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Meschdulessje (Kaliningrad, Polessk)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Siedlung
Meschdulessje
Kukers, Jodeiken und Knäblacken

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Flagge Wappen
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Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Rajon Polessk
Gegründet 1559 (Kukers, 2. Gründung),
vor 1350 (Jodeiken),
1572 (Knäblacken, 2. Gründung)
Frühere Namen Kuckers (nach 1785),
Kukers (bis 1946);
Crauplauken (um 1350),
Croplauken (um 1387),
Craplawken (um 1446),
Gedeyken (um 1678),
Jodeiken (bis 1946);
Knablacken (um 1820),
Knäblacken (bis 1946)
Bevölkerung 16 Einwohner
(Stand: 1. Okt. 2021)<ref name="einwohner_aktuell">Таблица 1.10 «Численность населения городских округов, муниципальных районов, муниципальных округов, городских и сельских поселений, городских населенных пунктов, сельских населенных пунктов» Программы итогов Всероссийской переписи населения 2020 года, утвержденной приказом Росстата от 28 декабря 2021г. № 963, с данными о численности постоянного населения каждого населенного пункта Калининградской области. (Tabelle 1.10 „Bevölkerungsanzahl der Stadtkreise, munizipalen Rajons, Munizipalkreise, städtischen und ländlichen Siedlungen [insgesamt], städtischen Orte, ländlichen Orte“ der Ergebnisse der Allrussischen Volkszählung von 2020 [vollzogen am 1. Oktober 2021], genehmigt durch die Verordnung von Rosstat vom 28. Dezember 2021, Nr. 963, mit Angaben zur Zahl der Wohnbevölkerung jedes Ortes der Oblast Kaliningrad.)</ref>
Zeitzone UTC+2
Telefonvorwahl (+7) 40158
Postleitzahl 238640
Kfz-Kennzeichen 39, 91
OKATO 27 230 000 038
Geographische Lage
Koordinaten 54° 44′ N, 21° 19′ OKoordinaten: 54° 44′ 2″ N, 21° 18′ 58″ O
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Kukers, Jodeiken und Knäblacken
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Meschdulessje (Kaliningrad, Polessk) (Europäisches Russland)
Meschdulessje (Kaliningrad, Polessk) (Europäisches Russland)
Lage im Westteil Russlands
Meschdulessje (Kaliningrad, Polessk) (Oblast Kaliningrad)
Meschdulessje (Kaliningrad, Polessk) (Oblast Kaliningrad)
Lage in der Oblast Kaliningrad

Meschdulessje ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad. Er gehört zur kommunalen Selbstverwaltungseinheit Stadtkreis Polessk im Rajon Polessk. Die Ortsstelle Knäblacken ist verlassen.

Geographische Lage

Meschdulessje liegt östlich des Flüsschens Nehne (russisch: Glubokaja), das wenige Kilometer weiter südlich bei Talpaki (Taplacken) in den Pregel (Pregolja) mündet, eingerahmt von den Waldgebieten des Forsts Leipen (Nikolskoje) im Westen und des Forsts Drusken (Bykowskoje) im Osten. Erreichbar ist Meschdulessje über die Kommunalstraße 27K-130, die Diwnoje (Alt Ilischken) an der russischen Fernstraße A 216 (ehemalige deutsche Reichsstraße 138, heute auch Europastraße 77) und Olchowka (Köllmisch Damerau) mit Nowaja Derewnja (Alt Gertlauken) an der Regionalstraße 27A-016 (ex Fernstraße R514) verbindet. Eine Bahnanbindung besteht nicht.

Geschichte

Kukers

Das bis 1946 Kukers<ref>Ortsinformationen Bildarchiv Ostpreußen: Kukers</ref> genannte Dorf liegt 15 Kilometer nördlich der früheren Kreisstadt Snamensk (Wehlau) und 22 Kilometer südöstlich der jetzigen Rajonshauptstadt Polessk (Labiau) und bestand seinerzeit aus ein paar wenigen großen Höfen. 1559 feierte man die zweite Gründung des Ortes, der bereits früher schon einmal besiedelt war. Von 1874 bis 1945 war Kukers in den Amtsbezirk Parnehnen<ref name="Jehke">Rolf Jehke, Amtsbezirk Parnehnen</ref> (heute russisch: Krasny Jar) eingegliedert und gehörte zum Kreis Wehlau im Regierungsbezirk Königsberg der preußischen Provinz Ostpreußen.

