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Laurein

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Laurein
ital.: Lauregno
Wappen
Wappen von Laurein
Wappen von Laurein
Datei:Laurein in Südtirol - Positionskarte.svg
Staat: Italien
Region: Trentino-Südtirol
Provinz: Bozen – Südtirol
Bezirksgemeinschaft: Burggrafenamt
Einwohner:
(VZ 2011/31.12.2024)
345/315
Sprachgruppen: 97,77 % deutsch
02,23 % italienisch
00,00 % ladinisch
Koordinaten 46° 27′ N, 11° 4′ OKoordinaten: 46° 27′ N, 11° 4′ O
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Meereshöhe: 1150 m s.l.m.
Fläche: 14,2 km²
Dauersiedlungsraum: 1,8 km²
Fraktionen: Tonna
Nachbargemeinden: Borgo d’Anaunia (TN), Novella (TN), Proveis (BZ), St. Pankraz (BZ), Ulten (BZ)
Postleitzahl: 39040
Vorwahl: 0463
ISTAT-Nummer: 021043
Steuernummer: 80007620216
Bürgermeister (2025): Hartmann Thaler

Laurein ([<templatestyles src="IPA/styles.css" />laʊ̯ˈraɪ̯n]; italienisch: Lauregno) ist eine italienische Gemeinde mit 315 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2024) in Südtirol am Deutschnonsberg etwa 20 Kilometer westlich von Bozen und etwa 45 Kilometer nördlich von Trient. Sie ist eine von drei deutschsprachigen Gemeinden im Nonstal.

Geografie

Datei:Laurein.JPG
Laurein

Die Gemeinde Laurein befindet sich im oberen Nonstal, genauer am Deutschnonsberg, wie der deutschsprachige Bereich des Tals genannt wird. Zusammen mit der Nachbargemeinde Proveis ragt Laurein als Südtiroler Sporn in das ansonsten italienischsprachige und größtenteils zum Trentino gehörende Nonstal hinein. Das kleine Dorfzentrum liegt im Süden des Gemeindegebiets auf 1150 m Höhe. Nördlich davon stößt Laurein mit einem schmalen Gebietsstreifen Richtung Hofmahdjoch vor, das einen 1781 m hohen Übergang ins Ultental vermittelt. Westseitig darüber erreicht das Gemeindegebiet am Kleinen (2311 m) und Großen Kornigl (2418 m) Gipfelpunkte des Ilmenkamms der Ortler-Alpen.

Geschichte

Laurein wird im Jahr 1233 als «terra Lauregni» erstmals erwähnt, wobei zugleich von einem eigenen Laureiner Leiherechtconsuetudo locationum mansorum») als Hinweis auf die im 13. Jahrhundert erfolgte und wohl von Ulten ausgehende Besiedelung des Gebietes die Rede ist.<ref>Hannes Obermair: Nonsberger Regesten. Das Archiv Unterweg-Perger in Proveis. In: Der Schlern. Band 66. 1992, Heft 9, S. 587–600, Bezug S. 587.</ref> Sprachgeschichtlich wird der Name auf rätisch Lawara mit dem Suffix -onia zurückgeführt, was so viel wie „steiniges Gelände“ bedeutet.<ref>Egon Kühebacher: Die Ortsnamen Südtirols und ihre Geschichte. Band 1, Bozen 1995, ISBN 88-7014-634-0, S. 216.</ref> Als moderne Fälschung im gelehrten Interesse gilt hingegen eine angebliche Erstnennung des Laureinerbergs in einem Edikt des Ostgotenkönigs Theoderich der Große von 505.<ref>Richard Heuberger: Ein angebliches Edikt Theoderichs des Großen vom Jahre 505 aus dem Castrum Maiense über den Laureinerberg. In: Festschrift Karl Pivec (= Innsbrucker Beiträge zur Kulturwissenschaft 12). Hrsg. von Anton Haidacher und Hans Eberhard Mayer. Innsbruck 1966, S. 201–203 (Festschrift zu Ehren von Karl Pivec).</ref>

Laurein gehörte bis zum Ende des Ersten Weltkriegs zur Grafschaft Tirol und damit zu Österreich-Ungarn. Mit dem Vertrag von Saint-Germain kam das Dorf 1920 zusammen mit dem Großteil Tirols südlich des Alpenhauptkamms zu Italien. Als 1927 auf diesen ehemals österreichischen Gebieten die beiden Provinzen Bozen und Trient entstanden, wurde Laurein wie auch die anderen Dörfer des Deutschnonsbergs der mehrheitlich italienischsprachigen Provinz Trient zugeschlagen, wo es der Gemeinde Rumo zugeordnet wurde. Erst 1948 wurde Laurein als nun wieder eigenständige Gemeinde in die Provinz Bozen bzw. Südtirol eingegliedert.

