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Pinellien

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Pinellien
Datei:Puanh ghrah.jpg

Dreizählige Pinellie (Pinellia ternata)

Systematik
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Monokotyledonen
Ordnung: Froschlöffelartige (Alismatales)
Familie: Aronstabgewächse (Araceae)
Unterfamilie: Aroideae
Gattung: Pinellien
Wissenschaftlicher Name
Pinellia
Ten.

Die Pinellien<ref name="Zander2008" /> (Pinellia), auch Asiatische Mauspflanzen genannt, sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Aronstabgewächse (Araceae). Die etwa neun Arten sind in China, Korea und Japan heimisch.

Beschreibung

Datei:Pinellia cordata2.jpg
Laubblätter und Blütenstand von Pinellia cordata.

Pinellia-Arten wachsen als ausdauernde krautige Pflanzen. Es werden Knollen als Überdauerungsorgane ausgebildet; Brutknöllchen werden auch in den Blattachseln ausgebildet. Zwei bis fünf Laubblätter stehen in einer grundständigen Rosette zusammen. Die Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die Blattspreite ist einfach bis zusammengesetzt.

Pinellia-Arten sind einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch). Wie bei den meisten Aroideae besteht der Blütenstand aus einem Blütenstandsschaft, nur einem Hochblatt (Spatha) und dem Kolben (Spadix). Der Blütenstandsschaft ist länger als die Blattstiele. Im Kolben (Spadix) sind unten männliche und oben weibliche Blüten vorhanden, die durch eine Membran voneinander getrennt sind. Die reduzierten Blüten haben keine Blütenhüllblätter. Die männlichen Blüten enthalten also nur aus zwei Staubblättern mit kurzen Staubfäden. Die weiblichen Blüten enthalten nur einen Fruchtknoten. Die Beeren bleiben auch im reifen Zustand grün und enthalten nur einen Samen.

Verbreitung

Die Gattung Pinellia ist in Ostasien heimisch. Pinellia-Arten kommen in China, Korea und Japan vor.<ref name="FoC" />

Systematik

Die Gattung Pinellia wurde 1839 durch Michele Tenore in Atti della Reale Accademia delle Scienze: Sezione della Societa Reale Borbonica, 4, S. 69 aufgestellt. Der Gattungsname Pinellia ehrt den Italiener Giovanni Vincenzo Pinelli (1535–1601), einem italienischen Gelehrten in Neapel. Er besaß eine große Bibliothek und aus seinem Privatgarten 'Giardina della Montagnole' entstand später einer der ersten Botanischen Gärten Neapels.<ref name="Burkhardt2016" />

Es gibt etwa zehn Pinellia-Arten, davon acht in China:<ref name="FoC" /><ref name="GRIN" /><ref name="WCSP" />

  • Pinellia cordata <templatestyles src="Person/styles.css" />N.E.Br.: Sie kommt nur im südlichen China vor.<ref name="WCSP" />
  • Pinellia fujianensis <templatestyles src="Person/styles.css" />H.Li: Sie kommt nur in China (Fujian) vor.<ref name="WCSP" />
  • Pinellia hunanensis <templatestyles src="Person/styles.css" />C.L.Long & X.J.Wu: Die 2013 erstbeschriebene Art kommt in Hunan vor.<ref name="WCSP" />
  • Pinellia integrifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />N.E.Br.: Sie kommt nur in China (Sichuan, Chongqing, Hubei) vor.<ref name="WCSP" />
  • Pinellia pedatisecta <templatestyles src="Person/styles.css" />Schott (Syn.: Pinellia wawrae <templatestyles src="Person/styles.css" />Engl.): Sie kommt nur im zentralen und südlichen China vor.<ref name="WCSP" />
  • Pinellia peltata <templatestyles src="Person/styles.css" />Pei: Sie kommt nur im südöstlichen China vor.<ref name="WCSP" />
  • Pinellia polyphylla <templatestyles src="Person/styles.css" />S.L.Hu: Sie kommt nur in der Provinz Sichuan in China vor.<ref name="WCSP" />
  • Dreizählige Pinellie<ref name="Zander2008" /> (Pinellia ternata <templatestyles src="Person/styles.css" />(Thunb.) Makino, Syn.: Pinellia cochinchinense <templatestyles src="Person/styles.css" />(Blume) W.Wight, Pinellia tuberifera <templatestyles src="Person/styles.css" />Ten.): Sie kommt ursprünglich in China, Taiwan, Korea sowie Japan und den Nansei-Inseln vor.<ref name="WCSP" />
  • Pinellia tripartita <templatestyles src="Person/styles.css" />(Blume) Schott: Sie kommt nur in Japan, dan Nansei-Inseln, im südlichen Korea und Hongkong vor.<ref name="WCSP" />
  • Pinellia yaoluopingensis <templatestyles src="Person/styles.css" />X.H.Guo & X.L.Liu: Sie kommt nur in China (Anhui, Jiangsu) vor.<ref name="WCSP" />

Nutzung

Die unterirdischen Pflanzenteile finden in der Chinesischen Medizin Verwendung; der Name der Droge ist Rhizoma Pinelliae. Zur Anwendung kommen sie bei Erkrankungen wie Husten mit reichlichem Schleim, Übelkeit, Erbrechen, Magen-Darm-Erkrankungen und Schwindel.

Quellen

Einzelnachweise

<references> <ref name="FoC"> Heng Li & Josef Bogner: Pinellia, S. 39 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: </ref> <ref name="Zander2008"> Walter Erhardt u. a.: Der große Zander. Enzyklopädie der Pflanzennamen. Band 2. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2008. ISBN 978-3-8001-5406-7</ref> <ref name="GRIN">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.</ref> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> <ref name="Burkhardt2016">Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2016. ISBN 978-3-946292-10-4, Seite 791. doi:10.3372/epolist2016</ref> </references>

Weblinks

Commons: Pinellia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien