Deiphobos (Sohn des Priamos)
Deiphobos ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine Gestalt der griechischen Mythologie aus dem Sagenkreis des Trojanischen Krieges.
Als Sohn des Königs Priamos und der Hekabe<ref>Bibliotheke des Apollodor 3,12,5; Hyginus, Fabulae 89.</ref> ist er einer der wichtigsten und stärksten Kämpfer für Troja.<ref>Johannes Tzetzes, Ad Lycophronem 170; vgl. auch Homer, Ilias 22,235–237.</ref> Hektor bezeichnet ihn als den „liebsten“ seiner Brüder.<ref>Homer, Ilias 22,233 f.</ref> Nach dem Tod seines Bruders Paris wird Deiphobos nach dem Gesetz Gatte seiner Schwägerin Helena<ref>Dictys Cretensis 1,10; 4,22; Johannes Tzetzes, Ad Lycophronem 168; Scholion zu Homer, Ilias 24,251.</ref> und begleitet sie zum Trojanischen Pferd.<ref>Homer, Odyssee 4,276.</ref> Bei der Eroberung Trojas fällt er der Rache des Menelaos zum Opfer und wird nach schwerem Kampf getötet,<ref>Homer, Odyssee 8,517–521; Hyginus, Fabulae 113; Quintus von Smyrna 13,354; Dictys Cretensis 5,12.</ref> sein Haus zerstört.<ref>Servius, Kommentar der Aeneis 2,310.</ref> Nach seinem Tod wird er nicht bestattet.<ref>Eustathios, Commentarii ad Homeri Iliadem 894,24.</ref> Aineias errichtet ihm ein Kenotaph (tumulus inanis).<ref>Vergil, Aeneis 6,505.</ref>
In der Aeneis Vergils erscheint der Schatten des Deiphobos dem Aineias in der Unterwelt.<ref>Vergil, Aeneis 6,494–547.</ref>
Literatur
- Ludwig von Sybel: Deiphobos 1). In: Wilhelm Heinrich Roscher (Hrsg.): Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Band 1,1, Leipzig 1886, Sp. 981 (Digitalisat).
- Richard Wagner: Deïphobos 1. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band IV,2, Stuttgart 1901, Sp. 2404–2406.
Weblinks
Anmerkungen
<references />