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Ireen Sheer

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Datei:2018-09-09 ZDF Fernsehgarten Ireen Sheer-8241.jpg
Ireen Sheer (2018)

Ireen Sheer (* 25. Februar 1949 in Romford, Greater London; bürgerlich Ireen Wooldridge) ist eine deutsch-britische<ref name="Schlagerradio">Ireen Sheer bekommt endlich deutschen Pass! In: schlager.radio. 27. Juli 2020, abgerufen am 3. November 2021.</ref> Schlagersängerin.

Karriere

Ireen Sheer ist die Tochter eines englischen Vaters († 2017) und einer deutschen Mutter († 2009).<ref>Extratipp: Tod der Mutter</ref> Ihre Eltern hatten sich kennengelernt, als ihr Vater als Soldat in Deutschland stationiert war.<ref name="Mehr-als-60-Jahre-auf-der-Musikbuehne">Ireen Sheer: Abschiedsalbum nach 60 Jahren auf der Bühne. NDR, 6. August 2022, abgerufen am 20. November 2022.</ref> Ireen wuchs zweisprachig auf; ihre Jugend verbrachte sie in Billericay, Essex, England, wo sie auch zur Schule ging.

Sie wurde 1961 bei einem Talentwettbewerb entdeckt, bei dem sie It’s Now or Never sang<ref name="Mehr-als-60-Jahre-auf-der-Musikbuehne"/>. Sie absolvierte parallel zu ihrem Erfolg eine Banklehre. In den 1960er Jahren arbeitete sie zunächst mit Pop-Gruppen wie Family Dogg zusammen.

Ab 1970 widmete sie sich ihrer Solo-Karriere, zunächst mit englischen Aufnahmen. Da sie zweisprachig aufgewachsen war, erkannte Polydor die Möglichkeit, den englischen Hit Hey Pleasure Man in der Fassung von Oh Holiday im deutschsprachigen Sprachraum zu vermarkten. Neben der Single Goodbye Mama, die 1973 in den Top-5 der deutschen Charts gelistet war, hatte sie noch drei weitere Hits in den offiziellen Charts. Zudem waren vier ihrer Alben zwischen 2005 und 2022 in den Charts. Viele ihrer Singles konnten sich in diversen Radio-Schlagerparaden platzieren und waren in den Airplay-Charts.

In ihrer inzwischen 50-jährigen Karriere hat sie über 20 Alben und über 110 Singles veröffentlicht.

Neben ihren Soloaufnahmen sang Sheer Duette mit ihrem damaligen Ehemann Gavin du Porter sowie mit Bernhard Brink, Gilbert Bécaud und Cliff Richard.

Im Dezember 2017 nahm Sheer an dem Projekt Schlagerstars für Kinder teil und sang mit der Gruppe den Weihnachtstitel Auf einmal (Weihnachtsschlager) ein. Der Schlager wurde im Dezember veröffentlicht, die Einnahmen kommen Kindern in Not zugute. Der Song wurde 2018 neu aufgenommen und zu Weihnachten wieder veröffentlicht<ref>SCHLAGERSTARS FÜR KINDER (b). Abgerufen am 5. Dezember 2018.</ref>.

Am 27. November 2021 kündigte Sheer in der ARD-Sendung Das Adventsfest der 100.000 Lichter für das Jahr 2023 ihren Abschied an, teilte jedoch mit, noch einige Konzerte geben zu wollen.<ref>Ireen Sheer verkündet Karriere-Ende beim „Adventsfest der 100.000 Lichter“. In: mdr.de. 27. November 2021, abgerufen am 28. November 2021.</ref> Dies bestätigte sie bei der Abendsendung von Bares für Rares am 20. Dezember 2022, in der sie einen Tischaufsatz für wohltätige Zwecke verkaufte, auf Nachfrage von Horst Lichter erneut.

Film und Fernsehen

Nach ihrem Durchbruch mit Goodbye Mama drehte Sheer im Sommer 1973 zusammen mit ihrem Kollegen Chris Roberts den Film Wenn jeder Tag ein Sonntag wär, eine Mischung aus Musikfilm und Verwechslungskomödie. Weitere Darsteller waren unter anderem Peter Weck, Lotte Ledl und Georg Thomalla. Der Film lief am 19. Oktober 1973 in den deutschen Kinos an.

Als Sängerin war und ist Sheer Gast in vielen deutschsprachigen TV-Musiksendungen. Zwischen den 1970er und den 1990er Jahren trat sie häufig in der ZDF-Hitparade auf.

1990 wurde Sheer bei Verstehen Sie Spass mit versteckter Kamera damit konfrontiert, dass eine Nachwuchssängerin – verkörpert durch Paola Felix –, die vor ihr auftrat, die Lieder ihres Repertoires sang.<ref>"Wir sind ja getestet" – So lief die Jubiläumsausgabe von "Verstehen Sie Spaß?", auf web.de</ref>

Sheer ist eine der wenigen Schlagersängerinnen, die auch in großen Fernsehshows des Privatfernsehens auftraten, so zum Beispiel 2007 in der Sendung Die ultimative Chartshow auf RTL. Am 4. Mai 2024 trat sie als „Mysterium“ bei The Masked Singer auf. Hauptsächlich konzentrierten sich ihre Auftritte aber auf das öffentlich-rechtliche Fernsehen.

Teilnahmen Eurovision Song Contest und Vorentscheidungen

1974 nahm sie für Luxemburg am Eurovision Song Contest teil. Ihr Titel Bye Bye, I Love You erreichte Platz vier. Vier Jahre später sang sie für Deutschland. Ihr Titel Feuer erreichte Platz sechs.<ref>German national final 1978, auf natfinals.50webs.com, abgerufen am 7. Februar 2022</ref> 1985 sang Sheer danach mit Margo, Franck Olivier, Chris Roberts, Diane Solomon und Malcolm Roberts erneut für Luxemburg. Ihr Titel Children, Kinder, Enfants erreichte Platz 13.

