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Christine Eichel

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Christine Eichel (* 15. Oktober 1959 in Buer, Niedersachsen) ist eine deutsche Journalistin und Schriftstellerin.

Leben

Eichel wuchs in einem Pfarrhaus auf<ref>Christine Eichel: Das deutsche Pfarrhaus. Hort des Geistes und der Macht, Quadriga-Verlag Köln 2012, hinterer Klappentext</ref> und studierte in Hamburg Philosophie, Literatur- und Musikwissenschaften. Sie wurde 1989 mit einer Arbeit zu Theodor W. Adorno promoviert. Ihre Dissertation erschien 1993 unter dem Titel "Vom Ermatten der Avantgarde zur Vernetzung der Künste"<ref>Vom Ermatten der Avantgarde zur Vernetzung der Künste. Abgerufen am 14. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> im Suhrkamp Verlag.

Eichel war in der Folgezeit als Autorin, Regisseurin und Moderatorin unter anderem für den NDR, den WDR, Arte und das ZDF tätig. Sie realisierte filmische Porträts über Persönlichkeiten wie Hans Magnus Enzensberger, Neil Postman, Vivienne Westwood<ref>Harald Keller: Sonntag. In: Die Tageszeitung: taz. 26. November 1994, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 14. April 2025]).</ref> und Friedrich Hollaender. Von 1994 bis 2002 moderierte sie beim NDR die Talksendung "Ohne Wenn und Amen" und im Jahr 2001 die SFB-Hörfunksendung „Klassik Plus“<ref name=":0">Christine Eichel - Autorenlexikon. Abgerufen am 14. April 2025.</ref>.

1998 veröffentlichte sie ihren ersten Roman „Gefecht in fünf Gängen“<ref>Christine Eichel. Abgerufen am 14. April 2025.</ref>, der 2001 als Theaterstück am Badischen Staatstheater Karlsruhe uraufgeführt wurde. Von 2001 bis 2004 war sie Gastprofessorin am Institut für Theorie und Praxis der Kommunikation an der Universität der Künste Berlin<ref name=":0" />. Ab 2004 leitete sie das Ressort „Salon“ des politischen Monatsmagazins Cicero. Unter ihrer Leitung erschien dort 2006 ein Beitrag von Eva Herman, der eine öffentliche Debatte über traditionelle Rollenbilder von Frauen auslöste und in Zusammenhang mit Hermans später veröffentlichtem Buch „Das Eva-Prinzip“ stand<ref>- Die Emanzipation – ein Irrtum? | Cicero Online. Abgerufen am 14. April 2025.</ref>.

Im Mai 2010 übernahm Eichel die Leitung des Kulturressorts des Nachrichtenmagazins Focus in München. Sie verließ die Redaktion im September 2011<ref>Biografie von Christine Eichel</ref>.

Von 2007 bis 2021 war Eichel Mitglied der Jury des Kairos-Preises der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.<ref>ARCult Media GmbH: Kulturpreise.de : Europäischer Burghauser Nachwuchs-Jazzpreis. Abgerufen am 14. April 2025.</ref> und von 2008 bis 2016 Mitglied des Kulturfonds-Kuratoriums des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands<ref>Aike Jürgesmann: Warum die Deutschen so gerne Prozessieren. In: Deutsche Sparkassenzeitung. Yumpu, 10. Juni 2011, abgerufen am 14. April 2025.</ref>. Von 2014 bis 2017 war sie zudem im Stiftungsrat der Via Collegiata Christiana tätig, einer ökumenischen Stiftung mit Sitz in Erfurt<ref>Collegiat Erfurt - Stiftungsrat. Abgerufen am 14. April 2025.</ref>.

