Lara Dickenmann
| Lara Dickenmann | ||
| Datei:Lara Dickenmann 20180328 02.jpg Lara Dickenmann (2018)
| ||
| Personalia | ||
|---|---|---|
| Geburtstag | 27. November 1985 | |
| Geburtsort | Kriens, Schweiz | |
| Grösse | 165 cm | |
| Position | Mittelfeld | |
| Juniorinnen | ||
| Jahre | Station | |
| 1993–2000 | SC Kriens | |
| 2000–2004 | DFC Sursee | |
| 2004–2008 | Ohio State Buckeyes | |
| Frauen | ||
| Jahre | Station | Spiele (Tore)1 |
| 2006 | New Jersey Wildcats | 8 (8) |
| 2007 | Jersey Sky Blue | 11 (18) |
| 2008–2009 | FC Zürich Frauen | |
| 2009–2015 | Olympique Lyon | 116 (56) |
| 2015–2021 | VfL Wolfsburg | 81 (12) |
| Nationalmannschaft | ||
| Jahre | Auswahl | Spiele (Tore)2 |
| 2002–2003 | Schweiz U18 | 3 (0) |
| 2002–2004 | Schweiz U19 | 18 (7) |
| 2002–2018 | Schweiz | 135 (53) |
| 1 Angegeben sind nur Ligaspiele. Stand: Karriereende 2 Stand: Karriereende | ||
Lara Dickenmann (* 27. November 1985 in Kriens) ist eine ehemalige Schweizer Fussballspielerin, die zuletzt beim VfL Wolfsburg in der Frauen-Bundesliga aktiv war. Für die Schweizer Nationalmannschaft war sie eine Zeit lang Rekordnationalspielerin und -torschützin.<ref>Frauen A-Team: Wichtiger Sieg gegen Schottland. In: football.ch. 5. April 2018, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. April 2018; abgerufen am 4. Januar 2026.</ref>
Jugend
Schon in Kinderzeiten gehörte Fussball zu ihren Lieblingsbeschäftigungen. Im Alter von sechs Jahren entdeckte sie ihre Passion dafür. Besuche im Schwimmtraining und im Ballett gab sie auf. Bald nahm ein Juniorenobmann sie in die Mannschaft ihres Bruders auf. Mit 14 Jahren wurde Lara Dickenmann in die Frauenmannschaft des FC Sursee aufgenommen, spielte aber weiterhin mit und gegen Jungenmannschaften.
Profikarriere
Ihr erstes Länderspiel für die Schweizer Fussballnationalmannschaft bestritt Dickenmann am 14. August 2002 beim 2:1 gegen Frankreich und konnte dabei durch ihr erstes Länderspieltor die Führung der Französinnen ausgleichen.<ref>Telegramm A-Team Länderspiel - 14.08.2002 - Centre Technique, Clairefontaine, Frankreich Frankreich 1:2 (1:1) Schweiz. In: football.ch. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 4. Januar 2026.</ref>
Am 20. Mai 2010 spielte sie mit Olympique Lyon gegen Turbine Potsdam im Champions-League-Finale der Frauen. Dabei unterlag sie mit ihrem Club im Elfmeterschiessen.
Am 26. Mai 2011 trafen beide Vereine im Champions-League-Finale der Frauen in London erneut aufeinander. Dieses Mal gewann Dickenmann mit Lyon und erzielte dabei kurz vor Spielschluss den Treffer zum 2:0-Endstand.
Nachdem sie in der Saison 2011/12 bereits im Halbfinale der Champions League mit Lyon gegen Turbine Potsdam gewonnen hatte, wurde sie auch beim Finale am 17. Mai 2012 im Münchner Olympiastadion gegen den 1. FFC Frankfurt (2:0) eingesetzt.
Am 7. April 2015 teilte der VfL Wolfsburg mit, dass Dickenmann gemeinsam mit ihrer Teamkollegin Élise Bussaglia ab dem 1. Juli dessen Frauenmannschaft verstärken werde.<ref>Doppelverpflichtung. In: vfl-wolfsburg.de. 7. April 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. April 2015; abgerufen am 7. April 2015.</ref>
Im Sechzehntelfinalrückspiel der UEFA Women’s Champions League 2015/16 erzielte sie am 14. Oktober 2015 beim 4:0 gegen ŽFK Spartak Subotica ihr erstes Champions-League-Tor für Wolfsburg.
Lara Dickenmann nahm mit der Frauen-Nationalmannschaft der Schweiz an der Weltmeisterschaft 2015 in Kanada teil. Dabei machte sie am 9. August 2015 gegen Titelverteidiger Japan ihr 100. Länderspiel. Sie erreichte mit ihrer Mannschaft das Achtelfinale, schied dort aber gegen Gastgeber Kanada aus.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Kanada - Achtelfinale Kanada-Schweiz. ( vom 31. Januar 2016 im Internet Archive) In: de.fifa.com, 21. Juni 2015. Abgerufen am 31. Januar 2016.</ref> Durch das Achtelfinalaus verpassten die Schweizerinnen auch die erstmalige Qualifikation für die Olympischen Spiele 2016 und konnten dies auch beim Qualifikationsturnier im März 2016 nicht nachholen.
Am 27. Oktober 2015 wurde sie vor dem EM-Qualifikationsspiel gegen Georgien zusammen mit Caroline Abbé und Martina Moser von der UEFA für 100 Länderspiele geehrt.<ref>First women receive 100-cap awards. In: uefa.com, 1. Oktober 2016.</ref>
Im Juni 2016 qualifizierte sie sich mit ihrer Mannschaft erstmals für eine EM-Endrunde, die 2017 in den Niederlanden stattfand.