Sie nahm zwei weitere Male an deutschen Vorentscheidungen teil: 1976 mit Einmal Wasser, einmal Wein und 2002 mit Es ist niemals zu spät, zusammen mit Bernhard Brink, konnte sich aber nicht qualifizieren.

Jahr Titel Land Sprache Platz

Vorentscheidung

Platz

ESC

Deutsche

Charts

1974 Ireen Sheer Bye Bye, I Love You Luxemburg Französisch direkt nominiert 4
1976 Ireen Sheer Einmal Wasser, einmal Wein Deutschland Deutsch 8
1978 Ireen Sheer Feuer Deutschland Deutsch 1 6 39
1985 Margo, Franck Olivier, Diane Solomon,
Ireen Sheer, Malcolm & Chris Roberts
Children, Kinder, enfants Luxemburg Französisch direkt nominiert 13
2002 Ireen Sheer & Bernhard Brink Es ist niemals zu spät Deutschland Deutsch 7

Leben

Sheer lebt seit 1973 in Deutschland.<ref>Manuela Hrdlicka: Ireen Sheer wartet auf ihren Brexit</ref> Sie war 24 Jahre mit Gavin du Porter verheiratet; das Paar trennte sich im Jahr 2000. Seit September 2016 lebt Ireen Sheer mit ihrem Manager Klaus-Jürgen Kahl zusammen in Berlin-Wilmersdorf.<ref>Sängerin Ireen Sheer: „Auf der Bühne lebe ich nach wie vor auf“, Berliner Zeitung vom 24. Februar 2020, abgerufen am 7. Februar 2022</ref> Zuvor waren die beiden 15 Jahre lang in Ellmau ansässig gewesen; sie heirateten im August 2010 (den Hochzeitssegen spendete Pfarrer Jürgen Fliege). Zeitweise lebte sie in Unna-Billmerich und in Waldeck am Edersee.<ref>Pressemitteilung des Kreises Unna, abgerufen am 16. Mai 2014</ref> 2014 erschien im Gerhard-Hess-Verlag ihre Biographie Jetzt oder nie, in der sie sich auch kritisch über ihre Ehe mit Gavin du Porter äußerte. Im Juni 2019 beantragte sie beim Berliner Bezirksamt die deutsche Staatsangehörigkeit.<ref>Manuela Hrdlicka: Ireen Sheer wartet auf ihren Brexit</ref> Im Juli 2020 erfolgte die offizielle Einbürgerung.<ref name="Schlagerradio" />

Diskografie

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Filmografie

  • 1973: Wenn jeder Tag ein Sonntag wär
  • 1974: Peter Alexander präsentiert Spezialitäten (Fernsehshow, eine Folge)
  • 1974: The Tommy Cooper Hour (Fernsehshow, eine Folge)
  • 1979: Flotte Formen – Kesse Kurven (Fernsehfilm)
  • 1981: Musikladen extra (Fernsehshow)
  • 2011: Schlagerparty (Fernsehshow)
  • 2011: Schlagernacht (Fernsehshow)

Auszeichnungen

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Navigationsleiste Interpreten beim Eurovision Song Contest 1985Vorlage:Navigationsleiste Interpreten beim Eurovision Song Contest 1974Vorlage:Klappleiste/Anfang

1956: Walter Andreas Schwarz; Freddy Quinn | 1957: Margot Hielscher | 1958: Margot Hielscher | 1959: Alice und Ellen Kessler | 1960: Wyn Hoop | 1961: Lale Andersen | 1962: Conny Froboess | 1963: Heidi Brühl | 1964: Nora Nova | 1965: Ulla Wiesner | 1966: Margot Eskens | 1967: Inge Brück | 1968: Wencke Myhre | 1969: Siw Malmkvist | 1970: Katja Ebstein | 1971: Katja Ebstein | 1972: Mary Roos | 1973: Gitte | 1974: Cindy & Bert | 1975: Joy Fleming | 1976: The Les Humphries Singers | 1977: Silver Convention | 1978: Ireen Sheer | 1979: Dschinghis Khan | 1980: Katja Ebstein | 1981: Lena Valaitis | 1982: Nicole | 1983: Hoffmann & Hoffmann | 1984: Mary Roos | 1985: Wind | 1986: Ingrid Peters | 1987: Wind | 1988: Maxi & Chris Garden | 1989: Nino de Angelo | 1990: Chris Kempers & Daniel Kovac | 1991: Atlantis 2000 | 1992: Wind | 1993: Münchener Freiheit | 1994: Mekado | 1995: Stone & Stone || 1997: Bianca Shomburg | 1998: Guildo Horn | 1999: Sürpriz | 2000: Stefan Raab | 2001: Michelle | 2002: Corinna May | 2003: Lou | 2004: Max Mutzke | 2005: Gracia | 2006: Texas Lightning | 2007: Roger Cicero | 2008: No Angels | 2009: Alex Swings Oscar Sings! | 2010: Lena | 2011: Lena | 2012: Roman Lob | 2013: Cascada | 2014: Elaiza | 2015: Ann Sophie | 2016: Jamie-Lee | 2017: Levina | 2018: Michael Schulte | 2019: S!sters | 2020: Ben Dolic | 2021: Jendrik | 2022: Malik Harris | 2023: Lord of the Lost | 2024: Isaak | 2025: Abor & Tynna | 2026: Sarah Engels

Konnte sich nicht qualifizieren:
1996: Leon

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