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Nowaja Derewnja

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Siedlung
Nowaja Derewnja
Alt Gertlauken und Neu Gertlauken

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Flagge Wappen
[[Datei:{{#property:P41}}|120px|rand|zentriert|alt=|Flagge]] [[Datei:{{#property:P94}}|80px|zentriert|alt=|Wappen]]
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Rajon Polessk
Erste Erwähnung 1402
Frühere Namen Gertlawken (1402),
Gortlauken (um 1539),
Jertlauken (nach 1565),
Gertlauken (bis nach 1820),
Alt Gertlauken (bis 1946)
Bevölkerung 351 Einwohner
(Stand: 1. Okt. 2021)<ref name="einwohner_aktuell">Таблица 1.10 «Численность населения городских округов, муниципальных районов, муниципальных округов, городских и сельских поселений, городских населенных пунктов, сельских населенных пунктов» Программы итогов Всероссийской переписи населения 2020 года, утвержденной приказом Росстата от 28 декабря 2021г. № 963, с данными о численности постоянного населения каждого населенного пункта Калининградской области. (Tabelle 1.10 „Bevölkerungsanzahl der Stadtkreise, munizipalen Rajons, Munizipalkreise, städtischen und ländlichen Siedlungen [insgesamt], städtischen Orte, ländlichen Orte“ der Ergebnisse der Allrussischen Volkszählung von 2020 [vollzogen am 1. Oktober 2021], genehmigt durch die Verordnung von Rosstat vom 28. Dezember 2021, Nr. 963, mit Angaben zur Zahl der Wohnbevölkerung jedes Ortes der Oblast Kaliningrad.)</ref>
Zeitzone UTC+2
Telefonvorwahl (+7) 40158
Postleitzahl 238645
Kfz-Kennzeichen 39, 91
OKATO 27 230 000 042
Geographische Lage
Koordinaten 54° 45′ N, 21° 17′ OKoordinaten: 54° 45′ 30″ N, 21° 16′ 30″ O
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Nowaja Derewnja (Europäisches Russland)
Nowaja Derewnja (Europäisches Russland)
Lage im Westteil Russlands
Nowaja Derewnja (Oblast Kaliningrad)
Nowaja Derewnja (Oblast Kaliningrad)
Lage in der Oblast Kaliningrad

Nowaja Derewnja ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), wörtlich „Neues Dorf“; {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), von prußisch Gertlaucks) ist eine Siedlung in der russischen Oblast Kaliningrad. Sie liegt an der Regionalstraße 27A-014 (ex R514) und gehört zur kommunalen Selbstverwaltungseinheit Stadtkreis Polessk im Rajon Polessk.

Geschichte

Alt Gertlauken

Der prußische Name Gertlaucks bedeutet Huhnfeld (prußisch gerto:Huhn‘). Das Dorf gehörte seit dem 19. Jahrhundert zum Kreis Labiau. Das spätere Alt Gertlauken und damalige Gertlawken wurde im Jahre 1402 das erste Mal erwähnt.<ref>D. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Alt Gertlauken</ref> Zwischen 1874 und 1945 war der Ort Amtsdorf und namensgebend für den neu errichteten Amtsbezirk Gertlauken,<ref>Rolf Jehke, Amtsbezirk Gertlauken</ref> der zum Kreis Labiau im Regierungsbezirk Königsberg der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte. Ihm waren zugeordnet neben der Landgemeinde Alt Gertlauken auch der Gutsbezirk Gertlauken (Forst), der 1929 in den Amtsbezirk Sternberg (Forst) (ab 1931: „Amtsbezirk Sternberg“) umgegliedert wurde, außerdem die Landgemeinden Alt Kirschnabeck (1938–1946: Kirschbeck, russisch: Nowodworki, nicht mehr existent) und Leiszen (1936–1938: Leischen, 1938–1946: Hirschdorf, russisch: Nowodworki, nicht mehr existent).

Im Jahre 1910 zählte Alt Gertlauken 690 Einwohner.<ref>M. W. Ehrenreich: Landkreis Labiau. In: Gemeindeverzeichnis 1900. U. Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 20. Januar 2008; abgerufen am 20. Dezember 2025 (Stand 1. Dezember 1910).</ref> Es wurden in den 1920er Jahren noch Meiler zur Herstellung von Holzkohle betrieben.<ref>Rezension des Buches Führer durch die Kreisstadt Labiau Ostpr. und Umgegend Ostpreußenblatt vom 12. September 1998, abgerufen am 6. September 2014</ref> Das Dorf war durch seine Meiler berühmt. Die Einwohnerzahl stieg bis 1933 auf 829 und betrug 1939 noch 788.<ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref> Im Jahr 1945 wurde Alt Gertlauken von der Roten Armee erobert und mit dem gesamten Nordteil Ostpreußens der Russischen SFSR der Sowjetunion zugeordnet.

