Geißblattgewächse
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| Geißblattgewächse | ||||||||||||
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| Datei:Illustration Lonicera caprifolium0.jpg
Wohlriechendes Geißblatt | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Caprifoliaceae | ||||||||||||
| Juss. |
Die Geißblattgewächse (Caprifoliaceae, aus lateinisch caprifolium („Geißblatt“ für Gartengeißblatt und andere Lonicera-Arten),<ref>Otto Beßler: Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart. Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 168 („Caprifolium – geyßbladt ... liceos“).</ref> von capra = die Ziege und folium = das Blatt) sind eine Pflanzenfamilie in der Ordnung der Kardenartigen (Dipsacales).
Systematik
Molekulargenetische Untersuchungen in der Ordnung der Kardenartigen (Dipsacales) führten seit etwa 1998 dazu, dass die Grenzen der Familien dieser Ordnung verschoben wurden. Sie wurde in mehrere kleine Familien aufgeteilt und umgegliedert; dann wurden die vielen kleinen Familien zu einer großen Familie der Caprifoliaceae s. l. zusammengefasst. Nach APG III<ref name="APGIII" /> wurden in die Caprifoliaceae die früher als eigenständige Familien geführten Familien Diervillaceae, Dipsacaceae, Linnaeaceae, Morinaceae und Valerianaceae eingegliedert. Dagegen gehen andere Arbeiten, beispielsweise die Arbeitsgruppe um Charles C. Bell, Department of Biological Sciences, University of New Orleans,<ref name="bell" /> die Flora of China 2011 und viele andere mehr davon aus, dass es sich bei fast allen um eigenständige Familien handelt. Es wird noch kontrovers darüber diskutiert.
Zur Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae) gehören im erweiterten Umfang eine alleinstehende Gattung und sechs Unterfamilien mit etwa 40 Gattungen:<ref name="GRIN" />
- incertae sedis:
- Triplostegia <templatestyles src="Person/styles.css" />Wall. ex DC. wird als alleinstehendes Schwesterntaxon der Kardengewächse und der Baldriangewächse geführt:<ref name="pyk2003" /> Die zwei Arten sind im südöstlichen Asien und östlichen Malesien weitverbreitet. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Indien und Nepal nordwärts bis Gansu, südwärts bis Malaysia sowie ostwärts bis Taiwan. Beide Arten kommen in China vor.<ref name="FoC" />
- Unterfamilie Caprifolioideae:
- Heptacodium Rehder: Sie enthält nur eine Art:
- Heptacodium miconioides <templatestyles src="Person/styles.css" />Rehder: Es ist ein Endemit der chinesischen Provinz Hubei.<ref name="FoC" />
- Leycesteria <templatestyles src="Person/styles.css" />Wall.: Die etwa fünf Arten sind vom Himalaja bis ins südwestliche China (vier Arten) beheimatet verbreitet.<ref name="FoC" />
- Heckenkirschen, auch Geißblatt genannt (Lonicera <templatestyles src="Person/styles.css" />L.): Die etwa 180 Arten sind auf der Nordhalbkugel in Eurasien, Nordafrika sowie in Nordamerika weitverbreitet. In China kommen 57 Arten vor, davon 23 nur dort.<ref name="FoC" />
- Triosteum <templatestyles src="Person/styles.css" />L.: Von den etwa sechs Arten sind drei in Ostasien (drei Arten in China) und drei im östlichen Nordamerika verbreitet.<ref name="FoC" /> Darunter:
- Triosteum perfoliatum <templatestyles src="Person/styles.css" />L.: Kanada und südöstliche bis östliche Vereinigte Staaten.
- Schneebeeren (Symphoricarpos <templatestyles src="Person/styles.css" />Duhamel): Die etwa 15 Arten sind hauptsächlich von Nordamerika bis Mexiko verbreitet. Eine Art ist in China heimisch.<ref name="FoC" />
- Heptacodium Rehder: Sie enthält nur eine Art:
- Unterfamilie Diervilloideae: Die nur zwei Gattungen mit etwa 16 Arten besitzen ein disjunktes Gesamtareal: zum einen das östliche Asien, zum anderen die südöstlichen USA.<ref name="FoC" /> (Zu den Gattungen siehe Unterfamilien-Artikel)
- Unterfamilie Linnaeoideae: Die sieben Gattungen mit etwa 19 Arten besitzen eine weite Verbreitungsgebiet auf der Nordhalbkugel umfasst Nordamerika, Mexiko, Europa und in Asien Russland, Kirgisistan, Usbekistan, Afghanistan, Nepal, Pakistan, Indien, China, Korea sowie Japan.<ref name="FoC" /> (Zu den Gattungen siehe Unterfamilien-Artikel)
- Unterfamilie Morinoideae <templatestyles src="Person/styles.css" />Burnett: Sie enthält nur zwei (oder drei) Gattungen mit etwa zwölf Arten:
- Acanthocalyx <templatestyles src="Person/styles.css" />(DC.) Tiegh.: Die etwa zwei Arten gedeihen im Himalaya und im Hengduan-Gebirge. Beide Arten kommen in China vor.
