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Sarre-Union

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Sarre-Union
Buckenum
Datei:Blason ville fr Sarre-Union Bas-Rhin.svg
Staat FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Bas-Rhin (67)
Arrondissement Saverne
Kanton Ingwiller
Gemeindeverband Alsace Bossue
Koordinaten 48° 56′ N, 7° 5′ OKoordinaten: 48° 56′ N, 7° 5′ O
 {{#coordinates:48,940833333333|7,0886111111111|primary
dim=20000 globe= name=Sarre-Union region=FR-67 type=city
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Höhe 217–330 m
Fläche
Bürgermeister Marc Séné
Einwohner 2.731 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte – Einw./km²
Postleitzahl 67260
INSEE-Code 67434
Website sarre-union.fr
Datei:Sarre-Union01.JPG
Hôtel de ville (Rathaus)

Vorlage:Infobox Gemeinde in Frankreich/Wartung/abweichendes Wappen in Wikidata

Sarre-Union ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value),<ref>Früher auch Saar-Buckenheim vgl. Diercke Weltatlas. 184. Auflage. Georg Westermann Verlag, Braunschweig 1974, ISBN 3-14-100000-X, S. 16.</ref> elsässisch Buckenum) ist eine französische Gemeinde im Département Bas-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass). Der Ort gehört zum Arrondissement Saverne und zum Kanton Ingwiller. Sarre-Union hat 2731 Einwohner (Stand 1. Januar 2023) auf 15,39 km² und ist die größte Gemeinde im Krummen Elsass. Die Stadt entstand 1794 durch Vereinigung der beiden Städte Bockenheim und Neu-Saarwerden (daher der Name Union).

Lage

Sarre-Union liegt an der Saar, an der Bahnstrecke Berthelming–Sarreguemines und an der Autoroute A 4 von Paris über Metz (etwa 80 Kilometer) nach Straßburg (etwa 60 Kilometer). Saarbrücken ist etwa 35 Kilometer entfernt.

Geschichte

Sarre-Union entstand 1794 durch Vereinigung der beiden Städte Bouquenom (rechts der Saar; deutsch Bockenheim) und Ville Neuve de Sarrewerden (links der Saar; deutsch Neu-Saarwerden). In der französischen Zeit war Sarre-Union Hauptort des Distrikt Sarre-Union. Zwischen 1871 und 1918 gehörte es nach der Niederlage Frankreichs im Deutsch-Französischen Krieg unter dem Namen Saarunion als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Kaiserreich. Am 2. September 1915 wurde der Name von Ort und Bahnhof amtlich in Saar-Buckenheim geändert.<ref>Peter Paulin: Die Ortsnamenverdeutschung in Elsaß-Lothringen. In: Paul Langhans (Hrsg.): Dr. A. Petermanns Mitteilungen aus Justus Perthes Geographischer Anstalt. 62. Jahrgang. Justus Perthes, Gotha 1916, S. 127.</ref><ref>Eisenbahndirektion Mainz (Hrsg.): Amtsblatt der Königlich Preußischen und Großherzoglich Hessischen Eisenbahndirektion in Mainz vom 30. Oktober 1915, Nr. 54. Bekanntmachung Nr. 721, S. 350 f.</ref> Nach der Niederlage des Kaiserreichs im Ersten Weltkrieg wurde Elsass-Lothringen im Versailler Vertrag Frankreich zugesprochen; Saar-Buckenheim wurde wieder in Sarre-Union umbenannt. Während des Zweiten Weltkrieges wurde Sarre-Union wieder deutsch verwaltet, als es von Truppen der Wehrmacht des nun nationalsozialistischen Deutschen Reiches besetzt wurde und diese die Herrschaft über den Ort – nun wieder in Saar-Buckenheim umbenannt – und über das übrige Elsass-Lothringen übernahmen, auch wenn das Gebiet de jure nicht annektiert wurde; dies geschah auch bis Kriegsende nicht mehr. Die Synagoge von Sarre-Union wurde geplündert und bei der Befreiung durch Artilleriebeschuss beschädigt. Die meisten jüdischen Einwohner wurden nach Südfrankreich deportiert. Laut Yad Vashem wurden dreiundzwanzig namentlich bekannte ehemalige Einwohner Opfer der Endlösung.<ref>Saarunion (Elsass). Aus der Geschichte der jüdischen Gemeinden im deutschen Sprachraum, aufgerufen am 28. Dezember 2024.</ref> Noch 1944 fiel der Ort wieder an Frankreich und Saar-Buckenheim wurde wieder in Sarre-Union umbenannt.

Am 15. Februar 2015 geriet der Ort in die internationalen Schlagzeilen, nachdem auf dem jüdischen Friedhof Hunderte Gräber in einem Akt des Vandalismus beschädigt und mit Nazisymbolen beschmiert worden waren.<ref>French Jewish graves vandalised in Sarre-Union. BBC News, 15. Februar 2015, abgerufen am 10. März 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2017
Einwohner 2645 2965 3130 3169 3159 3356 3185 2823