Neu Gertlauken (Geroiskoje)

In den Jahren 1830 bis 1840 wurde die Kolonie Neu Gertlauken<ref>D. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Neu Gertlauken</ref> gegründet, die aus sehr verstreut liegenden kleinen Gehöften bestand. Diese gehörte mit zur Landgemeinde Alt Gertlauken. Im Jahr 1947 wurde der Ort unter der Bezeichnung Geroiskoje als eigenständiger Ort in den Dorfsowjet Nowoderewenski selski Sowet eingeordnet.<ref name="November">Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 ноября 1947 г. «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Erlass des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR vom 17. November 1947: Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad)</ref> Geroiskoje wurde offenbar um 1980 an den Ort Nowaja Derewnja angeschlossen.

Nowaja Derewnja

Datei:Novaya Derevnya Kaliningrad oblast Russia.jpg
Altes Haus in Nowaja Derewnja

Im Jahr 1947 wurde Alt Gertlauken in Nowaja Derewnja umbenannt.<ref name="Juni">Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 июня 1947 г.«Об образовании сельских советов, городов и рабочих поселков в Калининградской области» (Erlass des Präsidiums des Obersten Sowjets der RSFSR vom 17. Juni 1947: Über die Bildung von Dorfsowjets, Städten und Arbeitersiedlungen in der Oblast Kaliningrad)</ref> Der Ortsname existiert in Russland etwa 70 Mal. Gleichzeitig wurde der Ort Sitz eines Dorfsowjets. Nach dessen Auflösung gelangte Nowaja Derewnja (vermutlich) im Jahr 1961 in den Dorfsowjet Saranski selski Sowet. Von 2008 bis 2016 gehörte der Ort zur Landgemeinde Saranskoje selskoje posselenije und seither zum Stadtkreis Polessk.

Nowoderewenski selski Sowet 1947–1961

Der Dorfsowjet Nowoderewenski selski Sowet (ru. Новодеревенский сельский Совет, Nowoderewenski selski Sowet) wurde im Juni 1947 eingerichtet.<ref name="Juni" /> Sämtliche Orte dieses Dorfsowjets wurden durch den Umbenennungserlass von November 1947 festgestellt.<ref name="November" /> Im Jahr 1961 wurde der Dorfsowjet wieder aufgelöst und (offenbar) an den Saranski selski Sowet angeschlossen.<ref>Eine Ausnahme bilden die beiden westlich der Deima (Deime) gelegenen Orte Furmanowka und Iwanowka, die zum übrigen Bereich des Dorfsowjets keine direkte Landverbindung hatten, und bei denen sich deshalb die Frage stellt, ob diese sich in der Realität überhaupt in diesem Dorfsowjet befanden.</ref>

Ortsname Name bis 1947/50
Dalneje (Дальнее) Pettkuhnen
Furmanowka (Фурмановка) Friedrichsburg
Geroiskoje (Геройское) Neu Gertlauken
Grigorjewka (Григорьевка) Sprindlack, Groß Balzerischken, 1938–1945: „Balzershof“, Groß Birkenfelde und (Adlig) Rathswalde<ref>Im Umbenennungserlass heißt es "Rastfals", was im offiziellen Ortsverzeichnis von 1976 als Rathsgrenz gedeutet wurde, zumal "Ratswalde" im Umbenennungserlass für Isobilnoje auftaucht. Auf den bekannten Karten ist die Ortsstelle (Adlig) Rathswalde aber mit Grigorjewka bezeichnet.</ref>
Isobilnoje (Изобильное) Dedawe, 1938–1945: „Deimehöh“, Klein Fließ, und (Adlig) Rathswalde<ref>vgl. Grigorjewka</ref>
Iwanowka (Ивановка) Adlig Bärwalde, Groß Bärwalde, Klein Ernstburg, Imbärwalde, Neu Bärwalde und Adlig Bielkenfeld, seit 1916: (Adlig) Goltzhausen
Krasny Bor (Красный Бор) Krakau, (Klein) Steindorf<ref>vermutlich der südliche Ortsteil</ref>, Peremtienen, Skrusdienen<ref>vermutlich der östliche Ortsteil</ref>, 1938–1945: „Steinrode“, und Müllershorst [Fh.]<ref>wurde nicht umbenannt</ref>
Meschdulessje (Междулесье) Kukers, Jodeiken und Knäblacken
Nowaja Derewnja (Новая Деревня) Alt Gertlauken

Kirche

Die mehrheitlich evangelische Bevölkerung Alt und Neu Gertlaukens war bis 1945 in das Kirchspiel der Kirche Laukischken (russisch: Saranskoje) eingepfarrt. Es gehörte zum Kirchenkreis Labiau in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Heute liegt Nowaja Derewnja im Einzugsbereich der neu entstandenen evangelisch-lutherischen Gemeinde in Lomonossowka (Permauern, 1938–1946 Mauern), einer Filialgemeinde der Auferstehungskirche in Kaliningrad (Königsberg) in der Propstei Kaliningrad<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Evangelisch-lutherische Propstei Kaliningrad (Memento vom 29. August 2011 im Internet Archive)</ref> der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland.

