Haus Attenbach
| Haus Attenbach | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
Haus Attenbach heute | ||||||
| Staat | Deutschland | |||||
| Ort | Hennef (Sieg) | |||||
| Entstehungszeit | Erste Erwähnung 1367 | |||||
| Burgentyp | Niederungsburg, Ortslage | |||||
| Erhaltungszustand | Wesentliche Teile erhalten | |||||
| Ständische Stellung | Rittersitz | |||||
| Geographische Lage | 50° 46′ N, 7° 21′ O
{{#coordinates:50,769638888889|7,3471388888889|primary
|
dim=200 | globe= | name= | region=DE-NW | type=building
}} |
| Höhenlage | 87 m ü. NHN | |||||
|
| ||||||
Haus Attenbach ist ein ehemaliger Adelssitz am linken Ufer der Sieg in Hennef im Rhein-Sieg-Kreis und Namensgeber des ehemaligen Ortsteils, in dem es steht. Heute gehört der Ort zu Greuelsiefen. Das zweigeschossige Gebäude mit seinen zwei runden Ecktürmen gehört durch seinen Standort zum Typus der Niederungsburg. Es befindet sich in Privatbesitz und kann nur von außen besichtigt werden.
Geschichte
Das genaue Gründungsdatum der Burganlage ist bisher nicht bekannt, denn ausführliche Schriftquellen liegen bislang nicht vor. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ortsname Attenbach 1142 im Güterverzeichnis des Klosters Nonnenwerth (andere Quellen berichten von einer Erstnennung 1126 im Stiftungsbrief der Abtei). Im Jahr 1367 ist bezeugt, dass sich der damalige Besitzer, Ritter Johann von Attenbach, nach seiner Burg benannte.
Zu Beginn des 16. Jahrhunderts kam die Anlage an Arnold von Vünfzahl (auch von Fünfzahl und von Vonfzahl), dessen Erbtochter Maria Wilhelm von Gevertzhagen heiratete und die Burg mit in die Ehe brachte. Das Paar ließ 1545 an der Stelle der spätmittelalterlichen Anlage das heutige Herrenhaus errichten, was eine Jahreszahl über dem Türstock des Eingangs nebst dem Doppelwappen Gevertzhagen-Vünfzahl belegen.
1810 wurde die Burg an den Freiherrn Theodor von Hallberg-Broich aus dem Adelsgeschlecht Hallberg verkauft. Von Hallberg-Broich war damit 1812 mit Abstand der wohlhabendste Mann im Kanton Hennef. Der Proprietaire (Grundbesitzer) musste 998 Franc an Steuern bezahlen, der zweite in der Liste des Notables nur 215.<ref>Landesarchiv NRW, Großherzogtum Berg Nr. 09756</ref>
1817 veräußerte er das Anwesen weiter an Matthias Heister zu Menden. Nach dessen Tod 1828 ging das Gut über die Tochter Barbara Heister († 1831) an den Schwiegersohn Wimar Adolf Kemp († 1851) vom Gut Elsfeld. Das Gut Attenbach erbte danach Tochter Katharina Elisabeth Kemp, verheiratet mit Heinrich Krumbach. Die Familie Krumbach lebte hier bis 1938.<ref>Eitorfer Heimatblätter 41/24, S. 99, Reinhard Stiel: "Die Familie vom Krumbacher Hof auf de Josefshöhe - eine genealogische Betrachtung"</ref>
Quellen
<references />
Literatur
- Gabriel Busch (Hrsg.): Im Spiegel der Sieg. Abtei Michaelsberg, Siegburg 1979.
- Thomas Leginer: Kunstdenkmäler des Siegtales in alten Ansichten. Band 1. Europäische Bibliothek, Zaltbommel/NL 1979.
Weblinks
- Haus Attenbach in der wissenschaftlichen Datenbank „EBIDAT“ des Europäischen BurgeninstitutsVorlage:Abrufdatum
Schlösser und Herrenhäuser: Schloss Alfter | Schloss Allner | Haus Attenbach | Schloss Auel | Schloss Birlinghoven | Schloss Bornheim | Schloss Drachenburg | Schloss Miel | Schloss Rösberg | Abtei St. Michael | Haus Sülz | Haus Wittgenstein
Burgen und Ruinen: Burg Alfter | Burg Adendorf | Burg Altendorf | Burg Blankenberg | Burg Dattenfeld | Burg Drachenfels | Graue Burg | Burg Gudenau | Burg Hausdorp | Burg Heimerzheim | Burg Hemmerich | Burgruine Herrenbröl | Burg Herrnstein | Burg Honrath | Kitzburg | Burg Kriegshoven | Burg Lohmar | Löwenburg | Burg Lüftelberg | Burg Lülsdorf | Burg Mauel | Burg Merten (Eitorf) | Burg Morenhoven | Burg Münchhausen | Burg Müttinghoven | Burg Odendorf | Burg Odenhausen | Burg Overbach | Burg Peppenhoven | Burg Reitersdorf | Rheindorfer Burg | Burgruine Rosenau | Burg Schönrath | Tomburg | Weiße Burg | Burg Welterode | Burg Windeck | Burg Wissem | Wolfsburg | Wolkenburg
Burgställe (abgegangene unbekannte Burgen): Aldeburg | Alte Burg (Rheinbach) | Hangmotte Alfter | Motte Dünstekoven | Ringwall Güldenberg | Niederungsmotte Gut Hohn | Burg Miel | Burg Müllekoven | Niederungsmotte Niederpleis | Burg Ravenstein | Rennenburg | Ringwälle bei Stromberg | Abschnittsbefestigung Witterschlick