Open Society Foundations
| Open Society Foundations (OSF) | |
|---|---|
| colspan="2" class="notheme" style="text-align: center; padding:1em 0; background-color:#Vorlage:Standardfarbe; color:#202122;" | Open Society Institute (logo).svg | |
| Rechtsform | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (ZVR: Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) |
| Gründung | 1993 |
| Auflösung | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) |
| Gründer | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) |
| Sitz | New York City, USA |
| Vorläufer | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) |
| Nachfolger | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) |
| Zweck | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) |
| Aktionsraum | Global |
| Vorsitz | Mark Malloch-Brown (Präsident) |
| Geschäftsführung | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) |
| Eigentümer | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) |
| Umsatz | Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) |
| Stiftungskapital | Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) |
| Beschäftigte | Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) |
| Freiwillige | Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) |
| Mitglieder | Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) |
| Website | www.opensocietyfoundations.org |
Die Open Society Foundations (OSF), ehemals Open Society Institute (OSI), sind eine linksliberale<ref>Erika Burri: Alex Soros: Wer ist der neue Chef der Open Society Foundation? In: Neue Zürcher Zeitung. 17. Juni 2023, ISSN 0376-6829 (nzz.ch [abgerufen am 20. Juni 2023]).</ref> Gruppe von Stiftungen des amerikanischen Milliardärs George Soros, die nach eigenen Angaben den Gedanken der offenen Gesellschaft durch Unterstützung von Initiativen der Zivilgesellschaft vertreten und politische Aktivitäten finanzieren, insbesondere in Mittel- und Osteuropa. Im Oktober 2017 wurde bekannt, dass Soros rund 18 Milliarden Dollar und damit den größten Teil seines Vermögens an die Open Society Foundations übertragen hat. Damit ist die Stiftung die drittgrößte hinter der Bill & Melinda Gates Foundation, gefolgt vom Wellcome Trust.<ref>US-Milliardär: George Soros gibt Großteil des Vermögens seiner Stiftung. In: Spiegel Online. 18. Oktober 2017 (Online [abgerufen am 18. Oktober 2017]).</ref><ref>David Gelles: George Soros Transfers Billions to Open Society Foundations. In: The New York Times. 17. Oktober 2017 (Online [abgerufen am 18. Oktober 2017]).</ref>
Struktur
Seit 1979 werden Soros-Stiftungen durch Open-Society-Institute koordiniert, die in New York, Baltimore, Berlin (umgezogen aus Budapest), Brüssel, London, Paris, und Washington, D.C. angesiedelt sind.<ref>Open Society Initiative for Southern Africa (OSISA): <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Open Society Foundations ( vom 17. März 2014 im Internet Archive).</ref>
Soros-Stiftungen sind autonome Institutionen, die in vielen Ländern oder Regionen, insbesondere solchen des früheren Ostblocks, errichtet wurden. Die Programme umfassen unter anderem die Förderung der Pressefreiheit, den Schutz der Menschenrechte sowie die Unterstützung wirtschaftlicher und sozialer Reformen und des Unternehmertums.
