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GPC Biotech

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GPC Biotech AG

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | GPC biotech Logo.svg
Rechtsform AG
Gründung 1997
Sitz Martinsried, Deutschland
Leitung Bernd R. Seizinger (Vorstandsvorsitzender)
Mitarbeiterzahl 114 (2008)
Umsatz 23 Mio. EUR (2006)
Branche Biotechnologie
Datei:Heidelberg - Im Neuenheimer Feld 515-002.JPG
Im Neuenheimer Feld 515 – registrierter Sitz in Heidelberg

GPC Biotech war ein Biotechnologie-Unternehmen, das in der Erforschung und Entwicklung von Medikamenten gegen Krebs tätig war. Am 5. November 2009 wurde das Unternehmen von der Agennix AG übernommen. Am 23. Mai 2013 gab Agennix die Liquidation der Gesellschaft bekannt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Agennix wird liquidiert. (Memento vom 12. Mai 2014 im Internet Archive) transkript.de; abgerufen am 21. August 2013.</ref>

Geschichte

GPC Biotech war an der Deutschen Börse in Frankfurt am Main notiert, seit März 2003 im TecDAX 30.<ref>Die Unternehmen im neuen Tecdax. In: NZZ, 13. Februar 2003.</ref> Am 27. Dezember 2007 schied die Aktie von GPC Biotech aus dem TecDax aus.<ref>Zurück auf Anfang. In: Financial Times Deutschland, 3. November 2011.</ref> In den USA war die Aktie im NASDAQ Health Care Index gelistet.

Das Unternehmen schloss 2005 für Europa und einige andere Länder eine Partnerschaft in der Medikamentenentwicklung, Vermarktung und im Vertrieb mit der Pharmion Corporation ab.<ref>GPC kooperiert mit Pharmion. In: FAZ, 21. Dezember 2005.</ref> Es entwickelte unter anderem Satraplatin, ein Mittel zur oralen Chemotherapie (insbesondere in Kombination mit Präparaten anderer Unternehmen) bei bereits hormonresistentem Prostatakrebs. US-amerikanischer Entwicklungs- und Lizenzpartner war seit 19. Dezember 2005 Spectrum Pharmaceuticals. Mit diesem Unternehmen war 2007 ein Schiedsgerichtsverfahren anhängig.<ref>GPC Biotech siegt vor Gericht. In: Handelsblatt, 7. November 2007.</ref>

Der Satraplatin-Zulassungsantrag für Europa war für 2007 geplant. Nach einer negativen Beurteilung des Medikaments durch die US-Gesundheitsbehörde FDA fiel die Aktie am 20. Juli 2007 um 34 Prozent, und am 31. Oktober 2007 stürzte der Kurs um über 60 % ab, da das genannte Mittel Satraplatin wichtige Forschungsziele verfehlt hatte.<ref>Krebsmittel von GPC steht vor dem Aus. In: Handelsblatt, vom 1. November 2007.</ref>

Die GPC Biotech AG fusionierte 2009 mit der amerikanischen Firma Agennix.<ref>Aktionäre segnen „Agennix“ ab. In: Börsen-Zeitung, 25. Juni 2009.</ref>

Struktur

Der Hauptsitz des Unternehmens war Martinsried/Planegg bei München. Standorte der US-amerikanischen Tochtergesellschaft GPC Biotech Inc. waren Waltham/Boston (Massachusetts, Ende 2007 geschlossen) und Princeton (New Jersey).<ref>Hoffnungsträger enttäsucht. In: Handelsblatt, 15. November 2007.</ref> Vorstandsvorsitzender von GPC Biotech war seit 1998 Bernd R. Seizinger, Aufsichtsratsvorsitzender war Jürgen Drews.

Die Familie des SAP-Gründers Dietmar Hopp hielt (über Zwischengesellschaften) größere Aktienanteile.<ref>Rein in Biotech, raus aus Biotech. In: Süddeutsche Zeitung, 8. Mai 2008.</ref> Ende September 2006 veräußerte der bis dahin zweitgrößte Aktionär Altana nach dem Abstoß seiner Pharmasparte auch die seit 2001 gehaltene 7,1 % Beteiligung bei GPC Biotech an Goldman Sachs.<ref>Altana verkauft Anteil an GPC Biotech. In: FAZ, 28. September 2006.</ref>

Literatur

  • Sebastian Ramspeck, Michaela Schießl: „Das ist kein Todesurteil“. In: Der Spiegel. Nr. 31, 2007, S. 70–71 (online).

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 49° 25′ 16,7″ N, 8° 40′ 28,2″ O

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