Am 7. August 2019 gab sie ihren Rücktritt aus der Schweizer Nationalmannschaft bekannt. Sie war zu diesem Zeitpunkt Rekordnationalspielerin und Rekordtorschützin.
Im Februar 2021 kündigte Dickenmann ihr Karriereende nach der Saison 2020/21 an.<ref>Im Sommer ist Schluss: Lara Dickenmann vom VfL Wolfsburg beendet ihre Karriere. In: sportbuzzer.de. RND, 25. Februar 2021, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 17. Mai 2021; abgerufen am 26. Februar 2021.</ref> Ihr letztes Spiel bestritt sie am 6. Juni 2021 beim 8:0-Sieg gegen Werder Bremen.
Managerlaufbahn
Dickenmann war von 2021 bis 2024 „General Manager Frauenfussball“ beim Grasshopper Club Zürich.<ref>GC Frauenfussball. In: gcfrauenfussball.ch. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 30. Dezember 2021; abgerufen am 4. Januar 2026.</ref> Auf Ende Saison 2023/24 trat sie von ihrem Amt zurück, «aufgrund unterschiedlicher Auffassungen» über die Führung des Projekts GC Frauenfussball.<ref>Schweizer Fussball-News - Dickenmann nicht länger General Managerin bei GC. In: srf.ch, 7. Mai 2024, abgerufen am 7. Mai 2024.</ref> Die NZZ stellte ihren Abgang in den Zusammenhang mit dem Einfluss, den Erich Vogel, der frühere GC-Sportchef und Berater eines GC-Investors, auf das Frauenteam ausgeübt habe.<ref>Christine Steffen: GC-Frauen: Was hat Erich Vogel mit Dickenmann-Abgang zu tun? In: Neue Zürcher Zeitung. 10. Mai 2024, ISSN 0376-6829 (nzz.ch [abgerufen am 10. Mai 2024]).</ref>
Erfolge
DFC Sursee:
- Schweizer Meisterschaft: 2002, 2003 und 2004
FC Zürich Frauen:
- Schweizer Meisterschaft: 2008, 2009
Olympique Lyon:
- Französische Meisterschaft: 2010, 2011, 2012, 2013, 2014 und 2015
- UEFA Women’s Champions League: 2011 und 2012
VFL Wolfsburg:
Auszeichnungen
- Freshman of the Year (bester Neuling): 2004
- Beste Schweizer Fussballspielerin: 2004, 2011, 2012, 2013, 2014, 2016, 2017, 2018 (Rekord)
Privates
Während der Qualifikation für die EM 2003 entdeckten amerikanische Scouts ihr fussballerisches Talent. Mehrere Universitäten boten Stipendien an, von denen sich Dickenmann für die Ohio State University in Columbus entschied. Sie studierte Wirtschaft und besitzt neben diesem Abschluss auch einen Master in General Management.<ref>Christine Steffen: Verantwortung war Lara Dickenmann noch nie zu schwer. In: nzz.ch. 15. Mai 2021, abgerufen am 4. Januar 2026.</ref>
Im Jahr 2018 outete sie sich in der Dokumentation Lara Dickenmann liebt Fussball und Frauen als lesbisch.<ref>Die andere Seite der Lara Dickenmann. In: SRF. 10. September 2018, abgerufen am 25. Februar 2021.</ref> Seit Dezember 2019 ist sie mit ihrer ehemaligen Teamkollegin Anna Blässe verheiratet.<ref>VfLerin Blässe beklagt Stagnation im Frauenfußball: „Nur wir und die Bayern halten international mit.“ In: RND. 7. Juli 2020, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 2. Mai 2021; abgerufen am 25. Februar 2021.</ref>
Literatur
- Lara Dickenmann. In: Jeannine Borer, Corinne Rufli, Marianne Meier, Monika Hofmann, Seraina Degen: Vorbild und Voruteil. Lesbische Spitzensportlerinnen erzählen. Hier Und Jetzt, 2020, ISBN 978-3-03919-502-2. S. 39–45
Weblinks
- Vorlage:Fussballnationalmannschaft-Frauen
- NZZ-Artikel
- Podcast-Interview auf 'The Heidi Hauer Podcast'
Einzelnachweise
<references />
<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />
Vorlage:Klappleiste/Anfang 1998: Spinner | 1999: Lehmann | 2000: Mettler | 2001: Berz | 2002: Di Fonzo | 2003: Steinegger | 2004: Dickenmann | 2005: Brunner | 2006: Bürki | 2007: Brunner | 2008: Keller | 2009: Bachmann | 2010: Abbé | 2011: Dickenmann | 2012: Dickenmann | 2013: Dickenmann | 2014: Dickenmann | 2015: Bachmann | 2016: Dickenmann | 2017: Dickenmann | 2018: Dickenmann | 2019: Bachmann
Credit Suisse/UBS Female National Player:
2021: Wälti |
2022: Bachmann |
2023: Wälti |
2024: Reuteler |
2025: Reuteler
Credit Suisse/AXA Women’s Super League Player:
2021: Maendly |
2022: Humm |
2023: Piubel |
2024: Luyet |
2025: Beney
Vorlage:Klappleiste/Ende
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Dickenmann, Lara |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Fußballspielerin |
| GEBURTSDATUM | 27. November 1985 |
| GEBURTSORT | Kriens |
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Fußballnationalspieler (Schweiz)
- Fußballspieler (New Jersey Wildcats)
- Fußballspieler (FC Zürich)
- Fußballspieler (Olympique Lyon)
- Fußballspieler (VfL Wolfsburg)
- Schweizer Meister (Fussball)
- Französischer Meister (Fußball)
- Teilnehmer an einer Fußball-Weltmeisterschaft (Schweiz)
- Schweizer
- Geboren 1985
- Frau