Die Zentrale in New York dient als Schaltstelle zwischen Einzelstiftungen und Organisationen in über 50 Staaten, einschließlich der USA, die laut eigener Darstellung Ausbildung und Gesundheitswesen fördern und sich für die Menschenrechte einsetzen. So fördert sie über die National Security and Human Rights Campaign US-Organisationen, die sich gegen die unbegrenzte Inhaftierung von Terrorverdächtigen, die Nichtgewährung ordentlicher Gerichtsverfahren, Folter oder die Aushöhlung der Privatsphäre durch Überwachung engagieren.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Grants: National Security and Human Rights Campaign ( vom 8. März 2017 im Internet Archive), Open Society Foundations, 18. September 2013.</ref>
Daneben gibt es ein von New York formal unabhängiges OSI in Budapest, das den eurasischen Kontinent betreut. Im Mai 2018 teilte die Stiftung mit, dass aufgrund der „repressiven Politik der Regierung“ das Büro in Budapest geschlossen und nach Berlin verlagert wird.<ref name="SPON-1207749">Politischer Druck: Soros-Stiftung verlässt Ungarn. In: Spiegel Online. 15. Mai 2018, abgerufen am 9. Juni 2018.</ref>
Aktivitäten
Open Society Foundations unterstützt das Internationale Netzwerk investigativer Journalisten (ICIJ).<ref name="Ibiza 2019">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783462054071 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
Ukraine
Teil des OSF-Netzwerks ist die International Renaissance Foundation, welche sich nach eigener Aussage für eine demokratische und pluralistische Gesellschaft in der Ukraine einsetzt.<ref>International Renaissance Foundation. Abgerufen am 6. April 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Verlegung des Sitzes nach Berlin
2018 verlegte die OSF ihren Sitz von Budapest nach Berlin, nach eigener Aussage, „um auf das zunehmend repressive politische und rechtliche Umfeld in Ungarn zu reagieren. Die Offene Gesellschaft unterstützt weiterhin zivilgesellschaftliche Gruppen in Ungarn und arbeitet an Themen wie Kunst und Kultur, Medienfreiheit, Transparenz sowie Bildung und Gesundheitsfürsorge für alle Ungarn.“<ref>2018 Moving to Berlin. 2018, abgerufen am 22. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
DC Leaks
Im Sommer 2016 wurde bekannt, dass sich Hacker Zugang zum internen Netzwerk der OSF verschafft hatten; es wird angenommen, dass sie etwa ein Jahr lang Informationen stehlen konnten. Etwa 2.500 Dokumente aus dem OSF-Netzwerk wurden später im Internet veröffentlicht.<ref>Ben Chapman: George Soros documents published ‘by Russian hackers’ say US security services. The Independent, 16. August 2016.</ref>
Migration
Teil der Open Society Foundations ist die International Migration Initiative. In den Jahren 2014–2017 gab sie als Ziel das Setzen von politischen Normen auf regionaler und internationaler Ebene an, um die Rechte von Migranten stärker zu schützen. Dazu sollten Interventionen der Zivilgesellschaft in die internationale Debatte zur Gesetzgebung gestärkt werden, Kapazitäten von Gesetzgebern zum besseren Umgang mit den Herausforderungen der Migration aufgebaut werden. Die Gruppe benutzte 2016 ihre Mittel zur Unterstützung des Migration Policy Institute, der Columbia Global Policy Initiative und der School of Public Policy, Teil der Central European University. Unterstützt wurden weiter die Internationale Katholische Migrationskommission, die Global Coalition on Migration, das Migrant Forum in Asia, die Alianza Americas und die Platform for Cooperation on Undocumented Migrants (PICUM).<ref>Anna Crowley, Kate Rosin: Open Society Foundations – International Migration Initiative. Open Society Foundations, 2016, bei archive.org.</ref> Weiter wurde 2019 das Border Violence Monitoring Network mit drei bezahlten Stellen und der Erstattung von Reisekosten für die Aktivisten unterstützt.<ref>Illegal Push-backs and Border Violence Report. borderviolence.eu, Dezember 2019, S. 17, abgerufen am 2. Juni 2020.</ref> Das Global Detention Project wies die Open Society Foundations 2020 ebenfalls als Unterstützer aus.<ref>Funders. Global Detention Project, abgerufen am 3. Juni 2020.</ref>
Kritik
