Bayern-Takt
Der Bayern-Takt beschreibt ein System von Zugverbindungen im Nahverkehr in Bayern und Teilen Baden-Württembergs, wobei nahezu alle Strecken im Stundentakt bedient werden. An als Anschlussknoten bezeichneten Bahnhöfen treffen sich die Züge, so dass Umstiegsmöglichkeiten bestehen.
Der Bayern-Takt gilt in vier Regionen Süddeutschlands: Schwaben, Franken, Oberbayern und Ostbayern.
Aus Sicht der Bayerischen Eisenbahngesellschaft ist der Bayern-Takt inzwischen „nahezu flächendeckend umgesetzt“.<ref name="bbn-2021-1-1">Deutschlandtakt – und alles wird gut? In: Bayerische Eisenbahngesellschaft (Hrsg.): Bahnland Bayern News. Nr. 1, Juli 2021, ZDB-ID 2630979-8, S. 1–5 (bahnland-bayern.de [PDF]).</ref>
Geschichte
Ende 1991 lief die Planung eines Integralen Taktfahrplans für den süddeutschen Raum (Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz sowie ein Teil Bayerns).<ref name="bundesbahn-68-96">Jahresrückblick 1991 der Deutschen Bundesbahn. In: Die Bundesbahn. Band 68, Nr. 1, 1992, ISSN 0007-5876, S. 96.</ref>
1993 startete der Allgäu-Schwaben-Takt als Testprojekt und erwies sich als erfolgreich.<ref name="eri-2003-379">Andreas Schulz: Der Bayern-Takt 2003. In: Eisenbahn-Revue International. Heft 8–9, 2003, ISSN 1421-2811, S. 379.</ref>
Auch der kurz danach gestartete Rheinland-Pfalz-Takt und 3-Löwen-Takt in Baden-Württemberg zeigten Erfolge.
So wurde der Bayern-Takt Mitte 1996 eingeführt.<ref name="sz-1997-48-55">Klaus Ott: Für 35 Mark quer durch Bayern. In: Süddeutsche Zeitung, Nr. 48, 1997, ISSN 0174-4917, S. 55.</ref>
Mit der Einführung des Bayern-Taktes wurde die Zahl der Züge erhöht, Fahrzeiten verkürzt und Anschlüsse verbessert.<ref name="sz-2006-57-37">Erfolg mit BOB und Bayernticket. In: Süddeutsche Zeitung, Nr. 57, 2006, ISSN 0174-4917, S. 37.</ref> Auf nahezu allen Strecken verkehren seither Züge mindestens im Zwei-Stunden-Takt, bis in den Abend hinein.<ref name="sz-1997-48-55" />
Zwischen 1996 und 2006 stieg die Zahl der Reisenden im bayerischen Schienenpersonennahverkehr um 25 Prozent an. Die vom Freistaat Bayern bestellten Zugkilometer stiegen von 96 Millionen (1998/1999) über 103 Millionen (2005) auf 116,6 Millionen (2012)<ref>Bayerische Eisenbahngesellschaft: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Gesamtbericht der Bayerischen Eisenbahngesellschaft mbH für das Jahr 2012 (Veröffentlichung gemäß Art. 7 Abs. 1 VO 1370/2007) ( vom 31. Dezember 2014 im Internet Archive) (PDF; 269 kB), abgerufen am 9. Juli 2013.</ref> pro Jahr an. Die Zahl der Reisenden nahm von 934,5 Millionen (2000) auf 983,1 Millionen (2005) zu.<ref name="sz-2006-57-37" /> Zwischen 1996 und 2019 nahm die Nachfrage im bayerischen Nahverkehr um 75 Prozent zu.<ref name="bbn-2021-1-1" />
Weblinks
Einzelnachweise
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