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Muscon

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Strukturformel
Strukturformel von Muscon
Allgemeines
Name Muscon
Andere Namen
Summenformel C16H30O
Kurzbeschreibung

farbloses Öl mit charakteristischem Geruch (unterkühlte Flüssigkeit) oder farbloser Feststoff<ref name="Steffen Arctander">Steffen Arctander: Perfume & Flavor Chemicals (Aroma Chemicals) Vol.II. Lulu.com, 2019, ISBN 978-0-244-78356-3, S. 363 (books.google.de).</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer 208-795-8
ECHA-InfoCard 100.007.997
PubChem 10947
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 238,40 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

0,9221 g·cm−3<ref name="CRCHandbook">David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 89. Auflage. (Internet-Version: 2009), CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL, Physical Constants of Organic Compounds, S. 3-346.</ref>

Schmelzpunkt

33 °C<ref name="Steffen Arctander" />

Siedepunkt

329 °C<ref>Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der ChemIDplus-Datenbank der United States National Library of Medicine (NLM)Vorlage:Abrufdatum (Seite nicht mehr abrufbar)</ref>

Löslichkeit

löslich in Aceton, Diethylether und Ethanol<ref name="CRCHandbook" />

Brechungsindex

1,4802 (bei 17 °C)<ref name="CRCHandbook" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref>Vorlage:CL Inventory/nicht harmonisiertFür diesen Stoff liegt noch keine harmonisierte Einstufung vor. Wiedergegeben ist eine von einer Selbsteinstufung durch Inverkehrbringer abgeleitete Kennzeichnung von Vorlage:Linktext-Check im Classification and Labelling Inventory der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum</ref>
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C

Muscon (aus spätlat. muscus = Moschus) ist eine organisch-chemische Verbindung aus der Gruppe der cyclischen Ketone und kommt in der Natur als Hauptkomponente von Moschus vor.

Vorkommen

Mit einem Anteil von 0,5 bis 2 % ist Muscon der wichtigste Duftstoff des natürlichen Moschus.

Datei:Moschus moschiferus in Plzen zoo (12.02.2011).jpg
Sibirisches Moschustier (Moschus moschiferus)<ref name="Schäfer">Bernd Schäfer: Naturstoffe in der chemischen Industrie, Spektrum Akademischer Verlag, 2007, S. 118–119, ISBN 978-3-8274-1614-8.</ref>

Der deutsche Chemiker Heinrich Walbaum (1864–1946) konnte im Jahre 1906 die Hauptkomponente von Moschus in Form weißer Kristalle isolieren.<ref>H. Walbaum: Das natürliche Moschusaroma. In: Journal für Praktische Chemie. Band 73, 1906, S. 488–493, doi:10.1002/prac.19060730132.</ref> Er nannte die Verbindung Muscon, die Struktur wurde 1926 von Lavoslav Ružicka geklärt.

Natürliches Muscon wird aus Moschus gewonnen, das schon seit Jahrhunderten als Parfum dient. Heutzutage wird es aus Tierschutzgründen synthetisch hergestellt.

Chemische Eigenschaften

Muscon gehört als Makrocyclus zu den alicyclischen Verbindungen und Ketonen.<ref>chemgapedia.de</ref> Es besteht aus einem 15-gliedrigen Ketonring mit einem Methylsubstituenten in der 3-Position. Muscon ist eine ölige Flüssigkeit, die in der Natur als Enantiomer (R)-(−)-3-Methylcyclopentadecanon vorgefunden wird. Synthetisch hergestelltes Muscon ist ein Racemat, besteht also aus einem 1:1-Gemisch von (R)-(−)-3-Methylcyclopentadecanon und (S)-(+)-3-Methylcyclopentadecanon.

Gewinnung und Darstellung

Hergestellt werden kann Muscon durch Methylierung von (E)-2-Cyclopentadecenon.<ref>Sonja Lüthje: Dynamisch-kombinatorische Synthese von Makrocyclen. Kiel 2006, DNB 980868084, urn:nbn:de:gbv:8-diss-18018 (Dissertation, Universität Kiel).</ref>

Verwendung

Muscon wird als Duftstoff in Kosmetikprodukten, Parfüms, Seifen, Shampoos, Wasch- und Reinigungsmitteln eingesetzt.

Siehe auch

Einzelnachweise

<references />