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Nautae

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Die Nautae (Plural zu lateinisch nauta, m., davon abgeleitet im fachsprachlichen Französisch nautes<ref>In Reiseführern fälschlich auch im deutschen Sprachraum verwendet: Cathrin Rummel: Michelin – Der grüne Reiseführer: Rhônetal, Ardèche, Lyon. Travel-House-Media, München 2008, S. 56 (Google BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.); Joost Ouendag: Flusskreuzfahrten in Frankreich unterwegs auf Seine, Rhône und Saône. Trescher, Berlin 2011, S. 293 (Google BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.); Rainer Eisenschmid, Hilke Maunder, Madeleine Reincke: Baedeker Reiseführer Paris. Baedeker, Ostfildern 2013, S. 271.</ref>) waren im Römischen Reich die Flussschiffer. Das Wort nauta entspricht dem griechischen Ναύτης („Seemann“, „Matrose“). Die Nautae gehörten zu den Navicularii und waren in Collegia (Berufsvereinen) organisiert.

Inschriftlich belegt sind etwa die

Die Nautae in Lutetia (Nautae Parisiaci)

Von den Schiffern von Lutetia ist ein aufwendiges Weihemonument zu Ehren des Jupiters, der Pfeiler der Nautae Parisiaci, auch Pilier des nautes genannt, erhalten, der 1710 unter der Kathedrale Notre-Dame gefunden wurde und sich heute im Musée national du Moyen Âge befindet.

Datei:CLUNY-Maquette pilier nautes 2.JPG
Das Modell des Pfeilers der Nautae Parisiaci

Dieses in der Zeit des Tiberius (14–37 n. Chr.) errichtete Monument zeigt die Bilder zahlreicher römischer und keltischer Gottheiten.

Literatur

  • Édouard-Philippe Engelhardt: La Tribu des bateliers de Strasbourg et les collèges de nautes gallo romains. In: Revue alsacienne Oktober 1887 (auch separat Paris 1887).
  • Wilhelm Liebenam: Zur Geschichte und Organisation des römischen Vereinswesens. Leipzig 1890, S. 81ff.
  • Jean Pierre Waltzing: Étude historique sur les corporations professionnelles chez les Romains. Bd. 4, Löwen 1900, S. 100ff.
  • Wim Broekaert: De Romeinse navicularii: een onderzoek naar de sociale, economische en juridische positie van de reders in de Keizertijd. Dissertation Universität Ghent 2005, S. 23–29 (Volltext).
  • Wim Broekaert: Navicularii et negotiantes. A prosopographical study of Roman merchants and shippers (= Pharos 28). Verlag Marie Leidorf, Rahden 2013, ISBN 978-3-86757-256-9.

Einzelnachweise

<references />