Zum Inhalt springen

Sarah

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 12. April 2026 um 15:36 Uhr durch imported>Xqt (Einleitung: +WLH +BKH).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Vorlage:Hinweisbaustein Sara bzw. Sarah ist ein weiblicher Vorname, der auch gelegentlich als Familienname in Gebrauch ist.

<templatestyles src="TOC limit/styles.css" />

Herkunft und Bedeutung

Der hebräische Name {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) geht auf ein gleichlautendes Wort mit der Bedeutung „Herrin“, „Fürstin“ zurück.<ref>Wilhelm Gesenius: Hebräisches und aramäisches Handwörterbuch über das Alte Testament. 18. Auflage. Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg 2013, ISBN 978-3-642-25680-6, S. 1299.</ref> Damit handelt es sich um einen Namen, der ursprünglich wohl den sozialen Rang der Namensträgerin beschreiben sollte.<ref>Helene Friesen: Untersuchung zu den hebräischen Frauennamen der biblischen und rabbinischen Literatur. Inaugural-Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades der philosophischen Fakultät der Universität zu Köln im Fach Judaistik. Köln 2019, S. 114 (uni-koeln.de [PDF]).</ref> Er geht auf die biblische Gestalt Sara (zunächst {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) zurück (Vorlage:Bibel/Link u. ö.). Daher zählte der Theologe Martin Noth in seiner Dissertation von 1928 den Namen nicht zum tatsächlich gebrauchten althebräischen Namensgut, sondern hält ihn für eine künstliche Bildung oder schriftstellerische Erfindung des Autors in Bezug auf die biblische Sara-Gestalt.<ref>Martin Noth: Die israelitischen Personennamen im Rahmen der gemeinsemitischen Namensgebung. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart 1928, S. 9 f.</ref> Der Theologe Johann Jakob Stamm hingegen spricht sich unter Verweis auf die Analogien in der akkadischen und ägyptischen Namensgebung für die Authentizität des Namens als Name und nicht als Titel oder Ehrenbezeichnung aus.<ref>Johann Jakob Stamm: Hebräische Frauennamen. In: Benedikt Hartmann u. a. (Hrsg.): Hebräische Wortforschung. Festschrift zum 80. Geburtstag von Walter Baumgartner. Koninklijke Brill N.V., Leiden 1967, S. 326 f.</ref>

Verbreitung

International

In Israel ist Sara(h) ein beliebter Frauenname. Im angelsächsischen Raum erfreut er sich ebenfalls großer Beliebtheit, und seit den 1970er Jahren wird er auch im deutschen Sprachraum häufig vergeben. Auch in der muslimischen Welt ist der Name verbreitet (s. auch Sahra, unterschiedliche Schreibweisen durch Transkription). Kaum verbreitet ist er im romanischen Sprachraum sowie außerhalb der westlichen Welt, der muslimischen Welt und Israels.

Sara

Der Name Sara erfreut sich international großer Popularität.<ref>Sara. In: Vornamen Weltweit. Matthias Grönert, abgerufen am 21. Juni 2022.</ref>

In Bosnien und Herzegowina war er im Jahr 2021 der am häufigsten vergebene Mädchenname.<ref>Popularity in Bosnia and Herzegovina. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 21. Juni 2022.</ref> Darüber hinaus ist er heute vor allem in Israel (Rang 5, Stand 2020)<ref>Popularity in Israel. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 21. Juni 2022.</ref>, Kroatien (Rang 8, Stand 2021)<ref>Popularity in Croatia. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 21. Juni 2022.</ref>, den Niederlanden (Rang 12, Stand 2021)<ref>Popularity in the Netherlands. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 21. Juni 2022.</ref> und Ungarn (Rang 14, Stand 2021)<ref>Popularity in Hungary. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 21. Juni 2022.</ref> beliebt.

