Valerie Perrine
Valerie Ritchie Perrine (* 3. September 1943 in Galveston, Texas; † 23. März 2026 in Beverly Hills, Kalifornien<ref>Valerie Perrine, ‘Superman’ Actress and ‘Lenny’ Oscar Nominee, Dies at 82. In: hollywoodreporter.com. 23. März 2026, abgerufen am 23. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>)<ref>Eintrag bei filmreference.com</ref> war eine US-amerikanische Schauspielerin.
Leben
Valerie Perrine war die Tochter eines Oberstleutnants der United States Army und einer Tänzerin. Sie begann als Showgirl in Las Vegas, ehe sie zur Schauspielerei kam.<ref>Carmel Dagan: Valerie Perrine, ‘Superman’ and Oscar-Nommed ‘Lenny’ Star, Dies at 82. In: Variety. 23. März 2026, abgerufen am 23. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Sie war mit dem Hairstylisten Jay Sebring befreundet und war am Abend des 8. August 1969 ins Haus von Sharon Tate eingeladen, als diese sowie ihre Gäste durch die Manson Family ermordet wurden; Perrine musste jedoch spontan die Einladung absagen, weil sie in einem Theaterstück als Zweitbesetzung für eine erkrankte Schauspielerin einspringen musste. Sie entging somit nur knapp ihrer vermutlichen Ermordung.<ref name=":0">Seth Abramovitch: Ailing ‘Superman’ Star Valerie Perrine Finally Finds Her Hero: “The Guy Should Be Sainted”. In: The Hollywood Reporter. 27. April 2023, abgerufen am 23. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Ihren ersten kleinen Filmauftritt absolvierte Perrine 1971 in dem James-Bond-Film Diamantenfieber. Im darauffolgenden Jahr hatte sie bereits eine größere Rolle in Schlachthof 5, der Verfilmung des gleichnamigen Romans von Kurt Vonnegut.
1973 schrieb sie ein Stück amerikanische Fernsehgeschichte mit der ersten unverhüllten Duschszene in Steambath, der Theaterverfilmung des Stückes von Bruce Jay Friedman. 1974 gelang ihr an der Seite von Dustin Hoffman in Lenny der internationale Durchbruch. Für die Rolle der Honey Bruce, Ehefrau der Titelfigur Lenny Bruce, wurde sie jeweils für den Oscar, den Golden Globe und den British Academy Film Award als beste Hauptdarstellerin nominiert und letztlich mit dem British Academy Film Award als beste Nachwuchsdarstellerin ausgezeichnet. Bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 1975 erhielt Perrine den Preis als Beste Darstellerin für Lenny. Beschrieben wurde ihr Rollentyp in diesem und weiteren Filmen als „thinking-woman’s bombshell“, also eine intellektuellere und moderne Variante von dem Rollentypus der Hollywood-Sexbombe.<ref name=":0" />
An diesen Erfolg konnte Valerie Perrine jedoch nie wieder ganz anknüpfen, wenngleich noch einige relevante Filmrollen folgten. 1976 spielte sie in W. C. Fields and Me die Geliebte des von Rod Steiger verkörperten Komikers W. C. Fields, der Film war jedoch ein Flop. Größeren Bekanntheitsgrad erreichte ihre Darstellung von Miss Eve Teschmacher, der Handlangerin des Schurken Lex Luthor, in der Comicverfilmung Superman (1978) und der Fortsetzung Superman II – Allein gegen alle (1980) an der Seite von Christopher Reeve und Gene Hackman. 1979 verkörperte sie die Ex-Frau von Robert Redfords Figur eines Rodeo-Champions in Der elektrische Reiter unter Regie von Sydney Pollack. Für ihren Auftritt in Supersound und flotte Sprüche, einem Film über die Village People, erhielt sie eine Nominierung für die Goldene Himbeere. Sie selbst schrieb diesem Filmflop zu, ihre Karriere nachhaltig geschädigt zu haben.<ref name=":0" /> Nach einem Gastauftritt in der Actionkomödie Auf dem Highway ist die Hölle los (1981) spielte sie die frustrierte Ehefrau von Jack Nicholsons Hauptfigur in Grenzpatrouille (1982). In der britischen Komödie Wasser – Der Film stand sie 1985 neben Michael Caine vor der Kamera.