2019 erschien ihre Biografie "Der empfindsame Titan" über Ludwig van Beethoven. 2024 folgte eine Biografie über Clara Schumann mit dem Titel "Clara – Künstlerin, Karrierefrau, Working Mom"<ref name=":1">Konstantin Sakkas: Rose aus Stahl: Clara Schumanns Leben in einer neuen Biografie von Christine Eichel. In: Neue Zürcher Zeitung. 8. November 2024, ISSN 0376-6829 (nzz.ch [abgerufen am 14. April 2025]).</ref>. Konstantin Sakkas deutete in der Neuen Zürcher Zeitung Eichels Einordnung Schumanns als "Frau, die hart zu sich selbst und zu ihrem Umfeld sein musste, es aber auch wollte" als kritischen "Wink auch an den Nachkriegsfeminismus"<ref>Konstantin Sakkas: Rose aus Stahl: Clara Schumanns Leben in einer neuen Biografie von Christine Eichel. In: Neue Zürcher Zeitung. 8. November 2024, ISSN 0376-6829 (nzz.ch [abgerufen am 14. April 2025]).</ref>.

Eichel lebt in Berlin und hat einen Sohn.<ref name=":1" />

Publikationen

  • 2024: Clara – Künstlerin, Karrierefrau, Working Mom. Clara Schumanns kämpferisches Leben. Siedler, Berlin 2024, ISBN 978-3-8275-0174-5.
  • 2020: Der Corona-Effekt: Zwischen Shutdown und Neubeginn. Was wir jetzt über uns lernen können. HarperCollins, Hamburg 2020, ISBN 978-3-7499-0093-0.
  • 2019: Der empfindsame Titan. Ludwig van Beethoven im Spiegel seiner wichtigsten Werke. Karl Blessing Verlag München ISBN 978-3-89667-624-5.
  • 2016: Der Rache süßer Atem. Roman, Aufbau Verlag, Berlin ISBN 978-3-352-00667-8.
  • 2015: Deutschland, Lutherland. Warum uns die Reformation bis heute prägt. Sachbuch, Karl Blessing Verlag München, ISBN 978-3-89667-527-9.
  • 2014: Deutschland, deine Lehrer. Warum sich die Zukunft unserer Kinder im Klassenzimmer entscheidet. Sachbuch, Karl Blessing Verlag München ISBN 978-3-89667-516-3.
  • 2013: Die Mülldesignerin. Wie Katell Gélebart die Welt verändert. Sachbuch, Pendo Verlag, Starnberg ISBN 978-3-943416-02-2.
  • 2012: Das deutsche Pfarrhaus. Hort des Geistes und der Macht. Quadriga Verlag, Köln, ISBN 978-3-86995-040-2.
  • 2008: Von Bücherlust und Leseglück, Herausgeberin zusammen mit Jürgen Busche, Knesebeck Verlag München, ISBN 978-3-89660-558-0.
  • 2007: Die Liebespflicht. Zwischen alten Eltern und kleinen Kindern. Sachbuch, Pendo Verlag ISBN 978-3-86612-110-2.
  • 2006: Das Eva-Prinzip. Für eine neue Weiblichkeit, Sachbuch, mit Eva Herman, Pendo Verlag, Starnberg, ISBN 3-86612-105-9.
  • 2004: Im Netz. Roman. Hoffmann und Campe Verlag Hamburg ISBN 3-455-01741-X.
  • 2002: Es liegt mir auf der Zunge. Geschichten mit Geschmack. Anthologie, Herausgeberin, Goldmann Verlag München ISBN 3-442-45133-7.
  • 2002: Der Salon. Roman mit Gerhard Meir, Hoffmann und Campe Verlag Hamburg ISBN 3-455-01740-1.
  • 2000: Schwindel, Roman, Kiepenheuer & Witsch Verlag Köln ISBN 3-462-03103-1.
  • 1998: Gefecht in fünf Gängen. Roman, Kiepenheuer & Witsch Verlag Köln ISBN 3-462-02681-X.
  • 1993: Vom Ermatten der Avantgarde zur Vernetzung der Künste. Perspektiven einer interdisziplinären Ästhetik im Spätwerk Th. W. Adornos (zugleich Dissertation Hamburg 1989), Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main ISBN 3-518-58138-4.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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