Sarah

Auch in der Variante Sarah ist der Name international weit verbreitet, jedoch weniger beliebt als Sara.<ref>Sarah. In: Vornamen Weltweit. Matthias Grönert, abgerufen am 21. Juni 2022.</ref> In den Niederlanden belegte Sarah im Jahr 2021 Rang 22 der Liste der beliebtesten Vornamen.<ref>Popularity in the Netherlands (Sarah). In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 21. Juni 2022.</ref>

Im englischen Sprachraum war der Name vor allem von den 1970er bis 1990er Jahren beliebt. In Neuseeland war Sarah von 1974 bis 1989 in jedem Jahr der meistgegebene Vorname. Danach, insbesondere ab der Mitte der 2000er Jahre, sank seine Popularität, und er gehört seit 2020 nicht mehr zu den 100 beliebtesten Mädchennamen des Landes.<ref>Popularity in New Zealand (Sarah). In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 21. Juni 2022.</ref> Ein ähnliches Bild zeigt sich in Australien, wo der Name zwischen 1981 und 1994 Rang 2 unter den am häufigsten vergebenen Vornamen belegte. Danach sank seine Beliebtheit, sodass er zuletzt nur noch Rang 96 belegte (Stand 2021).<ref>Popularity in Australia (Sarah). In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 21. Juni 2022.</ref> Auch im Vereinigten Königreich sank die Popularität des Namens seit der Jahrtausendwende beständig.<ref>Popularity in England and Wales (Sarah). In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 21. Juni 2022.</ref><ref>Popularity in Northern Ireland (Sarah). In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 21. Juni 2022.</ref><ref>Popularity in Scotland (Sarah). In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 21. Juni 2022.</ref> In den USA gehörte Sarah sowohl im ausgehenden 19. Jahrhundert als auch von der Mitte der 1970er bis in die 2000er Jahre hinein zu den beliebtesten Mädchennamen.<ref>Popularity in the United States (Sarah). In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 21. Juni 2022.</ref> Ein ähnliches Bild zeigt sich auch in Kanada.<ref>Popularity in Canada (Sarah). In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 21. Juni 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Deutscher Sprachraum

In Österreich war der Name vor allem in der Schreibweise Sarah beliebt. Zwischen 1992 und 2012 belegte er stets einen Platz unter den 10 beliebtesten Mädchennamen des Landes. Zuletzt wurde er jedoch seltener vergeben und belegte im Jahr 2020 Rang 26.<ref>Popularity in Austria (Sarah). In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 21. Juni 2022.</ref> Demgegenüber nahm die Popularität der Variante Sara seit den 2000er Jahren zu. 2020 stand der Name in dieser Schreibweise auf Rang 29.<ref>Popularity in Austria. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 21. Juni 2022.</ref>

In der Schweiz waren in den 1990er und frühen 2000er Jahren beide Schreibweisen des Namens beliebt. Bis 2008 zählten dort beide Varianten zu den 10 meistvergebenen Mädchennamen. Seit 1998 wurde dabei mit Ausnahme der Jahre 2004, 2006, 2007 und 2008 die Variante Sarah häufiger gewählt. Seit 2009 gehört Sarah nicht mehr zu den 10 beliebtesten Vornamen und sank in der Beliebtheit auf Rang 69 im Jahr 2020.<ref>Popularity in Switzerland (Sarah). In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 21. Juni 2022.</ref> In der Schreibweise Sara hielt sich der Name bis 2014 unter den zehn beliebtesten weiblichen Vornamen. Seitdem wird er seltener vergeben, zählt jedoch immer noch zu den 30 beliebtesten Vornamen des Landes.<ref>Popularity in Switzerland. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 21. Juni 2022.</ref>

In Deutschland stieg die Popularität des Namens ab den späten 1960er Jahren sprunghaft an. Bereits in der Mitte der 1970er Jahre war er unter den 100 meistvergebenen Vornamen.<ref name=":0">Sarah. In: Beliebte Vornamen. Knud Bielefeld, abgerufen am 21. Juni 2022.</ref> Von 1983 bis 2003 zählte er durchgängig zu den 10 beliebtesten Mädchennamen des Landes.<ref name=":1">Die beliebtesten Vornamen. In: GfdS. Gesellschaft für deutsche Sprache e. V., abgerufen am 21. Juni 2022.</ref> Inzwischen hat seine Beliebtheit merklich abgenommen.<ref name=":0" /> 2021 belegte er noch Rang 32.<ref name=":2">Deutschlands beliebteste Namen des Jahres 2021 – Top 500. In: Beliebte Vornamen. Knud Bielefeld, abgerufen am 21. Juni 2022.</ref> Bei der statistischen Erfassung wurden Sara und Sarah als gleichlautende Varianten desselben Namens zusammengefasst.<ref name=":1" /><ref name=":2" /> Eine stichprobenartige Auswertung der Geburten von 2006 bis 2018 ergab, dass etwa 68 % der Namensträgerinnen den Namen in der Schreibweise Sarah tragen, während an etwa 32 % die Variante Sara vergeben wurde.<ref name=":0" /> Eine genauere Analyse zeigt jedoch, dass die Vergabe der Variante Sara in den vergangenen Jahren zunahm,<ref>Sara. In: Beliebte Vornamen (Blog). Knud Bielefeld, abgerufen am 21. Juni 2022.</ref> während Sarah immer seltener vergeben wird.<ref>Sarah. In: Beliebte Vornamen (Blog). Knud Bielefeld, abgerufen am 21. Juni 2022.</ref>

