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Irsingen (Gerolfingen)

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Irsingen
Gemeinde Gerolfingen
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(102)&title=Irsingen 49° 2′ N, 10° 30′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(102) 49° 2′ 24″ N, 10° 29′ 56″ O
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Höhe: 470 (460–475) m ü. NHN
Fläche: 2,78 km²<ref name="Gemarkung"/>
Einwohner: 102 (2016)<ref name="Einwohner">Allianz Hesselberg Limes Integriertes ländliche Entwicklungskonzept (ILEK). (PDF; 12,3 MB) S. 31, abgerufen am 16. September 2022.</ref>
Bevölkerungsdichte: 37 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 91726
Vorwahl: 09854
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Irsingen (fränkisch: Ihsching) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Gerolfingen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Irsingen hat eine Fläche von 2,783 km². Sie ist in 283 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 9835,23 m² haben.<ref name="Gemarkung">Gemarkung Irsingen (093669). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 25. September 2024.</ref> Die Sportanlagen von Aufkirchen liegen in der Gemarkung Irsingen.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 6. Oktober 2024.</ref>

Geografie

Das Dorf ist unmittelbar von Acker- und Grünland umgeben. Im Nordwesten wird die Flur Lohfeld genannt. Etwas weiter nordwestlich befindet sich der Römerpark Ruffenhofen. Unmittelbar östlich des Ortes entspringt der Schagertsgraben, ein rechter Zufluss der Wörnitz. Eine Gemeindeverbindungsstraße verläuft nach Frankenhofen (1,7 km südwestlich) bzw. an Aufkirchen vorbei nach Gerolfingen zur Staatsstraße 2218 (2 km nordöstlich). Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße verläuft zur Kreisstraße AN 47 bei Himmerstall (1,7 km südlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 3. August 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>

Geschichte

Wahrscheinlich fand eine erste Besiedelung zur Zeit der Alemannen statt. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahre 1053 als „Ursingen“,<ref>A. Gebeßler: Stadt und Landkreis Dinkelsbühl, S. 158.</ref> womit es der älteste Gemeindeteil der Gemeinde Gerolfingen ist.<ref>http://www.gerolfingen.de/index.php?n=Kultur.GeschichteIrsingen</ref>

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Irsingen 25 Anwesen und ein Gemeindehirtenhaus. Die Fraisch war umstritten. Sie wurde sowohl vom ansbachischen Oberamt Wassertrüdingen als auch vom oettingen-spielbergischen Oberamt Aufkirchen beansprucht. Die Reichsstadt Dinkelsbühl wollte sie auf ihren Gütern geltend machen. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft war strittig zwischen dem Kastenamt Wassertrüdingen und dem Oberamt Aufkirchen. Grundherren waren

  • Brandenburg-Ansbach (Verwalteramt Auhausen: 1 Söldengütlein; Kastenamt Wassertrüdingen: 1 Gütlein, 1 Haus; Bürgermeister und Rat Wassertrüdingen: 1 Hofgut, 1 Lehengut),
  • Oettingen-Spielberg (Oberamt Aufkirchen: 2 Sölden, 2 Halbhäuser),
  • Herzogtum Württemberg (Oberamt Weiltingen: 9 Anwesen),
  • Reichsstadt Dinkelsbühl (Katholische Kirchenpflege: 1 Gut; Ratsamtspflege: 1 Gut; Reichalmosenpflege: 1 halbes Hofgut, 2 Viertelhofgüter)
  • Deutscher Orden (Obervogteiamt Oettingen: 1 Sölde),
  • Freieigen: 1 Gütlein.<ref name="N431">T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 431f.</ref><ref>Johann Bernhard Fischer: Irsingen. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 381 (Digitalisat). (= J. K. Bundschuh, Bd. 3, Sp. 35). Hiernach gab es 22 Untertansfamilien, von denen 6 ansbachische Ämter als Grundherrn hatten.</ref>

