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Caryocar

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Caryocar
Datei:Caryocar nuciferum - Lemaire.JPG

Souarinussbaum, auch Butternuss genannt, (Caryocar nuciferum), Illustration

Systematik
Kerneudikotyledonen
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung: Malpighienartige (Malpighiales)
Familie: Caryocaraceae
Gattung: Caryocar
Wissenschaftlicher Name
Caryocar
F.Allam. ex L.

Die Caryocar (Syn.: Pekea <templatestyles src="Person/styles.css" />Aubl., Rhizobolus <templatestyles src="Person/styles.css" />Gaertn. ex Schreb., Saouari <templatestyles src="Person/styles.css" />Aubl.) sind eine Pflanzengattung in der Familie der Caryocaraceae innerhalb der Ordnung der Malpighienartigen (Malpighiales).

Verbreitung

Die Arten haben ihre Areale nur in der Neotropis. Die meisten Arten gibt es im Amazonasgebiet.

Beschreibung

Alle Arten sind verholzende, immergrüne Pflanzen: meist Bäume, selten Sträucher. Sie haben alle hartes Holz. Die meist gegenständigen, ledrigen, gestielten Laubblätter sind meist dreiteilig, manchmal fünfteilig, und die Blättchen haben meist einen gesägten oder gezähnten Rand. Es sind (meist) Nebenblätter vorhanden.

Datei:Pequi01.JPG
Fledertierblumen von Caryocar brasiliense

Die Blüten stehen meist zu vielen in traubigen Blütenständen zusammen. Bei den großen, radiärsymmetrischen Blüten sind zwittrig und meist fünf-, selten sechszählig. Es sind je fünf bis sechs Kelch- und Kronblätter vorhanden. Die Blüten enthalten bis über 700 besonders lange Staubblätter und Staminodien. Vier bis sechs Fruchtblätter sind zu einem synkarpen, oberständigen Fruchtknoten verwachsenen, mit vier bis sechs freien Griffeln. Die Arten werden von Fledertieren (Chiroptera) bestäubt (Chiropterophilie). Die Steinfrüchte sind ölhaltig.

Nutzung

Die Steinfrüchte haben ein gelbliches, faserig-öliges Mesokarp und das Endokarp ist sehr hart. Das ölige Mesokarp kann nach einer Stunde kochen als „Gemüse“ gegessen werden. Die Samenkerne enthalten über 60 % Öl. Der weiße, essbare Samenkern ist sehr wohlschmeckend und liefert ein dem Pekannussöl ähnliches Öl.

Das harte und dauerhafte Holz wird zum Beispiel für den Bootsbau geschätzt.

Etwa sieben weitere Arten der Gattung Caryocar werden ähnlich genutzt.

Inhaltsstoffe

Als wichtige Inhaltsstoffe enthalten sie Triterpen-Saponine.

Systematik

In der Gattung der Caryocar gibt es etwa sechs bis 16 Arten<ref name="WCSP" />:

  • Caryocar amygdaliferum <templatestyles src="Person/styles.css" />Mutis: Mit essbaren Früchten. Die Heimat ist Kolumbien.<ref name="WCSP" />
  • Caryocar amygdaliforme <templatestyles src="Person/styles.css" />G.Don: Die Heimat ist Ecuador und das nördliche Peru.<ref name="WCSP" />
  • Caryocar brasiliense <templatestyles src="Person/styles.css" />Cambess. (Inkl. Caryocar intermedium <templatestyles src="Person/styles.css" />Wittm.): Mit zwei Unterarten. Heimat ist Brasilien, Paraguay und Bolivien<ref name="WCSP" />. Mit essbaren Samen.
  • Caryocar coriaceum <templatestyles src="Person/styles.css" />Wittm.: Die Heimat ist das nördliche Brasilien.<ref name="WCSP" /> Teile der Früchte sind essbar.
  • Caryocar costaricense <templatestyles src="Person/styles.css" />Donn. Sm.: Beheimatet in Costa Rica und Panama, hat ein begehrtes Holz, dessen Handelsname Piquia ist. Die Art ist im CITES Anhang II gelistet.
  • Caryocar cuneatum <templatestyles src="Person/styles.css" />Wittm.: Die Heimat ist Brasilien.<ref name="WCSP" />
  • Caryocar dentatum <templatestyles src="Person/styles.css" />Gleason: Die Heimat ist Bolivien und das nördliche Brasilien.<ref name="WCSP" />
  • Caryocar edule <templatestyles src="Person/styles.css" />Casar. (Syn.: Caryocar barbinerve <templatestyles src="Person/styles.css" />Miq.): Die Heimat ist Brasilien.<ref name="WCSP" />
  • Caryocar glabrum <templatestyles src="Person/styles.css" />Pers.: Mit essbaren Früchten. Die Heimat der Art ist das tropische Südamerika. Sie gliedert sich in drei Unterarten.<ref name="WCSP" />
  • Caryocar gracile <templatestyles src="Person/styles.css" />Wittm.: Die Heimat ist Kolumbien, Venezuela und das nördliche Brasilien.<ref name="WCSP" />
  • Caryocar harlingii <templatestyles src="Person/styles.css" />Prance & Encarn.: Die Heimat ist Kolumbien und Peru.<ref name="WCSP" />
  • Caryocar microcarpum <templatestyles src="Person/styles.css" />Ducke: Das Verbreitungsgebiet reicht von Martinique bis zum tropischen Südamerika.<ref name="WCSP" /> Mit essbaren Früchten.
  • Caryocar montanum<templatestyles src="Person/styles.css" />Prance: Die Heimat ist das südöstliche Venezuela, das südliche Guayana und Roraima in Brasilien.<ref name="WCSP" />
  • Souarinussbaum, auch Butternuss oder Indie Noto genannt, (Caryocar nuciferum <templatestyles src="Person/styles.css" />L., Syn.: Caryocar villosum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Aubl.) Pers., Cayocar butyrosum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Aubl.) Willd., Caryocar tomentosum <templatestyles src="Person/styles.css" />Willd., Caryocar tuberculosum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Aubl.) Baill., Pekea tuberculosa <templatestyles src="Person/styles.css" />Aubl.): Die Heimat ist das nördliche Südamerika bis zum nördlichen Brasilien, St. Kitts und St. Vincent.<ref name="WCSP" />
  • Caryocar pallidum <templatestyles src="Person/styles.css" />A.C.Sm.: Die Heimat ist das südliche Venezuela, Bolivien und Brasilien.<ref name="WCSP" />
  • Caryocar villosum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Aubl.) Pers.: Teile der Früchte sind essbar. Hartes Holz mit vielseitiger Verwendung. Die Heimat ist das tropische Südamerika.<ref name="WCSP" />

Bilder

Caryocar brasiliense:

Einzelnachweise

<references> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> </references>

Weblinks

Commons: Caryocar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien