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Equord

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Equord
Gemeinde Hohenhameln
Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben!
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(844)&title=Equord 52° 18′ N, 10° 7′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(844) 52° 17′ 34″ N, 10° 6′ 59″ O
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Höhe: 71 m ü. NHN
Einwohner: 844 (31. Dez. 2024)<ref>Hohenhameln in Zahlen. In: Webauftritt. Gemeinde Lüsche, abgerufen im September 2025.</ref>
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 31249
Vorwahl: 05128
Lage von Equord in Niedersachsen

Equord [<templatestyles src="IPA/styles.css" />ʔeːkwɔrt] ist ein Ortsteil der Gemeinde Hohenhameln im Landkreis Peine in Niedersachsen, an der L 413 etwa auf halbem Wege nach Peine gelegen.

Geschichte

Equord wurde erstmals im Jahre 1179 urkundlich erwähnt. Heute (2023) zählt der Ort 825 Einwohner.<ref name=Einwohnerzahl></ref> Im Dorf liegt das Rittergut Equord, das ursprünglich der Familie von Saldern gehörte. Hans Adam von Hammerstein (1571/79–1653) heiratete in erster Ehe Elisabeth von Salder zu Equord und übernahm deren Familienbesitz. Später wurde sein Sohn aus zweiter Ehe, der Großvogt von Celle, Georg Christoph von Hammerstein (1624–1687), Herr auf Equord. Er begann – inspiriert durch eine Italienreise – mit dem Bau der Kirche St. Marcus als Gutskapelle mit Familiengruft im Stil einer barocken italienischen Kuppelkirche. 1710 vollendete sein Sohn, Generalleutnant Alexander von Hammerstein († 1720), den Bau. Im 20. Jahrhundert verkaufte die Familie Hammerstein ihren Besitz. Im Dezember 2016 wurde das Gutshaus an Rolf Neumann aus Lehrte verkauft, das Gutsland erwarb der Rethmarer Gutsbesitzer Ludwig Block-Grupe.

Equord wurde am 1. März 1974 in die Gemeinde Hohenhameln eingegliedert.<ref></ref>

Erklärung des Ortsnamens

Alte Bezeichnungen des Ortes sind 1179 Eiquarde, 1196 Ekwarde, 1360 Ecwarde, 1458 Equerde, 1403 Equorde, 1325 Ekquorde, 1356 Ekworde, 1500 Eqworde, 1445 Eckworde, 1571 Eickword und 1852 Equor. Die Entwicklung des Namens lässt erkennen, dass aus Ekward zunächst Ekword und dann Equord geworden ist. Equord setzt sich aus den Bestandteilen „ek“ für „Eiche“ und „worth“ zusammen. Der Bestandteil „worth“ gehört zu mittelniederdeutsch „wurt, wort“, altsächsisch „wurdh“ für „Boden“, altenglisch „wordh“ für „Straße vor einem Haus“.<ref>Jürgen Udolph (Recherche): Der „Ortsnamenforscher“. In: Internetseite NDR 1 Niedersachsen. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 3. Dezember 2016; abgerufen am 2. August 2019.</ref>

Politik

Ortsrat

<templatestyles src="Wahldiagramm/styles.css" />

Ortsratswahl 2021
Wahlbeteiligung: 65,08 %
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
62,2 %
32,5 %
5,3 %

Der Ortsrat, der Equord vertritt, setzt sich aus sieben Mitgliedern zusammen. Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt.

Bei der Kommunalwahl 2021 ergab sich folgende Sitzverteilung:<ref>Ergebnis Ortsratswahl 2021. Abgerufen am 13. Juli 2022.</ref>

Ortsrat 2021
   
Insgesamt 7 Sitze

Ortsbürgermeister

Ortsbürgermeister ist Peter Goor (SPD).