Infolge des Gemeindeedikts wurde Irsingen 1809 dem Steuerdistrikt und der Ruralgemeinde Aufkirchen zugeordnet.<ref>T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 535.</ref> Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Irsingen.<ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 77 (Digitalisat).</ref> Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Mediatuntergericht Aufkirchen zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Oettingen (1850 bis 1919 Rentamt Wassertrüdingen, 1919 in Finanzamt Wassertrüdingen umbenannt, 1932–1973 Finanzamt Gunzenhausen, seit 1973 Finanzamt Ansbach). Die Verwaltung und Gerichtsbarkeit ging 1819 auf das Herrschaftsgericht Oettingen diesseits der Wörnitz über, von 1820 bis 1848 war das Herrschaftsgericht Mönchsroth zuständig, das 1848 in eine Gerichts- und Polizeibehörde umgewandelt wurde, die 1850 erlosch. Ab 1850 lag die Gerichtsbarkeit beim Landgericht Wassertrüdingen (1879 in das Amtsgericht Wassertrüdingen umgewandelt), von 1956 bis 1970 war das Amtsgericht Gunzenhausen zuständig und von 1970 bis 1973 das Amtsgericht Dinkelsbühl, das seit 1973 eine Zweigstelle des Amtsgerichtes Ansbach ist. Die Verwaltung übernahm 1862 das neu geschaffene Bezirksamt Dinkelsbühl (1938 in Landkreis Dinkelsbühl umbenannt). Mit der Auflösung des Landkreises Dinkelsbühl im Jahr 1972 kam Irsingen an den Landkreis Ansbach.<ref>T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 565f.</ref> Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 2,777 km².<ref name="OV 1961"/> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Januar 1972 nach Gerolfingen eingemeindet.<ref> </ref><ref>Gerolfingen > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 21. April 2025.</ref>

Baudenkmäler

In Irsingen gibt es ein Baudenkmal:<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Gerolfingen (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>

  • Haus Nr. 11: Ehemaliges Gasthaus, zweigeschossiger massiver Putzbau mit steilem Satteldach, bez. 1837.

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Bodendenkmäler

In der Gemarkung Irsingen gibt es vier Bodendenkmäler:<ref name="Denkmalliste"/>

  • Schanzenanlage vor- und frühgeschichtlicher Zeitstellung, Freilandstation des Mesolithikums.
  • Siedlung des Frühmittelalters.
  • Siedlung der Bronze- und Urnenfelderzeit.
  • Siedlung vor- und frühgeschichtlicher oder mittelalterlicher Zeitstellung.

Einwohnerentwicklung

Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970 1987 2006 2016
Einwohner 126 134 140 139 135 129 123 131 135 135 132 134 126 127 136 146 138 128 123 214 205 199 130 117 117 109<templatestyles src="FN/styles.css" /> * 102<templatestyles src="FN/styles.css" /> *
Häuser<ref>Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude.</ref> 26 26 24 28 28 27 29 30 29
Quelle <ref>Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, OCLC 1071656043, S. 45 (Digitalisat).</ref> <ref name="HGV">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 168, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> <ref name="HGV"/> <ref name="HGV"/> <ref>Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 1004, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> <ref>

Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 157 (Digitalisat). </ref> || <ref>Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1171, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1879</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1882</ref> || <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1103 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1892</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1168 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1911</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1206 (Digitalisat). </ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="HGV"/> || <ref name="HGV"/> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1037 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 762 (Digitalisat).</ref> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 169 (Digitalisat).</ref> || <ref>Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 327 (Digitalisat).</ref> || <ref name="Einwohner"/> || <ref name="Einwohner"/>

<templatestyles src="FN/styles.css" />
* 
inklusive Nebenwohnsitzen

Religion

Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Johannis (Aufkirchen) gepfarrt.<ref name="N431"/> Die Katholiken sind nach Mariä Himmelfahrt (Hirschbrunn) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>

Kultur

Sehenswürdigkeiten

Vereine und Veranstaltungen

  • Die Freiwillige Feuerwehr Irsingen besteht seit 1898 und betreibt ihre Jugendfeuerwehr.
  • Zu den alljährlichen Festen und Veranstaltungen des Dorfes gehören die Anfertigung und das Aufstellen des Maibaums sowie der Weihnachtsmarkt und das Starkbierfest.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

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