Zum Inhalt springen

Anke Huber

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 15. April 2025 um 16:17 Uhr durch imported>Sportschauer (Vorlagen korrigiert).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Anke Huber Tennisspieler
Anke Huber
Anke Huber
Nation: DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Geburtstag: 4. Dezember 1974
(51 Jahre)
Größe: 173 cm
1. Profisaison: 1989
Rücktritt: 2001
Spielhand: Rechts
Preisgeld: 4.768.292 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 447:225
Karrieretitel: 12 WTA, 2 ITF
Höchste Platzierung: 4 (14. Oktober 1996)
Grand-Slam-Bilanz
Grand-Slam-Titel:00000 0
Australian Open F (1996)
French Open HF (1993)
Wimbledon AF (1991, 1993, 1995, 2000, 2001)
US Open VF (1999, 2000)
Doppel
Karrierebilanz: 130:129
Karrieretitel: 1 WTA, 0 ITF
Höchste Platzierung: 23 (9. Februar 1998)
Grand-Slam-Bilanz
Grand-Slam-Titel:00000 0
Australian Open AF (1996, 1997, 1998)
French Open HF (1992)
Wimbledon AF (1992, 2000)
US Open VF (2000)
Mixed
Grand-Slam-Bilanz
Grand-Slam-Titel:00000 0
Australian Open 1R (1994)
French Open
Wimbledon HF (2000)
US Open 1R (1997, 1998)
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA (siehe Weblinks)

Anke Huber (* 4. Dezember 1974 in Bruchsal) ist eine ehemalige deutsche Tennisspielerin.

Karriere

Ihren ersten bedeutenden Titel erreichte sie im Alter von 11 Jahren. 1986 wurde sie deutsche Jugendmeisterin, den Titel konnte sie in den beiden folgenden Jahren verteidigen. 1989 gewann sie mit Maja Zivec-Skulj und Katharina Düll den Junioren-Fed-Cup. Sie siegten im Finale gegen die Tschechoslowakei mit 2:1, bei denen Klara Matouskova, Karina Habšudová und Petra Kučová spielten.<ref>Junior Fed Cup. Abgerufen am 21. Oktober 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Junior Fed Cup. (PDF) Abgerufen am 21. Oktober 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Ihr Profidebüt gab Huber 1989 in Bayonne (7:5, 4:6, 6:2 gegen Sabrina Goleš). Im August 1990 gewann die von Boris Breskvar als Trainer betreute, damals 15-jährige Huber in Schenectady (US-Bundesstaat New York) ihr erstes WTA-Turnier.<ref>Kinder an die Macht. In: Hamburger Abendblatt. 28. August 1990, abgerufen am 16. November 2022.</ref> Für großes Medienaufsehen<ref>Huber plays tough, but Capriati plays tougher. In: Sun Sentinel. 28. August 1990, abgerufen am 16. November 2022.</ref> sorgte bei den US Open 1990 Hubers Erstrundenduell mit Jennifer Capriati (damals 14 Jahre alt). Das Duell der Jugendlichen wurde in den Vereinigten Staaten zur Hauptsendezeit angesetzt,<ref>Die jungen Wilden. In: Hamburger Abendblatt. 30. August 1990, abgerufen am 16. November 2022.</ref> Capriati gewann 7:5, 7:5.<ref>Sally Jenkins: Youth on parade. In: Washington Post. 29. August 1990, ISSN 0190-8286 (washingtonpost.com [abgerufen am 16. November 2022]).</ref> Während ihrer aktiven Zeit stand sie zumeist im Schatten ihrer erfolgreicheren Konkurrentin Steffi Graf.

Gemeinsam mit Graf, Barbara Rittner und Sabine Hack gewann sie 1992 den Federation Cup. Im Finale gegen Spanien besiegte sie die damalige Top-Ten-Spielerin Conchita Martínez und legte somit den Grundstein zum Erfolg des Teams.

Herausragend in ihrer Laufbahn war das legendäre Match gegen Steffi Graf im Masters-Finale 1995, in dem sie ihrer Gegnerin in fünf Sätzen unterlag. Viele Beobachter bezeichneten das Match als das beste ihrer Profi-Karriere. Im selben Jahr gewann sie an der Seite von Boris Becker gegen die ukrainische Paarung Natalija Medwedjewa und Andrij Medwedjew für Deutschland den Hopman Cup.

Ein weiterer Höhepunkt war das Erreichen von Platz vier in der WTA-Weltrangliste im Oktober 1996. Bei den Australian Open 1996 erreichte sie ihr einziges Grand-Slam-Finale, das sie jedoch gegen die Weltranglistenerste Monica Seles verlor.

Nach mehreren Verletzungen trat Huber am 21. Oktober 2001 zurück. Ihr letztes Match bestritt sie am 31. Oktober 2001 bei den WTA Championships in München, als sie im Achtelfinale Justine Henin aus Belgien mit 1:6, 2:6 unterlag. Ihre Gesamtbilanz bei 243 Turnierstarts: sie spielte 632 Matches, von denen sie 418 gewinnen konnte. Ihr Karriere-Preisgeld beläuft sich auf 4.768.292 US-Dollar.

