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Hagneckkanal

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Hagneckkanal
Datei:Aare canals.jpg
Karte des Gebietes nach dem Bau des Kanals

Karte des Gebietes nach dem Bau des Kanals

Daten
Gewässerkennzahl CH: 37
Lage Schweizer Mittelland

SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Schweiz

Flusssystem Rhein
Abfluss über Aare → Rhein → Nordsee
Beginn bei Aarberg
47° 2′ 9″ N, 7° 16′ 23″ O
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Quellhöhe ca. 451 m ü. M.<ref name="mapgeoadmin1">Ursprung auf dem Geoserver der Schweizer Bundesverwaltung.</ref>
Mündung bei Hagneck in den BielerseeKoordinaten: 47° 3′ 43″ N, 7° 10′ 38″ O; CH1903: 580143 / 212364
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Mündungshöhe 429 m ü. M.<ref name="mapgeoadmin2">Mündung auf dem Geoserver der Schweizer Bundesverwaltung.</ref>
Höhenunterschied ca. 22 m
Sohlgefälle ca. 2,8 ‰
Länge 8 km
Linke Nebenflüsse Unterwasserkanal
Gemeinden Aarberg, Bargen, Walperswil, Täuffelen, Hagneck
Datei:Hagneckkanal bei Hagneck.JPG
Kanal bei der Einmündung in den Bielersee (Oberwasser der Staustufe Hagneck)

Kanal bei der Einmündung in den Bielersee (Oberwasser der Staustufe Hagneck)

Der Hagneckkanal ist eine acht Kilometer lange Verbindung zwischen der Aare bei Aarberg und dem Bielersee in der Schweiz.

Durch ihn wird die Aare in den Bielersee, der als Auffangbecken für das mitgeführte Geschiebe dient, geleitet. Der Bielersee und die mit ihm zusammenhängenden beiden anderen Jurarandseen (Murtensee und Neuenburgersee) wirken dadurch auch ausgleichend auf von der Aare geführtes Hochwasser. Das Aarewasser fliesst zusammen mit dem des Bielersees durch den Nidau-Büren-Kanal zurück in das alte Bett bei Büren. Der alte Verlauf der Aare zwischen Aarberg und Büren wird als Alte Aare bezeichnet.

Der Kanal wurde als Teil der ersten Juragewässerkorrektion zwischen 1875 und 1878 gebaut. Die Idee und die Planung des Kanals stammten von dem Bündner Ingenieur Richard La Nicca. Das erste Wasser floss am 16. August 1878 in den Bielersee.

Am Anfang des Kanals steht das 1963 errichtete Wasserkraftwerk Aarberg, auf halbem Weg zum Bielersee mündet von links der Kallnach-Kanal ein, der das Unterwasser des 1913 in Betrieb genommenen Wasserkraftwerks Kallnach führt. Bei der Mündung des Hagneckkanals in den Bielersee wurde 1900 das Wasserkraftwerk Hagneck errichtet, welches die neun Meter Höhenunterschied zur Stromerzeugung nutzt. 2015 wurde das neue Kraftwerk (Hagneck 2) eröffnet mit einer Steigerung der Stromproduktion von 35 %. Gleichzeitig mit dem Bau der neuen Wehranlage wurde das ganze Mündungsgebiet renaturiert und 2017 vom Landschaftsschutz Schweiz als Landschaft des Jahres ausgezeichnet.<ref>Landschaft des Jahres 2017: Energieinfrastrukturlandschaft am Aare-Hagneck-Kanal. Stiftung Landschaftsschutz Schweiz, Bern 2017 (sl-fp.ch [PDF; abgerufen am 2. April 2022]).</ref>

Der Kanal wurde ohne Maschinen ausgehoben. Dabei war insbesondere der Durchstich beim Seerücken mit einer Tiefe von 34 Metern sehr arbeitsintensiv. Dabei wurden auch Teile eines älteren Stollens aus der Römerzeit freigelegt, dessen Überreste durch den Bau zerstört wurden. Dieser 180 Meter lange Tunnel wurde für die Entwässerung des Grossen Mooses benutzt.<ref>Illustrierte Geschichte der Schweiz. Band 1, S. 99.</ref>

Das Aushubvolumen des Kanals betrug 3,8 Millionen Kubikmeter. Davon wurden aber nur 1,6 Millionen Kubikmeter maschinell ausgehoben und für die Uferdämme verwendet. Das restliche Volumen wurde in den folgenden Jahren durch das Aarewasser abgeschwemmt und im Bielersee abgelagert.

Weblinks

Commons: Hagneckkanal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />