| 1961 | 438 | |||
| 1967 | 448 | |||
| 1970 | 454 | |||
| 1980 | ? | |||
| 1990 | 595 | |||
| 2000 | 639 | |||
| 2011 | 735 | |||
| 2014 | 760 | |||
| 2022 | 736 | |||
| Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834 bis 1967. Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Stadt Büdingen;<ref name="EW" /> Zensus 2011<ref name="Z2011E" /> | ||||
- Historische Religionszugehörigkeit
| • 1961: | 352 evangelische (= 80,37 %), 81 katholische (= 18,49 %) Einwohner<ref name="lagis" /> |
Politik
Für Orleshausen besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Orleshausen) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung.<ref name="HS" /> Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 50,68 %. Alle Kandidaten gehörten der „Bürgerliste Orleshausen“ an.<ref>Ortsbeiratswahl Orleshausen. In: Votemanager. Stadt Büdingen, abgerufen im Juni 2024.</ref> Der Ortsbeirat wählte Jutta Savarino zur Ortsvorsteherin.<ref>Ortsbeirat Orleshausen. In: Ratsinfosystem. Stadt Büdingen, abgerufen im Mai 2024.</ref>
Kulturdenkmäler
Siehe: Liste der Kulturdenkmäler in Orleshausen
Literatur
- Hans Georg Ruppel und Karin Müller: Historisches Ortsverzeichnis für das Gebiet des ehem. Großherzogtums und Volksstaats Hessen = Darmstädter Archivschriften 2. Historischer Verein für Hessen, Darmstadt 1976., S. 168–169.
- Baudenkmale in Hessen. Denkmaltopographie Wetteraukreis I, Braunschweig/Wiesbaden, Friedr. Vieweg & Sohn 1982, ISBN 3-528-06231-2, S. 173–174.
- Vorlage:HessBib
Weblinks
- Stadtteil Orleshausen, In: Webauftritt der Stadt Büdingen.
- Orleshausen, Wetteraukreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
Anmerkungen und Einzelnachweise
Anmerkungen <references group="Anm." />
Einzelnachweise <references> <ref name="lagis"> Orleshausen, Wetteraukreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 29. April 2024). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="NLVK"> Neuste Länder und Völkerkunde. Ein geographisches Lesebuch für alle Stände. Kur-Hessen, Hessen-Darmstadt und die freien Städte. Band 22. Weimar 1821, S. 411, 415 (online bei Google BooksSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="STH-Oberhessen"> Georg W. Wagner: Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen: Provinz Oberhessen. Band 3. Carl Wilhelm Leske, Darmstadt 1830, S. 181 ff. (online bei Google BooksSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="RB1937"> Gesetz über die Aufhebung der Provinzen Starkenburg, Oberhessen und Rheinhessen vom 1. April 1937. In: Der Reichsstatthalter in Hessen Sprengler (Hrsg.): Hessisches Regierungsblatt. 1937 Nr. 8, S. 121 ff. (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 11,2 MB]). </ref> <ref name="Z2011E"> Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 48 und 102, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. Juli 2021. </ref> <ref name="EW">2014: Haushaltsplan 2016. Vorbericht: Statistische Angaben. Stadt Büddingen, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen im Juni 2024. </ref> </references>
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