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Blutweideriche

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 22. Dezember 2024 um 04:05 Uhr durch imported>Martinus KE (Systematik und Verbreitung: Unter dem Namen "Lythrum portula" zählt die Art definitiv nicht zur Gattung "Peplis". Wenn der Satz mit "Die Gattung Peplis mit der Art ..." beginnt, können wir nicht einfach "Lythrum portula" schreiben.).
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Blutweideriche
Datei:Blut-Weiderich EO5P4398-2.jpg

Gewöhnlicher Blutweiderich (Lythrum salicaria) auf dem Großen Schwerin

Systematik
Eurosiden II
Ordnung: Myrtenartige (Myrtales)
Familie: Weiderichgewächse (Lythraceae)
Unterfamilie: Lythroideae
Tribus: Lythreae
Gattung: Blutweideriche
Wissenschaftlicher Name
Lythrum
L.

Die Blutweideriche oder Weideriche (Lythrum) bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Weiderichgewächse (Lythraceae). Die etwa 35 Arten kommen in fast allen Kontinenten mit Ausnahme Südamerikas vor.

Beschreibung

Vegetative Merkmale

Die Lythrum-Arten wachsen als einjährige bis ausdauernde krautige Pflanzen oder Halbsträucher. Die Stängel junger Pflanzen sind zylindrisch oder vierkantig. Die wechselständig und spiralig, gegenständig oder zu dritt in Wirteln angeordneten Laubblätter sind gestielt bis ungestielt. Die einfachen Blattspreiten besitzen einen glatten Blattrand. Nebenblätter fehlen.

Generative Merkmale

Die Blüten stehen einzeln oder in sehr unterschiedlich aufgebauten, endständigen Blütenständen mit Hochblättern. Die Blüten sind gestielt oder ungestielt. Die Blüten können heterostyl sein.

Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und vier- oder sechszählig mit doppelter Blütenhülle. Der rippige Blütenbecher (Hypanthium) ist eng glockenförmig oder röhrig. Bei manchen Arten ist ein Außenkelch vorhanden. Die kurzen, vier oder sechs Kelchblätter sind ungleich (aber nicht zweilippig). Es sind meist vier oder sechs Kronblätter vorhanden, bei wenigen Arten fehlen sie. Die meist rosa- über purpurfarbenen bis blauen, selten weißen, ei- oder verkehrt-eiförmigen Kronblätter sind meist ungleich aber nicht zweilippig verwachsen, manchmal sind sie radiärsymmetrisch. Manchmal fehlen sie ganz. Die zwei bis zwölf deutlich ungleichen, fertilen Staubblätter sind untereinander frei, aber mit dem Blütenbecher verwachsen. Zwei Fruchtblätter sind zu einem mittelständigen Fruchtknoten verwachsen. Ein Fruchtknotenfach enthält (selten ein bis) meist fünf bis fünfzig Samenanlagen. Der Griffel endet in einer kopfigen Narbe. Es sind Nektarien orhanden.

Die zweifächrigen, -klappigen, lokulizidalen, septizidalen oder septifragalen Kapselfrüchte im Blütenbecher enthalten ungeflügelte, rot-braune, etwa 1 Millimeter große Samen.

Ökologie

Die Bestäubung erfolgt meist durch Insekten (Entomophilie).

Systematik und Verbreitung

Datei:Lythrum portula.jpg
Sumpfquendel (Lythrum portula)
Datei:Lythrum hyssopifolia SierraMadrona.jpg
Lythrum borysthenicum
Datei:Lythrum tribracteatum sl5.jpg
Lythrum tribracteatum
Datei:Lythrum virgatum sl21.jpg
Ruten-Blutweiderich (Lythrum virgatum)

Die Gattung Lythrum wurde durch Carl von Linné 1753 in Species Plantarum, Tomus I, S. 446 und 1754 in Genera Plantarum, 5. Auflage, S. 205 aufgestellt.<ref name="APNI" /> Der botanische Gattungsname Lythrum leitet sich vom griechischen Wort λύθρον lýthron für „schmutziges Blut“ ab.

Die Gattung Peplis, mit der in Mitteleuropa heimischen Art Sumpfquendel (Peplis portula bzw. Lythrum portula), wird je nach Autor auch der Gattung Lythrum zugeordnet.<ref name="GRIN" /><ref name="Euro+Med" /><ref name="Schmeil und Fitschen2024" />

Die Gattung Lythrum ist fast weltweit mit der Ausnahme Südamerika verbreitet. In Mitteleuropa sind Ysopblättriger Weiderich (Lythrum hyssopifolia), Sumpfquendel (Lythrum portula), Gewöhnlicher Blutweiderich (Lythrum salicaria) und Ruten-Blutweiderich (Lythrum virgatum) heimisch.<ref name="Schmeil und Fitschen2024" />

Die Gattung Lythrum umfasst etwa 35 Arten (hier eine Auswahl):<ref name="APNI" /><ref name="Euro+Med" />

Es gibt Hybriden, beispielsweise:

  • Lythrum ×scabrum <templatestyles src="Person/styles.css" />Simonk.: Sie kommt in Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Moldawien, in der Ukraine und im europäischen Russland vor.<ref name="Euro+Med" />

Nicht in die Gattung Lythrum gehört:

  • Lythrum triflorum <templatestyles src="Person/styles.css" />L. f. (Syn.: Nesaea triflora <templatestyles src="Person/styles.css" />(L. f.) Kunth)Ammannia capitellata <templatestyles src="Person/styles.css" />(C.Presl) S.A.Graham & Gandhi subsp. capitellata<ref name="Graham2013"> Shirley A. Graham, Kanchi Gandhi: Nomenclatural Changes Resulting from the Transfer of Nesaea and Hionanthera to Ammannia (Lythraceae). In: Harvard Papers in Botany, Volume 18, Issue 1, 2013, S. 71–90. doi:10.3100/025.018.0101 </ref>

Literatur

Weblinks

Commons: Blutweideriche (Lythrum) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Euro+Med"> B. Valdés, 2012: Lythraceae. Lythrum Datenblatt – In: Euro+Med Plantbase – the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> <ref name="APNI"> Datenblatt Lythrum bei Australian Plant Name Index = APNI. </ref> <ref name="Schmeil und Fitschen2024">Michael Koltzenburg: Lythrum. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024. ISBN 978-3-494-01943-7. S. 492.</ref> </references>

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