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Nilvange

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Nilvange
Datei:Blason ville fr Nilvange 57.svg
Staat FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Moselle (57)
Arrondissement Thionville
Kanton Algrange
Gemeindeverband Thionville Fensch Agglomération
Koordinaten 49° 21′ N, 6° 3′ OKoordinaten: 49° 21′ N, 6° 3′ O
 {{#coordinates:49,342222222222|6,05|primary
dim=20000 globe= name=Nilvange region=FR-57 type=city
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Höhe 193–376 m
Fläche
Einwohner 4.341 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte – Einw./km²
Postleitzahl 57240
INSEE-Code 57508
Website www.nilvange.fr
Datei:France. Town of Nilvange. (Steel mill) - NARA - 541672.tif
Eisenhüttenwerk (ca. 1950)

Vorlage:Infobox Gemeinde in Frankreich/Wartung/abweichendes Wappen in Wikidata

Datei:France. UNDER A SMOKE-SMEARED SUNDAY SKY, steel workers's dwellings in Nilvange, France, look strangely white... - NARA - 541673.tif
Arbeiter-Warteschlange an einem Sonntag (unterer Bildrand, ca. 1950)

Nilvange (deutsch Nilvingen, früher auch Nülvingen<ref name=Ortslex />) ist eine französische Stadt mit 4341 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im Département Moselle in der Region Grand Est. Sie gehört zum Arrondissement Thionville und zum Gemeindeverband Thionville Fensch Agglomération. Die Einwohner werden Nilvangeois und Nilvangeoises genannt.

Geographie

Die Bergarbeitersiedlung liegt im ehemaligen Bergbaurevier Lothringens, einige Kilometer westlich von Thionville ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) auf einer Höhe zwischen 193 und 376 m über dem Meeresspiegel.

Die Anschlussstelle Nilvange an der Autoroute A30 liegt südlich des Kernortes.

Geschichte

Das Dorf Nilvingen hatte zum Bistum Metz gehört.<ref name=Huhn /> Es wurde 875 in einer von Ludwig dem Deutschen für die Benediktiner-Abtei St. Glossinde in Metz ausgestellten Urkunde als Nelvendis erwähnt.<ref>Georg Wolfram: Die Urkunden Ludwigs des Deutschen für das Glossindenkloster in Metz von 875 November 25, in: Mittheilungen des Instituts für österreichische Geschichtsforschung , Band XI, Innsbruck 1890, S. 1–27, insbesondere S. 4, linke Spalte, S. 13, S. 15 und S. 25 (online).</ref>

Nach dem Frieden von Frankfurt vom 10. Mai 1871 kam Nilvingen zusammen mit 19 weiteren Orten von Französisch-Lothringen durch Gebietsaustausch an Deutschland,<ref>Vollständiges geographisch-topographisch-statistisches Orts-Lexikon von Elsass-Lothringen. Enthaltend: die Städte, Flecken, Dörfer, Schlösser, Gemeinden, Weiler, Berg- und Hüttenwerke, Höfe, Mühlen, Ruinen, Mineralquellen u. s. w. mit Angabe der geographischen Lage, Fabrik-, Industrie- u. sonstigen Gewerbethätigkeit, der Post-, Eisenbahn- u. Telegraphen-Stationen u. geschichtlichen Notizen etc. Nach amtlichen Quellen bearbeitet von H. Rudolph. Louis Zander, Leipzig 1872, Sp. 77–78 unten (online).</ref> wo es dem Kreis Diedenhofen-West im Bezirk Lothringen des Reichslandes Elsaß-Lothringen zugeordnet wurde.

Vor Beginn der Industrialisierung der Region ernährten sich die Bewohner des kleinen Dorfs Nilvingen vom Getreide-, Wein-, Obst- und Gemüsebau sowie von der Viehzucht.<ref name=Huhn /> Am Anfang des 20. Jahrhunderts hatte das Dorf Eisenerzbergbau und ein Walzwerk.<ref name=Meyers />

Nach dem Ersten Weltkrieg musste Nivlingen aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags an Frankreich abgetreten werden. Während des Zweiten Weltkriegs war der Ort von der deutschen Wehrmacht besetzt.