Privates

Im Frühjahr 2005 brachte Huber ihr erstes Kind zur Welt. Vater des Jungen ist ihr langjähriger Lebensgefährte Roger Wittmann, ein Unternehmer und Sportmanager. Am 2. Oktober 2006 wurde sie zum zweiten Mal Mutter. Anke Huber lebt mit ihrer Familie in Frankenthal (Pfalz).<ref>Anke Huber feiert 40. Geburtstag: Weltklasse im Schatten von Steffi Graf. In: swr.de. 3. Dezember 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 10. Dezember 2014; abgerufen am 6. Mai 2017.</ref>

Von 1994 bis 2000 war Anke Huber als Werbegesicht des Süßwaren-Herstellers Ferrero für die Milch-Schnitte in mehreren Werbespots zu sehen.<ref>Siegfried und Odysseus. In: Der Spiegel. Nr. 21, 1994, S. 164–169 (online).</ref><ref>Hubers letztes Zitat: „Einmal Milchschnitte, immer Milchschnitte“, spiegel.de, abgerufen am 6. Mai 2017</ref> Sie ist Präsidentin des Eagles Charity Club, der es sich zum Ziel gesetzt hat, Menschen in Not zu unterstützen.

Turniersiege

Einzel

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1. 25. August 1990 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Schenectady WTA Tier V Hartplatz Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Marianne Werdel 6:1, 5:7, 6:4
2. 20. Oktober 1991 DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Filderstadt WTA Tier II Teppich (Halle) Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Martina Navratilova 2:6, 6:2, 7:64
3. 18. Juli 1993 OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Kitzbühel WTA Tier III Sand OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Judith Wiesner 6:4, 6:1
4. 31. Juli 1994 OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Maria Lankowitz WTA Tier IV Sand OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Judith Wiesner 6:3, 6:3
5. 16. Oktober 1994 DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Filderstadt WTA Tier II Hartplatz (Halle) Vorlage:FRA-1974 6:4, 6:2
6. 13. November 1994 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Philadelphia WTA Tier I Teppich (Halle) Vorlage:FRA-1974 6:0, 6:7, 7:5
7. 1. Oktober 1995 DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Leipzig WTA Tier II Teppich (Halle) BulgarienDatei:Flag of Bulgaria.svg Magdalena Maleewa kampflos
8. 22. Juni 1996 NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg ’s-Hertogenbosch WTA Tier III Rasen TschechienDatei:Flag of the Czech Republic.svg Helena Suková 6:4, 7:62
9. 6. Oktober 1996 DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Leipzig WTA Tier II Teppich (Halle) KroatienDatei:Flag of Croatia.svg Iva Majoli 5:7, 6:3, 6:1
10. 27. Oktober 1996 LuxemburgDatei:Flag of Luxembourg.svg Luxemburg WTA Tier III Teppich (Halle) SlowakeiDatei:Flag of Slovakia.svg Karina Habšudová 6:3, 6:0
11. 16. April 2000 PortugalDatei:Flag of Portugal.svg Oeiras WTA Tier IV Sand Vorlage:FRA-1974 6:2, 1:6, 7:5
12. 23. Juli 2000 PolenDatei:Flag of Poland.svg Sopot WTA Tier III Sand SpanienDatei:Flag of Spain.svg Gala León García 7:64, 6:3

Darüber hinaus stand sie in 11 weiteren Endspielen.

Doppel

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Partnerin Finalgegnerinnen Ergebnis
1. 4. Mai 1997 DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Hamburg WTA Tier II Sand Vorlage:FRA-1974 RumänienDatei:Flag of Romania.svg Ruxandra Dragomir
KroatienDatei:Flag of Croatia.svg Iva Majoli
2:6, 7:61, 6:2

Abschneiden bei Grand-Slam-Turnieren

Einzel

Turnier 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 Karriere
Australian Open 3 VF VF AF 3 AF F AF HF 2 1 F
French Open 3 2 HF AF AF AF 1 AF 2 HF
Wimbledon 2 AF 3 AF 2 AF 3 3 1 AF AF AF
US Open 1 2 1 3 2 AF 1 3 1 VF VF 3 VF

Zeichenerklärung: S = Turniersieg; F, HF, VF, AF = Einzug ins Finale / Halbfinale / Viertelfinale / Achtelfinale; 1, 2, 3 = Ausscheiden in der 1. / 2. / 3. Hauptrunde; Q1, Q2, Q3 = Ausscheiden in der 1. / 2. / 3. Runde der Qualifikation; n. a. = nicht ausgetragen

Doppel

Turnier 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 Karriere
Australian Open 1 1 1 1 1 AF AF AF 1 1 AF
French Open AF HF 1 2 2 VF VF HF
Wimbledon 1 AF 2 2 2 AF 1 AF
US Open 1 1 1 2 1 AF 1 2 VF 2 VF

Mixed

Turnier 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 Karriere
Australian Open 1 1R
French Open
Wimbledon AF 2 HF 1 HF
US Open 1 1 1R

Weblinks

Commons: Anke Huber – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein