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Anita Kupsch

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Datei:1710Anita Kupsch.JPG
Anita Kupsch (2011)

Anita Kupsch (* 18. Mai 1940 in Berlin; † 3. Juli 2025 ebenda) war eine deutsche Volksschauspielerin und Synchronsprecherin. Besondere Popularität erlangte sie von 1987 bis 1996 an der Seite von Günter Pfitzmann in der ARD-Vorabendserie Praxis Bülowbogen in der Rolle der Arzthelferin Gabi Köhler.

Leben

Die Kaufmannstochter – ihr Vater war Eigentümer eines Schrotthandels<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Interview mit Anita Kupsch (Thorsten Otto).] Bayern 3, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 9. Juni 2011.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> – begann nach dem Besuch des Gymnasiums zunächst eine Ausbildung als Kosmetikerin und ließ sich zudem von Tatjana Gsovsky in klassischem Ballett und Jazztanz unterrichten. Bereits mit 16 Jahren wurde sie von Ludwig Manfred Lommel für das Kabarett entdeckt.<ref name=":1">Anita Kupsch. In: schlossparktheater.de. Abgerufen am 4. Juli 2025.</ref> Danach absolvierte sie dank der Fürsprache von Peter Beauvais, unterstützt von einem Stipendium, im Jahr 1960/61 eine Schauspielausbildung an der UFA-Nachwuchsschauspielschule von Else Bongers in Berlin und gab währenddessen ihr Bühnendebüt an der Kleinen Scala. Ihr Filmdebüt fiel ebenfalls in diese Zeit, in der 1960 uraufgeführten Komödie Ingeborg von Curt Goetz spielte sie eine kleine Rolle.<ref name=":1" />

Es folgten Theaterengagements am Berliner Renaissance-Theater (1960/61), Hebbel-Theater (1964 bis 1971), an der Berliner Komödie (ab 1968), den Hamburger Kammerspielen (1969), der Komödie Frankfurt (1978) und der Kleinen Komödie Hamburg (ab 1980) sowie zahlreiche Tourneen. Neben dem Theater spielte sie auch im Kabarett. Besonderen Erfolg hatte sie in späteren Jahren am Theater mit Golden Girls und dem Solostück Männer und andere Irrtümer in der Regie von Manfred Langner, das sie allein 1700 Mal spielte.<ref name=":1" />

Bereits 1962 war Kupsch in einer internationalen Filmproduktion gebucht, Robert Siodmaks Fluchtdrama Tunnel 28. Ab dem folgenden Jahr fand sie zudem vermehrt Arbeit beim Fernsehen. Bekannt wurde sie den Zuschauern in der Rolle der Biggi in der Serie Okay S.I.R. Besondere Popularität erlangte sie ab 1987 in der Rolle der Arzthelferin Gabi Köhler an der Seite von Günter Pfitzmann in der ARD-Vorabendserie Praxis Bülowbogen, an der sie bis 1996 mitwirkte. Ab 1998 war sie mit Anitas Welt im ZDF mit ihrer eigenen Comedyshow zu sehen.<ref name=":0">Ihr Mann ist jetzt erleichtert: Anita Kupsch, der Leidensweg und ihr letztes Bild. In: t-online.de. 3. Juli 2025, abgerufen am 4. Juli 2025.</ref> Es folgten bis zum Jahr 2017 weitere TV-Produktionen, insgesamt umfasst ihr filmisches Schaffen annähernd 100 Film- und Fernsehproduktionen.

Daneben arbeitete Kupsch umfangreich in der Synchronisation und lieh ihre Stimme unter anderem prominenten Schauspielkolleginnen wie Goldie Hawn (Reisen mit Anita), Liza Minnelli (Rent-a-Cop), Kim Cattrall (Unternehmen Rosebud) und Amanda Barrie (in den Komödien der britischen Carry-On-Filmreihe Ist ja irre – Caesar liebt Cleopatra und Ist ja irre – Diese müden Taxifahrer). In der Anime-Serie Captain Future war sie von 1980 bis 1981 die deutsche Stimme der Geheimagentin Joan Landor.

Von 1963 bis 1973 war Anita Kupsch mit dem Journalisten Henno Lohmeyer verheiratet. Dieser Ehe entstammt ihre 1964 geborene Tochter Daniela Lohmeyer, die ebenfalls als Schauspielerin und Synchronsprecherin tätig ist. Ab 1974 war sie einige Jahre mit dem französischen Produktionsleiter François Chevreuil, ab 1987 mit dem Innenausstatter Klaus-Detlef Krahn verheiratet. In ihren letzten Lebensjahren war Kupsch an Krebs<ref name=":0" /> und Demenz erkrankt.<ref>Wegen Demenz: Anita Kupsch wird jetzt von ihrem Ehemann gepflegt. In: t-online.de. 16. Mai 2025, abgerufen am 16. Mai 2025.</ref> Sie lebte zuletzt in einer Berliner Pflegeeinrichtung, wo sie am 3. Juli 2025 starb.<ref>Berlin: Berliner Schauspielerin Anita Kupsch gestorben. In: tagesschau.de. ARD, 3. Juli 2025, abgerufen am 4. Juli 2025.</ref> Am 4. August 2025 wurde sie im engsten Familienkreis auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf beigesetzt.<ref>Anita Kupsch heimlich beigesetzt – Witwer gibt Einblicke in Trauerfeier. In: t-online.de vom 14. August 2025, abgerufen am 14. August 2025.</ref>

Preise und Auszeichnungen

Anita Kupsch wurde mit einem Bambi ausgezeichnet, erhielt zweimal den Goldenen Vorhang und den BZ-Kulturpreis. In der Spielzeit 2013/2014 wurde sie am Theater im Rathaus in Essen vom Publikum zur beliebtesten Schauspielerin gewählt.<ref name=":1" />

Filmografie (Auswahl)

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Theater (Auswahl)

Hörspiele

Anita Kupsch war neben ihrer Arbeit für Film und Fernsehen auch in mehreren Hörspielproduktionen zu hören. Bereits 1965 wirkte sie beim RIAS im Radiohörspiel Die Untermieterin von Max Zihlmann mit.<ref name="draUntermieterin">ARD Hörspieldatenbank: Die Untermieterin. Abgerufen am 13. Juli 2025.</ref>

In den 1980er Jahren war sie auch in kommerziellen Hörspielserien aktiv. So sprach sie 1980 eine Rolle in der Science-Fiction-Serie Captain Future.<ref name="discogsCF">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Captain Future – Folge 1.] In: Discogs. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 13. Juli 2025.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

1984 übernahm sie in der Jugendhörspielreihe Mandara die Rolle einer Klavierlehrerin, die sie in mehreren Folgen verkörperte.<ref name="discogsMandara">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Mandara – Die Windgestalt vom anderen Ende der Welt.] In: Discogs. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 13. Juli 2025.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

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