Danach ließ jedoch die Qualität ihrer Filmangebote allmählich nach und sie drehte zunehmend fürs Fernsehen, so spielte sie beispielsweise 1989 in Süßer Vogel Jugend, einer Fernsehverfilmung des Stückes von Tennessee Williams. In den 1990er-Jahren war sie mehrmaliger Gaststar bei Emergency Room – Die Notaufnahme und Nash Bridges. In dem Thriller Boiling Point – Die Bombe tickt (1993) hatte sie eine Nebenrolle als Kellnerin und Ex-Freundin von Dennis Hoppers Verbrecher, in der Komödie Was Frauen wollen (2000) spielte sie an der Seite von Mel Gibson die Angestellte Margo. Zuletzt spielte sie vor allem in kleineren Produktionen und in trat mit Gastauftritten in verschiedenen Serien auf. Insgesamt umfasst ihr filmisches Schaffen mehr als 65 Film- und Fernsehproduktionen bis zuletzt zum Jahr 2016.
Die Schauspielerin führte eine Reihe von Beziehungen, war aber nie verheiratet und blieb kinderlos. Sie verlobte sich 1968 mit dem Waffensammler und Playboy William Ernst Haarmann Jr., der sich im Januar 1969 im Alter von 30 Jahren durch einen Unfall beim Hantieren mit einer Waffe selbst tödlich verletzte. Einen Monat später hätte die Hochzeit stattfinden sollen. Ab den frühen 2010er-Jahren war Perrine an Parkinson erkrankt und in ihren letzten Lebensjahren pflegebedürftig. Zuletzt lebte sie in einem Appartement in Beverly Hills.<ref name=":0" /> Sie starb im März 2026 im Alter von 82 Jahren.
Filmografie (Auswahl)
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- 1971: James Bond 007 – Diamantenfieber (Diamonds Are Forever)
- 1972: Schlachthof 5 (Slaughterhouse-Five)
- 1973: Der letzte Held Amerikas (The Last American Hero)
- 1974: Lenny
- 1976: W.C. Fields and Me
- 1977: Mister Billion (Mr. Billion)
- 1978: Superman
- 1979: Der elektrische Reiter (The Electric Horseman)
- 1979: Der Magier (The Magician of Lublin)
- 1980: Superman II – Allein gegen alle (Superman II)
- 1980: Supersound und flotte Sprüche (Can’t Stop the Music)
- 1980: Agency (The Agency)
- 1981: Auf dem Highway ist die Hölle los (The Cannonball Run)
- 1982: Grenzpatrouille (The Border)
- 1985: Wasser – Der Film (Water)
- 1985: The Investigator
- 1985: Mask of Murder
- 1986: Leo & Liz in Beverly Hills (Fernsehserie, 6 Folgen)
- 1987: Traumfrau vom Dienst (Maid to Order)
- 1989: Süßer Vogel Jugend (Sweet Bird of Youth, Fernsehfilm)
- 1990: Eine unhimmlische Mission (Bright Angel)
- 1991: Glühender Himmel (Mountain of Diamonds, Fernsehfilm)
- 1992: Ausgerechnet Alaska (Northern Exposure, Fernsehserie, 1 Folge)
- 1993: Boiling Point – Die Bombe tickt (Boiling Point)
- 1995: Flucht im roten Cadillac (Girl in the Cadillac)
- 1995: The Break
- 1995: Emergency Room – Die Notaufnahme (ER, Fernsehserie, 2 Folgen)
- 1996: Nash Bridges (Fernsehserie, 3 Folgen)
- 1998: Studio 54 (54)
- 1998: Untermieter aus dem Jenseits (Curtain Call)
- 1998: Browns Requiem (Brown’s Requiem)
- 1998: A Place Called Truth
- 1998: Walker, Texas Ranger (Fernsehserie, 1 Folge)
- 1998: Maura – Sexuelle Fantasien (Shame, Shame, Shame)
- 1999: My Girlfriend’s Boyfriend
- 1999: Picture This
- 2000: Was Frauen wollen (What Women Want)
- 2001: Just Shoot Me – Redaktion durchgeknipst (Just Shoot Me, Fernsehserie, 1 Folge)
- 2001: Directing Eddie (Kurzfilm)
- 2002: The End of The Bar
- 2005: Dirty Movie (The Moguls)
- 2005: Third Watch – Einsatz am Limit (Third Watch, Fernsehserie, 1 Folge)
- 2005: The Californians
- 2008: Redirecting Eddie
- 2011: Lights Out (Fernsehserie, 2 Folgen)
- 2016: Silver Skies
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Perrine, Valerie |
| ALTERNATIVNAMEN | Perrine, Valerie Ritchie (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanische Schauspielerin |
| GEBURTSDATUM | 3. September 1943 |
| GEBURTSORT | Galveston, Texas, Vereinigte Staaten |
| STERBEDATUM | 23. März 2026 |
| STERBEORT | Beverly Hills, Kalifornien |