Linke Kritiker von Soros und seiner Open Society Foundations kritisieren, dass diese Institutionen vorwiegend dazu dienten, die existierende gesellschaftliche und wirtschaftliche Ordnung zu stärken. Nicolas Guilhot sieht in den Soros-Stiftungen eine Fortführung der Geschichte kapitalistischer philanthropischer Stiftungen wie der Ford Foundation und der Rockefeller Foundation. Guilhot zufolge hat die durch solche Stiftungen ausgeübte Kontrolle über die Sozialwissenschaften diese entpolitisiert und eine kapitalistische Sicht von Modernisierung bestärkt. Trotz seiner Kritik an schlecht funktionierenden freien Märkten sei Soros eigentlich ein Neoliberaler, der daran glaubt, dass konkurrierende Märkte die beste Möglichkeit sind, eine Gesellschaft zu ordnen.<ref>Nicolas Guilhot: Reforming the World: George Soros, Global Capitalism and the Philanthropic Management of the Social Sciences. In: Critical Sociology. Band 33. SagePub, 2007, doi:10.1163/156916307X188988 (Online [abgerufen am 14. August 2014]).</ref> Dieser Argumentation folgend sei der scheinbare Radikalismus von Soros’ Open Society nur ein Mittel zur Verschleierung der kapitalistischen Ordnung, deren grundlegende Regeln niemals wirklich infrage gestellt oder „geöffnet“ würden.<ref>Christian de Cock, Steffen Böhm: Liberalist Fantasies: Žižek and the Impossibility of the Open Society. In: Organization. Band 14, Nr. 6. SagePub, 2007, doi:10.1177/1350508407082264 (Online [abgerufen am 26. Oktober 2012]).</ref>
Von Seite der politischen Rechten wird Soros vorgeworfen, selektiv kommunistische und kulturliberale Elemente zu fördern.<ref>Interview Mária Schmidt: Orbán gegen Soros: Eine Insiderin berichtet. Compact TV. Juni 25.</ref> Der ehemalige polnische Ministerpräsident Jarosław Kaczyński definiert Aktivitäten, die von der Open Society Foundations gefördert werden im Hinblick auf ihre Zielsetzung zur Bildung einer möglichst homogenen Gesellschaft ohne kulturelle Identität.<ref>"After Trump Win, Anti-Soros Forces Are Emboldened in Eastern Europe". The New York Times. March 1, 2017. Retrieved March 3, 2017.</ref> Die Open Society Foundations und von ihr finanzierte politische oder gesellschaftliche Gruppen unterliegen in mehreren Ländern einem vollständigen oder anteiligen Betätigungsverbot, so in Russland,<ref>Russia bans George Soros foundation as state security 'threat'". Reuters. November 30, 2015. Retrieved November 6, 2022</ref> in Indien,<ref>"3 US donors on MHA watchlist, face fund curbs". The Times of India. June 8, 2016. ISSN 0971-8257. Retrieved June 13, 2025</ref> in Uganda<ref>"Uganda prostitute workshop banned". BBC. March 25, 2008. Retrieved November 20, 2015</ref> und in Pakistan.<ref>Sayeed, Saad (December 13, 2017) "Pakistan orders George Soros foundation, other aid groups to close," Reuters</ref> Nach Auseinandersetzungen mit den Regierungen von Ungarn und der Türkei musste die Stiftung in diesen Ländern ihre Arbeit im Umfang stark reduzieren.<ref>"Soros foundation to leave Hungary". BBC News. May 15, 2018</ref><ref>"Açık Toplum Vakfı Türkiye'deki faaliyetlerini sonlandırıyor". Deutsche Welle Türkçe. November 26, 2018. Retrieved November 27, 2018</ref> Fortlaufende Kritik an der OSF findet sich zudem in der Pro-Israelischen Presse und in den Veröffentlichungen konkurrierender israelischer NGOs.<ref>"Soros Hack Reveals Evidence of Systemic Anti-Israel Bias". Tablet Magazine. August 14, 2016</ref><ref>David Israel (August 14, 2016). "DC Leaks Publishes George Soros' Files Showing Millions Contributed to Anti-Israel Causes"</ref><ref>Jewish Press. Archived from the original on September 1, 2016. Retrieved February 23, 2019.</ref><ref>Kaplan, Rachel (August 14, 2016). "George Soros hacked, documents posted online". israelnationalnews.com. Retrieved November 6, 2022</ref><ref>Bad Investment: The Philanthropy of George Soros and the Arab-Israeli Conflict: How Soros-funded Groups Increase Tensions in a Troubled Region, Alexander H. Joffe, Professor Gerald M. Steinberg, May 1, 2013</ref>
Die Organisation ist zentrales Subjekt einer Reihe antisemitischer Verschwörungsmythen.<ref>Terry Krepel: What Beck wants you to believe about Soros. In: Media Matters. 9. November 2010 (Online).</ref><ref>Glenn Beck Explains George Soros Conspiracy Theory On 'O'Reilly Factor'. In: The Huffington Post. 13. November 2010 (Online).</ref>
Weblinks
Einzelnachweise
<references />