Zum Inhalt springen

Munzingen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 6. März 2026 um 23:23 Uhr durch imported>XenonX3 (Sehenswürdigkeiten: Stil).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Vorlage:Hinweisbaustein

Wappen von Munzingen
Wappen von Munzingen
Wappen von Freiburg im Breisgau
Wappen von Freiburg im Breisgau
Munzingen
Stadtteil mit Ortsverwaltung von Freiburg im Breisgau
Datei:Fr-munzingen.png
Koordinaten 47° 58′ 7″ N, 7° 41′ 59″ OKoordinaten: 47° 58′ 7″ N, 7° 41′ 59″ O
 {{#coordinates:47,968611111111|7,6997222222222|primary
dim=10000 globe= name=Munzingen, Stadtteil mit Ortsverwaltung region=DE-BW type=city
  }}
Höhe 213 m
Fläche 6,77 km²
Einwohner 3016 (1. Jan. 2022)
Bevölkerungsdichte 445 Einwohner/km²
Ausländeranteil 12 %
Eingemeindung 1. Juli 1973
Postleitzahl 79112
Vorwahl 07664
Adresse der
Verwaltung
Ortsverwaltung Munzingen
Romanstraße 3
79112 Freiburg-Munzingen
Website Freiburg-Munzingen
Stadtteilnummer 65 (Bezirk: 650)
Politik
Ortsvorsteher Christian Schildecker

Munzingen ist ein ländlich geprägtes Dorf und seit dem 1. Juli 1973 ein Stadtteil von Freiburg im Breisgau<ref></ref> mit eigener Ortsverwaltung. Wie die anderen Freiburger Tunibergdörfer Waltershofen, Opfingen und Tiengen liegt es am östlichen Rande des Tunibergs und ist die südlichste dieser Ortschaften.

Datei:Munzingen 001.650.jpg
Luftbild Munzingen

Geschichte

Erstmals erwähnt wurde Munzingen im Jahre 845 mit der Namensform "Munzinga". Allerdings weisen Funde aus der Steinzeit (ältester Magdalénien-Fundplatz in Süddeutschland) auf eine schon sehr viel frühere Besiedelung der Gegend hin. Die Endung „-ingen“ im Ortsnamen weist auf eine alemannische Gründung hin. Im Mittelalter gehörte der Ort lange den Herren von Üsenberg, später den Herren von Staufen und dann der Freiburger Familie Snewlin unter habsburgischer Oberhoheit als Teil Vorderösterreichs. Daher wurde in Munzingen auch nicht die Reformation durchgeführt und der Ort blieb katholisch. Seit 1806 ist Munzingen badisch.

Wirtschaft

Der Ort ist überregional als bedeutendes Wein- und Spargelanbaugebiet bekannt. Auf ca. 150 ha tiefgründigem Lößboden der Lage Kapellenberg werden von den Munzinger Winzern, die zum größten Teil dem Winzerverein Munzingen angehören, zu über 60 % Spätburgunder, 25 % Müller-Thurgau und 10 % Weißer Burgunder angebaut. Weitere Spezialitäten sind Gewürztraminer und Muskateller.

Neben dem landwirtschaftlichen Sektor sind in Munzingen auch Unternehmen im Bereich Industrie und Handwerk ansässig.

Als ein Unternehmen im Bereich Industrie ist KNF Neuberger, ein Hersteller von Membranpumpen, erwähnenswert.

Verkehr

Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2023 fährt die neu eingeführte Linie 32 von Munzingen über Tiengen, Opfingen, Waltershofen und Umkirch zur Straßenbahnhaltestelle Paduallee in Lehen. Die Nachtbuslinie N40 verkehrt drei Mal pro Wochenendnacht vom Hauptbahnhof aus über die Paduaallee und Umkirch nach Munzingen. Die Linie 34, die zuvor von der Straßenbahnhaltestelle Munzinger Straße bis zum Eugen-Keidel-Bad verkehrte, wurde über Tiengen bis Munzingen verlängert. Die zum Fahrplanwechsel im Dezember 2022 probeweise eingeführte Schnellbuslinie 37 von Munzingen über Tiengen direkt zum Hauptbahnhof wurde zum Fahrplanwechsel im Dezember 2023 fest übernommen.<ref>Jens Kitzler: Zum Fahrplanwechsel der VAG: Mehr Bus für die Tuniberg-Gemeinden und Gewerbegebiete. In: Badische Zeitung. 4. Dezember 2023, abgerufen am 4. Dezember 2023.</ref>

Seit 2020 besteht in Munzingen eine Probestation des Fahrradverleihsystems Frelo, die im Jahr 2021 dauerhaft eingerichtet wurde.

Munzingen ist über Tiengen und die Freiburger Landstraße mit dem FR 6 und weiter mit der Haid, Haslach und St. Georgen verbunden. Von Munzingen verläuft über Tiengen und Opfingen ein Radweg nach Waltershofen und Umkirch. Über den Tuniberg verläuft der Tuniberghöhenweg nach Merdingen und Gottenheim. Der Radweg der Grünen Straße von Titisee-Neustadt nach Contrexéville in Lothringen verbindet Munzingen mit Niederrimsingen, Gündlingen und Breisach. Der Europäische Radwanderweg von Freiburg nach Colmar und der Breisgau-Radweg von Breisach nach Herbolzheim verlaufen in diesem Abschnitt identisch.

Die nahegelegene Autobahn A 5 wird erreicht über die Anschlussstellen Freiburg-Süd (Richtung Tiengen) oder Bad Krozingen (Richtung Hausen an der Möhlin).

Sehenswürdigkeiten

Persönlichkeiten

Sonstiges

  • Westlich des Dorfes liegt die Golfanlage Munzingen-Tuniberg, ein 18-Loch-Meisterschaftsplatz.


Literatur

  • Franz Xaver Kraus, aus dem Nachlass herausgegeben von Max Wingenroth: Die Kunstdenkmäler der Amtsbezirke Breisach, Emmendingen, Ettenheim, Freiburg (Land), Neustadt, Staufen und Waldkirch (Kreis Freiburg Land) (= Die Kunstdenkmäler des Grossherzogthums Baden Bd. 6, 1). Mohr Siebeck, Tübingen/Leipzig 1904, S. 313–315 (Digitalisat).
  • Alfred Graf von Kageneck: Freiburg-Munzingen. Pfarrkirche, Erentrudiskapelle, Schloß (= Kleine Kunstführer 1126). Schnell & Steiner, München/Zürich 1978.
  • Ulrike Rödling (Bearb.): Munzingen. Ein Dorf im Wandel der Zeit, hrsg. von der Stadt Freiburg, Ortsverwaltung Munzingen. Freiburg-Munzingen 1991.

Weblinks

Commons: Munzingen (Freiburg im Breisgau) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein