Zum Inhalt springen

Gildenhall

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 16. April 2026 um 08:40 Uhr durch imported>Der blaue Himmelsreiter (Einwohnerzahl ergänzt).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Gildenhall - Blumenstrasse - geo.hlipp.de - 39768.jpg
Gildenhall

Gildenhall ist ein Wohnplatz der Stadt Neuruppin im Nordwesten des Landes Brandenburg. Er liegt nordöstlich der Altstadt am gegenüberliegenden Ufer des Ruppiner Sees. Der Wohnplatz hatte am 31. Dezember 2025 571 Einwohner.<ref>Einwohner der Fontanestadt Neuruppin mit Hauptwohnsitz und Nebenwohnsitz zum Stichtag 31.12.2025. (PDF; 61 KB) Stadt Neuruppin, abgerufen am 16. April 2026.</ref>

Geschichte

Datei:Henni webt.jpg
Henni Jaensch-Zeyme am Webstuhl
Datei:Hanne-Nüte Kämmerer.jpg
Hanne-Nüte Kämmerer

Gildenhall wurde 1921 als Freiland-Siedlung vom Baumeister und Siedlungstechniker Georg Heyer (1880–1949) gegründet. Am Aufbau beteiligte sich ab 1923 der Architekt Max Eckardt, 1925 erstellte Otto Bartning, den Eckardt-Plan aufgreifend, einen Bebauungsplan. Im Jahr 1926 entstanden Erich Dieckmanns Entwürfe zur Innenraumgestaltung mit Möbeln, für das von Bartning entworfene Kreiskinderheim der Siedlung. Der Architekt Heinrich Westphal ließ sich 1927 in Gildenhall nieder. 1929 wurde Gildenhall nach Neuruppin eingemeindet.<ref name="schultze">Johannes Schultze: Geschichte der Stadt Neuruppin. Stapp Verlag, Berlin 1995, ISBN 3-87776-931-4.</ref>

Die Kunsthandwerker-Genossenschaft arbeitete nach den Prinzipien des Deutschen Werkbunds (DWB) und des Bauhauses. Folgende Künstler und Kunsthandwerker siedelten sich unter anderem an:

1923 schlossen sich die Kunsthandwerker zur Handwerkschaft Gildenhall eGmbH zusammen, außerdem wurde für den Vertrieb die Hausrat GmbH gegründet, die auch drei Verkaufsstellen in Berlin betrieb.

Die 1929 beginnende Weltwirtschaftskrise beendete das historische Projekt Gildenhall.

Gildenhall wurde ein reines Wohngebiet und Standort einer der Grundschulen Neuruppins. Durch Gildenhall verläuft die Bahnstrecke Neustadt–Herzberg, es halten jedoch keine Personenzüge.

Sehenswürdigkeiten

Literatur

  • Kristina Bake: Die Freiland-Siedlung Gildenhall. Kunsthandwerk, Lebensreform, Sozialutopie. (= Europäische Hochschulschriften, Kunstgeschichte, Band 384.) Peter Lang Verlag, Frankfurt am Main 2001.
  • Peter Altmann: Gildenhall – eine Kunsthandwerkersiedlug, in: Der Inselgärtner. Milow 2001, S. 56–78.
  • Sylvia Claus: Weimar am Ruppiner See. Die Freilandsiedlung Gildenhall. In: Ulrike Kremeier und Ulrich Röthke (Hrsg.): Das Bauhaus in Brandenburg: Industriedesign und Handwerk im Zeichen der Moderne. Brandenburgische Kulturstiftung Cottbus 2019, ISBN 978-3-942798-11-2, S. 10–35.

Weblinks

Commons: Gildenhall – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 52° 56′ N, 12° 50′ O

 {{#coordinates:52,933055555556|12,837222222222|primary
   |dim=
   |globe=
   |name=
   |region=DE-BB
   |type=city
  }}

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Ortsteile: Alt Ruppin | Buskow | Gnewikow | Gühlen-Glienicke | Karwe | Krangen | Lichtenberg | Molchow | Nietwerder | Radensleben | Stöffin | Wulkow | Wuthenow

Gemeindeteile: Binenwalde | Boltenmühle | Kunsterspring | Neuglienicke | Pabstthum | Radehorst | Rheinsberg-Glienicke | Seehof | Steinberge | Stendenitz | Zermützel | Zippelsförde

Wohnplätze: Alte Schäferei | Ausbau Nietwerder | Ausbau Wulkow | Bechlin | Birkenhof | Bürgerwendemark | Bütow | Dietershof | Fristow | Gentzrode | Gildenhall | Heidehaus | Hermannshof | Lietze | Musikersiedlung | Neumühle | Quäste | Rägelsdorf | Roofwinkel | Rottstiel | Stöffiner Berg | Tornow | Treskow

Vorlage:Klappleiste/Ende