- Kardendisteln (Morina <templatestyles src="Person/styles.css" />L., Syn.: Cryptothladia <templatestyles src="Person/styles.css" />(Bunge) M.J.Cannon, Asaphes <templatestyles src="Person/styles.css" />Sprengel non <templatestyles src="Person/styles.css" />DC.): Die etwa zehn Arten sind vom Balkan über Zentralasien bis zum östlichen Himalaya verbreitet. In China gibt es acht Arten, vier davon nur dort.<ref name="FoC" /> Ein Beispiel ist:
- Langblättrige Kardendistel (Morina longifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />Wall. ex DC.): Sie gedeiht in der Himalaya-Region.
- Unterfamilie Kardengewächse (Dipsacoideae <templatestyles src="Person/styles.css" />Eaton, Syn.: Dipsacaceae <templatestyles src="Person/styles.css" />Juss.): Die früher 11, seit 2013 14 Gattungen mit etwa 290 Arten sind von den gemäßigten bis subtropischen Zonen Eurasiens und Afrikas sowie im tropischen und südlichen Afrika beheimatet. Verbreitungsschwerpunkt ist der Mittelmeerraum und Kleinasien.<ref name="FoC" /> (Zu den Gattungen siehe Unterfamilien-Artikel)
- Unterfamilie Baldriangewächse (Valerianoideae <templatestyles src="Person/styles.css" />Raf., Syn.: Valerianaceae <templatestyles src="Person/styles.css" />Batsch, Valerianeae <templatestyles src="Person/styles.css" />Dumort.): Die etwa acht Gattungen mit etwa 350 Arten gedeihen in den gemäßigten Gebieten der Nordhalbkugel und in den höheren Lagen und vielfach montane Regionen der Anden. Im tropischen Afrika, auf Madagaskar, in Südostasien und Australien fehlen sie völlig.<ref name="FoC" /> (Zu den Gattungen siehe Unterfamilien-Artikel)
Quellen
- Eintrag zur Familie der Caprifoliaceae. In: Angiosperm Phylogeny Website - Online. Abgerufen am 1. Februar 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Abschnitt Beschreibung, Systematik und Verbreitung).
- Qiner Yang, Sven Landrein, Joanna Osborne & Renata Borosova: Caprifoliaceae In Caprifoliaceae, Qiner Yang, Fred R. Barrie & Charles D. Bell S. 615: Diervillaceae, Qiner Yang & Sven Landrein S. 642: Linaceae, Deyuan Hong, Liming Ma & Fred R. Barrie S. 654: Dipsacaceae, Deyuan Hong & Fred R. Barrie S. 649: Morinaceae und Deyuan Hong, Fred R. Barrie & Charles D. Bell Deyuan Hong, Liming Ma & Fred R. Barrie S. 661 Valerianaceae (textgleich online wie gedrucktes Werk, Abschnitt Beschreibung, Systematik und Verbreitung)
Einzelnachweise
<references> <ref name="FoC"> Qiner Yang, Sven Landrein, Joanna Osborne & Renata Borosova: Caprifoliaceae In Caprifoliaceae, Qiner Yang, Fred R. Barrie & Charles D. Bell S. 615: Diervillaceae, Qiner Yang & Sven Landrein S. 642: Linaceae, Deyuan Hong, Liming Ma & Fred R. Barrie S. 654: Dipsacaceae, Deyuan Hong & Fred R. Barrie S. 649: Morinaceae und Deyuan Hong, Fred R. Barrie & Charles D. Bell Deyuan Hong, Liming Ma & Fred R. Barrie S. 661 Valerianaceae (textgleich online wie gedrucktes Werk) </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="APGIII"> </ref> <ref name="bell"> Charles D. Bell: the Bell Plant Evolution & Phylogenetics Lab. Abgerufen am 31. Januar 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="pyk2003"> </ref> </references>
Weblinks
- Charles D. Bell: Dipsacales. In: Tree of Life Projekt. Abgerufen am 31. Januar 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Eintrag von Caprifoliaceae mit den Kladen in der Version vom 31. Juli 2004).