Wappen

Auf dem Gemeindewappen lassen sich die früheren Herrschaften noch ablesen: der Löwe steht für die Herren von Florange, der rote Rahmen für die Abtei St. Glossinde in Metz. Die gekreuzten Hämmer symbolisieren die Tradition des Bergbaues und der Eisenverhüttung.<ref>Wappenbeschreibung auf genealogie-lorraine.fr (französisch)</ref>

Demographie

Bevölkerungsentwicklung vom 18. Jahrhundert bis zum Ende des Ersten Weltkriegs
Jahr Einwohner Anmerkungen
1793 121 <ref name="EHESS">Nilvange (Nilvingen) – statistische Angaben der Arbeitsgruppe für Demographie und Geschichte der École des hautes études en sciences sociales (EHESS), Frankreich</ref>
1806 104 <ref name="EHESS" />
1821 163 <ref name="EHESS" />
1841 189 <ref name="EHESS" />
1861 296 <ref name=Ortslex >Vollständiges geographisch-topographisch-statistisches Orts-Lexikon von Elsass-Lothringen. Enthaltend: die Städte, Flecken, Dörfer, Schlösser, Gemeinden, Weiler, Berg- und Hüttenwerke, Höfe, Mühlen, Ruinen, Mineralquellen u. s. w. mit Angabe der geographischen Lage, Fabrik-, Industrie- u. sonstigen Gewerbethätigkeit, der Post-, Eisenbahn- u. Telegraphen-Stationen u. geschichtlichen Notizen etc. Nach amtlichen Quellen bearbeitet von H. Rudolph. Louis Zander, Leipzig 1872, Sp. 61, siehe Teutz (online)</ref><ref name="EHESS" />
1871 273 auf einer Fläche von 274 ha, in 57 Häusern mit 65 Familien, darunter ein Evangelischer<ref name=Huhn >Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 318 (online).</ref><ref name=Lang >Georg Lang: Der Regierungs-Bezirk Lothringen. Statistisch-topographisches Handbuch, Verwaltungs-Schematismus und Adressbuch, Metz 1874, S. 109 (online).</ref>
1880 620 am 1. Dezember, auf einer Fläche von 274 ha, in 61 Häusern, davon 615 Katholiken, davon vier Evangelische und eine jüdische Person<ref>Statistisches Büro des Kaiserlichen Ministeriums für Elsaß-Lothringen (Hrsg.): Ortschafts-Verzeichniß von Elsaß-Lothringen. Aufgestellt auf Grund der Volkszählung vom 1. Dezember 1880. Friedrich Bull, Straßburg 1884, S. 113, Ziffern 1364 (online).</ref>
1885 805 <ref name=Vwg >Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref><ref name="StatB1990" />
1890 736 in 64 Häusern mit 148 Haushaltungen, davon 715 Katholiken und 21 Evangelische<ref name="StatB1990">Statistisches Büreau des Kaiserlichen Ministeriums für Elsaß-Lothringen: Die Bewegung der Bevölkerung in Elsaß-Lothringen, Druck von M. DuMont-Schauberg, Straßburg 1893, S. 106–107, Kanton Fentsch, Ziffer 9 (online).</ref>
1905 4279 davon 566 Evangelische;<ref name=Meyers >Nilvingen, Lexikoneintrag in: Meyers Großes Konversations-Lexikon. 6. Auflage, Band 14, Leipzig/Wien 1908, S. 703 (Zeno.org)</ref> nach anderen Angaben 4359 Einwohner<ref name=Vwg />
1910 5795 am 1. Dezember<ref name="Vwg" /><ref>Kreis Diedenhofen (Ost und West). Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. Dezember 2022; abgerufen am 17. Februar 2026.</ref><ref>Nilvingen, Kreis Diedenhofen-West, Elsass-Lothringen, in: Meyers Gazetteer (mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Nilvingen).</ref><ref name=Vwg />
Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2019
Einwohner 9337 8136 7018 5944 5583 5286 4989 4515

Seit dem Niedergang des Bergbaus in Lothringen nimmt die Einwohnerzahl von Nilvange kontinuierlich ab.

Sehenswürdigkeiten

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Belege

<references/>

Weblinks

Commons: Nilvange – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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