Sara zur Zeit des Dritten Reiches

In der Zeit des Nationalsozialismus ab 1938 wurden kraft § 2 (1) der „Zweiten Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über die Änderung von Familiennamen und Vorname“ alle jüdischen Frauen und Mädchen gezwungen, zusätzlich den Namen Sara anzunehmen, wenn sie nicht bereits einen Vornamen trugen, der „in den vom Reichsminister des Innern herausgegebenen Richtlinien über die Führung von Vornamen aufgeführt“ war (§ 1 (1) id.).<ref>Zweite Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über die Änderung von Familiennamen und Vornamen (17.08.1938). In: documentArchiv. Kai Riedel, abgerufen am 21. Juni 2022.</ref>

Varianten

<templatestyles src="column-multiple/styles.css" />

Der Vorname Sahra, auch Zahra geschrieben, steht in keiner Verbindung zu Sara oder Sarah. Er kommt aus dem Arabischen und bedeutet „Blüte“.

Namenstage

Namenstage sind der 13. Juli für Sara die Einsiedlerin und der 9. Oktober für die Erzmutter Sara.

Namensträgerinnen

Einzelname

  • Sara, die Frau Abrahams
  • Sara, die Frau des Tobias
  • Sara oder Sarah, jüdische Ärztin in Würzburg
  • Schwarze Sara (1. Jh.), (legendäre?) christliche Missionarin
  • Sara die Einsiedlerin (4. Jh.), ägyptische Heilige
  • Sarah (* 1988), deutsche Sängerin, siehe Toksi

Vorname

Sara

A
  • Sara Adler (1858–1860), US-amerikanische Schauspielerin
  • Sara Agrež (* 2000), slowenische Fußballspielerin

Sara Ahmed

B
C
D
E
F
G
H
  • Sara el-Hachimi (* 2000), marokkanische Sprinterin und Hürdenläuferin
  • Sara Hall (* 1983), US-amerikanische Langstrecken- und Hindernisläuferin
  • Sara Harris (* 1918 oder 1919), US-amerikanische Autorin
J
  • Sara Japhet (1934–2024), israelische Bibelwissenschaftlerin
K
L
  • Sara Jane Layton Walker (1870–1951), amerikanisch-schwedische Opernsängerin, siehe Mme. Charles Cahier
  • Sara Lee (1992–2022), US-amerikanische Wrestlerin
  • Sara Lewina (1906–1976), russische Komponistin
  • Sara Lukić (* 1999), serbische Weitspringerin
  • Sara Lüscher (* 1986), Schweizer Orientierungsläuferin
M
  • Sara Martins (* 1977), französische Schauspielerin
  • Sara Menker (* 1982), äthiopische Unternehmerin
  • Sara Cato Meyer, Pseudonym Selma Meyer (1890–1941), niederländische Widerstandskämpferin, Feministin und Pazifistin
  • Sara Elizabeth Mitchell, Pseudonym Sirah (* 1988), US-amerikanische Rapperin
N
  • Sara Nuru (* 1989), deutsches Model und Unternehmerin
O
P
R
S
T
  • Sara Devi Tamang (* 1984), nepalesische Badmintonspielerin
  • Sara Tavares (1978–2023), portugiesische Sängerin
  • Sara Telek (* 1988), österreichische Fußballspielerin und Fußballschiedsrichterin
V
W
Z

Sára

Sarah

Saara

Familienname

  • Robert Sarah (* 1945), guineischer Geistlicher, Erzbischof von Conakry, Kurienerzbischof
  • Anak Sarah (* 1987), bruneiische Kronprinzessin

Künstlername

Namensträger

Fiktive Personen

Folgende Werke in Literatur und Film haben eine Frau namens Sara oder Sarah als Titelfigur:

Lieder mit dem Titel Sara oder Sarah

Siehe auch

Wiktionary: Sarah – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Weblinks

Einzelnachweise

<references />