Felsen-Baldrian
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| Felsen-Baldrian | ||||||||||||
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| Datei:Valeriana saxatilis 2006.06.27 11.17.58-p6270149.jpg
Felsen-Baldrian (Valeriana saxatilis) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Valeriana saxatilis | ||||||||||||
| L. |
Der Felsen-Baldrian (Valeriana saxatilis) ist eine Pflanzen-Art aus der Unterfamilie der Baldriangewächse (Valerianoideae), die in den Kalkgebieten der Ostalpen vorkommt.
Beschreibung
Es handelt sich um mehrjährige Kräuter (Hemikryptophyt). Die meist lediglich im Bereich des Blütenstandes verzweigten Stängel werden 5 bis 30 cm hoch.
Die ungeteilten Grundblätter sind breit oval bis spatelförmig. Oft sind neben der Mittelrippe zwei weitere Seitenrippen erkennbar, die bogenförmig nach vorne laufen. Im Gegensatz zum ähnlichen Berg-Baldrian gibt es höchstens ein Paar Stängelblätter. Diese sind viel kleiner als die Grundblätter und von der Form her linealisch.
Die 1–2 mm langen, meist weißen, manchmal leicht rosa gefärbten Blüten stehen in Rispen. Diese sind weniger reichblütig und nicht so deutlich schirmförmig wie bei den meisten anderen Baldrian-Arten. Oft stehen beispielsweise die untersten Seitenzweige deutlich vom Rest des Blütenstandes ab.
Die Blütezeit liegt zwischen Juni und Juli.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 24.<ref name="Oberdorfer2001" />
Verbreitung und Standortansprüche
Die Art wächst in subalpinen bis alpinen Kalkfelsspalten. Sie ist in Mitteleuropa eine Charakterart des Potentilletum caulescentis, kommt aber auch im Caricion davallianae vor.<ref name="Oberdorfer2001" /> In den Allgäuer Alpen steigt sie bis über 2000 Meter auf.<ref name="Dörr-Lippert" />
Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich von der Ostschweiz über die östlichen Kalkalpen nach Südosten über die Kalkgebirge Jugoslawiens bis nach Albanien. Es umfasst Deutschland, Italien, Österreich, Liechtenstein, die Schweiz, Slowenien, Kroatien, Montenegro, Serbien, Albanien und Rumänien.<ref name="Euro+Med" /> Ein isoliertes Vorkommen befindet sich in den Apuanischen Alpen.
Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt & al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2 (mäßig trocken), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 5 (basisch), Temperaturzahl T = 2+ (unter-subalpin und ober-montan), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 3 (subozeanisch bis subkontinental).<ref name="InfoFlora" />
Taxonomie und Systematik
Der Felsen-Baldrian wurde 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum Band 1 Seite 33 als Valeriana saxatilis erstbeschrieben.
Man kann zwei Unterarten unterscheiden:<ref name="Euro+Med" />
- Valeriana saxatilis <templatestyles src="Person/styles.css" />L. subsp. saxatilis
- Valeriana saxatilis subsp. pancicii <templatestyles src="Person/styles.css" />(Halácsy & Bald.) Ockendon (Syn.: Valeriana pancicii <templatestyles src="Person/styles.css" />Halácsy & Bald.): Sie kommt in Serbien, Montenegro und Albanien vor.<ref name="Euro+Med" />
Literatur
- Henning Haeupler, Thomas Muer: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands (= Die Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Band 2). Herausgegeben vom Bundesamt für Naturschutz. Ulmer, Stuttgart 2000, ISBN 3-8001-3364-4.
- Werner Rothmaler: Exkursionsflora für die Gebiete der DDR und der BRD. Band 2: Gefäßpflanzen, 14. Auflage. Volk und Wissen, Berlin 1988, ISBN 3-060-12539-2.
Einzelnachweise
<references> <ref name="Oberdorfer2001"> </ref> <ref name="Dörr-Lippert">Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 2, IHW, Eching 2004, ISBN 3-930167-61-1, S. 537.</ref> <ref name="Euro+Med">E. von Raab-Straube & T. Henning (2017+): Valerianaceae. – In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Datenblatt Valerianaceae</ref> <ref name="InfoFlora"> Valeriana saxatilis L. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> </references>
Weblinks
- Felsen-Baldrian. auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum
- Felsen-Baldrian. In: BiolFlor, der Datenbank biologisch-ökologischer Merkmale der Flora von Deutschland.
- Vorlage:BIB
- Thomas Meyer: Baldrian Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben)
- Flora von Österreich – Valeriana saxatilis
- Swiss Webflora – Artenindex.