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Datei:Equord Kirche 04.jpg
Die Markuskirche, genannt der „Kleine Petersdom“ von Equord

Bauwerke

Die St.-Markus-Kirche in Equord heißt im Volksmund „Kleiner Petersdom“ (etwa 16fach verkleinert). Das trifft jedoch nur sehr allgemein auf den italienischen Charakter der barocken Kuppelkirche zu. Zum 1. April 1949 wurde die ursprünglich eigenständige Gutsparochie Equord durch Verfügung des Landeskirchenamts Hannover aufgelöst und der Bereich in die Kirchengemeinde Mehrum eingepfarrt.<ref>Kirchliches Amtsblatt für die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers 7/1950, S. 29</ref>

Equorder Carnevals Club von 1973

Nach seiner Gründung konnte der Equorder Carnevals Club von 1973 im Jahre 1998 sein 25-jähriges Bestehen feiern.<ref>Michael Schröder: Feiert in diesem Jahr 25jähriges Bestehen: Equorder Carnevals Club von 1973. In: Peiner Allgemeine Zeitung (Hrsg.): Peiner Heimatkalender 28 (1998). Druckhaus A. Schlaeger GmbH & Co. KG, Peine, 1998, S. 89–91.</ref>

Wirtschaft und Infrastruktur

Unternehmen

Im Jahre 1877 entstand in Equord eine Zuckerrübenfabrik, die im Jahr 1965 nicht mehr existierte.<ref>Lehrerarbeitsgemeinschaft für Heimatkunde: Hundert Jahre Zuckerindustrie im Landkreis Peine. In: Landkreis Peine (Hrsg.): Landkreis Peine. Ein Heimatbuch. Georg Westermann, Druckerei und Kartographische Anstalt Braunschweig, 1965, S. 57.</ref>

Im Jahre 1965 gab es im Ort die Fabrik Beton- und Monierbau AG, welche Stahlbetonfertigteile für den Industriebau und Großtafeln für den Hochbau produzierte,<ref>Lehrerarbeitsgemeinschaft für Heimatkunde: Fertighäuser aus der Fabrik. und Moderne Fabriken und Betriebe. Industriebetriebe (Stand 1963). In: Landkreis Peine (Hrsg.): Landkreis Peine. Ein Heimatbuch. Georg Westermann, Druckerei und Kartographische Anstalt Braunschweig, 1965, S. 78 u. 97.</ref> deren Beschäftigtenzahl im Jahre 1963 bei 180 Personen lag<ref>Lehrerarbeitsgemeinschaft für Heimatkunde: Moderne Fabriken und Betriebe. Industriebetriebe (Stand 1963). In: Landkreis Peine (Hrsg.): Landkreis Peine. Ein Heimatbuch. Georg Westermann, Druckerei und Kartographische Anstalt Braunschweig, 1965, S. 97.</ref> und welche vermutlich ab 1956 in Equord ansässig war.<ref>Beton-Monierbau AG Niederlassung Braunschweig, Equord. Niedersächsisches Landesarchiv: NLA HA Nds.362 Hildesheim Acc. 47/80 Nr. 29.</ref>

Verkehr

Straßen und Brücken

Die Hämelerwalder Straße ist die Hauptstraße des Ortes. Von Norden kommend überquert sie kurz nach der Lindenstraße die Burgdorfer Aue.

Bus

Im Ort verkehrt eine Buslinie des ÖPNV.

Friedhof

Im Norden von Equord, an der Lindenstraße gelegen, befindet sich der Friedhof des Ortes.

Literatur

  • Theo Gensrich: Nach vielseitiger Thätigkeit durstender Geist: Angehörige des Geschlechtes derer von Hammerstein-Equord wirkten in den bedeutendsten Amtsverhältnissen. In: Peiner Allgemeine Zeitung (Hrsg.): Peiner Heimatkalender 16 (1986). Druckhaus A. Schlaeger GmbH & Co. KG, Peine, 1986, S. 43–46.
  • Annette von Boetticher: Equord und die Hammersteins. Mehr als 300 Jahre lang befand sich das Gut Equord im Besitz der Familie. In: Peiner Allgemeine Zeitung (Hrsg.): Peiner Heimatkalender 28 (1998). Druckhaus A. Schlaeger GmbH & Co. KG, Peine, 1998, S. 49–57.

Weblinks

Commons: Equord – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name=Einwohnerzahl>Gemeinde Hohenhameln: Hohenhameln in Zahlen. Abgerufen am 30. August 2024.</ref> </references>

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