Literatur

  • Marianne Peyinghaus: Stille Jahre in Gertlauken. Erinnerungen an Ostpreußen. Berlin 1985.

Weblinks

Einzelnachweise

<references responsive />

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Vorlage:Klappleiste/Anfang Stadt: Polessk (Labiau)

Siedlungen: Alexandrowka (Alexen/Grotfeld) | Belomorskoje (Groß Friedrichsgraben I/Hindenburg) | Berjosowka (Burgsdorf, Friedrichsfelde, Geidlauken/Heiligenhain, Petruschkehmen/Kleinburgsdorf und Schönwalde) | Blischneje (Klein Elxnupönen/Kleinerlenfließ) | Bogatowo (Szargillen/Eichenrode) | Brigadnoje (Christoplacken, Theut und Zanderlacken) | Dalneje (Bittkallen/Bitterfelde) | Druschnoje (Rüdlauken/Rothöfen und Waldhausen) | Fewralskoje ((Groß) Kirschnakeim und Klein Kirschnakeim/Kleinschanzkrug) | Furmanowka (Friedrichsburg) | Golowkino (Nemonien/Elchwerder) | Grigorjewka (Sprindlack) | Ijulskoje (Julienhöhe und Fischer-Taktau) | Iljitschowo (Kelladden/Waldwinkel) | Iskrowo (Plattupönen/Breitflur) | Isobilnoje (Dedawe/Deimehöh, Klein Fließ und Rathswalde) | Iwanowka (Adlig Bärwalde, Groß Bärwalde und Neu Bärwalde) | Jagodnoje (Bittehnen/Biehnendorf) | Jelnikowo (Neu Kirschnabeck/Kleinhirschdorf) | Kamenka (Steinau) | Kaschtanowo (Schmilgienen/Kornfelde) | Krasnocholmskoje (Abschruten/Ehlertfelde) | Krasnoje (Agilla/Haffwerder) | Krasny Bor (Klein Steindorf, Krakau, Müllershorst und Peremtienen) | Lipowka (Stenken) | Lomonossowka (Permauern/Mauern und Meyerhof) | Maiskoje (Meyken) | Malaja Matrossowka (zu Nemonien/zu Elchwerder) | Marxowo ((Groß) Steindorf, Skrusdienen/Steinrode und Steingrenz) | Matrossowo (Gilge) | Meschdulessje (Kukers und Jodeiken) | Nachimowo (Adamswalde, Perkeisten, Perkuiken und Roddau) | Nekrassowo (Groß Scharlack) | Nikitowka (Lablacken) | Nowaja Derewnja (Alt und Neu Gertlauken) | Nowaja Schisn (Neu Domharthenen/Kleindomhardtfelde) | Nowoselskoje (Schaltischledimmen/Neuwiese) | Oktjabrskoje (Panzerlauken/Panzerfelde) | Owraschje (Schlepecken/Kleinpronitten) | Peski (Parwischken/Parwen) | Petino (Groß Rudlauken/Rotenfeld, Jorksdorf und Perdollen) | Podsobny (Groß Reikeninken/Reiken) | Polewoi (Luschninken/Friedrichsmühle) | Pridoroschnoje (Neu Droosden) | Rasino (Juwendt/Möwenort und (Alt) Heidendorf) | Retschki (Groß Pöppeln) | Rybkino (Annenhof) | Salessje (Mehlauken/Liebenfelde) | Saliwino (Labagienen/Haffwinkel und Rinderort) | Sapowedniki (Lucknojen/Neuenrode) | Saranskoje (Laukischken) | Saretschje (Schwirgslauken/Herzfelde) | Scholochowo (Schelecken/Schlicken) | Schurawljowka (Groß Droosden und Seith) | Selenowo (Minchenwalde/Lindenhorst) | Seljonoje (Gründen und Pareyken/Goldberg) | Sibirskoje (Moritten) | Slawjanskoje (Pronitten) | Sosnowka (Groß Baum und Augstagirren) | Sujewka (Rogainen/Hornfelde) | Swobodny (Brandlauken/Brandfelde) | Tjulenino (Viehof) | Trudowoi (Steinfeld) | Turgenewo (Groß Legitten und Jäger-Taktau) | Uschakowka (Kampken, Kampkenhöfen und Damm) | Winogradnoje (Schaudienen/Kornhöfen) Vorlage:Klappleiste/Ende