In der Endphase des Zweiten Weltkriegs stürzte am 29. Dezember 1944 ein B-24H Liberator der US-amerikanischen Luftwaffe, der zuvor oberhalb von Nals von der deutschen Flugabwehr angeschossen worden war, im Laureiner Ortsteil Außern ab und brannte aus. Die zehnköpfige Besatzung rettete sich bis auf einen Piloten durch frühzeitigen Absprung, geriet aber in der Operationszone Alpenvorland in Gefangenschaft.<ref>Höllisches Flameninferno in Außern. Zeitzeugenbericht von Theresia Kollmann in der Tageszeitung Dolomiten vom 28. November 2025, S. 27.</ref>

Bis 1998, als ein Tunnel unter dem Hofmahdjoch in das Ultental eröffnet wurde, waren Laurein und Proveis vom übrigen Südtirol aus für den Kraftverkehr nur über Trentiner Territorium erreichbar.

Politik

Bürgermeister

Bürgermeister seit 1952:<ref>Die Bürgermeister der Gemeinden Südtirols seit 1952. (PDF; 15 MB) In: Festschrift 50 Jahre Südtiroler Gemeindenverband 1954–2004. Südtiroler Gemeindenverband, S. 139–159, abgerufen am 16. November 2015.</ref>

  • Alois Kollmann: 1952–1980
  • Ignaz Kerschbamer: 1980–1990
  • Oswald Ungerer: 1990–2010
  • Hartmann Thaler: seit 2010

Wappen

Wappenbeschreibung: in Blau ein schwarzer Pflug auf goldenem Helmkissen mit Kleeblattecken.

Demographie

Einwohnerentwicklung

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Sprachgruppen

Laurein ist gemäß den erhobenen Sprachgruppenzugehörigkeitserklärungen bzw. Sprachgruppenzuordnungserklärungen eine weitgehend deutschsprachige Gemeinde. Als Berechnungsgrundlage der folgenden Prozentwerte wurden die gültigen Erklärungen von Personen mit italienischer Staatsbürgerschaft herangezogen.

Verteilung nach Sprachgruppenzugehörigkeits- bzw. Sprachgruppenzuordnungserklärungen
Sprache 1981<ref name="astat1981">Volkszählung 1981 – Die amtliche Bürgerzahl und die Sprachgruppen in Südtirol nach Gemeinde und Bezirk. Landesinstitut für Statistik der Autonomen Provinz Bozen – Südtirol, März 1983, abgerufen am 9. Dezember 2024.</ref> 1991<ref name="astat2001">Volkszählung 2001 – Berechnung des Bestandes der drei Sprachgruppen in der Provinz Bozen-Südtirol. Landesinstitut für Statistik der Autonomen Provinz Bozen – Südtirol, August 2002, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 29. Dezember 2021; abgerufen am 9. Dezember 2024.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/astat.provinz.bz.it</ref> 2001<ref name="astat2001" /> 2011<ref name="astat2024">Ergebnisse Sprachgruppenzählung 2024 – Berechnung des Bestandes der drei Sprachgruppen in der Autonomen Provinz Bozen - Südtirol. Landesinstitut für Statistik der Autonomen Provinz Bozen – Südtirol, Dezember 2024, abgerufen am 9. Dezember 2024.</ref> 2024<ref name="astat2024" />
Deutsch 98,42 % 97,92 % 99,72 % 96,71 % 97,77 %
Italienisch 1,58 % 2,08 % 0,28 % 3,29 % 2,23 %
Ladinisch 0,00 % 0,00 % 0,00 % 0,00 % 0,00 %

Bildung

In der Gemeinde gibt es Bildungseinrichtungen für die deutsche Sprachgruppe. Diese umfassen eine Grundschule sowie eine Mittelschule.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

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Literatur

  • Hubert Ungerer: Laurein am Deutschnonsberg (= Etschlandbücher 6). Hrsg. vom Landesverband für Heimatpflege in Südtirol. Landesverband für Heimatpflege, Bozen 1983 (online).
  • Cristian Kollmann: Grammatik der Mundart von Laurein: eine Laut- und Formenlehre aus synchroner, diachroner und kontrastiver Sicht (= Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik 147). Steiner, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-515-09944-8.

Weblinks

Commons: Laurein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Klappleiste/Anfang Algund | Burgstall | Gargazon | Hafling | Kuens | Lana | Laurein | Marling | Meran | Moos in Passeier | Nals | Naturns | Partschins | Plaus | Proveis | Riffian | St. Leonhard in Passeier | St. Martin in Passeier | St. Pankraz | Schenna | Tirol | Tisens | Tscherms | Ulten | Unsere Liebe Frau im Walde-St. Felix | Vöran Vorlage:Klappleiste/Ende

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