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Empfershausen

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Empfershausen
Gemeinde Körle
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(273)&title=Empfershausen 51° 11′ N, 9° 32′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(273) 51° 11′ 3″ N, 9° 32′ 26″ O
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Höhe: 190 m ü. NN
Fläche: 7,07 km²<ref name="lagis" />
Einwohner: 273 (2023)<ref>Allgemeine Informationen. In: Gemeinde Körle - Willkommen auf der Sonnenseite des Fuldatals. Abgerufen am 10. November 2025.</ref>
Bevölkerungsdichte: 39 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Februar 1971
Postleitzahl: 34327
Vorwahl: 05661
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Empfershausen ist Ortsteil der Gemeinde Körle im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis und unterteilt sich in Ober- und Unter-Empfershausen.

Geographie

Empfershausen liegt am Südwestrand der Söhre etwa 2,5 km ostnordöstlich des Körler Kernorts. Es wird vom Fulda-Zufluss Mülmisch durchflossen und befindet sich an der Landesstraße 3228 zwischen Röhrenfurth und Eiterhagen. Östlich der Ortschaft liegt im Wald der Grüne See, und südwestlich überqueren die Züge der Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg die Mülmischtalbrücke.

Geschichte

Datei:Empf1.jpg
Blick auf Unter-Empfershausen mit Mülmischtalbrücke

Die älteste bekannte Erwähnung von Empfershausen erfolgte im Jahr 1303 unter dem Namen „Engelbrecheshusen“ in einer Urkunde der Familie Riedesel zu Eisenbach.<ref name="lagis" /> Bereits 1414 wurde zwischen Ober- und Unter-Empfershausen differenziert, die Verwaltung erfolgte aber gemeinsam. 1575 gab es neun Häuser im Dorf. Das Dorf gehörte zum Unteramt Körle, das wiederum zum Amt Melsungen gehörte. Der Dreißigjährige Krieg hinterließ seine Spuren im Dorf, so dass 1639 kaum Felder bestellt wurden und nur acht Häuser bewohnt waren. 1743 zählte man im Ort 10 Bauernhöfe, 7 Wohnhäuser und 91 Einwohner. Drei Jahre später wurde im Unterdorf ein Friedhof angelegt. Die heutige Kirche wurde im Jahr 1772 erbaut.

1874 wurde Empfershausen dem neu eingerichteten Standesamtsbezirk Körle zugewiesen. 1887 wurden erstmals steinerne Brücken über die durch beide Dorfteile fließende Mülmisch errichtet. 1899 wurde das neue Schulhaus gebaut.

1921 wurde Empfershausen an das Elektrizitätsnetz angeschlossen; bis 1926 blieb es Eigentum der Gemeinde, dann wurde es dem regionalen Stromversorger übertragen. 1924 wurde eine Luftseilbahn für Materialtransporte vom Steinbruch bis zum Werk Körle gebaut. 1926 wurde Empfershausen an den ÖPNV durch die Bahnbuslinie KasselDörnhagenKörleEiterhagen angebunden; die Buslinie wurde 1964 wieder eingestellt. 1929 erfolgte der Anschluss an die regionale Wasserversorgung.

1966 wurde das Dorfgemeinschaftshaus eingeweiht und 1967 wurde die Schule in Empfershausen geschlossen.

Die bis dahin selbstständige Gemeinde Empfershausen wurde zum 1. Februar 1971 im Zuge der Gebietsreform in Hessen auf freiwilliger Basis als Ortsteil der Gemeinde Körle eingegliedert.<ref>Gemeindegebietsreform: Zusammenschlüssen und Eingliederungen von Gemeinden vom 20. Januar 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 6, S. 248, Punkt 328, Abs. 44 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 6,2 MB]).</ref><ref name="Destatis" /> Für Empfershausen wurde ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.<ref>Ortsbeiräte. In: Webauftritt. Gemeinde Körle, abgerufen im Oktober 2020.</ref>

Im Jahr 2000 wurde das Dorfgemeinschaftshaus nach umfangreicher Renovierung wiedereröffnet. Im selben Jahr wurde nach mehrjähriger Bauzeit der gesamte Ortsteil Empfershausen an die Körler Kläranlage angeschlossen, womit die Zeit von Grundstücksklärgruben endete.

2003 wurde eine Erweiterung des Feuerwehrhauses fertiggestellt.

2018 ist Körle auch über einen neuen Radweg im Tal der Mülmisch erreichbar.

2023 wird am neuen Wanderparkplatz an der L3228 unter der Mülmischtalbrücke eine große Informationstafel am Körler Steig aufgestellt.<ref>Neue Tafeln für den Körler Steig. In: Webauftritt. Gemeinde Körle, 16. Januar 2023, abgerufen im Oktober 2020.</ref>

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Empfershausen 276 Einwohner. Darunter waren 3 (1,1 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 51 Einwohner unter 18 Jahren, 111 zwischen 18 und 49, 66 zwischen 36 und 64 und 48 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 117 Haushalten. Davon waren 27 Singlehaushalte, 42 Paare ohne Kinder und 36 Paare mit Kindern, sowie 9 Alleinerziehende und 6 Wohngemeinschaften. In 21 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 81 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />

Einwohnerentwicklung

  • 1585: 9 Haushaltungen<ref name="lagis" />
  • 1747: 16 Haushaltungen<ref name="lagis" />
Empfershausen: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2023
Jahr  Einwohner
1834
  
202
1840
  
212
1846
  
229
1852
  
229
1858
  
192
1864
  
186
1871
  
183
1875
  
197
1885
  
199
1895
  
181
1905
  
180
1910
  
215
1925
  
228
1939
  
236
1946
  
420
1950
  
410
1956
  
316
1961
  
288
1967
  
263
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
?
2010
  
?
2011
  
276
2023
  
274
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: Zensus 2011<ref name="Z2011E" />

Historische Religionszugehörigkeit

• 1885: 198 evangelische (= 99,50 %), ein katholischer (= 0,50 %) Einwohner<ref name="lagis" />
• 1961: 250 evangelische (= 86,81 %), 38 katholische (= 13,19 %) Einwohner<ref name="lagis" />

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="lagis">Empfershausen, Schwalm-Eder-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 5. Mai 2020). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="Destatis"> </ref> <ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,0 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 36 und 92, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 5. Dezember 2020;.</ref> </references>

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