Sehenswürdigkeiten

Datei:Sarre-Union-Synagogue.jpg
Synagoge in Sarre-Union, 2011
Datei:Sarre-Union, Eglise luthérienne.jpg
Lutherische Kirche im Ortsteil Ville Neuve (2008)
  • Das Rathaus (Hôtel de ville) von 1684, restauriert 1773, ist als Monument historique eingetragen.
  • Regionalmuseum des Krummen Elsass (Musée régional de l’Alsace Bossue)
  • Lutherische Kirche im Ortsteil Ville Neuve aus dem 18. Jahrhundert
  • (ehemalige) Reformierte Kirche, 1751 als Querkirche errichtet<ref>Kathrin Ellwardt: Kirchenbau zwischen evangelischen Idealen und absolutistischer Herrschaft. Die Querkirchen im hessischen Raum vom Reformationsjahrhundert bis zum Siebenjährigen Krieg. Michael Imhof Verlag, Petersberg 2004, ISBN 3-937251-34-0</ref>
  • Katholische Kapelle Saint-Louis des ehemaligen Jesuitenklosters aus dem 15. Jahrhundert in der Altstadt (erweitert/umgebaut im 16. und 18. Jahrhundert)
  • Die restaurierte Synagoge der jüdischen Gemeinde von 1840 zählt zum architektonischen Erbe Frankreichs<ref>judaisme.sdv.fr 16. Februar 2015</ref>
  • Der jüdische Friedhof geht bis ins 18. Jahrhundert zurück und war einst einer der größten im Elsass.<ref name="faits-divers/2015/02/16">dna.fr 16. Februar 2015</ref> Der Friedhof wurde in jüngerer Zeit mehrfach geschändet, so 1988, 2000 und 2001.<ref name="faits-divers/2015/02/16" /> Im Februar 2015 wurden über 200 Grabsteine umgestoßen und zum Teil zerstört.<ref>lemonde.fr 16. Februar 2015</ref><ref>judaisme.sdv.fr 16. Februar 2015</ref> Aus diesem Grund besuchte Staatspräsident François Hollande am 17. Februar 2015 den Friedhof.<ref>lalsace.fr 16. Februar 2015</ref>
  • Katholische Kirche Saint-Georges in der Altstadt Bouquenom mit einer Orgel von Frère Pierre Delorme (1717) aus Orléans, restauriert von Jean-Georges Kœnig (1967)

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Persönlichkeiten

Literatur

  • Vorlage:MerianTopo
  • Joseph Levy: Geschichte der Stadt Saarunion seit ihrer Entstehung bis zur Gegenwart. Vorbruck-Schirmeck 1898, archive.org
  • Le Patrimoine des Communes du Bas-Rhin. Flohic Editions, Band 2, Charenton-le-Pont 1999, ISBN 2-84234-055-8, S. 1086–1092.

Weblinks

Commons: Sarre-Union – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Adamswiller | Alteckendorf | Altenheim | Altwiller | Asswiller | Baerendorf | Berg | Berstett | Bettwiller | Bischholtz | Bissert | Bosselshausen | Bossendorf | Bouxwiller | Burbach | Bust | Buswiller | Butten | Dehlingen | Dettwiller | Diedendorf | Diemeringen | Dimbsthal | Dingsheim | Domfessel | Dossenheim-Kochersberg | Dossenheim-sur-Zinsel | Drulingen | Duntzenheim | Durningen | Durstel | Eckartswiller | Erckartswiller | Ernolsheim-lès-Saverne | Eschbourg | Eschwiller | Ettendorf | Eywiller | Fessenheim-le-Bas | Friedolsheim | Frohmuhl | Furchhausen | Furdenheim | Geiswiller-Zœbersdorf | Gœrlingen | Gottenhouse | Gottesheim | Gougenheim | Grassendorf | Griesheim-sur-Souffel | Gungwiller | Haegen | Handschuheim | Harskirchen | Hattmatt | Hengwiller | Herbitzheim | Hinsbourg | Hinsingen | Hirschland | Hochfelden | Hohfrankenheim | Hurtigheim | Ingenheim | Ingwiller | Issenhausen | Ittenheim | Keskastel | Kienheim | Kirrberg | Kirrwiller | Kleingœft | Kuttolsheim | Landersheim | La Petite-Pierre | Lichtenberg | Littenheim | Lixhausen | Lochwiller | Lohr | Lorentzen | Lupstein | Mackwiller | Maennolsheim | Marmoutier | Melsheim | Menchhoffen | Minversheim | Monswiller | Mulhausen | Mutzenhouse | Neugartheim-Ittlenheim | Neuwiller-lès-Saverne | Niedersoultzbach | Obermodern-Zutzendorf | Obersoultzbach | Oermingen | Ottersthal | Otterswiller | Ottwiller | Petersbach | Pfalzweyer | Pfulgriesheim | Printzheim | Puberg | Quatzenheim | Ratzwiller | Rauwiller | Reinhardsmunster | Reipertswiller | Reutenbourg | Rexingen | Rimsdorf | Ringendorf | Rohr | Rosteig | Saessolsheim | Saint-Jean-Saverne | Sarre-Union | Sarrewerden | Saverne | Schalkendorf | Scherlenheim | Schillersdorf | Schnersheim | Schœnbourg | Schopperten | Schwenheim | Schwindratzheim | Siewiller | Siltzheim | Sommerau | Sparsbach | Steinbourg | Struth | Stutzheim-Offenheim | Thal-Drulingen | Thal-Marmoutier | Tieffenbach | Truchtersheim | Uttwiller | Vœllerdingen | Volksberg | Waldhambach | Waldolwisheim | Waltenheim-sur-Zorn | Weinbourg | Weislingen | Weiterswiller | Westhouse-Marmoutier | Weyer | Wickersheim-Wilshausen | Willgottheim | Wilwisheim | Wimmenau | Wingen-sur-Moder | Wingersheim les Quatre Bans | Wintzenheim-Kochersberg | Wiwersheim | Wolfskirchen | Wolschheim | Zittersheim Vorlage:Klappleiste/Ende

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