Im Jahre 1910 lebten hier 133 Einwohner.<ref name="Schubert">M. W. Ehrenreich: Landkreis Wehlau. In: Gemeindeverzeichnis 1900. U. Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 5. März 2016; abgerufen am 20. Dezember 2025 (Stand 1. Dezember 1910).</ref> Ihre Zahl stieg bis 1933 auf 151 und betrug 1939 noch 135.<ref name="Rade">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>

Jodeiken

Das frühere Jodeiken<ref>Ortsinformationen Bildarchiv Ostpreußen: Jodeiken</ref> wurde bereits vor 1350 gegründet. Im Jahre 1874 wurde es in den neu errichteten Amtsbezirk Parnehnen<ref name="Jehke"/> (russisch: Krasny Jar) im Kreis Wehlau im Regierungsbezirk Königsberg der preußischen Provinz Ostpreußen eingegliedert. 1910 waren hier 36 Einwohner gemeldet.<ref name="Schubert"/> Am 30. September 1928 gab Jodeiken seine Eigenständigkeit auf und schloss sich mit den Nachbarorten Pettkuhnen (heute russisch: Dalneje) und Gudlacken (beide heute nicht mehr existent) zur neuen Landgemeinde Pettkuhnen zusammen.

Knäblacken

Wegen bereits früher erfolgter Erstbesiedlung beging das ehemalige Knäblacken<ref>Ortsinformationen Bildarchiv Ostpreußen: Knäblacken</ref> im Jahre 1572 seine zweite Gründung. Mit den Nachbarorten wurde das Dorf 1874 in den Amtsbezirk Parnehnen<ref name="Jehke"/> (heute russisch: Krasny Jar) eingegliedert und war bis 1945 dem Kreis Wehlau im Regierungsbezirk Königsberg der preußischen Provinz Ostpreußen zugehörig.

Im Jahre 1910 zählte Knäblacken 44 Einwohner<ref name="Schubert"/>. Ihre Zahl stieg bis 1933 auf 52 und betrug 1939 bereits 62.<ref name="Rade" /> Sie lebten damals in ein paar mittleren Höfen.

Meschdulessje

Infolge des Zweiten Weltkrieges kamen Kukers, Jodeiken und Knäblacken aufgrund ihrer Lage im nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion und erhielten im Jahr 1947 die gemeinsame russische Bezeichnung „Meschdulessje“.<ref>Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 ноября 1947 г. «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Erlass des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR vom 17. November 1947: Über die Umbenennung der Orte des Gebiets Kaliningrad)</ref> Gleichzeitig wurde Meschdulessje in den Dorfsowjet Nowoderewenski selski Sowet im Rajon Polessk eingeordnet und gelangte später in den Saranski selski Sowet. Von 2008 bis 2016 gehörte der Ort zur Landgemeinde Saranskoje selskoje posselenije und seither zum Stadtkreis Polessk.

Kirche

Die Bevölkerung von Kukers, Jodeiken und Knäblacken war bis 1945 mehrheitlich evangelischer Konfession. Während Kukers und Knäblacken in das Kirchspiel Groß Schirrau (heute russisch: Dalneje) – bis 1900 Kirchspiel Plibischken (Gluschkowo) – eingepfarrt waren, gehörte Jodeiken zum Kirchspiel der Kirche Petersdorf (Kuibyschewskoje), die beide im Kirchenkreis Wehlau (Snamensk) innerhalb der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union vereint waren. Die letzten deutschen Geistlichen waren Pfarrer Alexander Bansi (Groß Schirrau) und Pfarrer Johannes Zachau (Petersdorf).

Heute liegt Meschdulessje im Einzugsbereich zweier in den 1990er Jahren neu gegründeten evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden: Polessk (Labiau) und Talpaki (Taplacken). Beide sind Filialgemeinden der Auferstehungskirche in Kaliningrad (Königsberg) innerhalb der Propstei Kaliningrad<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Evangelisch-lutherische Propstei Kaliningrad (Memento vom 29. August 2011 im Internet Archive)</ref> der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland.

Einzelnachweise

<references />

Literatur

  • Lilly Hundek (Hrsg. Helmut Steffenhagen): Langweilig war’s nie. Mein Leben in Geschichten (darunter über die Kindheit in Kukers und die Flucht aus Ostpreußen), Berlin 2020, ISBN 978-3-7529-6656-5

Weblinks

Vorlage:Klappleiste/Anfang Stadt: Polessk (Labiau)

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